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Sozialstation Schafflund

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Alte Mühlenscheune 1
24980 Schafflund

Telefon (04639) 9666
Telefax (04639) 9667

E-Mail E-Mail:
Homepage: sozialstation-schafflund.de/

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 8 - 13 Uhr

Vorstellungsbild

"Eine starke Region braucht ein starkes Team!"

 

Wir sind ein 55-köpfiges Team, dass Sie herzlich, individuell und kompetent betreut. Durch unsere strukturierte Aufstellung in den einzelnen Gebieten, ist immer schnell ein Mitarbeiter bei Ihnen vor Ort, wenn es darauf ankommt. Im Außen- sowie auch im Innendienst stehen wir mit Leidenschaft für das, was für Sie am Wichtigsten ist – die Gesundheit und professionelle Pflege von Ihnen oder Ihren Familienangehörigen.

 

Zu Hause gut gepflegt

Mit unserem Angebot der häuslichen Pflege, der Verhinderungspflege, und der Haushaltshilfe sorgen wir dafür, dass Sie so lange wie möglich in Ihrem gewohnten Umfeld ein selbst bestimmtes, beschwingtes und sorgenfreies Leben führen können.

Wir sind für Sie da – jeden Tag im Jahr – rund um die Uhr!

Wir freuen uns sehr, Sie von unseren Leistungen überzeugen zu dürfen und stehen Ihnen und Ihren Angehörigen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr Team der Sozialstation Schafflund


Aktuelle Meldungen

Bericht aus der letzten Gemeindevertretersitzung

(20.02.2019)
Kreisverkehr belastet Haushalt
Für Bau der Sozialstation veranschlagt Schafflund 1,15 Millionen Euro / Gemeinde will Aufstellen von Werbetafeln kontrollieren
 

„Der Baubeginn für den Kreisverkehr steht unmittelbar bevor“, teilte Schafflunds Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung mit. Genaueres solle allen Interessierten schon bald auf Informationsveranstaltungen mitgeteilt werden.

Investiert werden 370.000 Euro, dies sieht der fünf Millionen Euro umfassende Haushalt der Gemeinde vor. Er schließt mit einem Minus von 438.000 Euro ab. Zwar hat sich die Einnahmesituation verbessert, aber umfangreiche Investitionen und erhöhte Abschreibungen stehen verstärkt dagegen. „Wir werden damit rechnen müssen, dass wir zu Konsolidierungsmaßnahmen aufgefordert werden“, erläuterte Best-Jensen. Mögliche Stellschrauben habe man bereits im Visier. Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein merkte an, dass eine stetig wachsende Gemeinde wie Schafflund zu denen gehöre, die mit mehr als 50 Prozent ein Übermaß an der Deckung der Kita-Kosten schultere. Er äußerte die Hoffnung, dass das neue Kita-Finanzierungsmodell des Landes dies ändern werde. „Die Hoffnung der Gemeinden auf eine Besserung stirbt zuletzt“, merkt er an. Für den Bau der neuen Sozialstation mit Tagespflege, der größten Investition, sind 1,15 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Für diesen Zweck sind auch 328.000 Euro für den Grundstückserwerb bei der Apotheke vorgesehen, womit sich dann das gesamte zu bebauende Areal im Besitz der Gemeinde befände. Ein weiterer Grunderwerb ist mit 120.000 Euro für die Erweiterung der Kita geplant.

Schafflund verfügt zudem über Zuweisungen so genannter Zentralortsmittel in Höhe von 410.000 Euro. Damit werden vorwiegend Maßnahmen der Schule, des Jugendclubs und des Schwimmbades finanziert. Letzteres soll in diesem Jahr eine Schwimmbecken-Abdeckung für 50.000 Euro erhalten.

