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Freiwillige Feuerwehr Schafflund

Vorschaubild

Bahnhofsring 32 a
24980 Schafflund

Telefon (04639) 78 15 78

Homepage: feuerwehr-schafflund.info

Gründungsjahr – 1886.

 

Besitzt den Roten Hahn Teil 3 seid 2015

 

Die Schafflunder Feuerwehr hat zur Zeit 62 Kameraden, darunter auch 4 Frauen.

 

Die Feuerwehr ist nicht nur schnell zur Stelle wenn es brennt oder sich ein Unfall ereignet hat, sie richtet auch einige Feste in der Gemeinde aus.

 

Das Feuerwehrfest wird jedes Jahr groß im Utspann gefeiert und der Laternenumzug ist auch ein fester Termin für ganz Schafflund.


Aktuelle Meldungen

Ein E-Bus für Schafflunder Verbände

(12.09.2019)
 „Schafflund macht Vereine e-mobil“ – unter diesem Motto hat die Gemeinde einen E-Bus angeschafft. Der Siebensitzer soll allen Vereinen und Verbänden im Dorf zur Verfügung stehen. „Die Buchungen laufen richtig gut an und zeigen, dass das Fahrzeug benötigt wird“, zeigt sich Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen (Foto) sehr zufrieden. So fährt Claus Peter Matzen mit Senioren zum Einkaufen, der Sportverein nutzt ihn eifrig und auch die Feuerwehr für dienstliche Termine. Die Fahrer müssen als solche zuvor entsprechend registriert sein. Als Sponsor beteiligt sich die „Wattmanufaktur“ aus Galmsbüll an diesem Projekt. „Wir leben von und für regenerative Energien“, sagt Geschäftsführer René Nissen . „Deshalb unterstützen wir die Idee, ein solches E-Mobil zu betreiben.“

 

Text - SHZ rfr

Foto zur Meldung: Ein E-Bus für Schafflunder Verbände
Foto: Ein E-Bus für Schafflunder Verbände

Tag der Vereine: 98 Teilnehmer bei Familienrallye

(03.09.2019)
Spiel, Spaß, Unterhaltung und jede Menge gemütliches Beisammensein versprach der zweite Tag der Vereine in Schafflund – und die zahlreichen Besucher kamen voll auf ihre Kosten. An der Familienrallye über 16 Stationen auf der Festwiese und entlang der Au bis zum Schwimmbad beteiligten sich 98 Teilnehmer, darunter das Team „Seepferdchen“. Wehrführer Benno Gasa (links) musste fleißig Kegel wieder aufstellen, denn Maik Brinkhoff (rechts) und seine Kinder Tom und Felina hatten den Dreh raus, mit einem Feuerwehrschlauch fast alle Neune umzulegen. Letztendlich konnten sie sich bei der Siegerehrung über ein Präsent und den zweiten Platz hinter dem Team „Bobby“ freuen.
 
Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Tag der Vereine: 98 Teilnehmer bei Familienrallye
Foto: Tag der Vereine: 98 Teilnehmer bei Familienrallye

Tag der Vereine in Schafflund

(27.08.2019)
Am Sonntag zeigen die Initiativen im Ort, was in ihnen steckt
 
Für den zweiten Familientag der Vereine am kommenden Sonntag haben sich die Vereine und Verbände Schafflunds wieder ins Zeug gelegt. Ein prall gefülltes Programm erwartet die Besucher rund um die Festwiese zwischen 10 und 16 Uhr. Zum Auftakt findet ein deutsch-dänischer Gottesdienst statt, an den sich ein Konzert des Gospelchors Nordhackstedt anschließt. Musikalisch geht es weiter mit einem Auftritt der „Linedancer“, und gleich danach wird die Polizei die Kinder mit einem Puppentheater unterhalten. Und sie spielen noch einmal am frühen Nachmittag, bevor die Laienspielgruppe einen vergnüglichen Sketch aufführt.

Vor der Kleiderkammer „Schickeria“ werden große und kleine Models zu einer moderierten Modenschau tragbare Kleidung präsentieren, die auch anschließend erworben werden kann. Für eine große Familienrallye werden 16 Vereine spannende Spielstationen aufbauen. Zwei bis fünf Personen können ein Team bilden, als Familie oder Freunde zusammen Spaß haben und vielleicht sogar einen Preis gewinnen.

Beim Gummistiefelzielwurf, Kegeln, Torwandschießen oder Seifenhockey ist Geschicklichkeit gefragt, beim Foto-, Tier- oder Naturquiz und der deutsch-dänischen Memorystaffel schadet ein wenig Wissen nicht – für jeden ist etwas dabei.

„Man sollte sich möglichst online auf www.schafflund.de/Aktuelles anmelden“, sagt Organisatorin Martina Marczyschewski, das sei für die Planung wichtig, aber für Spätentschlossene sind auch noch ab 11 Uhr Nachmeldungen möglich. Klug sei es, möglichst ein eigenes Fahrrad mitzubringen, auf dem man sich beim Fahrradparcours und Fahrradringstechen sicher fühlt, doch es darf auch ein geliehenes sein.

Grillwurst, belegte Brötchen, Kuchen, Popcorn, Softeis, Waffeln, Zuckerwatte und Schafflunder Bier – für das leibliche Wohl sorgen an vielen Ecken mehrere Vereine. In einem großen Zelt können Lesehungrige auf dem Bücherflohmarkt des OKR fündig werden, und wem das Glück hold ist, der wird sich über einen der Preise der Tombola freuen können oder einen Fisch „erwürfeln“. Spiel und Spaß für alle Kinder verspricht auch der Jugendclub, der mit seinem Bauwagen „Herbie“, Schminken und Stockbrotbacken am Lagerfeuer dabei sein wird.

 

Text - SHZ Helga Böwadt 

Foto zur Meldung: Tag der Vereine in Schafflund
Foto: Tag der Vereine in Schafflund

Familientag der Vereine 2019

(19.07.2019)

Vereine und Verbände aus Schafflund und Umgebung haben sich wieder zusammengeschlossen und ein buntes Programm für den Familientag der Vereine erstellt.

 

Begonnen wird der Tag mit einem deutsch & dänischen Gottesdienst für groß und klein im Festzelt auf der Festwiese.

Anschließend wartet ein buntes Rahmenprogramm auf die Besucher. (Siehe Flyer)

Für die Kleinen ist der Jugendclub mit verschiedenen Aktionen vor Ort, der dänische Kindergarten bietet Stempel-Button zum selbst gestalten an, die Feuerwehrfahrzeuge können bestaunt werden und der Verkehrskasper der Polizei kommt vorbei. 

Für die Großen bietet der OKR einen Bücherflohmarkt an, der Skatclub lädt zum Fische verwürfeln ein und der Verein Wir machen E-Mobil bietet Probefahrten mit dem E-Mobil an. Der Heimatverein, der Bürgerverein und Tiere in Not bieten Infostände zum Informieren an.

 

Fürs leibliche Wohl sorgen die Landfrauen mit Kaffee & Kuchen, die Feuerwehr mit Grillwurst von 11-14Uhr, der Kindergartenförderverein backt frische Waffeln und die Milster Brauerei sorgt für die Getränke.

 

Hauptattraktion an diesem Tag wird die Familienrallye sein. Familien oder auch Freunde können sich mit 2-5 Personen zusammenschließen und einen Spielparcours der Vereine ablaufen. Der Weg führt bis in das Schwimmbad und zurück zur Festwiese. Die Teilnehmer sollten gerne ein Fahrrad mitbringen, da ein Spiel Fahrradringstechen sein wird.

Weitere Informationen und die Anmeldung zur Familienrallye gibt es hier.

 

Wir freuen uns auf einen bunten Tag mit vielen Familien, Gästen und Teilnehmern.

 

Foto zur Meldung: Familientag der Vereine 2019
Foto: Familientag der Vereine 2019

Abschlussübung Truppführer

(12.06.2019)

Die 16 Freiwilligen Feuerwehren im Amt Schafflund verfügen nun über 28 weitere Truppführer, die nun qualifiziert sind, weitere Lehrgänge für Führungsaufgaben zu besuchen. „Zum Beispiel als Wehrführer in Schafflund, aber bitte erst in gut vier Jahren“, sagte Benno Gasa als „Ausbildungsleiter Truppführer“ und Wehrführer schmunzelnd.

In einer Abschlussübung zeigten die Truppführer mit ihren Ausbildern, was sie können. Dazu wurde ein umfangreiches Notfall-Geschehen erstellt. Ein Motorradfahrer lag samt Gefährt unter dem Reifen eines Treckers, ein ausweichendes Auto war gegen eine Hauswand gefahren, der schwer verletzte Fahrer eingeklemmt. Zu allem Überfluss begann es im Gebäude dann auch noch zu brennen, ohne Kenntnis, ob sich darin Personen befinden.

Gasa moderierte den Ablauf des komplexen Rettungseinsatzes für die Zuschauer mit vielen Erläuterungen. „In Schleswig-Holstein gibt es jährlich 20000 Verkehrsunfälle“, sagte er. Zu vielen kommt die Feuerwehr hinzu, die Wehren Medelby und Schafflund sind dafür speziell ausgerüstet. „Wir sprechen von der goldenen Stunde, die höchstens von der Alarmierung bis zum Operationstisch vergehen darf.“

So musste der verunglückte Motorradfahrer erst einmal durch Anheben des Treckers befreit,  die verklemmte Autotür mit Schere und Spreizer entfernt und auch hier der Verletzte herausgeholt werden. „Es werden bei solchen Einsätzen nur wenige, aber gut ausgebildete Kameraden benötigt“, ergänzte Gasa. Bei der Brandbekämpfung wurde den Zuschauern vor Augen geführt, dass die Atemschutzgeräteträger im dichten Qualm nur 30 Zentimeter weit sehen können und nicht weiter.

Erstmals nahm die Hygiene einen breiten Raum ein. Marvin Käding demonstrierte mit einigen neuen Truppführern, wie sorgfältig eine Dekontamination nach einem Brandeinsatz erfolgen sollte. Viele der anwesenden Wehrführer waren dann doch erstaunt, wie aufwendig diese Maßnahme zeitlich und vom Personeneinsatz her ist.

Unter einigen prüfenden Augen schnitt diese Übung hervorragend ab. Amtswehrführer Claus-Henning Grüger-Rörden war sichtlich zufrieden und lobte neben dem Ablauf das sehr abwechslungsreiche Szenario. Frank Thiel aus Handewitt, Fachwart des Kreises für die Ausbildung der Truppführer, sah es ebenfalls so: „Es war alles gut vorbereitet und lief professionell ab. Die inszenierten Lagen waren sehr realistisch und die verschiedenen Wehren haben gut zusammengearbeitet.“ Und Benno Gasa? „Alles ist so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Das haben alle wirklich sehr gut gemacht.“

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

 

Tatendrang und Erfahrung

(20.03.2019)
Der alte ist auch der neue, Holger Johsten tritt nach nun zwölf Jahren seine dritte Amtszeit als stellvertretender Amtswehrführer der Feuerwehren des Amtes Schafflund an. 63 von 74 Delegierten stimmten für ihn. „Mit dem Ergebnis kann ich gut leben. Die Gegenstimmen sind ein Beleg dafür, dass man in diesem Amt auch mal Kameraden auf die Füße tritt“, sagte Johsten. Der 60-Jährige ist seit 40 Jahren Feuerwehrmann und war zudem zwölf Jahre Schafflunds Wehrführer. „Die Zusammenarbeit mit unserem neuen Amtswehrführer hat sich in der vergangenen kurzen Zeit sehr gut entwickelt. Mit seinem frischen Tatendrang und meiner Erfahrung ergänzen wir uns gut“, sagte er.

Amtswehrführer Claus-Henning Grüger-Rörden hielt noch eine Präsentation zum Thema „Aufgaben und Tätigkeiten der Amtswehrführung“ bereit. Dieses brachte der zweite stellvertretende Kreisbrandmeister Malte Simonsen auf einen kurzen Nenner: „Der Amtswehrführer ist einfach die Glucke, die den Laden zusammenhält“. Er beförderte Volker Bahnsen (Großenwiehe) und Thore Marquardsen (Schobüll) zu Oberlöschmeistern, Dennis Petersen zum Hauptlöschmeister drei Sterne und Lars Thoroe (beide Riesbriek) zum Brandmeister.

Zur Kommunikation fasste die Wehrführerdienstversammlung einen Entschluss: E-Mails an die Wehrführungen enthalten oft umfangreiche Anhänge, deren Empfang gerade mobil schwierig sein kann. Wie Grüger-Rörden erläuterte, werden diese zukünftig auf einem geschützten Laufwerk im Internet abgelegt und die Berechtigten können darauf zugreifen.

