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Ortskulturring Schafflund & Umgebung e.V.

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Ilse Petersen

Wacholderweg 2
24980 Schafflund

Telefon (04639) 7676

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.schafflund.okr-amt.de

Der Ortskulturing bietet neben vielen tollen Theaterstücken und Künstlern auch Sportprogramme und Sprachlehrgänge an.


Aktuelle Meldungen

Lesung der Angeln-Saga von Wolfgang Börnsen

(17.03.2019)

Zu einer Lesung mit Wolfgang Börnsen hatte der OKR Schafflund auf dem Hof Noerreheede eingeladen. In dem gemütlichen Ambiente des Hofes las Börnsen aus seiner 2018 erschienenen Angeln - Saga. Anschaulich erzählte er von der Kernheimat der Angeln im 5. Jahrhundert, der Halbinsel zwischen der Schlei, der Treene und der Flensburger Förde. Musikalisch begleitet wurde er dabei von Hans - Ulrich Kallsen, der passende Lieder sang und auf seiner Gitarre begleitete. Die oft drastischen Texte gaben den Zuschauern einen interessanten Einblick in die damalige Zeit. Mit den Einnahmen der Lesungen wird ein Jugendprojekt in Adis Abeba unterstützt. 

Foto zur Meldung: Lesung der Angeln-Saga von Wolfgang Börnsen
Foto: Wolfgang Börnsen

Einladung zur Mitgliederversammlung 2019

(03.03.2019)

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir laden Sie zur Mitgliederversammlung des Ortskulturringes Schafflund & Umgebung e.V. ein:

 

Mittwoch, 27.03.2019 19:30 Uhr

Bürgerhaus Schafflund

 

Tagesordnung:

 

  1. Begrüßung durch die Vorsitzende

  2. Genehmigung der Tagesordnung und des Protokolls

  3. Jahresbericht 2018

  4. Kassenbericht 2018

  5. Bericht der Kassenprüfer

  6. Entlastung des Vorstands

  7. Wahl der Kassenprüferin / des Kassenprüfers

  8. Anträge

  9. Verschiedenes

 

 

Mit freundlichen Grüßen

für den Ortskulturring Schafflund & Umgebung e.V.

 

 

Vorsitzende des OKR

 

Ilse Petersen

 

Rauchende Köpfe überm Smartphone

(28.02.2019)
Sechs Frauen gehen in einem Kurs des Schafflunder Ortskulturrings moderner Technik auf den Grund
 

Hoch motiviert und mit voller Konzentration steigen sechs Frauen beim Ortskulturring Schafflund in die Welt der neuen Handys ein. „Der Kopf raucht schon, es ist viel Theorie“, meint Meta Schwab, die sich selbst als „technischen Analphabeten“ bezeichnet. Seit anderthalb Jahren besitzt sie ihr Smartphone, aber „ich habe eine Scheu, etwas falsch zu machen“. Ähnlich ergeht es Hanna Löwe. Ihre Kinder haben das iPhone eingerichtet, doch das reicht ihr nicht: „Ich bin hier, weil ich die Zusammenhänge verstehen möchte.“

Es ist offenbar ein verbreitetes Phänomen: Kinder oder Enkel zeigen blitzschnell, wie etwas geht, wie etwas eingerichtet wird – aber sie können es nicht in Ruhe erklären. Und wenn eine Funktion eine Zeit lang nicht benutzt wurde, sind die einzelnen Schritte wieder in Vergessenheit geraten.

„Bei mir ist es mehr oder weniger zufallsbedingt, ob es klappt“, gibt Hedwig Hübner unumwunden zu. Sie hat sich erst vor Kurzem zur Anschaffung eines Smartphones entschlossen, denn „wir wollen uns ja nicht abhängen lassen“. Außerdem könne sie ohne App die Ladestation für das Elektro-Auto am Amtsparkplatz gar nicht benutzen. Letzteres war auch für Irene Späth als Besitzerin eines E-Autos mit ein ausschlaggebendes Argument. „WhatsApp kann ich benutzen und auch fotografieren, aber mit dem Telefonieren klappt es nicht so“, erzählt sie. Deshalb habe sie immer noch zur Sicherheit ihr altes Handy dabei – da müsse sie nicht „wischen“.