Das Erscheinungsbild des Dorfes wurde schon häufig diskutiert, so auch die Werbeschilder an der Bundesstraße. „Heimische Werbung in verträglichem Maße: ja“, stellte Best-Jensen fest. Ein Dorn im Auge ist der Gemeindevertretung jedoch eine überdimensionale Werbetafel, die auf Privatgrund steht. Nachdem nun ein weiterer Bauantrag für eine ähnliche in unmittelbarer Nähe gestellt wurde, reagiert die Gemeinde. Für die Randbereiche der B 199 wird nun eine Werbeanlagensatzung erstellt. Um den Bauantrag rechtswirksam zurückstellen zu können, musste allerdings für den Teilbereich der beantragten Werbetafel gleich ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Satzung und Planung kosten 11.500 Euro.

Völlige Neuorientierung ist bei der Schwimmbadbeheizung geboten. „Wir müssen derzeit ganz konventionell mit Öl heizen, was weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll ist“, führte Klaus Schmitz, Vorsitzender des Schwimmbad-Vereins und des Finanzausschusses, aus. Ziel sollte die Versorgung der Einrichtungen mit kostengünstiger und umweltschonender Technik sein. Daher wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, bei dem der Bedarf von Schwimmbad und Schule verbunden werden soll.

Für den Schulausschuss teilte Volkert Petersen mit, dass mit Jan Lietzau der einzige Bewerber auf die frei werdende Schulleiterstelle an der Grund- und Gemeinschaftsschule gewählt wurde. Lietzau wohnt in Schafflund und leitet derzeit die Grundschule in Leck.

Weitere Beschlüsse:

Der Mühlenpark soll eine dezente Beleuchtung erhalten.

Die Kita „Großer Regenbogen“ bekommt für 5000 Euro ein neues Spielgerät.

Die Ringstraße in der Erweiterung des Baugebietes wird „Süderdammacker“ heißen.

Der Parkplatz an der Mühlenscheune wird gepflastert.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen 

Foto zur Meldung: Bericht aus der letzten Gemeindevertretersitzung
Foto: Bericht aus der letzten Gemeindevertretersitzung

Die Sozialstation Schafflund sucht Mitarbeiter

(12.02.2019)
Die Sozialstation Schafflund gGmbH ist ein ambulanter Pflegedienst im Amtsgebiet Schafflund mit ca. 50 Mitarbeitern.
Wir suchen ab sofort oder alternativ zum nächstmöglichen Zeitpunkt Mitarbeiter (w/m/d), für den Einsatz im hauswirtschaftlichen Bereich.
Die Vergütung erfolgt nach TVÖD-K und kann auf geringfügiger Basis oder als 10 bis 15 Stunden-Vertrag vereinbart werden.
Ein eigener PKW und ein Führerschein der Klasse B (3) ist Voraussetzung.
Gerne stehen wir bei Rückfragen unter unserer Tel.-Nr. 04639 / 9666 zur Verfügung.
Bewerbungen bitte an bewerbung@sozialstation-schafflund.de senden.

Foto zur Meldung: Die Sozialstation Schafflund sucht Mitarbeiter
Foto: Die Sozialstation Schafflund sucht Mitarbeiter

Führungswechsel in der Sozialstation

(16.01.2019)

Abschiedsfeier für Leiter Helmut Neizel / Kathrin Clausen übernimmt seinen Posten

 

Helga Böwadt Schafflund Aus seinem Abschied solle „nicht so eine große Sache gemacht werden“, hatte sich Helmut Neizel gewünscht. Doch das Team der Sozialstation ließ seinen Chef nach 23 Jahren als Geschäftsführer nicht einfach so gehen und gestaltete einen festlichen Rahmen in den eigenen Räumen in der Mühlenscheune. Karen Olsen, bisherige Pflegedienstleiterin, hob besonders die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter unter seiner Leitung hervor: „Alle arbeiten hier gerne. Sie haben uns immer Ihr Vertrauen geschenkt.“