 

Text - SHZ rfr

Großfeuer zerstört Haus und Stall

(06.03.2019)
Sieben Wehren in Schafflund im Einsatz / Sturm „Bennet“ erschwert die Löscharbeiten / Gebäude war unbewohnt – niemand verletzt
 

Beißender Brandgeruch liegt auch noch Stunden nach Abschluss der Löscharbeiten und Beendigung der Brandwache über der Brandstelle am Horsbeker Weg in Schafflund. Ein Wohnhaus mit Stallgebäude ist komplett zerstört.

„Als wir am Montagabend um 18.10 Uhr nach Hause kamen, war alles ruhig“, berichtet Merle Johannsen, die mit ihrer Familie direkt gegenüber der Brandstelle wohnt. „Fünf Minuten später stand bereits alles lichterloh in Flammen und ich habe die Feuerwehr alarmiert.“

Es wurde Großalarm ausgelöst und neben der Feuerwehr Schafflund erschienen sechs weitere Freiwillige Feuerwehren: Meyn, Wallsbüll, Nordhackstedt, Hörup, Medelby, Handewitt mit dem Einsatzleitwagen sowie die Flensburger Berufsfeuerwehr mit der Drehleiter am Brandort. Dabei wurde die Bekämpfung der Flammen erheblich durch die schweren Böen des Sturmtiefs „Bennet“ erschwert, das über den Norden hinwegfegte und das Feuer immer wieder anfachte. Auch die Wasserversorgung erwies sich an dieser abgelegenen Stelle als außerordentlich schwierig, da nur ein Hydrant zur Verfügung stand.

Da das auf dem Stallboden gelagerte Heu und Stroh bei den Windstärken nicht zu löschen war, ließ man das Stallgebäude kontrolliert abbrennen. Nachdem die Stalldecke durchgebrannt war, wurde die Wand zum Einsturz gebracht, damit keine Einsatzkräfte gefährdet werden. Anschließend wurden beide Gebäudeteile eine Stunde so mit Löschwasser befeuchtet, so dass die Brandnester abgelöscht werden konnten.

Glücklicherweise war das Anwesen unbewohnt, verletzt wurde niemand. Es gehört einem Landwirt aus der unmittelbaren Nachbarschaft und befindet sich seit Jahrzehnten im Familienbesitz. Wie von der Schwester des Besitzers zu erfahren war, sollte es saniert werden und möglicherweise als Alterssitz dienen.

Merle Johannsen und ihre Familie hatten Glück. „Wir hatten keine Befürchtung, von den Flammen erreicht zu werden, da der starke Wind sehr günstig stand“, sagte sie und lobte die Schnelligkeit, mit der die Wehr Schafflund vor Ort war. „Wenn der Wind aus der anderen Richtung gekommen wäre, hätten wir große Probleme gehabt, dieses Haus bei diesem starken Funkenflug zu schützen. Wir hätten weitere Kräfte anfordern müssen“, ergänzt der Schafflunder Wehrführer Benno Gasa. Nach seinem Dafürhalten war es einer der größten Brände im Amtsbereich Schafflund.

Die Polizei hat am Nachmittag noch einmal Untersuchungen am Brandort durchgeführt. Ergebnisse zur Brandursache sind nicht bekannt.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Großfeuer zerstört Haus und Stall
Foto: Großfeuer zerstört Haus und Stall

Einladung zum Neujahrsfeuer

(18.02.2019)

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Schafflund lädt die Gemeinde Schafflund am Freitag, 22.02.2019 um 18:00 Uhr auf dem Alten Schulhof zu einem Neujahrsfeuer ein. Warme Getränke und Grillwurst sorgen dort wieder für einen geselligen Abend.

Raus aus der Schutzausrüstung

(06.02.2019)
Die Einsatzkleidung kann nach einem Brand zum Gesundheitsrisiko werden – Schafflunds Feuerwehr verfügt nun über Trainingsanzüge zum Wechseln
 

Es ist eigentlich ein alter Hut: die Trennung von verschmutzter „schwarzer“ und möglicherweise schadstoffhaltiger Arbeitskleidung und sauberer „weißer“ Kleidung. Sie wurde doch schon in den 1920er-Jahren im Bergbau eingeführt. In modernen Industriebetrieben gibt es heute dafür Umkleideräume mit entsprechenden Schleusen.

Bei vielen Freiwilligen Feuerwehren ist man mit diesem Problem in der Vergangenheit etwas nachlässiger umgegangen. Dies ist nicht auf Sorglosigkeit der Wehren zurückzuführen, sondern schlichtweg auf fehlende Ausrüstung und mangelnde räumliche Voraussetzungen in den Gerätehäusern. Denn als die Gemeinden, die Träger des Brandschutzes sind, die Feuerwehrhäuser bauten, war dies noch kein Thema.

Kontaminationsverschleppung ist der gebräuchliche Fachausdruck: Im Ernstfall nimmt der Kamerad die Schadstoffe auf der privaten Kleidung, die er unter der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) getragen hat, und auf der Haut bis ins heimische Schlafzimmer mit. Das ist nicht ganz ohne, denn diese Schadstoffe, die bei Bränden entstehen, können durchaus krebserregendes Potenzial haben.

Selten ist in den heutigen Feuerwehrhäusern ausreichend Platz für sachgerechte Umbaumaßnahmen zu einer ausreichenden Schwarz-Weiß-Trennung. Demnach sollten nämlich Einsatz- und Privatkleidung strikt voneinander getrennt gelagert werden, auch Duschen für die Einsatzkräfte müssten vorhanden sein. Doch daran ist in den meisten Wehren zurzeit nicht zu denken. Aber die neuesten Unfallverhütungsvorschriften „Feuerwehren“ stellen für diesen Problemkreis klare Forderungen auf.

In der Feuerwehr Schafflund achtet man darauf, dass zumindest die Atemschutzgeräteträger, die dem Brandherd am nächsten kommen, sich noch an der Einsatzstelle ihrer Schutzkleidung entledigen, die dann umgehend in Plastiksäcken verschlossen wird. Auf dem Fahrzeug werden einige Garnituren frische Einsatzkleidung für die Kameraden mitgeführt. „Außerdem ist es natürlich gut, wenn die Kameraden nach einem heißen Einsatz schnell in leichte Kleidung schlüpfen können“, sagt Wehrführer Benno Gasa.

In Schafflund ist dieses Problem nun erst einmal gelöst. Das fördernde Mitglied Thore Feddersen hat der Wehr sehr kurzfristig acht Trainingsanzüge spendiert. „Benno Gasa hat mich auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde darauf angesprochen. Ich fand es außerordentlich sinnvoll“, begründet er sein spontanes Engagement. „Wir werden zusätzlich noch geeignetes Schuhwerk besorgen“, ergänzt Gasa.

Grundsätzlich bleibt das Problem der Schwarz-weiß-Trennung auch hier erhalten. Im Amtsbereich Schafflund soll es aber bald für fünf der 16 Wehren gelöst werden. Für sie sind neue Feuerwehrgerätehäuser in Planung, die eine sachgerechte Schwarz-weiß-Trennung bauseitig vorsehen sollten. Es bleibt die Frage, ob kleinere Gemeinden mit einer relativ kleinen Freiwilligen Feuerwehr diese Lösung finanziell überhaupt angehen können.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Raus aus der Schutzausrüstung
Foto: Raus aus der Schutzausrüstung

FFW - Wahlen, Ehrungen und Beförderungen

(01.02.2019)

Am 18.01.2019 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schafflund statt.

Es wurde von 23 Einsätzen im Jahr 2018 berichtet. Es handelte sich um 6 Brandeinsätze und 17 technische Hilfe Einsätze.

 

Wahlen:

Markus Teske (Gruppenführer)

Jens Jacobsen, Marvin Käding und Knut Jepsen (stellv. Gruppenführer)

Florian Lemke (stellv. Gerätewart)

Marcus Ott (stellv. Kassenwart)

Bernd Tepper (Kassenprüfer)

Yves Kochansky, Nicolai Kitzemann und Kevin Thomsen (Festausschuss)

 

Ehrungen:

Oliver Faust (20 Jahre)

Bernd Tepper (30 Jahre)

Benno Gasa, Knut Jepsen, Hans-Dieter Herter, Jürgen Kirchhoff und Hans-Dieter Lorenzen (40 Jahre)

Manfred Heisch, Werner Reimann und Gerd Williger (50 Jahre)

Johannes Groth (60 Jahre)

 

Beförderungen:

Manuel Dierks, Stefan Husemann, Leeroy Magnussen, Marcus Ott und Przemyslaw Zychowicz (Feuerwehrmänner)

Toni Al Shawi, Tristan Presang, Kevin Thamm, Frank Betz und Nicolai Kitzelmann (Oberfeuerwehrmänner)

und Jens Jacobsen (Löschmeister)

 

Sonstiges

Acht Jugendliche werden derzeit in den Jugendwehren Medelby oder Lindewitt ausgebildet. Mit Bianca Bönninghausen wurde eine Anwärterin aufgenommen. Die Planung der Gemeinde für ein neues Feuerwehrgerätehaus hat begonnen

 

Quelle: SHZ

 

Für die Feuerwehr ist es nie zu spät

(22.01.2019)
Wehren aus Schafflund, Kleinwiehe und Jardelund haben nicht nur jugendliche Neuzugänge / Gemeinschaft ist den Neulingen wichtig
 

Anwärter für die Freiwilligen Feuerwehren sind üblicherweise jung, technikbegeistert und suchen die Gemeinschaft Gleichgesinnter. In jüngster Zeit ist es gelungen, den Mitgliederschwund bei den Feuerwehren wieder umzukehren, denn ihre Zahl hat wieder zugenommen.

Aber es sind nicht nur sie, die die Wehren bereichern. Es gibt oftmals auch ältere Jahrgänge, die sich für ein Engagement in der Feuerwehr entscheiden, wie einige Beispiele aus dem Amt Schafflund belegen. Pascal Brück aus Kleinwiehe ist mit 37 Jahren in die dortige Wehr aufgenommen worden. „Viele meiner Arbeitskollegen berichten ständig von ihren Aktivitäten in den Feuerwehren ihrer Dörfer. Dies möchte ich nun gern selbst erleben“, begründet er seine Entscheidung. Zudem verspricht er sich als Neubürger so einen besseren Anschluss an die Dorfgemeinschaft für sich und seine Familie. Damit liegt er zweifellos in einem 300-Seelen-Dorf genau richtig.

Bianca Bönninghausen lebte in Weesby einige Zeit neben dem Feuerwehrhaus und bekam mit, wie die Wehr innerhalb kurzer Zeit nach der Alarmierung einsatzbereit war. „Hier bist du sicher“, war sie beeindruckt. Sie liebäugelte schon damals mit einem Eintritt in die Feuerwehr, wollte aber sichergehen, dass dies auch in ihr Leben passt und sie den Aufgaben nachkommen kann. Nachdem sie ihre Laufbahn als Zeitsoldatin abgeschlossen, die Beamtenlaufbahn eingeschlagen und sich in Schafflund niedergelassen hatte, reifte ihr Entschluss nun endgültig: „Da ich mich hier in Schafflund sehr wohlfühle, möchte ich mich gern aktiv am Dorfgemeinschaftsleben beteiligen. Da liegt mir die Feuerwehr am nächsten“, erzählt sie. Sie lässt nun mit 41 Jahren erst einmal die Ausbildung auf sich zukommen und freut sich auf die Gemeinschaft. „Wir brauchen noch mehr solch patente Frauen“, sagt Wehrführer Benno Gasa und weist auf Dörte Schlott hin. Sie ist 2015 ebenfalls mit 41 Jahren in seine Wehr eingetreten, hat inzwischen elf Lehrgänge besucht und auch den Lkw-Führerschein erworben, um das große Löschfahrzeug lenken zu können.

Richtig ungewöhnlich ist das Eintrittsalter von Stefan Horst in die Wehr Jardelund. Er wird jetzt mit 56 Jahren in die Ausbildung einsteigen. Seit zehn Jahren ist er Jäger in der dortigen Jagdgemeinschaft, wohnt in Flensburg und hat sich nun in Jardelund mit einem Zweitwohnsitz niedergelassen. „Wenn du auf das Land ziehst, dann musst du auch einen Beitrag für das Dorf leisten“, ist der Informatiker überzeugt. Ob sein Eintrittsalter nicht hemmend sei? „Es wird auch immer jemand gebraucht, der die Straße absperrt und nicht ganz vorn das Feuer bekämpft“, entgegnet er und denkt dabei zudem noch weiter sehr praktisch: „Ich arbeite tagsüber sehr oft von zu Hause aus und kann so bei der Verbesserung der zumeist schlechte Tagesverfügbarkeit der Wehr helfen.“ Für die Feuerwehr ist es also nie zu spät.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen 

Foto zur Meldung: Für die Feuerwehr ist es nie zu spät
Foto: Für die Feuerwehr ist es nie zu spät

Mit Traumergebnis zum Amtswehrführer gewählt

(03.12.2018)
 79 Delegierte aus 16 Feuerwehren des Amtes Schafflund wählten ihren neuen Amtswehrführer. Bei zwei Enthaltungen erzielte der einzige Kandidat Claus-Henning Grüger-Rörden mit 77 Zustimmungen ein Traumergebnis.