Referent Joachim Schulz, der den Kompaktkurs über drei Tage leitet, bleibt geduldig. „Es ist kein Press-Screen, sondern ein Touch-Screen“, erklärt er – außerdem müsse man einfach nur genau lesen und nicht impulsiv herumdrücken. Er hat als langjähriger Kursleiter in den verschiedenen Volkshochschulen viel Erfahrung, und der Unterricht mit Senioren liegt ihm besonders am Herzen. „Handys können zu viel, das ist nicht gut für Leute, die eigentlich nur wenig machen wollen.“ Man müsse die persönlichen Bedürfnisse berücksichtigen: „Ich muss als Anwender sortieren, was ich will.“

Anita Wolff nutzt ihr iPhone bereits vier Jahre und weiß die Vorteile von WhatsApp zu schätzen: „Ich tausche mich mit Freunden, ehemaligen Kollegen und der Familie aus, möchte aber noch mehr lernen.“ Es seien oft Kleinigkeiten, an denen die Handhabung manchmal scheitere, meint Margret Leiber, deshalb möchte sie künftig mit mehr Wissen ausschließen, dass sie nur per Zufall beispielsweise Fotos verschicken kann. Der Empfang jedoch klappt schon: „Wir sind gerade Uroma und Uropa geworden und bekommen schöne Babyfotos.“

Was sonst noch alles nur mit der Sprachfunktion möglich ist, demonstriert Joachim Schulz am Beispiel der Übersetzungsapp – eine gute Hilfe bei Reisen ins Ausland. Das und weitere Tipps zu Google-Maps, Informationssystemen, zur Sicherheit im Internet und zur Einrichtung von Apps werden in einem weiteren Kurs für Fortgeschrittene vom 13. bis 15. März jeweils von 9 bis 12.30 Uhr im Bürgerhaus vermittelt. Infos auf www.schafflund.okr-amt.de .

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Rauchende Köpfe überm Smartphone
Foto: Rauchende Köpfe überm Smartphone

Die Künstler für das Kult(ur)abo 2019/20 stehen fest

(19.02.2019)

Die Künstler für das Kult(ur)abo 2019/20 sind engagiert. Einschreibung für das Kult-Abo 2019/20 am 23.03.2019 ab 19:00 Uhr.

Hier können sie sehen, wer sie erwartet:

Kult(ur)abo 2019/20

Zeitungsartikel zum Spielenachmittag

(12.02.2019)

Spielen in geselliger Runde

 

Ab sofort können Jung und Alt an jedem letzten Mittwoch im Monat im Bürgerhaus ihrer Spielleidenschaft frönen. „Der Spielenachmittag beginnt um 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen für 2,50 Euro“, sagt Martin Jensen, Initiator des neuen Angebots. Es stehen alle Räume zur Verfügung – schließlich bevorzugt man beim Rummikub, Scrabble oder Schach eine ruhige Atmosphäre, während es beim Kniffeln, Skat, Doppelkopf oder Mau Mau temperamentvoller zugehen kann.

Bekannte Brett-, Karten- oder Würfelspiele können in geselliger Runde gespielt werden, und wer seine Grundkenntnisse, beispielsweise im Skat oder Zwickern, vertiefen möchte, findet Hilfe. „Allein sieben Leute aus dem Skatclub sind bereit, zu unterstützen“, erklärt deren Jensen. Unterstützung erfährt die Initiative von etlichen Vereinen, dem Seniorenbeirat, Sozialverband, Familienzentrum, Ortskulturring und der Gemeinde.