Einen Blick zurück auf die Anfänge richtete Jörg Hauenstein, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Schafflund. Als 1995 unter Norbert Blüm die Pflegeversicherung eingeführt wurde, habe man sich nach langen Diskussionen in Bürgermeisterrunden für eine kleine Lösung im Amtsbereich entschieden – und sei gut damit gefahren. „Es war mir eine Ehre, den Grundstein für unsere Sozialstation mit gelegt zu haben“, sagte Hauenstein, der für die Gesellschafter sprach. Mit Arved Oelsner als Pflegedienstleiter und den Kompetenzen des Unternehmensberaters Helmut Neizel für den kaufmännischen Part habe man 1996 ein „perfektes Duo“ für den Start gewinnen können. Die Phase des Aufbaus und der Weiterentwicklung sei von Vertrauen und Respekt geprägt gewesen: „Ich habe die Zusammenarbeit mit Helmut Neizel genossen.“

Mit nur acht Mitarbeitern in der Pflege fing dann alles in den Räumen des Gemeindehauses Nordhackstedt an. Heute beschäftigt die Sozialstation rund 60 Pflegekräfte, inklusive Verwaltungsangestellte. Arved Oelsner, Pflegedienstleiter bis 2011, erinnerte an den damaligen „Sprung ins kalte Wasser“: „Wir fingen bei Null an, haben sogar unser eigenes Patienten-Verwaltungsprogramm entwickelt.“ Es gab eben keine Vorbilder, aber Neizel habe in seiner gerechten, ruhigen Art allen Halt gegeben. „Den „Chef“ habe ich nie gemerkt“, so Oelsners Resümee.

Den Optimismus Neizels, seine Geduld und seine ruhige Hand auch in den schwierigen Zeiten, die die Mitarbeiter der Sozialstation durchstehen mussten, stellte Pastorin Iris Rönndahl in ihrem Grußwort heraus und zitierte dazu den Bibelspruch: „Ein Geduldiger ist besser als ein Starker.“ Worte der Anerkennung fand Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel, der seinen Dank „im Namen der Menschen“ aussprach, die über 23 Jahre von der Sozialstation so gut betreut wurden.

Für Helmut Neizel selbst war das Wichtigste in einer guten Zusammenarbeit ebenfalls das Vertrauen. An die Mitarbeiter gerichtet sagte er: „Ihr habt es mir immer leicht gemacht, euer Chef zu sein.“ Der Abschied falle ihm leicht. Er könne frohen Herzens gehen, habe er doch in Kathrin Clausen aus Osterby eine großartige Nachfolgerin, die in seinem Sinne weitermachen würde. Und jetzt habe er mehr Zeit für sein Hobby, die Fotografie, und seine Enkel.

Gleichzeitig mit dem Antritt der neuen Geschäftsführerin wechselte zum Jahresbeginn die Pflegedienstleitung. Nach acht Jahren übernimmt Karen Olsen aus privaten Gründen nun wieder die Stellvertretung. Kathrin Clausen dankte ihr für ihr großes Engagement. Neue Pflegedienstleiterin ist ihre bisherige Stellvertreterin Siglinde Sommer.

 

Text - SHZ böw

 

Foto zur Meldung: Führungswechsel in der Sozialstation
Foto: Führungswechsel in der Sozialstation

Senioren spenden Zeit

(19.12.2018)

Auf Einladung der Kirchengemeinde, der Landfrauen und der politischen Gemeinde fand im Landgasthof Utspann in Schafflund die diesjährige Weihnachtsfeier für Senioren statt. Zum Schluss füllte sich schnell ein Spendenteller, sodass Maren Matzen von den Landfrauen nun eine kleine Weihnachtstüte mit 309 Euro der Sozialstation übergeben konnte. „Jedes Jahr spenden die Senioren für unterschiedliche Institutionen in unserer Gemeinde“, erzählt sie. „Diesmal möchten wir Zeit schenken.“ Pflegedienstleiterin Karen Olsen freut sich über die finanzielle Hilfe, mit der ihre Mitarbeiter etwas mehr Zeit für Gespräche mit den Patienten erhalten können: „Eine Tasse Kaffee anzunehmen und dabei miteinander zu reden ist ein Stück Therapie.“ Grundsätzlich seien ihre 60 Mitarbeiter jedoch glücklicherweise nie unter Druck, durch den Einsatzplan hetzen zu müssen. Gelegenheit zum Zuhören sei über die eigentliche Pflege immer möglich – doch durch zusätzliche Spenden werde der Freiraum dafür größer.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Senioren spenden Zeit
Foto: Senioren spenden Zeit