Seine Karriere bei der Feuerwehr kann durchaus als bislang kurz aber steil bezeichnet werden. Erst 2013 stieß er zur Wehr Hörup und wurde dort 2017 Stellvertretender Wehrführer. Der 45 Jahre alte Abteilungsleiter im Kundenservice eines großen deutschen Unternehmens ist verheiratet und hat drei Kinder. In Flensburg war er bereits in früheren Jahren sieben Jahre lang als Schiedsmann tätig. „Dabei lernt man Diplomatie“, sagt er. „Ich werde es nicht jedem recht machen, aber so, dass es jeder nachvollziehen kann“, kündigte er für die Ausübung seines neuen Amtes an, in dem er dann für mehr als 650 aktive Kameraden zuständig sein wird. Hinzu kommen drei Jugendwehren und ein Feuerwehrchor. Ob Grüger-Rörden dabei in die Trickkiste greifen wird, wird man sehen: Seit fast drei Jahrzehnten betätigt er sich, früher auch hauptberuflich, als Zauberkünstler.

Sowohl Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel als auch Kreisbrandmeister Marc Rücker dankten dem scheidenden Amtswehrführer Hans-Peter Petersen für sein großes Engagement. Er sei in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit immer sehr „geradeaus“ gewesen und habe dabei durchaus Ecken und Kanten gezeigt. „Ich weiß, ich war nicht immer einfach“, gab Petersen zu. „Aber im Brandschutzgesetz steht nicht, dass der Amtswehrführer einfach sein muss.“ Petersen war zwölf Jahre Amtswehrführer, zuvor ebenfalls zwölf Jahre Ortswehrführer in Riesbriek. „Irgendwann ist die Luft raus und dann ist es gut, wenn von woanders her ein frischer Wind weht“, sagte er. Im Januar erfolgt die offizielle Einführung des neuen und die Verabschiedung des alten Amtswehrführers.

 

Text - SHZ rfr

Foto zur Meldung: Mit Traumergebnis zum Amtswehrführer gewählt
Foto: Mit Traumergebnis zum Amtswehrführer gewählt

Punschen in Schafflund

(27.11.2018)

Die Schafflunder Wählergemeinschaft stellt in diesem Jahr eine Punschbude bei Edeka Teske auf. Diese öffnet immer Freitags und Samstags seine Pforten. 

Die SWG stellt ortsansässigen Vereinen diese Punschbude zur Verfügung um auf ihren Verein aufmerksam zu machen und gemeinsam bei einem Punsch und einem netten Schnack in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Der Erlös kommt den jeweiligen Vereinen zu Gute.

 

Folgende Vereine treffen Sie an den verschiedenen Tagen an:

30.11. HSG Schafflund /Medelby

1.12.  Bürgerverein Schafflund

7.12. Landfrauenverein

8.12. SWG

14.12. Wir mache E-Mobil

15.12. ASV Angelrute

21.12. Hundefreunde Schafflund

22.12. Freiwillige Feuerwehr Schafflund

 

Öffnungszeiten sind an der Bude ausgehängt.

 

Was die jeweiligen Vereine alles anbieten, geben wir auf unserer Homepage kurz vorher bekannt oder entnehmen Sie unserem Veranstaltungskalender.

Auch im Newsletter erinnern wir wöchentlich an Termine in der Gemeinde. Einfach eintragen und informiert bleiben.

 

 

 

Was wird aus dem Gerätehaus?

(24.11.2018)
Arbeitskreis diskutierte über künftige Nutzungsmöglichkeiten – Polizei, Kleiderstube und Busgarage sind Favoriten
 

Gleich fünf von 16 Feuerwehrhäusern warten im Amtsbereich Schafflund relativ kurzfristig auf eine neue Verwendung. In Medelby, Großenwiehe, Schobüll, Lüngerau und Schafflund werden die Feuerwehren voraussichtlich 2020 in neue Quartiere umziehen. Nun versucht man in Schafflund, frühzeitig eine vernünftige Nachnutzung für das jetzige Gebäude zu finden. Man geht davon aus, für den Schulungsraum von 78, die Fahrzeughalle von 121 Quadratmetern sowie Küche, Büro und Sanitärräume einen Interessenten zu finden.

Das Feuerwehrhaus der Gemeinde Schafflund ist erst 20 Jahre alt. Der Grund für einen geplanten Neubau an der Bundesstraße 199 im Bereich „Lidl“, möglicherweise als Mehrzweckbau, liegt in veränderten gesetzlichen Vorschriften. Dies betrifft vor allem fehlenden Raum für die Einsatzkleidung, fehlende Abgasanlagen für die Fahrzeuge und fehlende Parkplätze. „Auch wenn es den Gemeinden Kopfschmerzen bereitet, dürfen wir nicht vergessen, dass diese Vorgaben für die Sicherheit der Feuerwehrkameraden gemacht wurden“, betont Benno Gasa, Schafflunds Wehrführer.

Ein Arbeitskreis unter der Moderation von Volkert Petersen bildete sich im Rahmen der Dorfentwicklung, um Ideen zu entwickeln und letztlich eine Empfehlung auszusprechen, was mit dem Gebäude geschehen soll. Fördermittel von bis zu 60 Prozent der Kosten für eine Umnutzung winken aus dem Städtebauförderprogramm.

Für eine gewerbliche Nutzung gab es unterschiedliche Vorschläge wie etwa als Mietlager. Bärbel Johannsen brachte die Möglichkeit ins Spiel, Verkaufsregale einzurichten, die gegen Miete von Kleingewerbetreibern bestückt werden. Einhellig fiel das abschließende Urteil des Arbeitskreises zu insgesamt zwölf Vorschlägen gewerblicher Nutzung, vom Fitness-Studio bis zur Oldtimer-Werkstatt aus: Sie wurden allesamt verworfen. Zu hoch erschien das Risiko, dass die Gemeinde schon nach kurzer Zeit wieder vor einem Leerstand stehen könnte.

Mehr als 20 Vorschläge gab es für eine öffentliche Nutzung. Da sich das Gebäude nördlich der Bundesstraße und abseits der Wohnbebauung befindet, wurde die Idee dort einen Kita-Raum einzurichten, schnell verworfen. Auch der Aufbau eines Dorfmuseums fand keinen Anklang, denn die Mehrheit hielt den Standort Mühlenscheune als besser geeignet.

„Viele Ideen gehen in die Richtung Ehrenamtlichkeit. Dazu braucht man immer ausreichend Menschen. Das Ehrenamt lässt sich nicht unendlich strapazieren“, gab Volkert Petersen zu bedenken.

Kurzum: Eine kombinierte Nutzung wird favorisiert. Künftig solle die Polizeistation, die voraussichtlich nur noch bis 2021 im Amtsgebäude residieren kann, dort einziehen. Zusätzlich könne die Kleiderstube „Schickeria“ dort untergebracht werden, die im alten Gebäude nahe der Schule aus allen Nähten platzt. Die große Fahrzeughalle könnte auch noch Platz bieten für den geplanten gemeindeeigenen Elektro-Bus oder ein Fahrzeug der DLRG. Der bisherige Standort der Schickeria könnte dann für die Jugendarbeit genutzt werden.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Was wird aus dem Gerätehaus?
Foto: Moderator Volkert Petersen

Einladung zur AG- Dorfentwicklung

(02.11.2018)

Was machen wir aus unserem "alten" Feuerwehrgebäude im Bahnhofsring?

 

Bürgerbeteiligung mit Ideenentwicklung und Umsetzungsvorschlägen -

 

Wie können wir in Schafflund den alten Bestand an Gebäuden für die Anforderungen der Zukunft nutzen?

Durch den geplanten Umzug der Feuerwehr in das neue Mischgebiet zwischen Lidl und dem Mühlendamm wird die alte Immobilie im Bahnhofsring frei.

 

Wir möchten Sie beteiligen, um Ideen für die Nachnutzung zu entwickeln, und zwar (beispielhaft):

 

  • als Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger, z. B. Mittagstisch oder Kaffeetafel,
  • Veranstaltungsraum mit Privatnutzung,
  • für Gewerbe,
  • für Sport und Spiel,
  • als Kita,
  • für Freizeiteinrichtungen,
  • für Gastronomie oder
  • für Wohnbedarf?

 

Termin: Donnerstag, 22.11.2018; 19.00 Uhr im Feuerwehrgebäude, Bahnhofsring 32a

 

Ablauf:

  • Besichtigung des Gebäudes mit Benno Gasa,
  • Informationen über den Grundriss und die Einrichtungen,
  • Ideenschmiede per Kartenabfrage,
  • Diskussion mit anschließender Empfehlung.

 

Ende (voraussichtlich): 21.00 Uhr

 

Gruß

Volkert Petersen

(Pate der AG 1: Wohnen & Versorgung)

Pflanzaktion des Bürgervereins

(24.10.2018)

Am vergangenen Sonntag fand die Frühlingsblumen Pflanzaktion des Bürgervereins statt. Leider haben in diesem Jahr nicht viele Schafflunder diese Aktion unterstützt. 

In dieser Woche werden dann die Kinder des Kindergarten "Kleiner Regenbogen" und "Kleine Arche" sowie die Kinder der deutschen und dänischen Schule den Verein beim Pflanzen unterstützen und an ihren Stätten Blumenzwiebeln pflanzen.

 

Zeitgleich zur Pflanzaktion am Sonntag wurde mit Unterstützung der Feuerwehr und Jan Voigt der Maibaum runtergelegt. Dieser wird bis 30.04.2019 eingelagert.

 

Foto zur Meldung: Pflanzaktion des Bürgervereins
Foto: Pflanzaktion des Bürgervereins

Schafflund Portai aus der SHZ

(16.10.2018)
Das grüne Dorf
Schafflund hat massiv von der Energiewende profitiert – und plant bereits den nächsten Schritt seiner Ökostrom-Revolution
 

Text von Till H. Lorenz SHZ 

 

Es ist grün. Viel wird gehämmert und gesägt. Unmittelbar hinter dem Ortsschild ist Schafflunds massives Wachstum offensichtlich. Rund 2700 Einwohner zählt der Ort, Tendenz steigend. Im Hintergrund der neuen Häuser, Straßen und angelegten Hügel und Wiesenflächen, die sich hier vor dem Besucher erstrecken und von Tag zu Tag wie ein Puzzle weiter wachsen, ragen die Windkraftanlagen in die Höhe. Mühlen stehen in Schafflund am Anfang von allem – vor 600 Jahren war es die Wassermühle, heute sind es Flügel aus Kunststoff und Metall, die sich in die Höhe strecken und die Luft durchschneiden. Es weht aus Südost.

Schafflund hat profitiert – von der Energiewende. „Wir haben hier Bürgerwindparks“, sagt Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. „Wir haben nicht irgendwelche Abschreibungsmodelle durch Projekte von Investoren aus anderen Bundesländern.“ An den Schafflunder Windparks – vier Stück sind es an der Zahl – seien ausschließlich Bürger aus dem Ort als Gesellschafter oder Landeigentümer beteiligt. „Das ist ein Mehrwert, den wir hier vor Ort auch in Form von Gewerbesteuereinnahmen generieren können“, sagt die Bürgermeisterin.

Tatsächlich sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Zwischen 16 und 20 Prozent haben sie zuletzt pro Jahr zugelegt, auf 1,4 Millionen Euro beliefen sie sich in 2016 nach den Zahlen der Gemeindevertretung. Nicht alles geht allein auf die Windkraft zurück – doch ein nicht unerheblicher Teil eben schon. Über Zuschüsse und Spenden beteiligen sich die Windparks zusätzlich am Aufbau des Ortes – mit Geld für neue Musikinstrumente, für den Kindergarten, für das Bürgerhaus.

Künftig will Schafflund die Ökostrategie noch stärker vorantreiben, in vielfältigerer Weise auf den Öko-Strom setzen. Konkret: Mit einem eigenen Car-Sharing-Dienst für E-Mobile. Die ersten Fahrzeuge kommen Mitte November. Über ein spezielles Portal können sich Mitglieder die Fahrzeuge buchen. Die Software dafür wird im Ort entwickelt. Natürlich werde das alles eine Anlaufphase haben. Doch Best-Jensen sagt auch: „Nicht nur schnacken, man muss dann auch mal handeln und den Worten Taten folgen lassen.“ Im Frühjahr soll Schafflund zusätzlich noch einen Siebensitzer bekommen – für Vereine und Verbände, wenn diese zum Beispiel zu Veranstaltungen fahren müssen. „Dann ist es gut, wenn man dort mit einem E-Mobil vorfahren kann“, so die Bürgermeisterin.