Neben dem bereits vorhandenen Regal im Bürgerhaus mit Büchern zum Mitnehmen wird es demnächst auch ein zweites für Spiele zum Ausleihen geben. Dafür dürfen gut erhaltene Spiele gern gespendet werden. Damit Kinder und Jugendliche wieder Kartenspiele lernen, wird es im Sommer Kurse im Jugendclub geben. Anmeldung und weitere Informationen zum Spielenachmittag bei Martin Jensen unter Telefon 0 46 39 / 15 59.

 

Text - SHZ böw

 
 

Foto zur Meldung: Zeitungsartikel zum Spielenachmittag
Foto: Zeitungsartikel zum Spielenachmittag

Von Ehefrauen und Petitionen

(28.01.2019)
Katie Freudenschuss begeisterte ihr Publikum in Schafflund mit fiktiven Aufzeichnungen und spontan komponierten Liedern
 

Während so mancher zu Hause frustriert vor dem Fernseher das Ende des „Handball-Wintermärchens“ verfolgte, herrschte in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule in Schafflund beste Stimmung. Mit ihrem ersten Auftritt beim Ortskulturring landete Katie Freudenschuss gleich einen Volltreffer.

Wenn die Wäsche gewaschen, der Hund ausgeführt, die Steuererklärung abgegeben und vor allem ein neues Solo-Programm geschrieben werden muss, man aber stattdessen seinen Wintermantel rasiert – ja, dann leidet man unter Prokrastination. Frage ins Publikum: Was ist das? Rolf Hachmann aus Schafflund lieferte spontan eine druckreife Definition der „Aufschieberitis“, erntete viel Applaus und die Anerkennung einer verblüfften Katie Freudenschuss, die ohne Umschweife ihren therapeutischen Weg in drei Schritten bis zum Kauf eines gebrauchten Schreibtisches beschrieb.

Die Entdeckung eines alten Tagebuchs in der Schublade wurde der Schlüssel zu einer Rahmenhandlung, die den Zuhörer in die 1950er-Jahre mitnahm, als Frauen bei der Hochzeit, laut „Handbuch für die Ehefrau“, nicht älter als 25 Jahre sein sollten, weil „sich sonst der Charakter schon ausgebildet hat“ und man später, laut Freudenschuss, als „noch knackig, aber schon dankbar“ galt.

Sanft und gefühlvoll, von Musik untermalt, las Katie Freudenschuss aus den fiktiven Aufzeichnungen einer sich nach Liebe sehnenden Ehefrau aus Okriftel vor. Doch sobald sich ein passendes Stichwort ergab, stürmte sie mit Wucht in die Gegenwart zurück.

Mit „Ein Klick – und die Welt wird besser. Jetzt kann ich von zu Hause aus die Welt retten“ nahm sie die Online-Petitionen aufs Korn, und bezüglich der 72 Jungfrauen, die den Märtyrern im Paradies versprochen werden, analysierte sie genüsslich, dass es sich vermutlich um einen Übersetzungsfehler handeln musste. In ihrem temperamentvollen Programm „Einfach Compli-Katie!“ bekannte sich Katie Freudenschuss zu ihrer komplizierten Seite, wollte nicht mit Diäten zugespamt werden und dem Ideal einer Audrey-Hepburn-Taille nacheifern.

Aber besonders viel Applaus erhielt die Musikerin für ihre nachdenklichen Lieder, begleitet am Flügel, wie den einfühlsamen Song über Melania Trump „Stand by your Man“. Ihr starkes Improvisationstalent bewies die Künstlerin immer dann, wenn sie auf Zuruf ein paar Infos aus dem Publikum sammelte, daraus in Windeseile ein komplettes Lied arrangierte und gekonnt mit der Sprache jonglierte. So gab es zum Schluss wahre Begeisterungsstürme für das romantische „Schafflund-Lied“, komponiert aus unterschiedlichen Inspirationen wie „Love me tender“ oder „Atemlos“ und mehr oder weniger spannenden Begriffen wie „Schwimmbad“ und „Kümmerer“. Resümee der Besucher: Kompliment, Compli-Katie!

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Von Ehefrauen und Petitionen
Foto: Von Ehefrauen und Petitionen

Waldspaziergang und internationale Küche

(15.01.2019)
Neues und Bewährtes in 32 Angeboten bietet der Ortskulturring Schafflund und Umgebung zum Start ins neue Jahr. Vorsitzende Ilse Petersen lädt gemeinsam mit Gastgeberin Ute Wriedt zu zwei Veranstaltungen im gemütlichen Ambiente des Hofes Noerreheede in Nordhackstedt ein: Wolfgang Börnsen wird am 17. März in „komodiger“ Runde aus seinem neuen Buch „Die Angeln-Saga“ vorlesen, und Hans-Günter Lund entführt seine Besucher am 29. März beim Whisky Tasting in die Weiten Schottlands.

Bereits im Februar steht eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm, diesmal geht es zum Schau-Brennen in die Dolleruper Destille. Gesundheit und Wohlbefinden stehen im Mittelpunkt mehrerer Vorträge, eines Kräuter- und eines Waldspaziergangs mit Heilpraktikerin Helga Pitroff. Kurse zum Umgang mit Smartphone, Laptop und Internet werden von Joachim Schulz sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene angeboten. Wer seine Englischkenntnisse auffrischen und erweitern möchte, sollte sich frühzeitig bei Wolfgang Ipsen anmelden.

In diesem Monat beginnen auch die bewährten Kochkurse, bei denen man einen Einblick in die mediterrane, thailändische oder orientalische Küche gewinnen kann. Der eigenen Kreativität kann beim Filzen und Töpfern entfaltet werden. Gymnastik, Yoga und etliche Trampolin-Fitness-Kurse runden das vielseitige Programm ab. Infos zur Anmeldung gibt es auf www.schafflund.okr-amt.de oder bei Ilse Petersen unter Telefon 0 46 39 / 76 76.

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Waldspaziergang und internationale Küche
Foto: Waldspaziergang und internationale Küche

Neues OKR-Programm

(07.01.2019)

Im Download befindet sich das neue Kursprogramm vom Ortskulturring.

[Kursprogramm des OKR]

Ein zauberhafter Abend mit Marc Weide

(12.11.2018)
Mit warmen Worten begrüßte Ilse Petersen, Vorsitzende des Ortskulturringes, Marc Weide in der Aula der Schafflunder Grund- und Gemeinschaftsschule. Der 27-jährige Weide ist als Zauberer sehr erfolgreich in Europa unterwegs und wurde in diesem Jahr in Südkorea Weltmeister in der Sparte Salonmagie. In Schafflund zeigte er sein Programm „Hilfe – ich werde erwachsen“.

Weide verblüffte das Publikum mit seinen Zaubertricks, die er auf der kleinen Bühne mit wenigen Requisiten darbot. Ein Hocker stand im Mittelpunkt und ein Erstklässler-Schulranzen diente ihm als Zauberkoffer. Weide ließ Gegenstände verschwinden, die an anderen Orten wieder auftauchten, und er verknotete drei Eheringe, die er aus dem Publikum erhalten hatte, miteinander. „Wie hat er das bloß gemacht?“, fragte sich das Publikum immer wieder. Rasend schnell und geschickt agierte der Zauberkünstler, während er entspannt von seinem beruflichen Werdegang erzählte.

Sein Berufswunsch habe festgestanden, nachdem er als Kind von David Copperfield auf die Bühne geholt worden war. Von seinen Eltern erhielt er zu seinem zwölften Geburtstag den ersten Zauberkasten. Dazu zeigte Weide einen Videofilm, den seine Eltern damals gedreht hatten. Die Leinwand nutzte er im Laufe des Abends noch öfter, um Illusionen zu erzeugen. Er ließ sich auch nicht davon irritieren, als die Technik einmal nicht funktionierte.

Sein Programm beendete er mit der Bemerkung, dass er sich freuen würde, wenn sich die Zuschauer für einen Moment wieder wie Kinder gefühlt hätten.