Gesundheitsversorgung im Zentrum

(07.12.2018)
Anfang 2019 rollen an der Kreuzung Hauptstraße (B 199), Nordhackstedter Straße und Bahnhofsring die Bagger an und beginnen mit den Arbeiten für einen den Verkehrsfluss fördernden Kreisverkehr. Gleichzeitig ist dies der Auftakt zu einer größeren Umgestaltung des südwestlich gelegenen Areals: Auf dem Gelände des früheren Spar-Marktes und der alten Post plant die Gemeinde ihre „Gesundheitsversorgung im Zentrum“.

Auf dem geräumten Areal an der Nordhackstedter Straße wird eine neue Tagespflege gebaut werden, die fürs ganze Amt zuständig ist. Auch die bisher in der Alten Mühlenscheune angesiedelte Sozialstation erhält hier neue und größere Räume. Konkret angedacht ist zudem der Bau barrierefreier Wohnungen für Senioren oder Menschen mit Behinderung, die durch die Nachbarschaft zur Sozialstation den Übergang zum Betreuten Wohnen ermöglichen würden.

Zu den zukunftsorientierten Überlegungen gehört außerdem der Bau zweier zusätzlicher Gebäude: In dem einen könnte eine weitere Arztpraxis für Allgemeinmedizin für den Ort angesiedelt werden, eventuell zusammen mit anderen Dienstleistern aus dem Bereich Gesundheitsversorgung. Ein Gemeinschaftsraum samt Bistro könnte als allgemeiner Treffpunkt entstehen, auch Raum für Veranstaltungen bieten. In dem Zusammenhang könnte ein Appartement für Besucher der Seniorenwohnungen eingerichtet werden. Baubeginn für Tagespflege und Sozialstation ist im kommenden Frühjahr, bezugsfertig sollen sie bis November sein.

Um das Gelände mit insgesamt rund 8500 Quadratmetern zu arrondieren, würde sich die Gemeinde freuen, wenn auch die bestehende Geest-Apotheke in einem neuen Kontext ihren Standort beibehalten würde. „Die Gemeinde investiert erheblich in dieses Gesundheitsprojekt für die aktuell 2675 Einwohner Schafflunds sowie des Amtes. Wir hoffen, dass in fünf Jahren alles fertig ist“, sagt Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen.

Privaten Investoren, die sich ebenfalls in diesem Projekt engagieren wollen, steht sie gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

 

Text -SHZ Rainer Fischer

Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume

(24.09.2018)
Kein Platz für neue Azubis
– Polizeistation soll weichen
 

 Der Weg in die Amtsverwaltung ist derzeit mühselig. Er führt durch ein Labyrinth von Absperrungen, da der Parkplatz „auf links gedreht“ ist und vollkommen neu gebaut wird. „Die Arbeiten gehen zügig voran, bis Mitte Oktober werden sie und damit die Beeinträchtigungen für Besucher und Anwohner beendet sein“, berichtete Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen dem Amtsausschuss.