Ein Gemeindewerk zur Stromversorgung ist im Gespräch. Ein weiterer Bürgerwindpark ist bereits geplant und soll bald errichtet werden. Die Gemeinde könnte sich an diesem unter Umständen sogar direkt beteiligen und würde dann als Gesellschafter auftreten. „Es ist ganz wichtig als Gemeinde, nicht nur von den Gewerbesteuereinnahmen zu profitieren“, so Best-Jensen. Sondern als Kommanditist gehe es dann auch um die Ausschüttungen.

Doch es spielt auch das Thema Gerechtigkeit dabei eine Rolle. Mit der Beteiligung der Gemeinde seien nämlich nicht mehr nur jene Bürger bei den Windkraftanlagen am Zuge, die es sich leisten können – sondern eben alle Bürger Schafflunds. Die grüne Geschichte geht weiter.

 

STOLZ AUF..

ihre Wassermühle sind die Schafflunder ohne Zweifel. Doch mindestens ebenso stolz ist die Gemeinde auch auf das nördlichste Storchennest Deutschlands. Seit dem 19. Jahrhundert kehrt der Storch bereits in den Ort ein. Lange Zeit war er beim sogenannten Storchen-Bauer daheim. Seit 1962 hat er jedoch ein anderes Quartier: einen Schornstein im Garten von Dörte Stielows Familie. Im damaligen Jahr hatte ihr Vater den Schornstein als Teil einer Gärtnerei errichtet – und sich fortan einen täglichen Kampf mit dem Storch geliefert, der diesen als neuen Nistplatz für sich auserkoren hatte und so die Abluft verstopfte. Ein Jahr später wurde ein Metallring auf dem Schornstein installiert, das harmonische Zusammenleben war gesichert. Seit diesem Zeitpunkt ist der Horst in Schafflund durchgehend besetzt.

400 Jahre ist das Reetdachhaus auf dem Grundstück alt, die vorherigen Eigentümer kann Dörte Stielow alle aufzählen. 2005 hat sie selbst das Haus übernommen – es war der Beginn der Pension Storchennest; fünf Zimmer zählt die Unterkunft und zur passenden Jahreszeit ist der Storch inklusive. Sehr viele dänische und skandinavische Touristen habe sie, erzählt Stielow – und ja, diese würden auch extra wegen des Storches Halt machen. „Es ist ein Ort zum Verweilen“, sagt sie. Wohin es die Jungstörche aus der jeweiligen Brut später zieht, kann Stielow meist recht genau sagen. Und in den Jahren wurde sie zu einer Expertin – auch für Problemstörche, wie zum Beispiel den Rabauken, der über Schafflund hinaus mit seinem aggressiven Verhalten für Schlagzeilen gesorgt hat.

 

Heute: Schafflund

Einwohner: Rund 2700 Menschen leben derzeit in Schafflund – und in der Tendenz werden es mehr. 16 Vereine bereichern das Gemeindeleben. Der Ort ist zugleich Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, zu dem neben Schafflund noch zwölf weitere Gemeinden zählen. Im gesamten Amtsbereich ist die Zahl der Einwohner seit 1987 von 9700 auf zuletzt rund 12 300 Einwohner gestiegen. Schafflund bietet als Zentralort auch zahlreiche Dienstleistungen für die Nachbargemeinden an. Geschichte: Erstmals erwähnt wurde Schafflund als „Schaftling“ im Jahr 1477. Was es mit dem Namen genau auf sich hat, ist umstritten. Im Dänischen wurde der Ort Skovlund genannt. Investitionen: Die Gemeinde Schafflund investiert – und das kräftig. Aktuell sind Investitionen in Höhe von 2,7 Millionen Euro für mindestens 15 Einzelprojekte vorgesehen – dazu gehören Baumaßnahmen am Kindergarten, Erweiterungen des Neubaugebietes sowie eine Erweiterung des Gewerbegebietes. Wirtschaftlich profitiert der Ort nicht zuletzt von seiner Lage an der B199. Kinderfreundlich: Schafflund ist seit 1998 Teil eines Modellprojektes für kinderfreundliche Gemeinden. Nach Angaben der Gemeinde bedeutet dies, dass die Kinder bei der Ausgestaltung und Durchführung von kommunalen Maßnahmen mitbestimmen. Wappenkunde: Das Wappen von Schafflund setzt sich aus einer grünen Buche, einem roten Mühlrad und einem blauen Fisch zusammen. Das Mühlrad leitet sich dabei natürlich von der alten Wassermühle im Ort ab. Die Buche wiederum verweist darauf, dass die Schleswigsche Geest ursprünglich mal anders aussah – nämlich bewaldet. Der Fisch wiederum steht für die Bedeutung, den die Fischerei früher hatte – und damit auch letztlich für die Rolle des Schafflunder Mühlenstroms.

 

Fluch und Segen zugleich – so fassen es die Schafflunder selbst oft zusammen. Denn mit der Lage an der Bundesstraße 199 fahren in der Tat viele durch den Ort hindurch, die zumindest zunächst noch eigentlich woanders hinwollen. Wer nun aus Flensburg kommt, kann zur rechten Seite den Schornstein mit dem Storchennest sehen. Wenige Meter dahinter heißt es links abbiegen. So kreuzt man den Mühlenstrom und gelangt auf die andere Ufer-Seite und nach einem zweiten Links-Abbiegen auf die Meyner Straße.

Spätestens hier wird klar, dass es eigentlich viel zu schade ist, durch Schafflund nur hindurch zu fahren – oder überhaupt den Ort per Auto erkunden zu wollen. Tatsächlich lädt Schafflund doch eher zum Spazieren ein. Zum Beispiel mit seinem Gelände rund um die Mühlenscheune und das Bürgerhaus, das man am leichtesten von der Meyner Straße aus erreicht. Davor steht ein Mai-Baum, den die Dorfgemeinschaft im vergangenen Jahr erstmals aufgestellt hat. Von dort sind es auch nur wenige Meter zur Wassermühle oder zum Naturlehrpfad, auf dem sich am Mühlenstrom entlang schlendern lässt.

 

Die Bundesstraße 199 hat den Schafflundern ein sehr spezielles Verhältnis zu einer sehr speziellen Nordsee-Insel eingebrockt. „Wahre Kenner wohnen hier, nur Snobs fahren durch nach Sylt“, lautet der Slogan. Doch das ist natürlich nur mit einem Augenzwinkern gemeint. Tatsächlich wissen beide Seiten sehr genau, was sie von- und aneinander haben.

 

Karl Otto Meyer war der große Mann der dänischen Minderheit – und überzeugter Wahl-Schafflunder (auf dem Foto steht er vor seinem Haus). Als Politiker, Journalist und Lehrer hat er sich immer wieder für die Belange der dänischen Minderheit stark gemacht, den SSW als Abgeordneter im Landtag vertreten und die Partei als Vorsitzender geleitet.

Geboren wurde Karl Otto Meyer 1928 in Sünderup. Sein Vater stammte aus Heidelberg, seine Mutter aus Oeversee. Im Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Meyer am Widerstand gegen die deutsche Besatzung auf Fünen. In den Nachkriegsjahren absolvierte er eine Lehrerausbildung in der Nähe von Svendborg, die er 1949 abschloss. Zurückgekehrt nach Südschleswig besuchte er zunächst als Lehrer die Husum dankse Skole. 1950 wurde er dann Schulleiter der dänischen Schule in Schafflund – und blieb dies auch bis 1963. Nicht nur in dieser Zeit engagierte sich Meyer immer wieder auch aktiv politisch für Schafflund. Von 1959 bis 1974 gehörte er dem Gemeinderat an; ebenso wie in der Zeit von 1979 bis 2003. Der Zeit als Schuldirektor folgte eine Zeit als Chefredakteur der Flensborg Avis sowie der Südschleswigschen Heimatzeitung. Es war auch die Zeit als Abgeordneter im schleswig-holsteinischen Landtag. Schafflund ist er in all der Zeit treu geblieben. Dort verstarb Karl Otto Meyer 2016.

 

Laternelaufen für den guten Zweck

Es ist eine gut gelebte Tradition am Ort: Am 3. November lädt die Feuerwehr Schafflund zum alljährlichen Laternenumzug an die Feuerwehrwache ein – und sammelt obendrein dabei auch noch für einen guten Zweck. Unterstützt wird nämlich die Aktion „R.SH hilft helfen“. Auch das leibliche Wohl der Besucher soll ab 18 Uhr an der Feuerwache nicht zu kurz kommen. Ein Feuer zum Wärmen versprechen die Veranstalter ebenfalls. Überreicht werden sollen die gesammelten Spenden knapp drei Wochen später. Dann steht mit dem Gänseverspielen am 23. November das nächste Traditionsevent an.

 

Brückenspaziergang

Am 31. Dezember ist es soweit. Dann wird die neue Brücke über die Au in Schafflund offiziell eingeweiht – mit einem Lauf um die Brücke. Start ist um 11 Uhr. Zwei Strecken soll es geben, eine etwas kürzer, eine etwas längere. Derzeit muss sich die Brücke noch setzen und Wege werden angeglichen. Als einer der ersten Benutzer konnte Stefan Husemann (v. li.) kürzlich mit Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen, Martin Woltering vom Ingenieurbüro Ivers und Jörn Reichelt von der Firma Martin Limbrecht die Brücke in Betrieb nehmen.

 

Neuer Betrieb

Die Mürwiker Werkstätten werden im nächsten Jahr in Schafflund nach Angaben der Gemeinde mit dem Bau einer neuen Wohneinrichtung beginnen. Dabei soll es sich um eine Wohneinrichtung mit angegliederter Tagespflegeeinrichtung für Menschen mit multipler Behinderung handeln. Die Politik hofft, dass so auch weitere Arbeitsplätze in der Region entstehen.

Freude über eine Wärmebildkamera

(22.08.2018)
Wehrführer Benno Gasa (Foto, 2.v.r., mit den Windkraftbetreibern Hans-Friedrich Gall , v.l., und Jan-Bonke Johannsen sowie Gerätewart Marvin Käding ) hatte Spenden ersucht, mit Erfolg – die Feuerwehr Schafflund hat jetzt eine Wärmebildkamera. Die Windkraftbetreiber in der Gemeinde, der ortsansässige Arzt Dr. Carsten Heinemeier und auch die Gemeinde Schafflund sorgten dafür, dass das 6300 Euro teure Gerät, angeschafft werden kann. Als technische Wehr mit 40 bis 50 Einsätzen im Jahr, davon viele Unfälle auf der B 199, hätten sie eine solche Ausstattung schon früher gebrauchen können, so Gasa. In erster Linie dient das Gerät den Atemschutzgeräteträgern, um am Brandort möglichst schnell vermisste Personen aufspüren zu können. Mit der Kamera lassen sich aber auch vermisste Personen aufspüren.
 
Text - SHZ rfr

Foto zur Meldung: Freude über eine Wärmebildkamera
Foto: Freude über eine Wärmebildkamera

Viertkantpresse in Brand

(26.07.2018)

Bei Erntearbeiten an der Medelbyer Straße in Schafflund (Kreis Schleswig-Flensburg) ist am Dienstag eine Viertkantpresse in Brand geraten. Landwirte alarmierten gegen 18.15 Uhr die Feuerwehr. Die Leitstelle löste umgehend einen Großalarm für die umliegenden Feuerwehren aus. „Als wir vor Ort eintrafen, hatte der Landwirt die brennende Presse bereits geistesgegenwärtig vom Acker auf die Straße gezogen“, berichtet Benno Gasa, Einsatzleiter der Schafflunder Feuerwehr. Die Presse stand zu diesem Zeitpunkt in Vollbrand und auch auf dem Feld hatte sich bereits ein größerer Flächenbrand gebildet. 

Benno Gasa ließ umgehend die Alarmstufe erhöhen und weitere Feuerwehren mit wasserführenden Fahrzeugen nachalarmieren. Das brennende Feld lag in beiden Richtungen rund 600 Meter vom nächsten Hydranten entfernt, während die ersten Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung begannen, legten die Kameraden hunderte Meter Schlauch bis zum nächsten Hydranten um die Wasserversorgung auch auf längere Zeit sicher zu stellen.

Gülleanhänger gegen Brandnester

 

Unterdessen hatten auch die Landwirte reagiert und ihrerseits weitere Hilfe organisiert. Insgesamt vier Traktoren mit Gülleanhängern von Landwirten und einem Lohnunternehmen trafen nach und nach am Einsatzort ein. Ihr Vorteil, sie fassen teils zehntausende Liter Wasser und können binnen kurzer Zeit deutlich mehr Wasser abgegeben als über die Strahlrohre der Feuerwehr. 

„Dadurch, dass wir sehr schnell vor Ort waren und auch die Landwirte so schnell reagiert haben, konnten wir eine Brandausbreitung in Richtung bewohnter Gebiete verhindern“, berichtet Gasa, „mit großen Mengen Wasser konnten wir die Flammen und auch die letzten Glutnester ablöschen.“ 

Zwischenzeitlich waren über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort, weitere Fahrzeuge und Kameraden waren im Zulauf. Während der Löscharbeiten war die Medelbyer Straße für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in den Abend hinein hin.

Die Feuerwehr mahnt noch einmal besonders auch bei Erntearbeiten zu besonderer Vorsicht. Ein Funke genügt um bei den hohen Temperaturen die teils knochentrockenen Felder in Brand zu setzen.

 

– Quelle: https://www.shz.de/20526077 ©2018

[SHZ]

Lehrbuchmäßige TH-Übung der FFW Schafflund

(10.07.2018)

Der Parlamentarische Abend des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein ist seit Jahren eine feste Größe im Kalender der Landtagsabgeordneten, bevor es in die Sommerpause geht.

Bevor es ans von EDEKA-Nord gestiftete Grillbuffet ging, zeigte die Freiwillige Feuerwehr Schafflund unter Leitung ihres Gemeindewehrführers Benno Gasa eine lehrbuchmäßige TH-Übung bei der sie von Kräften des Rettungsdienstes der Feuerwehr Kiel unterstützt wurde. Die Politiker konnten den Kameraden dabei über die Schulter schauen und sich von der Professionalität des ehrenamtlichen Engagements überzeugen.

 

Auszug aus einem Bericht auf:

http://www.lfv-sh.de/aktuelle-mitteilungen/details/datum/2018/07/06/parlamentarischer-abend-2018.html

19 neue Truppführer

(06.06.2018)
Erfolgreiche Ausbildung im Amt Schafflund mit bitterem Beigeschmack: Drei Brandpuppen wurden gestohlen
 

Nordhackstedt Amtswehrführer Hans-Peter Petersen zeigte sich überaus erfreut angesichts der überzeugenden Leistungen, die 19 neue Truppführer und Truppführerinnen bei der Abschlussübung in Nordhackstedt präsentierten.

Kurz vor Beginn der Übung gab es jedoch eine unangenehme Überraschung. Ausbildungsleiter Benno Gasa hatte mit seinem Team am Abend zuvor das Übungsobjekt, ein abgelegener Hof in Meynfeld-West, der nächste Woche abgerissen werden soll, gut vorbereitet, nun stellten sie fest, dass alle drei Brandpuppen gestohlen wurden. Jetzt mussten blitzschnell Ersatzpuppen beschafft werden. Das war nicht nur mit Blick auf den Zeitaufwand ärgerlich, sondern auch in finanzieller Hinsicht, schließlich kostet eine Brandpuppe um 1000 Euro.

Und in den Übungsszenarien spielten die Puppen eine zentrale Rolle. Die erste Aufgabe war die Sofortrettung einer unter einem Fahrzeug eingeklemmten Person mit einfachsten Mitteln. Mit Wagenheber, Keilen und „Legosteinen“ konnte die Person sehr schnell aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Rettungsarbeiten unter Zeitdruck „Zwei Drittel unserer Einsätze sind technische Hilfeleistung“, erklärte Benno Gasa den anwesenden Gästen, darunter zahlreiche Wehrführer des Amtes Schafflund. „Aber wer weiß, ob sich das bei der aktuellen Trockenheit in diesem Jahr ändert und wir es mit Flächenbränden zu tun haben werden.“ Um den Faktor Zeit ging es auch beim zweiten Objekt. Im Obergeschoss des vernebelten Gebäudes hing ein Bewusstloser aus dem Dachgeschossfenster. „Er hat nur 17 Minuten eine Chance zu überleben, wenn er Rauch eingeatmet hat“, sagte Gasa. Die Truppführer trafen richtige Entscheidungen, planten den Innenangriff, gingen mit Atemschutz und Wärmebildkamera in das verwinkelte Gebäude und brachten den Verletzten ins Freie. Eine weitere Person, die brennend das Haus verlassen hatte, wurde beherzt mit einer Einsatzjacke gelöscht.

Nach der Personenrettung übernahmen zwei Trupps die Brandbekämpfung mithilfe von „Fognails“. „Mit diesen Löschlanzen haben wir schon zweimal Brände in Zwischendecken löschen können“, sagte Benno Gasa und ließ die Wirkung der unterschiedlichen Sprühnebel vor den Gästen demonstrieren. Amtsvorsteherin Gudrun Carstensen sprach ihm ihre Anerkennung aus: „Benno, du erklärst so viel, ich bekomme immer neue Erkenntnisse. Aus meiner Sicht hast du diese Übung super dargestellt.“

Aufwendige Schulung seit Februar Zum Abschluss dankte Frank Thiel Fachwart für die Truppführerausbildung im Kreis, den Ausbildern, die seit Februar viele Stunden, auch am Wochenende, investiert hätten, um die fünf Frauen und 14 Männer auf hohem Niveau auszubilden. Benno Gasa rief den Kameraden zu: „Ihr seid die Multiplikatoren. Bringt gern eure neuen Ideen mit in eure Wehr. Jetzt stehen euch alle Türen offen.“ Die diesjährigen neuen Truppführer kommen aus folgenden Wehren: Großenwiehe (2), Hörup (5), Kleinwiehe (1), Nordhackstedt (5), Osterby (1), Schobüll (2), Wallsbüll (2), Wanderup (1).

Text - SHZ Helga Böwadt

Diebstahl kurz vor der Prüfung

(05.06.2018)

Am 01.06. fand die Abschluss Übung der Feuerwehr Truppführer Ausbildung im Amt Schafflund statt.

Die Abschluss Übung wurde in Meynfeld West auf dem Abrisshof in Nordhackstedt durchgeführt.

Der Aufbau erfolgte bereits am Donnerstag vor der Übung.

Am Freitag wurden die letzten Vorbereitungen vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Ausbilder feststellen das drei Brandpuppen nicht mehr auffindbar waren.

2 Puppen sind von der Schafflunder und eine von der Meyner Wehr.

Der Diebstahl wurde bei der Polizei gemeldet.

 

Der Wiederbeschaffungswert liegt bei ca. 3500.-Euro bei den drei Puppen, sowie zwei Ständer a 280 Euro.

 

Wir bitten um Mithilfe zur Aufklärung. 

Wer sachliche Hinweise geben kann meldet sich bitte bei der Polizeistation in Schafflund.

 

Neue Technik lockt die Kameraden

(28.05.2018)
27 Truppleute im Amt Schafflund haben die Ausbildung bestanden
Moderne Feuerwehr-Fahrzeuge kommen gut an
 
Das Amt Schafflund hat 27 neue Truppmänner und -frauen. In 14 Übungseinheiten hat Sören Timm, Leiter der Truppmann-Ausbildung für die Feuerwehren im Amt Schafflund, mit vier weiteren Ausbildern den jungen Kameraden das grundsätzliche Handwerk als Feuerwehrleute zur Stärkung ihrer Wehren mitgegeben. Mit sechs neuen Truppmännern hatte die Wehr Jardelund/Böxlund den Löwenanteil. Ein Löschangriff auf ein leerstehendes Gebäude in Medelby, eine Personenrettung von einem Balkon und die Suche nach einer eingeschlossenen, vermissten Person waren Inhalt der Übung.

Lea Andresen aus Wallsbüll und Lars Paulsen aus Weesby haben ihren Geburtstag mit dieser Abschlussübung gefeiert. „Viele meiner Freunde sind bereits in der Feuerwehr“, sagt Andresen zu ihrer Motivation. Sie habe noch an keinem Tag diesen Schritt bereut.

Malte Simonsen, stellvertretender Kreisbrandmeister, bezeichnete die Abschlussübung schlichtweg als „eine tolle Leistung“. Zwar konnte in diesem Jahr nicht die Rekordzahl von 46 Teilnehmern des Vorjahres erreicht werden, doch die aktuelle Teilnehmerzahl reicht aus, um die Anzahl der Kameraden, die aus Altersgründen in die Ehrenabteilung wechseln, aufzufangen. „Seit wir eine neue Fahrzeuggeneration angeschafft haben, die Wasser und viel interessante Technik an Bord hat, ist das Interesse der jungen Menschen an der Feuerwehr gestiegen“, meint Amtswehrführer Hans-Peter Petersen. „Die Gesamtzahl der aktiven Kameraden entwickelt sich weiterhin positiv im Amt Schafflund.“

Der scheidende Fachwart des Kreises für die Truppmannausbildung, Gerhard Nörenberg, bescheinigte allen Teilnehmern eine rundum gelungene Abschlussübung: „Die drei Einsatzübungen liefen ruhig und geordnet ab. Die Personenrettung vom Balkon war recht anspruchsvoll und wurde gut und sicher bewältigt.“ Hans-Peter Petersen ermutigte die Teilnehmer abschließend zu weiteren Fortbildungen.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Maibaumfest mit buntem Programm

(03.05.2018)

Pünktlich um 18 Uhr hörte es auf zu regnen, gerade noch rechtzeitig für die Aufstellung des Maibaums auf dem Platz vor der Mühlenscheune. Zum zweiten Mal richtete der Bürgerverein ein Maibaumfest aus, und die Veranstalter waren mit der Resonanz mehr als zufrieden. Der mit frischem Grün, bunten Bändern und den Wappen der Vereine und Verbände geschmückte Maibaum wurde von der Freiwilligen Feuerwehr mit technischer Unterstützung sicher platziert. „Die Wiederbelebung überlieferten Brauchtums ist etwas Besonderes“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen zur Begrüßung. „Sie trägt dazu bei, dass eine Gemeinde ihre Identität bewahrt.“ Musikalische Unterhaltung boten der „Voiceclub“ und Tanzvorführungen der Kinder. In der Bastelstube, beim Torwandschießen oder in der Schmink-Ecke konnten sich die Kinder vergnügen, während die Erwachsenen den Regenschirm eingeklappt hatten und es sich bei Bratwurst und Getränken gutgehen ließen. An einem kleinen Verkaufsstand wurde der neue „Schafflunder Kaffeepott“ angeboten, der auf ebenso großes Interesse stieß wie sein Bruder, der „Schafflunder Teepott“.

 

Text - Helga Böwadt

Schafflund bekommt seinen Kreisel

(02.05.2018)
Bis September soll Straßenführung in der Ortsmitte fertig sein / Mehrheit in der Gemeindevertretung ist für höhere Windräder
 
Im Sommer wird Schafflund zur Großbaustelle. Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen konnte vermelden, dass nach fast einjähriger Verzögerung der Bau des Kreisverkehrs an der Bundesstraße 199 in der Ortsmitte nun wirklich beginnen soll und im September voraussichtlich abgeschlossen wird. Wahrscheinlich zeitgleich wird auch der Parkplatz an der Amtsverwaltung umgebaut, der nun gänzlich in Betonsteinpflaster gesetzt wird, durchbrochen von Apfeldorn-Bäumen und Blumenstauden in Kiesbeeten. Großzügige und gleichmäßige Beleuchtung gewährt bei Dunkelheit eine größere Sicherheit, als es jetzt der Fall ist.

Wie hoch dürfen künftig Windkraftanlagen gebaut werden? Diese Frage war für das Gebiet „Stoffeng“ zu klären, wo eine ortsansässige Betreibergesellschaft den Zuschlag für die Errichtung weiterer Anlagen erhalten hat. Dies allerdings mit einem so niedrigen Gebot für eine garantierte Einspeisevergütung, dass nur eine Anlagenhöhe von 180 Metern rentabel wäre.

Noch keine Klarheit in Sachen Tagespflege Drei Gemeindevertreter hatten sich als Kommanditisten für befangen erklärt, SPD-Fraktionsvorsitzender Wulf Titz wurde zusätzlich als direkter Anlieger der Eignungsfläche durch Beschluss der Vertretung für befangen erklärt und musste ebenfalls den Sitzungsraum verlassen.

Am Ende blieben sechs Gemeindevertreter und der Finanzausschussvorsitzende Christian Sinn als bürgerliches Mitglied, der unter finanziellen Gesichtspunkten für eine Höhe von 180 Metern warb: „Wir wachsen, also müssen wir Daseinsvorsorge betreiben, vor allem im Kita-Bereich. Da lässt sich nichts kürzen, eher im Gegenteil.“ Daher sei die Windkraft eine Möglichkeit, über die Beteiligung von Bürgern und der Gemeinde neue Einnahmen für alle zu generieren. Best-Jensen ergänzte, dass in den umliegenden Gemeinden entsprechende Höhen beschlossen wurden. Mit vier Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen beschloss die Vertretung, in einem Bauleitverfahren die Höhe von 180 Metern im Entwurf vorzusehen.

„Ich hoffe, dass wir in Kürze den ersten Spatenstich zum Bau für die Sozial- und Tagespflegestation vornehmen können“, sagte Best-Jensen mit Blick auf die erfolgte Übertragung der Aufgabe Bau, Unterhaltung und Vermietung der Tagespflege durch acht der elf Gemeinden des Amtes, die an der Sozialstation beteiligt sind, auf die Gemeinde Schafflund. Die Gemeinden Osterby, Holt und Jardelund haben diese Entscheidung zurückgestellt, da man dort noch Klärungsbedarf sieht. Für Schafflund ist es allerdings wichtig, für eine gewisse Planungssicherheit zumindest einen verbindlichen Mietvertrag mit den Beteiligten abzuschließen. „Ich bin zuversichtlich, dass man hier noch letzte Überzeugungsarbeit leisten kann“, ergänzte Best-Jensen.

Eine weitere Planung wird nun konkret: die Erweiterung des Gewerbegebietes Schneewallacker. In der Zufahrt ist von Norden kommend eine Linksabbiegespur in der Bärenshöfter Straße geplant.

Da die stillgelegte Bahnstrecke von Flensburg nach Niebüll offiziell nicht entwidmet ist, muss theoretisch jederzeit mit der Wiederaufnahme des Zugverkehrs gerechnet werden. Dies schlägt sich in einem Schallgutachten nieder, das als schlimmsten Fall Güterzüge annimmt. Geplante Betriebsleiterwohnungen müssen daher mit einer schalldämmenden Außenhaut versehen und die Schlafzimmer nach Nordosten ausgerichtet werden.

Benno Gasa wurde zum Wehrführer und Jan Ingwersen zu seinem Stellvertreter ernannt und vereidigt, eine gemeindliche Fläche zwischen Hasselbeker Weg und Heidekrog als Blumenwiese vorgesehen. Zudem werde künftig ein siebensitziges Elektrofahrzeug zur Verfügung stehen, das auch von Vereinen und Institutionen genutzt werden kann.

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

 

Da es die letzte GV Sitzung in dieser Konstellation war, am 6.Mai stehen die Kommunalwahlen an, haben sich Vereine & Verbände bei der Bürgermeisterin und der Gemeindevertretung für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten 5 Jahre bedankt. 

Gerd-Ulrich Marquard und Wulf Tietz wurden verabschiedet, da sie nicht mehr zur Wahl stehen.

Foto zur Meldung: Schafflund bekommt seinen Kreisel
Foto: Schafflund bekommt seinen Kreisel

Programm beim Familientag im Schwimmbad

(25.04.2018)

Am 1.Mai findet der Familientag im Rahmen des Starts des Schwimmsaison des Freibades Waldeck statt. Hier findet ihr das Programm!

Ausrichter ist der Fest u. Kulturausschuss der Gemeinde.

Foto zur Meldung: Programm beim Familientag im Schwimmbad
Foto: Programm beim Familientag im Schwimmbad

Das Tragen einer Uniform verpflichtet

(16.01.2018)
Nach Vorfall beim Laternenumzug: Schafflunds Wehrführer Benno Gasa fordert von seinen Kameraden respektvollen Umgang
Der erste Tagesordnungspunkt, den der frisch wiedergewählte Wehrführer Benno Gasa aufrief, war für eine Jahresversammlung einer Feuerwehr eher ungewöhnlich. „Das Verhalten als Uniformträger in der Öffentlichkeit“ wurde thematisiert. Anlass war ein Vorfall beim letzten Laternenumzug. Ein junger alkoholisierter Kamerad in Uniform prügelte sich mit Jugendlichen derart, dass Polizei und Rettungswagen alarmiert werden mussten. Gasa konnte den Kameraden bewegen, freiwillig aus der Feuerwehr auszutreten.

Es habe ihm weh getan, so zu handeln, aber hier müsse ein Zeichen gesetzt werden. „Wenn wir Uniform tragen, ist es anders, als wenn wir privat handeln“, sagt er dazu. Jegliches Fehlverhalten in Uniform fiele auf die Feuerwehr an sich zurück und schade ihrem Ansehen. „Lasst uns respektvoll miteinander und mit anderen umgehen“, schloss er mit einem deutlichen Hinweis auch auf das Verhalten in den sozialen Netzwerken ab.

Erfreut registrierten die Kameraden, dass Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen bekräftigte, dass die Gemeinde beabsichtige in der nächsten Wahlzeit, also bis 2023, ein neues Feuerwehrgerätehauses zu bauen. Standort soll auf der Fläche am Lidl-Markt sein.

Erfreulich auch: Die Wehr wird immer stärker. 67 Einsatzkräfte stehen zur Verfügung, darunter drei Frauen. „Bei 2700 Einwohnern ist da noch Potenzial vorhanden“, ist Gasa überzeugt. Im vergangenen Jahr wurden 5232 Stunden Dienst absolviert oder Einsätze gefahren. Bei einer durchschnittlichen Beteiligung von 35 bis 40 Männern sind dies zirka 140 Stunden pro Person.

Bei den Wahlen erhielt Wehrführer Benno Gasa das Vertrauen für seine zweite Amtszeit, Stellvertreter ist Jan Ingwersen, Gerätewart Marvin Käding, Klaus Lemke: Sicherheitsbeauftragter.

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Das Tragen einer Uniform verpflichtet
Foto: Das Tragen einer Uniform verpflichtet

Lagerhaus brennt – Großeinsatz in Schafflund

(27.12.2017)
 Ein ausgedehntes Feuer hat den Feuerwehren in Schafflund in der Nacht zum Freitag einen langwierigen Löscheinsatz beschert. Gegen 0.30 Uhr liefen bei der Rettungsleitstelle in Harrislee erste Notrufe auf, sofort wurden die umliegenden Wehren zur Einsatzstelle in die Hauptstraße alarmiert: Aus noch unbekannten Gründen war auf dem Gelände eines Gewerbebetriebes eine Lagerhalle in Brand geraten. Dichter, beißender Qualm lag über der Ortschaft, als die ersten Feuerwehrkräfte an der Brandstelle eintrafen.

Weil viele Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, löste die Leitstelle neben den Wehren aus Schafflund, Wallsbüll und Kleinwiehe auch Alarm für weitere Wehren aus Hörup, Nordhackstedt und Medelby aus. Die Brandschützer verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus, neben dem Handelsgeschäft für Dekorationartikel. Kurz vor 5 Uhr waren die Löscharbeiten abgeschlossen.

Die Einsatzkräfte wurden in der Nacht von der DRK-Bereitschaft Harrislee betreut und versorgt. Nach ersten Schätzungen der Polizei ist ein Sachschaden im höheren, fünfstelligen Bereich entstanden. Die Kriminalpolizei Flensburg nahm noch in der Nacht erste Ermittlungen zur möglichen Brandursache auf. Der Autoverkehr musste in der Nacht auf der B 199 für rund vier Stunden örtlich umgeleitet werden.

 

Text: SHZ ksö

Grossfeuer zerstört Holzlager

(23.12.2017)

Ein ausgedehntes Feuer hat in der Nacht zum Freitag das Holzlager eines Handelsbetriebes für Dekorationsartikel in der Hauptstraße in Schafflund zerstört. Insgesamt sieben Freiwillige Feuerwehren waren stundenlang mit den schwierigen Löscharbeiten beschäftigt. Auch die direkt angrenzende Bundesstraße 199 musste voll gesperrt werden.

Der Alarm ging kurz vor halb eins in der Nacht bei der Rettungsleitstelle ein. Anwohner hatten den Brand auf dem Betriebsgelände des Dekoartikel-Handels bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Die Leitstelle alarmierte aufgrund des gemeldeten Gebäudebrandes zunächst die Freiwilligen Feuerwehrne Schafflund, Meyn, Wallsbüll und Kleinwiehe. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stellten diese zunächst eine Rauchentwicklung aus der Lagerhalle für Holz fest und unternahmen einen Löschangriff. Das Feuer breitete sich dann auch noch auf das Dach einer angrenzenden Garage aus. Aufgrund der verwinkelten Bauweise der Gebäude und des giftigen Brandqualmes wurden weitere Atemschutzgeräteträger benötigt. Daher ließ der Einsatzleiter die Feuerwehren Nordhackstedt, Hörup und Medelby nachalarmieren. 

Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand durch einen massiven Löscheinsatz von allen Gebäudeseiten unter Kontrolle gebracht. Zudem konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf weitere, direkt angrenzende Lagergebäude verhindern. 

Um an alle Glutnester zu gelangen, mussten die Paletten mit Holzscheiten mit einem Radlader aus der Halle ins Freie gebracht werden.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis zum Morgen hin. Noch während der Löscharbeiten übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache.

 

Text: Nordpresse

Freude über neue Schutzkleidung

(27.11.2017)
Freude über neue Schutzkleidung
Die Gemeinden Schafflund und Meyn investieren in den kommenden Jahren rund 90000 Euro in die Ausstattung ihrer Feuerwehren
 

 „Wir werden wohl im Kreisgebiet die Vorreiter für eine neue Einsatzkleidung sein“, sagt Reiner Hübel, Wehrführer in Meyn, anlässlich der Einkleidung von jeweils 15 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Schafflund und Meyn. Ein Grund für die Neuausstattung liege darin, dass vor allem die alten Jacken das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hätten. Diese waren zudem aus Kostengründen teilweise über den Second-Hand-Markt beschafft worden und wiesen mittlerweile einige Mängel auf, die nur unter erheblichem finanziellem Aufwand zu beheben gewesen wären. Zunächst einmal werden alle Atemschutzträger der beiden Wehen ausgestattet werden, dann soll die übrige Einsatzabteilung folgen.

Die leuchtend gelb-rote Farbgebung der neuen Montur sticht sofort ins Auge. Sie wird bislang nur von der Berufsfeuerwehr in Flensburg genutzt. „Die Sichtbarkeit und Auffälligkeit der Farbe ist ein Sicherheitsfaktor“, sagt Reiner Hübel. Er spricht dabei auch an, dass die farbliche Abweichung von den übrigen Wehren im Amtsbereich Schafflund durchaus zu kontroversen Diskussionen führt. „Wir stellen die Sicherheit vor die Einheitlichkeit“, verteidigt er das Vorpreschen in der Wahl der Einsatzkleidung.

Die neue, auffällige Funktionsbekleidung ist, wie die vorherige, mit einer Membrane ausgestattet, deren Zustand nun allerdings, wie vorgeschrieben, überprüft werden kann, da das Innenleben über einen Reißverschluss zugänglich ist. Bei vorschriftsmäßiger Behandlung sagt der Hersteller eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zu.

Einen besonderer Service wurde den Kameraden zuteil, die die neue Kleidung erhielten: Der Hersteller ermittelte in persönlicher Beratung die richtige Größe und passte Hose und Jacke für jeden Brandschützer ganz individuell an – fast so wie maßgeschneidert. Dies ist nicht nur der Bequemlichkeit geschuldet, sondern hat auch einen Sicherheitsaspekt: In die Jacke kann ein Multifunktionsgurt eingezogen werden, womit sich der Feuerwehrmann sichern oder in Gefahrensituationen eine Selbstrettung vornehmen kann. Dazu bedarf es aber einer möglichst guten Passform von Hose und Jacke.

„Ich erwarte, dass ihr mit Respekt und Sorgfalt mit der Kleidung umgeht“, sagte Hübel auch vor dem Hintergrund, dass beide Gemeinden sich bei dem Kauf der Einsatzkleidung finanziell stark engagieren. Ein Satz bestehend aus Hose und Jacke kostet etwa 850 Euro. Meyn wird in zwei Jahren zirka 30 000 und Schafflund in vier Jahren 60 000 Euro ausgeben, um die aktiven Kameraden mit der neuen Kleidung auszustatten. „Ziel der Gemeinde ist es, für die Feuerwehr das bestmögliche Material bereitzustellen“, sagt Rüdiger Glaubitz, stellvertretender Bürgermeister von Meyn.

Gleicher Auffassung ist die Gemeinde Schafflund, wo die Gemeindevertretung ebenfalls einstimmig hinter dieser Investition steht. „Menschen, die sich freiwillig diesen Gefahren aussetzen, müssen auch vernünftig ausgestattet sein. Eine gute Ausrüstung ist das A und O“, bekräftigt Schafflunds Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. Sie sieht vor allem die Einsätze auf der B 199 als Gefahrenquelle. Seit die Polizeistation Schafflund nicht mehr regelmäßig besetzt ist, seien es die Schafflunder Feuerwehrkameraden, die zuerst am Unfallort einträfen, da die Polizei erst aus Flensburg oder Harrislee käme. Leider nähmen Autofahrer auch in solchen Gefahrensituationen nicht immer ausreichend Rücksicht. „Die Feuerwehrkameraden dürfen sich beim Bergen von Unfallopfern nicht selbst in Gefahr bringen“, so Best-Jensen. Hier könne die Gemeinde mit der neuen Einsatzkleidung einen wirkungsvollen Beitrag zum Schutz der Kameraden leisten.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Freude über neue Schutzkleidung
Foto: Freude über neue Schutzkleidung

Feuerwehrspende geht ans Kinderherzzentrum

(24.11.2017)
 Ein „Pott“ für einen guten Zweck. Die Freiwillige Feuerwehr Schafflund nutzte die große Beliebtheit ihres jährlichen Verspielens für eine weitere wohltätige Aktion. Während von der Mettwurst bis zum halben Schwein um viele Preise gespielt wurde, gingen während des ganzen Abends Spendendosen in Laternenform durch die Reihen der sehr gut besuchten Sporthalle in Schafflund, damit die Gäste des Verspielens für die Aktion „RSH hilft helfen“ einen Obolus einwerfen konnten.