 

Text - SHZ Andrea Weiner

„Mehr geht nicht“ – Bidla Buh in Schafflund

(17.09.2018)
In der Auftaktveranstaltung zur neuen Saison der beliebten Reihe von Kleinkunstveranstaltungen des Ortskulturringes Schafflund trat das Hamburger Trio „Bidla Buh“ in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule auf. Ilse Petersen, Vorsitzende des OKR, hob in ihrer Begrüßung hervor, dass „Bidla Buh“ bei seinen bisherigen vier Auftritten „immer einen guten Eindruck“ hinterlassen hätten, zuletzt vor drei Jahren mit dem sehr lustigen und unterhaltendem Weihnachts-Special.

„Mehr geht nicht – Bidla Buh auf Welttournee“ – mit diesen Worten eröffnete Hans Torge Bollert den Abend, der nachhaltig begeisterte und beeindruckte. Hans Torge, Gesang und Trompete, stellte seine Mitstreiter vor: Olaf Klindworth an der Gitarre und Jan-Frederik Behrend am Schlagzeug. Die Vollblutmusiker, die alle Arrangements gemeinsam entwickeln, zeigten sich wieder einmal als äußerst vielseitige Könner an den Instrumenten, von der Bach- bis zur Gartenschlauchtrompete, vom Akkordeon bis zur Vibrafonette. Es erklang ein wunderbarer Mix aus bekannten Melodien in neuem Gewand, wobei in den Arrangements klangliche Besonderheiten der gesamten Welt aufgegriffen wurden. Dazu sangen die Musiker humorvolle Texte zu Alltagsthemen.

Besonders schön waren die Momente, in denen das Publikum zum Mitsingen und Mitmusizieren aufgefordert wurde, was die Zuschauer bereitwillig taten. Und so erklangen norddeutsche Volkslieder wie „Dat du min Leevsten büst“.

Es braucht Begriffe der Superlative, um den Abend in Worte zu fassen. Die Künstler zeigten sich virtuos, brillant, humorvoll und sehr sympathisch. Sie selbst waren von dem Publikum, das stehend applaudierte und Zugaben forderte, ebenso angetan wie die Schafflunder von ihnen: „Mehr geht nicht!“ In der langen Erfolgsgeschichte des Ortskulturringes Schafflund war dieser Abend das Beste, was bisher geboten wurde!

 

Text - SHZ Andrea Weiner

Parodien und Lieder

(03.05.2018)
 In der Aula der Schafflunder Grund- und Gemeinschaftsschule begrüßte Ilse Petersen, Vorsitzende des Ortskulturrings, zum elften Mal die Hamburger A-cappella-Gruppe „LaLeLu“. Hinter dem Titel des aktuellen Programms „Muss das sein?! – Das Trendprogramm“ verbirgt sich ein bunter Strauß an Liedern und Texten über Künstler, Politiker, Fernsehsendungen und gesellschaftlichen Strömungen und Themen.

Überdreht, albern und auf einem hohen Niveau humorvoll unterhielten die Künstler mit ihren Darbietungen. Sie zeigten eine völlig überzogene Opernhandlung mit aller Dramatik, Liebe und Verwicklungen, die Liebe der Menschen zu ihren Hunden und das Schniefen und Niesen während einer Autofahrt. Musikalisch zogen sie dabei alle Register. Sie zeigten sich als Profis im allerbesten Sinn, scheinbar mühelos beherrschten Sanna Nymann, Tobias Hanf, Jan Melzer und Frank Valet die Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Stimmen. Vom theatralischen Operngesang bis zu den piepsigen Stimmen der Schlümpfe war alles dabei. Hervorzuheben sind dabei die Szenen, in denen Frank Valet und Jan Melzer die beiden Udos (Jürgens und Lindenberg) imitierten, während Sanne Nymann in ihrer Rolle als Freddy Mercury begeisterte. Auch diesmal parodierte Tobias Hanf bekannte Persönlichkeiten in Gestik, Mimik und Sprache. Kleine Patzer und Versprecher bereicherten den Auftritt und zeigten die Künstler, die auf allen großen Bühnen Deutschlands auftreten, sympathisch und bodenständig. Der Ortskulturring Schafflund konnte erneut alle Karten für die kommende Saison verkaufen, in der sich die Besucher auf Bidla Buh und Simone Solga freuen dürfen.

Text - SHZ Andrea Weiner

Christian Ehring begeistert sein Publikum

(09.03.2017)
Vor Beginn der letzten Veranstaltung dieser Saison des Ortskulturringes (OKR) Schafflund begrüßte Vorsitzende Ilse Petersen das Publikum mit der Nachricht, dass für die Karten der kommenden Saison bereits eine lange Warteliste besteht. Und auch die aktuelle Veranstaltung zeigte wieder, dass es dem OKR gelingt, hochkarätige Künstler nach Schafflund zu holen. Dieses Mal war es Christian Ehring mit seinem Programm „Keine weiteren Fragen“.

Ehring erfüllte die hohen Erwartungen, auch wenn er anders als viele andere Künstler in der Aula der Schafflunder Grund- und Gemeinschaftsschule nicht auf spontane Äußerungen einging und die Zuschauer nicht zum Mitmachen animierte. Vielmehr machte er sich zu Beginn durchaus charmant über Zuschauer lustig, die während seines Programms das Handy nicht ausstellen würden. Dann nahm er den Lebensstil moderner Gutmenschen aufs Korn. Schonungslos deckte er Egoismen auf, frei nach dem Sankt-Florian-Prinzip „Verschon’ mein Haus, zünd’ andre an“. Ehring baute aktuelle politische Bezüge in sein Programm ein, das er gelegentlich durch eigene Lieder, die er am Flügel selbst begleitet, auflockerte. Dennoch spulte er sein Programm nicht herunter. Aus dem Tageblatt las er Überschriften vor, die Flüchtlingen bizarr erscheinen mögen, hielt dem vermeintlich provinziellen Publikum einen Spiegel vor, der neben heiteren auch viele nachdenkliche Momente erzeugte. Es war eine gelungene Veranstaltung, die dem Publikum sichtlich gefallen hat.

 

Text - SHZ aw

Letzter Vorhang für das Kindertheater

(05.03.2017)
Nach 20 Jahren wird die Aufführungsreihe in Schafflund eingestellt – es fehlt an Organisatoren und Besucherzuspruch
 

 Dem König aus Afrika war unendlich langweilig, selbst Elefant, Geier oder Antilope konnten ihn nicht aufmuntern. Das sahen die kleinen und großen Zuschauer in der Aula der Schule Schafflund allerdings ganz anders. Sie waren fasziniert von den bezaubernden Kostümen und den Bewegungen der Tiere und standen ganz auf ihrer Seite. Mit „Jabahee“ präsentierte die Gruppe Adesa aus Ghana afrikanische Märchen, viel Musik, Tanz und beeindruckende Akrobatik – und die Kinder durften zu den mitreißenden Rhythmen die Bühne erobern. „Ich war schon einmal hier, als ich noch mehr Haare auf dem Kopf hatte“, meinte Reinhard Nii Ayi Conen, der mit Adesa schon viele Programme für Kindertheaterbühnen entwickelt hat – „aber heute bin ich ein bisschen traurig, weil es in Schafflund das letzte Mal ist“.

Diese wehmütige Stimmung teilte er mit Heike Marten, die seit 15 Jahren das „Kindertheater des Monats“ am Leben erhält. Einmal im Monat bereitet sie für den Sonntagnachmittag alles vor, um Familien lebendiges Theater zu bieten und das in hoher Qualität für wenig Geld. „Es gibt noch etwas Anderes neben Computer, Nintendo oder Kino“, erklärte sie ihr Engagement, das ihre gesamte Familie mitträgt, deshalb sei ihr so wichtig, Kinder richtiges Theater oder Puppentheater erleben zu lassen.

Angefangen hat die Schafflunder Erfolgsgeschichte vor 20 Jahren, als Volkert Petersen mit seiner kleinen Tochter Lisa in Flensburg ein Kindertheater besuchte. Davon beeindruckt, setzte er alles daran, dass Schafflund mit in den Reigen der Anbieter aufgenommen wurde. Seitdem lag die Planung in den Händen seiner Frau Ilse, Vorsitzende des Ortskulturrings. So waren sie nun alle zur Abschiedsvorstellung gekommen: die inzwischen erwachsene Lisa mit ihren Eltern, der Vorstand des Ortskulturrings und das Helferteam von Heike Marten, Bärbel Matzen und Tanja Kretschmann; Christina Thomsen war verhindert.

Leicht gefallen war ihnen der Entschluss, das Kindertheater zu beenden, keineswegs, aber zwei Gründe ließen eine Fortsetzung offenbar nicht mehr zu: Einerseits konnte trotz aller Bemühungen niemand gefunden werden, der die Abwicklung federführend übernehmen wollte, zumal dazu auch die gesamte Werbung im Vorwege gehört. Andererseits nahmen die Besucherzahlen in der vergangenen Zeit kontinuierlich ab. Darunter kamen zudem viele inzwischen von außerhalb, gleichzeitig zeigten Familien aus Schafflund und Umgebung immer weniger Interesse.

Zum Abschied war die Aula mit 110 Besuchern noch einmal gut gefüllt. Ihnen gab Heike Marten die Empfehlung mit: „Besucht in Zukunft die Spielorte in Flensburg.“

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Letzter Vorhang für das Kindertheater
Foto: Letzter Vorhang für das Kindertheater

Parodien ohne Punkt und Komma

(23.11.2016)
 In der zweiten Veranstaltung der Kleinkunstreihe des Ortsvereins Schafflund begrüßte dessen Vorsitzende Ilse Petersen in der gut besuchten Aula der Schafflunder Grund- und Gemeinschaftsschule dieses Mal den Kabarettisten Florian Schröder. Er ist einem breiten Publikum durch seine zahlreichen Fernsehauftritte und seiner Sendung „Spätschicht“ im SWR bekannt. Eine lose Bilderfolge mit humoristischen und skurrilen Porträts bekannter Persönlichkeiten sollte das Publikum auf das Programm einstimmen.

Eine Stimme aus dem Off kündigte schließlich den Kabarettisten an, bevor er die Bühne betrat. Dies erinnerte sehr an ein Warming-Up in einem Fernsehstudio. Und man merkte seinem Programm später deutlich an, dass Florian Schröder auch in der Fernsehwelt zu Hause ist. Er agierte vor einer Bildwand mit dem Begriff „Entscheidungen“ und zeigte im Verlauf des dreistündigen Auftritts einige Filmchen und Originalzitate der Politiker, deren Worthülsen Schröder schonungslos enttarnte.

Vor seinem Auftritt in Schafflund hatte Florian Schröder mit den Tücken einer Bahnreise zu kämpfen – und mit diesen Erlebnissen leitete Schröder seinen Auftritt ein. Durch die Beschädigung einer Oberleitung an der Bahnstrecke Hamburg-Flensburg fielen zahlreiche Züge aus. Der Kabarettist musste sich für eine teure Taxifahrt entscheiden, um pünktlich in Schafflund sein zu können.

Danach wirkte es, als wenn er froh darüber war, nun sein Programm souverän und durch-inszeniert darstellen zu können. Nur selten suchte er den spontanen Austausch mit den Zuschauern, die ihm gebannt zuhörten. Schröder redete ohne Punkt und Komma über seine Sichtweise zu den aktuellen Themen der Gegenwart: Flüchtlinge in Deutschland, die Rolle der Frau in der Gesellschaft, den Einkauf im Internet und die gegenwärtige politische Situation in unserem Land. Er sparte nicht mit unkonventionelle Behauptungen, die er in tiefgründigen Argumentationslinien untermauerte.

Dabei sprach er vielen seiner Zuhörer aus der Seele, etwa wenn er sich etwa für die Unterstützung des örtlichen Einzelhandels oder gegen die totale staatliche Überwachung aussprach. Dies kam beim Publikum an, entsprechend starker Beifall war der Lohn.

Schröders Parodien, in denen der Künstler die Mimik und Gestik von Politikern und Menschen aus dem Fernsehen perfekt nachahmte, bereicherten die Monologe und gaben dem Abend die nötige leichte und humorvolle Note. Das Gelächter war groß, als Schröder beispielsweise Markus Lanz und die Gäste in dessen Talkshow darstellte. Nach diesem Programm ging das Publikum zufrieden und munter miteinander diskutierend auseinander.

Text - Andrea Weiner

„Ass-Dur“ begeistert in Schafflund

(22.09.2016)
Zum Saisonauftakt der Kleinkunstveranstaltungen des Ortskulturrings kamen insgesamt 250 Besucher
 

In der ersten Kleinkunstveranstaltung der Saison des Ortskulturrings Schafflund begrüßte dessen Vorsitzende Ilse Petersen in der vollbesetzten Aula der Schafflunder Grund- und Gemeinschaftsschule das Musikerduo „Ass-Dur“. Die beiden vielseitigen Musiker Dominik Wagner und Benedikt Zeitner aus Berlin stellten beim Ortskulturring ihr drittes Programm „3. Satz – Scherzo spirituoso“ vor. Insgesamt 250 Besucher wollten die Darbietung des Duos nicht verpassen.

Sie selbst erzählten zu Beginn des Abends, dass sie noch nie so weit hoch im Norden Deutschlands gespielt hätten. Im Laufe des Abends führte dies zu einigen Running Gags, da die Orte rund um Schafflund unerwartete Überraschungen für sie bereithielten. So erfuhren sie, dass Handewitt kein Kino hat, aber dafür einen Handballverein, der in der Bundesliga an den Spitzenpositionen Erfolge feiert. Einige dieser Erkenntnisse erschlossen sich den Künstlern aus der Großstadt allerdings erst nach und nach, sodass sich das Publikum, dem das bekannt war, sich lauthals darüber amüsieren konnte.

In ihrem Programm „Scherzo spirituoso“ stellt das Duo einen Bezug zur gängigsten Form einer Symphonie her, denn oft wird im dritten Satz ein Scherzo gespielt. Sie spielten dabei mit der Doppeldeutigkeit des Wortes Scherzo, das gleichzeitig auch im Sinne von Scherzen gesehen werden kann. Mit dieser Art von Wortspielereien, amüsanten Interpretationen eines einfachen Kinderliedes, Sticheleien auf alternative Heilverfahren zur Selbstverwirklichung des einzelnen Menschen und überspitzten Karikaturen von Menschentypen hatten sie die Lacher stets auf ihrer Seite.

Dabei nahmen die Künstler unterschiedliche Rollen ein. Benedikt Zeitner spielte den schöngeistigen hochbegabten Intellektuellen, der ausschweifende hochtrabende Texte zur Musik formulierte, Dominik Wagner hingegen hatte angeblich seinen Frack vergessen und saß in bequemer Kleidung in Schafflund am Flügel. Er gab trockene Kommentare zum Auftritt seines Partners und immer wieder Witze zum Besten.

Beide stellten unter Beweis, dass sie hervorragende Musiker am Klavier und der Geige sind und auch noch singend steppen und tanzen können. Alles in allem war es dem Ortskulturring gelungen, dem vollen Haus humorvolle Unterhaltung auf höchstem Niveau zu bieten.

Auch die Vorsitzende, Ilse Petersen, war von dem Saisonauftakt begeistert. „Wenn die beiden Künstler wieder in der Nähe sind, muss man die Gelegenheit nutzen“, empfahl sie all denen, die den Auftritt verpasst haben.

 

Text - SHZ aw


Veranstaltungen

23.03.​2019
20:00 Uhr
Simone Solga
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27.03.​2019
19:30 Uhr
Mitgliederversammlung OKR
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