Bau der Sozialstation wird konkret Damit wäre die räumliche Enge vor der Verwaltung gelöst, die Enge im Gebäude wird eine der Aufgaben der neuen Wahlzeit sein. „Wenn 2019 unser jetziger Auszubildender übernommen wird, können wir keinen neuen einstellen, da wir schlichtweg keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen können“, machte Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel die angespannte Lage deutlich. Im Gebäude ist noch die Polizeistation untergebracht. Der entsprechende Mietvertrag läuft 2021 aus und sollte nach Auffassung von Krumbügel auch nicht verlängert werden, um ein bedarfsgerechtes Raum- und auch Personalkonzept entwickeln und umsetzen zu können. Ein Verbleib der Polizeistation in Schafflund sei aber gesichert. Der Ausschuss beschloss, die Parkplatzfläche für die Polizeifahrzeuge im Rahmen der Umgestaltung nun um zwei Meter zu verlegen. Dies kostet zwar 10 000 Euro, lässt aber die Option einer späteren Erweiterung des Amtsgebäudes offen, ohne dann eine Parkplatzfläche auflösen zu müssen.

Auch für die Sozialstation, deren Mehrheitsgesellschafter das Amt ist, zeichnet sich nun die Lösung für ihre Raumprobleme ab. Der Neubau mit einer angegliederten Tagespflege im Ortszentrum Schafflunds wird konkret, die Mietverträge zwischen den beteiligten Gemeinden des Amtes und der Gemeinde Schafflund als Bauträger wurden gebilligt. Vorangestellt wurde hier auf Anregung der Gemeinde Jardelund eine Präambel, die die Möglichkeit eröffnet, dass im Falle einer Erweiterung der Tagespflege eine entsprechende Niederlassung auch im Bereich Medelby oder Großenwiehe als Zweigstelle eingerichtet werden kann.

Insgesamt 60 Mitarbeiter sind für die Sozialstation tätig, die Pflegekräfte versorgen in 2000 Stunden im Monat 200 Patienten. Inzwischen übersteigt der Umsatz die Millionengrenze. Erstmals werde es mit der Wirtschaftlichkeit etwas enger, wie Geschäftsführer Helmut Neizel ausführte. Der Grund liege im Moment einfach darin, dass Patienten plötzlich vermehrt verstorben sind, womit Umsatz überraschend wegfällt. Die Situation werde nun genutzt, um Überstunden abzubauen. „Wir beginnen nun etwas Neues und da ist es sinnvoll, dies auch mit jemand Neuem zu tun“, sagt Neizel, der nach 23 Jahren als Geschäftsführer seit Gründung der Sozialstation nun in den Ruhestand geht. Seine Nachfolgerin wird zum 1. Oktober Kathrin Clausen. Die 29-Jährige ist in Jardelund aufgewachsen, wohnt mit ihrer Familie in Osterby, hat in Flensburg Internationales Management studiert und leitet seit 2013 die Personalabteilung von Adelby 1 (Kinder- und Jugenddienste). „Ich habe Lust auf diese Herausforderung, zumal sie sich in der Region stellt, in der ich lebe“, freute sich Clausen auf ihre zukünftige Tätigkeit.

Um das Gebäude der Amtsverwaltung nun barrierefreier zu gestalten, wurde beschlossen, einen Hublift einzubauen. Er soll Rollstuhlfahrern erlauben, die Sitzungsräume im ersten Stock zu erreichen. Die Kosten hierfür werden auf 28 000 Euro veranschlagt. Auf eine weitere gravierende Herausforderung für die nächsten Jahre wies der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein hin: Bis 2022 müsse das Online-Zugangsgesetz umgesetzt werden. Danach sei man verpflichtet, sämtliche etwa 600 Verwaltungsleistungen online anzubieten.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume
Foto: Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume

Tauziehen um die Tagespflege

(27.03.2018)
Gemeinde Schafflund möchte die medizinische Versorgung für das Amt im Ort bündeln / Nicht alle Gemeinden stehen hinter den Plänen
 