Gegen Mitternacht stand das Sammelergebnis fest: stolze 1083 Euro. „Die Feuerwehr Schafflund stockt diesen Betrag auf 1500 Euro auf“, verkündete Wehrführer Benno Gasa.

„Wahnsinn, wir sind völlig überwältigt“, entfuhr es der begeisterten RSH-Moderatorin Jasmin Malten. Die diesjährige Aktion des RSH soll dem Kinderherzzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel zugute kommen, war von ihrer RSH-Kollegin Sharon Heyn zu erfahren.

Text - SHZ rfr

Staunen über gerettete Schätze

(24.11.2017)
Manfred Neumann ist glücklich, dass die Feuerwehr durch umsichtiges Vorgehen seine Sammlung vor der Vernichtung bewahrt hat
 

 Das hätte böse enden können. Die Erleichterung über den glimpflichen Ausgang des Brandes in seinem reetgedeckten alten Wohnhaus ist Manfred Neumann auch zwei Wochen danach noch deutlich anzumerken. Das ist verständlich angesichts der zahllosen Sammelobjekte, mit denen das gesamte Anwesen bis an die Decken gefüllt ist. „Die Feuerwehr hat unglaublich vorsichtig agiert“, sagt er voller Dankbarkeit und zeigt im Dachgeschoss die Stelle, an der es mit offener Flamme aus dem Fußboden brannte – direkt neben seinen unbeschadet gebliebenen antiken Papiertheatern. Deshalb wolle er der Feuerwehr ein besonderes Geschenk machen. Einsatzleiter Benno Gasa und der Sicherheitsbeauftragten Jens Jacobsen von der Schafflunder Wehr sind gekommen, um es entgegen zu nehmen.

„Mit dem feinen Sprühstrahl aus den Löschlanzen konnten wir gezielt vorgehen und einen Wasserschaden im Gebäude verhindern“, sagt Benno Gasa und fügt hinzu: „Wir können alle glücklich sein, dass es so gelaufen ist. Zehn Minuten später hätte das Reetdachhaus keine Chance gehabt.“ Allerdings hätten sie den Hausherrn mehrfach davon abbringen müssen, das verrauchte Gebäude zu betreten, doch daran möchte dieser nun gar nicht mehr erinnert werden. Stattdessen holt der leidenschaftliche Sammler sein Geschenk hervor: Eine hervorragend erhaltene Holztafel von 1833 aus Kosuchen in Ostpreußen, ein „Zufallsfund“, wie er sagt, mit der Inschrift: „Zwei Pferde mit Geschirr zu der Feuerspritze auf 24 Stunden zu Anbringen um die Feuergefahr aufrecht zu halten. Kosuchen, 1833“.

„Wir hängen sie in unser Gerätehaus“, versprechen die Feuerwehrmänner, und dann erhalten sie eine persönliche Führung durch das verwinkelte Domizil. Die beiden Brandschützer staunen nicht schlecht angesichts der zahllosen Objekte, die der Künstler und Sammler über Jahrzehnte zusammengetragen hat. Bereits im Vorgarten ziehen alte Grabkreuze mit Schildern aus Meißner Porzellan die Blicke auf sich. Die schmuckvollen Grabsteine von Deutschen habe er vor etwa 15 Jahren aus Polen mitgebracht, erzählt Manfred Neumann, nachdem sie dort entsegnet worden waren. Ebenfalls aus Polen stammen herrschaftliche Kachelöfen, die er selbst zu Hause wieder aufgesetzt habe. Die Besucher gehen über einen russischen Intarsienfußboden, betreten hundert Jahre alte Fußbodenkacheln aus einer Ziegelei in Dänemark und durchschreiten eine alte Tür mit Holzvertäfelung aus dem Schloss Augustenborg.

Unablässig prasseln Geschichten und Anekdoten auf die beiden ein. „Das müsste doch unbedingt in ein Museum“, wirft Benno Gasa ab und zu ein. Doch im Grunde befindet er sich gerade in einem privaten Museum, es ist nur nicht für jedermann geöffnet.

Jeder Raum birgt neue Schätze: Vitrinen beherbergen Blechdosen, Bücher, Schatullen, Nachttöpfe oder Puppen, und eine ist ausschließlich für Antikes aus Flensburg reserviert. Manfred Neumann holt eine Dose der ehemaligen Fahrrad-Werke J. Fries Beseler hervor: „Aber sie ist nicht von hier, ich habe sie in Russland gefunden.“ Viele seiner Reisen hätten ihn unter anderem nach Russland und in die Ukraine geführt. Als er in Moskau Bilder gekauft habe, habe eine überlebensgroße Lenin-Büste seine Aufmerksamkeit erregt, also nahm er sie in seinem Auto mit. „Als die Grenzbeamten die Tür aufmachten und guckten, standen sie sofort stramm“, lacht er. Letztlich habe er jedoch freie Fahrt bekommen, und nun ruht der riesige Lenin über den Besuchern – in Schafflund, in friedlicher Nachbarschaft zu einer Holzfigur der Heiligen Magdalena.

Manfred Neumann, Vater dreier Töchter, bekennt sich zu seiner Sammelleidenschaft: „Ich kann mich schwer von etwas trennen.“ Das gilt auch für seine humorvollen Kunstobjekte aus Metall, die er zwar ausstellt – zuletzt in Flensburg beim „Dampf Rundum“ – aber nicht verkauft. Es ist Kunst aus Schrott, die man auf der Internetseite kunst-aus-schrott.net bewundern kann.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Staunen über gerettete Schätze
Foto: Staunen über gerettete Schätze

Flammen im Reetdachhaus

(13.11.2017)

 Zimmerbrand in einem Reetdachgebäude: Die Bewohner des Hauses am Schafflunder Ortsrand bemerkten das Feuer am frühen Donnerstagmorgen. Dank des Alarms ihrer Rauchmelder konnten sie sich frühzeitig in Sicherheit bringen. Feuerwehren aus Schafflund, Meyn, Wallsbüll und Kleinwiehe sowie der Rettungsdienst aus Medelby waren schnell Vorort. Die Einsatzkräfte lokalisierten das Brandnest in der Zwischendecke des Wohnzimmers. Im Dachgeschoss waren bereits Flammen durch die Holzbalkendecke geschlagen. Die Wehrführung entschied, Löschlanzen, sogenannte Fog Nails, einzusetzen. Dadurch konnte auf das großflächige Öffnen der Zwischendecke verzichtet werden, und auch der Schaden durch Löschwasser hielt sich in Grenzen. Das Reetdach wurde mit der Wärmebildkamera beobachtet und mit Löschwasser gekühlt. Verletzt wurde niemand.

 

Text - SHZ ft

672 aktive Kameraden rücken zu verschiedenen Einsätzen aus

(03.03.2017)
51 Anwärter für die Amtswehren
672 aktive Kameraden rücken zu verschiedenen Einsätzen aus / Wehren sollen Räumungsübungen in Kindergärten machen
 

 „In den Kindergärten müssen dringend Räumungsübungen durchgeführt werden!“ Dieser Appell der Fachwartin für Brandschutzerziehung im Amt Schafflund, Thekla Detlefsen-Harksen aus Wallsbüll, richtete sich auf der jüngsten Wehrführerdienstversammlung der Feuerwehren im Amt Schafflund an die betroffenen Wehrführer. Solche Übungen seien außerordentlich wichtig und würden auch den hohen Einsatz von 120 Stunden Brandschutzerziehung mit 796 Kindern im vergangenen Jahr sehr unterstützen.

Kreisbrandmeister Mark Rücker nutzte die Versammlung zur Beförderung von drei Kameraden, die in ihren Wehren gerade in neue Führungsfunktionen gewählt wurden: Jan Bartelsen, neuer Wehrführer in Hörup, wurde zum Oberbrandmeister befördert, Bernd Brodda und Falk Stötzel, jeweils stellvertretende Wehrführer in Wallsbüll und Nordhackstedt, wurden zu Oberlöschmeistern ernannt.

Jens Türk aus Lindewitt hat über lange 28 Jahre als Kreisausbilder für Truppmänner gewirkt und schied nun auf eigenen Wunsch aus. Mit Sören Timm aus Osterby ist bereits ein Nachfolger bestellt worden. Nachdem auch Stefan Hippel als Amtsfunkwart nicht mehr zur Verfügung steht, wählte die Versammlung nun Marvin Käding aus Schafflund in diese Funktion und Pattrick Schäfer aus Wallsbüll zu seinem Stellvertreter. Lorenz-Egon Jürgensen hat zehn Jahre für die Feuerwehren im Amt Schafflund berichtet und diese Tätigkeit nun beendet. Zum neuen Pressewart wurde Reinhard Friedrichsen aus Lindewitt ernannt.

Als sehr positiv konnte Amtswehrführer Hans-Peter Petersen die Mitgliederentwicklung in den 16 Ortswehren des Amtes darstellen. Aktuell sind es 672 aktive Kameraden, davon mehr als 60 Frauen. Die hohe Anzahl von 51 Anwärtern belegt diese Entwicklung. Sie ist auch auf eine erfolgreiche Jugendarbeit in den drei Jugendfeuerwehren Medelby/Holt, Großenwiehe und Lindewitt zurückzuführen. Aus ihnen kommen in diesem Jahr 14 neue Kameraden für die Einsatzabteilungen der verschiedenen Ortswehren. Derzeit haben die Jugendwehren 93 Mitglieder, davon etwa 40 Mädchen. Insgesamt 26 Betreuer und Ausbilder kümmern sich um die Kinder und Jugendlichen.

Als „Ableger“ der Amtsfeuerwehren hat einzig der Feuerwehrchor Sillerup Nachwuchsprobleme. 40 Sänger des Chores könnten sehr gut Verstärkung gebrauchen, führte Chorleiter Uwe Hansen aus.

Eine Neuerung in der Ausbildung möchte man in diesem Jahr probieren. Im Normalfall wird die Ausbildung zum Truppmann wie auch die zum Truppführer mit einer jeweiligen Abschlussübung beendet. Diesmal soll es einen gemeinsamen Abschluss mit 90 Kameraden geben. Man erhofft sich, dass sich beide gegenseitig ergänzen können.

 

Text - SHZ rfr

Gänse-Verspielen mit RTL in Schafflund

(23.11.2016)

Wie die Schleswig-Holsteiner sich im Herbst die Zeit vertreiben...

In der kalten Jahreszeit sucht man im Norden gern nach einem gemütlichen Zeitvertreib im Warmen. Die Schleswig-Holsteiner haben da Bingo für sich entdeckt. "Gänse-Verspielen" heißt der Spaß hier und es geht dabei auch um Gänse. Und weil dieses Highlight auf dem Land so beliebt ist, bucht die Schafflunder Feuerwehr gleich eine ganze Turnhalle.

Reporterin Isabell Kutz hat sich das alljährliche Zahlen-Spektakel mal persönlich angeschaut.

 

http://rtlnord.de/nachrichten/gaense-verspielen-wie-die-schleswig-holsteiner-sich-die-herbstzeit-vertreiben.html

 

[Bingo in Schafflund, ein Beitrag bei RTL Nord]

Laternenumzug

(07.11.2016)

Nach Jahren mit Regen und Wind , war der Wettergott in diesem Jahr den Schafflundern

und deren Feuerwehr wohlgesonnen . Bei dem Laterumzug am vergangenen Samstag hatten sich ca 350 Kinder und Eltern am Laternenumzug beteiligt . Der Weg führte diesmal durch den südwestlichen Teil von Schafflund . Anschließend gab es Wurst , Punsch und den Schnack mit Bekannten und Nachbarn .

Benno Gasa , Wehrführer Schafflund , zeigte sich

zufrieden , auch mit der großen Resonance für die

schon traditionelle Veranstaltung .

 

Text und Bilder Dieter Schilling

Spieletag der Kreis-Jugendfeuerwehr kam gut an

(03.08.2016)
Die Kreisjugendfeuerwehr Schleswig-Flensburg bot in diesem Jahr in Schafflund einen Kreisspieletag an – und fast 100 Jugendliche aus acht Jugendfeuerwehren nahmen daran teil, um den Meister im Fußball- und Handballspiel zu ermitteln. Angesichts der unklaren Wetterlage wurde der Spielbetrieb in die Sporthallen am Schulzentrum Schafflund verlegt. Um keine Langeweile bei den Jugendlichen aufkommen zu lassen, stand die zweite Halle für allgemeine Spiele zur Verfügung.

Eine besondere Attraktion war dann eine über Mittag ausgerollte „Airtrack Matte“, eine mit Luft gefüllte Turnmatte. Diese wurde sofort von den Jugendlichen in Beschlag genommen. Purzelbäume oder Flic-Flacs mit Salto rückwärts wurden auf ihr ausprobiert.

Damit niemand hungrig an den Wettkämpfen teilnehmen musste, gab es Gegrilltes und am Nachmittag Kuchen, den die Jugendfeuerwehren mitgebracht hatten.

Organisiert hatte die Veranstaltung ein „Orgateam“, das sich zusammensetzte aus Mitgliedern der teilnehmenden Jugendfeuerwehren. Die Leitung hatten die Kreisjugendgruppenleiter Lina Heinecke und Jonathan Pott.

Als erstes ermittelten die Mannschaften den Sieger im Fußballspiel. In einem spannenden Finale konnte sich schließlich die Jugendfeuerwehr Süderbrarup den Titel sichern. Die Spielgemeinschaft Großenwiehe-Busdorf setzte sich nach packenden Handball-Spielen am Ende durch und gewann den Meistertitel.

Rundherum waren alle zufrieden mit dem Spieletag und der Organisation ihres Orgateams.

 

Text - SHZ lj

26 neue Truppmänner für die Wehren im Amt Schafflund

(25.06.2016)
 Die Feuerwehren im Amt Schafflund bekommen Verstärkung. Amtsvorsteherin Gudrun Carstensen war erfreut darüber, dass sich viele junge Menschen für die heimischen Wehren engagieren wollen. Mit einer Abschlussübung schlossen 26 Feuerwehranwärter, unter ihnen drei junge Frauen, die Ausbildung zum Truppmann und zur Truppfrau, Teil eins, ab.

Zur Meldung an den stellvertretenden Amtswehrführer Holger Johsten ließ Ausbildungsleiter Jens Türk vor dem Höruper Feuerwehrhaus antreten. Vor den Gästen aus Nachbarämtern und -gemeinden zeigten die Anwärter, was sie in 70 Ausbildungsstunden gelernt hatten. Unter den kritischen Augen von Kreisfachwart Gerhard Nörenberg und Frank Thiel, Gemeindewehrführer aus Handewitt, wurden zunächst die verschiedenen Rettungsknoten und Stiche wie Achterknoten, Zimmermannsschlag, Palstek oder Mastwurf demonstriert. Eine weitere Aufgabe war die Brandbekämpfung an einem Gebäude. Die ehemalige Gaststätte Höruper Hof diente als „Brandobjekt“. In drei Gruppen demonstrierten die Feuerwehranwärter die Wasserentnahme aus dem Schafflunder Mühlenstrom und einem Hydranten sowie den Löscheinsatz am Brandobjekt.

Lehrgangsleiter Jens Türk und die Ausbilderkollegen Holger Berg, Norbert Marquardsen und Robert Maaß waren mit der Leistung ihrer Schützlinge zufrieden. In der anschließenden Manöverkritik gab es nicht nur Lob für die frisch gebackenen Truppfrauen und Truppmänner, sondern auch für die Ausbilder. Gerhard Nörenberg sagte zu den Anwärtern : „Ihr habt euch Zeit genommen, um das Feuerwehr-Grundwissen zu erlernen und das in einer gelungenen Übung zu Ende gebracht.“

Der stellvertretende Amtswehrführer Holger Johsten freute sich über die Verstärkung für die Feuerwehren im Amt Schafflund. Sein Dank galt Hörups Wehrführung für die Ausrichtung der Abschlussübung.

Ausbildungsleiter Jens Türk übergab seine Schützlinge zur weiteren Ausbildung an die Wehrführer in den Heimatwehren. Alle bekamen ein Lehrgangsfoto und eine Urkunde. Nach 27 Jahren Ausbildungsarbeit für die Feuerwehr im Amt Schafflund sei es nun genug, meinte Jens Türk und erklärte seinen Abschied vom Ausbilderteam. Auch Norbert Marquardsen machte als Ausbilder den Weg für einen Nachfolger frei. Beiden galt Dank für ihr Engagement im Dienste der Feuerwehr.

 

Text - SHZ lj

Foto zur Meldung: 26 neue Truppmänner für die Wehren im Amt Schafflund
Foto: 26 neue Truppmänner für die Wehren im Amt Schafflund

Große Löschübung mitten in Schafflund

(14.05.2016)

Am Donnerstag, 12.05.2016 liefen um 19.07 Uhr die Sirenen in

Schafflund, Meyn, Nordhackstedt, Wallsbüll und Kleinwiehe.

Es galt mit dieser groß angelegten Einsatzübung ein reetgedecktes

Wohnhaus im Ortskern von Schafflund an der B 199 zu löschen,

und  drei darin befindliche Personen zu retten. Die alarmierten

Wehren trafen recht zügig ein sa daß der Löschangriff gestartet

werden konnte. Eingesetzt waren 80 Feuerwehrleute, männl/weibl.

aus den o.a.genanten Gemeinden. Die Einsatzübung war um 21.00

Uhr beendet, und die Manöverkritik wurde in den Räumen der

Schafflunder Wehr abgehalten . Benno Gasa, Wehrführer Schaff-

lund und Einsatzleiter zeigte sich mit der Leistung sehr zufrieden;

es hatte alles geklappt.

 

Wann hat die Feuerwehr einmal die Gelegenheit, an so einem

großen Gebäude , und dann noch reetgedeckt, zu üben, die Nach-

barhäuser zu schützen  und den Verkehr umzuleiten, wenn nicht

jetzt. Denn diese beiden Gebäude an der B 199 werden in den

nächsten Tagen von Abbruchfirmen heimgesucht werden. Der

Ortskern von Schafflund gegenüber der Apotheke wird dann der

Vergangenheit angehören. An deren Stelle werden Wohnhäuser

entstehen und es wird Platz für den noch in der Planung befindlichen Kreisverkehr entstehen .

 

Dieter Schilling  -DS-

 

Foto zur Meldung: Große Löschübung mitten in Schafflund
Foto: Große Löschübung mitten in Schafflund

Landesfeuerwehrversammlung

(25.04.2016)
Weniger Brände, mehr Mitglieder – Erfolgreiches Jahr für die Feuerwehren
 

Die Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein stehen derzeit unter einem guten Stern – der leichte Aufwärtstrend setzt sich fort: 48 282 Frauen und Männer versahen zum Jahresende 2015 ihren Dienst in 1350 Wehren im Land, 71 mehr als im Jahr zuvor.

Allerdings gibt es Unterschiede: Einige Wehren verzeichnen einen überdurchschnittlichem Zulauf, andere kämpfen weiterhin um ihre Existenz. Daher „lohne es sich schon, mit den Instrumenten der modernen Öffentlichkeitsarbeit um neue Mitglieder zu werben“, sagte Landesbrandmeister Detlef Radtke in der Landesfeuerwehrversammlung am Sonnabend in Schafflund (Kreis Schleswig-Flensburg) vor 131 Delegierten und vielen Gästen.

Selbst in den sozialen Netzwerke hält der Zulauf an: „Manche Meldungen der Feuerwehr erzeugen auf Facebook bis zu 15 000 Klicks“, so Ratke. Die Mitgliederzahlen seien statistisch zwar zum gegenwärtigen Zeitpunkt auskömmlich, aber man dürfe nicht vergessen, dass aufgrund der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren fast eine ganze Feuerwehrgeneration aus dem aktiven Dienst scheide.

Innenminister Stefan Studt sprang dem Landesbrandmeister zur Seite. Er habe zwar auch kein Patentrezept zur Steigerung der Anzahl an Feuerwehrkameraden, aber ein Ansatz könne die erheblich verstärkte Beteiligung von Frauen in der Arbeit der Feuerwehr sein. Gleichzeitig solle man daran denken, auch ausländische Mitbürger für den Dienst in den Feuerwehren zu gewinnen. Sie könnten so motivierte und tatkräftige Nachwuchskräfte gewinnen und die Zuwanderer fänden hier optimale Voraussetzungen für die Integration. Hier bestünden noch erhebliche Potenziale.

Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, rechnete dazu vor, dass die Verpflichtung von drei Flüchtlingen für jede Wehr in Deutschland 66 000 neue Kameraden für die „leistungsstärkste Organisation in der Gefahrenabwehr“ brächte, wie er die Feuerwehr passend beschreibt.

Eine Erfolgsgeschichte bleibt die Brandschutzerziehung in Grundschulen und Kindertagesstätten. Dabei geht es nicht um Mitgliederwerbung, sondern seit vielen Jahren um die Prävention. Unabhängig davon konnte Landesjugendfeuerwehrwart Dirk Tschechne von einer anhaltenden Erfolgskurve beim Zulauf zu den 433 Jugendfeuerwehren im Lande berichten: Mit 9754 Mitgliedern gibt es 236 mehr als im Jahr zuvor. Es gab im vergangenen Jahr 610 Übertritte in die „große“ Wehr und der Anteil von 26 Prozent Mädchen ist mehr als bemerkenswert.

Mit 9805 Bränden wurden 689 weniger als im Vorjahr bekämpft. Erfreulich ist, dass der Anteil an Großbränden gleich um 200 auf 800 sank, was die Professionalität der Einsatzkräfte widerspiegele, „weil sie schnell und effektiv vor Ort Maßnahmen ergreifen, um Brände im Keim zu ersticken“, betonte Landesbrandmeister Detlef Radtke.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Landesfeuerwehrversammlung
Foto: Kreispräsident Ulrich Brüggemeier mit Bürgermeisterin Best-Jensen

Spendenaktion für eine Familie aus Lindewitt

(06.02.2016)
In Lindewitt kam es am 30.01.16 zu einem Feuer in einem Wohnhaus.
 
 
Eine Familie hatte durch das Feuer alles verloren. Was noch viel schlimmer war, der Hund des Jungen (5) konnte leider nicht gerettet werden. Den wird ihm keiner zurückgeben können. Daher wollten wir von der Feuerwehr Schafflund helfen. 
 
Wir haben eine Spendenaktion per Facebookaufruf gestartet. Schon nach wenigen Stunden wurde der Aufruf  von mehrere 1000 Leuten gesehen, und er wurde einige 100 mal geteilt. 3 Tage lang konnten die Leute die Spenden bei uns in der Feuerwehr abgeben. Dort haben dann Birger, Yannik und Dörte die Sachen sortiert. Schon am ersten Tag kamen sehr viele Spenden zusammen. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir kamen mit dem sortieren kaum hinterher. Am zweiten und dritten Tag dachten wir dann das es weniger wird, aber im Gegenteil. Es kam nochmal so viel wie am ersten Tag. Danke. 
Den Spendenaugruf haben 83130 Leute gesehen und geteilt wurde er 685 mal. 
 
 
Tag der Spendenübergabe:
Am Samstag, den 06.02.16 haben wir die Spenden übergeben. An dieser Stelle nochmal ein großes Danke an alle Spender. Vielen Dank auch an Frank Betz und Sandra Hinse die uns ihre Hilfe und ihren Lkw angeboten haben.
Die Familie war sehr überwältigt über die Menge an Spenden. Das ein oder andere Tränchen konnte nicht zurückgehalten werden. 
Die Familie hat sich sehr gefreut und wir sagen auch im Namen der Familie ein großes Danke...! 
 
 
 
Danksagung der Familie:
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern die uns in unserer Notlage bedingungslos zur Seite stehen. Ebenso bedanken wir uns für die zahlreichen Spenden und Hilfen die uns erreicht haben und auch noch weiter erreichen werden. Wir werden uns Stück für Stück voranarbeiten, und das Notwendigste für unseren Neustart dankend annehmen und alles andere wird dann an Hilfsorganisationen und weitere Bedürftige Menschen weiter gegeben. Wir möchten zudem Aussprechen wie überwältigt wir sind für die enorme Hilfsbereitschaft und Anteilnahme jedes einzelnen der uns mit Worten, Taten und Gesten zur Seite steht. Ebenso  ein besonderer Dank an die Einsatzkräfte vor Ort und der freiwilligen Feuerwehr Schafflund für ihr Engagement. Ebenso den Admins der Gruppe Flensbook  für die Spendenaufrufe. 
Milva und Frank
 
Text: Birger Herzog
Foto: Birger Herzog

Foto zur Meldung: Spendenaktion für eine Familie aus Lindewitt
Foto: Spendenaktion für eine Familie aus Lindewitt


Veranstaltungen

22.11.​2019
19:30 Uhr
Gänseverspielen
Heute findet das traditionelle Gänseverspielen der FFW Schafflund in der Mehrzweckhalle ... [mehr]
 
22.11.​2019
19:30 Uhr
22.11.19 - Schafflund: Gänseverspielen
Wir hoffen, Sie dieses Jahr wieder recht herzlich begrüßen zu dürfen zu unserem Verspielen. ... [mehr]
 
 

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