Im September 2016 hat der Amtsausschuss Schafflund in einem Beschluss die Notwendigkeit gesehen, sich um ein „räumliches Zusammenwirken von Sozialstation und Tagespflege“ einzusetzen. Seitdem gab es wenig Bewegung in der Angelegenheit. Seit geraumer Zeit arbeitet nun die Gemeinde Schafflund an einer Lösung, um Sozialstation und Tagespflege an einem Ort zusammenzuführen. Bislang geführte Diskussionen in den Ausschüssen des Amtes blieben jedoch ergebnislos. Um noch einmal alle Beteiligten zu einem Informationsaustausch an einen Tisch zu bringen, hatte jetzt Schafflund eingeladen.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein wies darauf hin, dass alle beteiligten Gemeinden gleichlautende Beschlüsse fassen müssten, wenn sie die Aufgabe Tagespflege auf das Amt übertragen wollen, um sie an die Sozialstation anzudocken.

„Wir kümmern uns sehr um unsere Lütten“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen, „und das darf bei den Senioren nicht aufhören. Wir sollten den Schulterschluss machen und sagen, wir machen es gemeinsam!“. Die Gemeinde habe eine größere Fläche im Ortskern erworben. Dort könne eine Sozialstation entstehen, mit ausreichend Raum für die fast 60 Mitarbeiter. In direkter Nachbarschaft soll dann auch eine Tagespflege mit 15 Plätzen eingerichtet werden, die über eine Terrasse mit einer Ruhezone bis zur Au verfügen wird. Auf dem Nachbargrundstück soll ein Gebäude für eine Arztpraxis entstehen, die als Zweigbetrieb ergänzend zur vorhandenen Hausarztpraxis geführt werden kann. Die Gemeinde Schafflund sei bereit, die Räumlichkeiten für die Sozialstation und die Tagespflege für einen Mietzins unter der ortsüblichen Höhe zur Verfügung zu stellen.

Helmut Neizel, Geschäftsführer der Sozialstation, zeigte auf, dass die Tagespflege dazu diene, pflegenden Angehörigen ein paar Stunden Entlastung zu verschaffen. In der Umgebung schießen diese Einrichtungen wie Pilze aus dem Boden, nur im Bereich Schafflund gehe es nicht voran. Für eine Auslastung der Einrichtung sieht er keine Probleme, ein entsprechendes Gutachten ist dem Amtsausschuss bekannt. Er erinnerte daran, dass die Sozialstation inzwischen 50 Mitarbeitern aus dem Amtsbereich einen Arbeitsplatz bietet. Zum Standort in der Ortsmitte merkte er an: „Es ist erwiesen, dass auch die Tagespflege an einem Ort sein sollte, wo viel Leben ist und nicht abseits von jeglichem Geschehen.“

Die beauftragten Anwälte Benjamin Pfannkuch und Christian Wiegert haben das Vorhaben nach allen Aspekten des Sozial-, Kommunal- und Gesellschaftsrechts beleuchtet und sehen keine wesentlichen Hindernisse zur Umsetzung durch die Gemeinden.

Ein Wermutstropfen gab es aber dennoch: Mit 40 Teilnehmern von 130 möglichen war das Interesse aus den Gemeinden an der Veranstaltung relativ gering. Angelika Stengel, Gemeindevertreterin aus Böxlund, brachte es auf den Punkt: „Ich finde es völlig inakzeptabel, und ich weiß nicht, ob ich traurig oder wütend sein soll, dass hier drei Gemeinden überhaupt nicht erscheinen“, sagte sie und deutete auf die leeren Tische für die Vertreter aus Medelby, Weesby und Osterby. Namentlich von Thomas Jessen, Bürgermeister aus Osterby, war in der Vergangenheit die stärkste Kritik an dem Vorhaben geäußert worden. „Offenbar haben schon einige Gemeinden mit den Füßen abgestimmt, indem sie hier nicht antreten“, folgerte Volkert Petersen, stellvertretender Bürgermeister aus Schafflund.

Es ist nun geplant, dass sich die Gemeinden bis zum 18. April äußern mögen, damit man dann entscheiden kann, in welcher Weise das Vorhaben umgesetzt werden kann.

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen