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Amt Schafflund

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Tannenweg 1
24980 Schafflund

Telefon (04639) 7030

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.amt-schafflund.de

Öffnungszeiten:
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Montag - Freitag von 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Montag Nachmittag von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr

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Amtsgebäude in Schafflund


Aktuelle Meldungen

Amtsparkplatz - Teilfreigabe

(01.11.2018)

Der Amtsparkplatz wird ab Donnerstag zum überwiegenden Teil (bis auf die Parkplätze direkt vor der KiTa) freigegebenen.

Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume

(24.09.2018)
Kein Platz für neue Azubis
– Polizeistation soll weichen
 

 Der Weg in die Amtsverwaltung ist derzeit mühselig. Er führt durch ein Labyrinth von Absperrungen, da der Parkplatz „auf links gedreht“ ist und vollkommen neu gebaut wird. „Die Arbeiten gehen zügig voran, bis Mitte Oktober werden sie und damit die Beeinträchtigungen für Besucher und Anwohner beendet sein“, berichtete Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen dem Amtsausschuss.

Bau der Sozialstation wird konkret Damit wäre die räumliche Enge vor der Verwaltung gelöst, die Enge im Gebäude wird eine der Aufgaben der neuen Wahlzeit sein. „Wenn 2019 unser jetziger Auszubildender übernommen wird, können wir keinen neuen einstellen, da wir schlichtweg keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen können“, machte Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel die angespannte Lage deutlich. Im Gebäude ist noch die Polizeistation untergebracht. Der entsprechende Mietvertrag läuft 2021 aus und sollte nach Auffassung von Krumbügel auch nicht verlängert werden, um ein bedarfsgerechtes Raum- und auch Personalkonzept entwickeln und umsetzen zu können. Ein Verbleib der Polizeistation in Schafflund sei aber gesichert. Der Ausschuss beschloss, die Parkplatzfläche für die Polizeifahrzeuge im Rahmen der Umgestaltung nun um zwei Meter zu verlegen. Dies kostet zwar 10 000 Euro, lässt aber die Option einer späteren Erweiterung des Amtsgebäudes offen, ohne dann eine Parkplatzfläche auflösen zu müssen.

Auch für die Sozialstation, deren Mehrheitsgesellschafter das Amt ist, zeichnet sich nun die Lösung für ihre Raumprobleme ab. Der Neubau mit einer angegliederten Tagespflege im Ortszentrum Schafflunds wird konkret, die Mietverträge zwischen den beteiligten Gemeinden des Amtes und der Gemeinde Schafflund als Bauträger wurden gebilligt. Vorangestellt wurde hier auf Anregung der Gemeinde Jardelund eine Präambel, die die Möglichkeit eröffnet, dass im Falle einer Erweiterung der Tagespflege eine entsprechende Niederlassung auch im Bereich Medelby oder Großenwiehe als Zweigstelle eingerichtet werden kann.

Insgesamt 60 Mitarbeiter sind für die Sozialstation tätig, die Pflegekräfte versorgen in 2000 Stunden im Monat 200 Patienten. Inzwischen übersteigt der Umsatz die Millionengrenze. Erstmals werde es mit der Wirtschaftlichkeit etwas enger, wie Geschäftsführer Helmut Neizel ausführte. Der Grund liege im Moment einfach darin, dass Patienten plötzlich vermehrt verstorben sind, womit Umsatz überraschend wegfällt. Die Situation werde nun genutzt, um Überstunden abzubauen. „Wir beginnen nun etwas Neues und da ist es sinnvoll, dies auch mit jemand Neuem zu tun“, sagt Neizel, der nach 23 Jahren als Geschäftsführer seit Gründung der Sozialstation nun in den Ruhestand geht. Seine Nachfolgerin wird zum 1. Oktober Kathrin Clausen. Die 29-Jährige ist in Jardelund aufgewachsen, wohnt mit ihrer Familie in Osterby, hat in Flensburg Internationales Management studiert und leitet seit 2013 die Personalabteilung von Adelby 1 (Kinder- und Jugenddienste). „Ich habe Lust auf diese Herausforderung, zumal sie sich in der Region stellt, in der ich lebe“, freute sich Clausen auf ihre zukünftige Tätigkeit.

Um das Gebäude der Amtsverwaltung nun barrierefreier zu gestalten, wurde beschlossen, einen Hublift einzubauen. Er soll Rollstuhlfahrern erlauben, die Sitzungsräume im ersten Stock zu erreichen. Die Kosten hierfür werden auf 28 000 Euro veranschlagt. Auf eine weitere gravierende Herausforderung für die nächsten Jahre wies der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein hin: Bis 2022 müsse das Online-Zugangsgesetz umgesetzt werden. Danach sei man verpflichtet, sämtliche etwa 600 Verwaltungsleistungen online anzubieten.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume
Foto: Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume

Kreis Schleswig-Flensburg informiert

(26.07.2018)

Die Ämter und Gemeinde des Kreises Schleswig-Flensburg haben vom Landrat Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst ein Informationsschreiben zur Verhütung von Wald und Flächenbränden erhalten.

Der Waldbrandindex liegt zur Zeit bei 3 (von 5), teilweise bei Stufe 4.

Bitte lesen sie das Informatiosschreiben im Download.

[Informationsschreiben ]

Wilhelm Krumbügel ist Amtsvorsteher

(13.07.2018)
Lindewitts Bürgermeister übernimmt das Gremium von Gudrun Carstensen
 
Offen und einstimmig, so präsentierte sich der neu gebildete Amtsausschuss Schafflund durchgehend bei den Wahlen während seiner konstituierenden Sitzung. Zehn Minuten vor Sitzungsbeginn wurde der noch amtierenden Amtsvorsteherin Gudrun Carstensen mitgeteilt, dass 13 von 18 Amtsausschussmitgliedern eine Zählgemeinschaft bilden. Sie alle gehören der jeweiligen Wählergemeinschaft in ihren Gemeinden an und verfügen über 35 von 54 Stimmen im Amtsausschuss.

Durch ihre Mehrheit hatte die Zählgemeinschaft das gebundene Vorschlagsrecht für alle zu wählenden Funktionen. So wurde Wilhelm Krumbügel, Bürgermeister aus Lindewitt, zum neuen Amtsvorsteher gewählt. Wiedergewählt wurden seine 1. Stellvertreterin Constanze Best-Jensen (Schafflund) und Gudrun Lemke (Jardelund) als 2. Stellvertreterin. „Ich freue mich über diese Einmütigkeit“, lautete der erste Kommentar des neuen Amtsvorstehers.

Neu war das Wahlverfahren. 54 Stimmen sind auf 18 Vertreter aufgeteilt. Jede Gemeinde hat je angefangene 250 Einwohner eine Stimme im Amtsausschuss. So hat Böxlunds Bürgermeister Michael Brodal eine Stimme für seine Gemeinde, während die drei Vertreter aus Großenwiehe jeder über vier Stimmen verfügen. In den Haupt- und Finanzausschuss wurden nach vorhergehender Absprache gewählt: Burkhard Luckow (Großenwiehe), Constanze Best-Jensen (Schafflund), Jan Jacobsen (Weesby), Peter Lorenz Greisen (Hörup), Anja Stoetzel (Nordhackstedt), Günther Petersen (Medelby) und Wilhelm Krumbügel.

Viele Funktionen als Delegierter bei verschiedenen Institutionen werden vom Amtsvorsteher wahrgenommen. Beim Wasserverband Nord wird das Amt weiterhin durch Anja Stoetzel vertreten, während Arno Asmus (Wallsbüll) dieses beim Schwarzdeckenunterhaltungsverband übernehmen wird. Zunächst ausgesetzt wird die Zusammensetzung des Arbeitskreises Feuerwehr, der nach Auffassung von Amtswehrführer Hans-Peter Petersen entbehrlich ist. Darüber wird demnächst entschieden.

Nach der Vorstellung der Verwaltung sollten auf der Homepage des Amtes zukünftig die Bürgermeister mit den notwendigen Kontaktdaten veröffentlicht werden, während die übrigen Mandatsträger einheitlich nur mit ihren Funktionen erscheinen sollten. Dies erregte Widerspruch bei einigen Bürgermeistern, die dafür plädierten, dass jeder Einzelne individuell entscheiden solle, mit welchen Daten er auf der Amtsseite erscheint. „Dies wäre zwar uneinheitlich, aber das Amt würde so für die nötige Transparenz sorgen“, meinte Bürgermeister Thomas Jessen aus Osterby.

Eine frei werdende Stelle in der Bau- und Serviceabteilung ist ausgeschrieben worden. Eine Bewerberin aus Medelby wird für ein Jahr Aufgaben übernehmen und nach einem Jahr eine frei werdende Stelle im Vorzimmer der Verwaltungsleitung übernehmen. Dann kann nach erfolgreicher Prüfung ein Auszubildender aus den eigenen Reihen in die Bau- und Serviceabteilung übernommen werden.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Vollsperrung des Amtsparkplatz

(06.07.2018)

In der Zeit vom 13.07. bis 15.10. wird der Amtsparkplatz wegen Sanierungsarbeiten vollgesperrt. 

 

Besucher des Amtes und des Kindergarten "Großer Regenbogen" werden gebeten in dieser Zeit auf der Festwiese ( Wiese vor der Schickeria) zu parken.

Tauziehen um die Tagespflege

(27.03.2018)
Gemeinde Schafflund möchte die medizinische Versorgung für das Amt im Ort bündeln / Nicht alle Gemeinden stehen hinter den Plänen
 
Im September 2016 hat der Amtsausschuss Schafflund in einem Beschluss die Notwendigkeit gesehen, sich um ein „räumliches Zusammenwirken von Sozialstation und Tagespflege“ einzusetzen. Seitdem gab es wenig Bewegung in der Angelegenheit. Seit geraumer Zeit arbeitet nun die Gemeinde Schafflund an einer Lösung, um Sozialstation und Tagespflege an einem Ort zusammenzuführen. Bislang geführte Diskussionen in den Ausschüssen des Amtes blieben jedoch ergebnislos. Um noch einmal alle Beteiligten zu einem Informationsaustausch an einen Tisch zu bringen, hatte jetzt Schafflund eingeladen.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein wies darauf hin, dass alle beteiligten Gemeinden gleichlautende Beschlüsse fassen müssten, wenn sie die Aufgabe Tagespflege auf das Amt übertragen wollen, um sie an die Sozialstation anzudocken.

„Wir kümmern uns sehr um unsere Lütten“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen, „und das darf bei den Senioren nicht aufhören. Wir sollten den Schulterschluss machen und sagen, wir machen es gemeinsam!“. Die Gemeinde habe eine größere Fläche im Ortskern erworben. Dort könne eine Sozialstation entstehen, mit ausreichend Raum für die fast 60 Mitarbeiter. In direkter Nachbarschaft soll dann auch eine Tagespflege mit 15 Plätzen eingerichtet werden, die über eine Terrasse mit einer Ruhezone bis zur Au verfügen wird. Auf dem Nachbargrundstück soll ein Gebäude für eine Arztpraxis entstehen, die als Zweigbetrieb ergänzend zur vorhandenen Hausarztpraxis geführt werden kann. Die Gemeinde Schafflund sei bereit, die Räumlichkeiten für die Sozialstation und die Tagespflege für einen Mietzins unter der ortsüblichen Höhe zur Verfügung zu stellen.

Helmut Neizel, Geschäftsführer der Sozialstation, zeigte auf, dass die Tagespflege dazu diene, pflegenden Angehörigen ein paar Stunden Entlastung zu verschaffen. In der Umgebung schießen diese Einrichtungen wie Pilze aus dem Boden, nur im Bereich Schafflund gehe es nicht voran. Für eine Auslastung der Einrichtung sieht er keine Probleme, ein entsprechendes Gutachten ist dem Amtsausschuss bekannt. Er erinnerte daran, dass die Sozialstation inzwischen 50 Mitarbeitern aus dem Amtsbereich einen Arbeitsplatz bietet. Zum Standort in der Ortsmitte merkte er an: „Es ist erwiesen, dass auch die Tagespflege an einem Ort sein sollte, wo viel Leben ist und nicht abseits von jeglichem Geschehen.“

Die beauftragten Anwälte Benjamin Pfannkuch und Christian Wiegert haben das Vorhaben nach allen Aspekten des Sozial-, Kommunal- und Gesellschaftsrechts beleuchtet und sehen keine wesentlichen Hindernisse zur Umsetzung durch die Gemeinden.

Ein Wermutstropfen gab es aber dennoch: Mit 40 Teilnehmern von 130 möglichen war das Interesse aus den Gemeinden an der Veranstaltung relativ gering. Angelika Stengel, Gemeindevertreterin aus Böxlund, brachte es auf den Punkt: „Ich finde es völlig inakzeptabel, und ich weiß nicht, ob ich traurig oder wütend sein soll, dass hier drei Gemeinden überhaupt nicht erscheinen“, sagte sie und deutete auf die leeren Tische für die Vertreter aus Medelby, Weesby und Osterby. Namentlich von Thomas Jessen, Bürgermeister aus Osterby, war in der Vergangenheit die stärkste Kritik an dem Vorhaben geäußert worden. „Offenbar haben schon einige Gemeinden mit den Füßen abgestimmt, indem sie hier nicht antreten“, folgerte Volkert Petersen, stellvertretender Bürgermeister aus Schafflund.

Es ist nun geplant, dass sich die Gemeinden bis zum 18. April äußern mögen, damit man dann entscheiden kann, in welcher Weise das Vorhaben umgesetzt werden kann.

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Schöffenwahl

(15.03.2018)

Die Gemeinden des Amtes Schafflund stellen in nächster Zeit für das Amt der Schöffinnen und Schöffen Vorschlagslisten zusammen. Interessenten können sich für das Schöffenamt in Erwachsenenstrafrecht beim Amt Schafflund bewerben. Ein Formular kann auf www.amt-schafflund.de heruntergeladen werden.

 

TEXT - SHZ

Die Polizei soll in Schafflund bleiben

(18.01.2018)
Amtsausschuss fordert Gewerbeflächen auch abseits der Autobahn
 
 Eine Tagesordnung ohne Beratungen und Beschlüsse, eine solch entspannte Sitzung hat der Amtsausschuss Schafflund lange nicht mehr erlebt. Der Informationsaustausch ohne Zeitdruck zu verschiedenen Themen stand im Vordergrund des Abends.

Dabei konnte der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein von einem Gespräch mit Polizeidirektor Jörn Tietje aus Flensburg berichten. Tietje bekräftigte noch einmal, dass der Polizeistandort Schafflund auf Sicht erhalten bleiben soll. Hintergrund des Gespräches waren die Verlautbarungen aus dem Amt, dass man die Personalstärke in der Verwaltung deutlich erhöhen möchte. Die Polizei ist Mieter im Verwaltungsgebäude und der Mietvertrag läuft zunächst bis 2021. Da eine verstärkte Personaldecke im Amt auch mit mehr Platzbedarf einhergehen könnte, brachte Tietje deutlich zum Ausdruck, dass man über 2021 hinaus im Gebäude bleiben möchte. „Wir müssen erst einmal unser neues Personalkonzept aufstellen“, sagte Hauenstein zur weiteren Entwicklung. Dann könnten viele Optionen diskutiert werden, bis hin zu einem möglichen Anbau.

Zu Gast waren in der Sitzung Burkhard Otzen und Geschäftsführer Michael Otten von der Wireg, um über die Ausrichtung und die aktuelle Arbeit der Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig zu berichten. Direkt berührt wird das Amtsgebiet von den Aktivitäten der Wireg bei der Vermittlung von freien Gewerbeflächen. Diese liegen auf einer Nord-Süd-Achse von Handewitt über Tarp bis Schuby. Mit 23 vermittelten Flächen wurde 2017 ein Höchststand erzielt, nun ginge das Angebot an freien Flächen allerdings zur Neige.

Burkhard Luckow aus Großenwiehe mahnte an, dass die Wireg ihr Augenmerk auch in Ost-West-Richtung legen möge, da „in Großenwiehe und auch Schafflund noch gewerbliche Flächen zur Verfügung“ stünden.

Auch Ralf Loell und Dirk Enseleit von der Schleswig-Holstein Netz AG erhielten die Gelegenheit, ihre aktuelle Netzentwicklungsplanung darzustellen. Interessant war für die Ausschussmitglieder die Information, dass im Amtsgebiet 7,60 Mal so viel Strom durch regenerative Erzeugung eingespeist wird, als hier gleichzeitig verbraucht wird. Bei einer kompletten Einspeisung des Windstroms ohne Notabschaltungen wäre dies sicher doppelt so hoch.

Abschließend wurde der Ausschuss über Projekte für das Versorgungsnetz im Amt Schafflund unterrichtet. Der Hauptanteil der Investitionen von 2,8 Millionen Euro 2018 und 2019 entfallen auf die Verkabelung weiterer 20-kV-Leitungen. Die größte Strecke verläuft von Meyn nach Großenwiehe, aber auch in Wallsbüllfeld und Schafflundfeld sind solche Verbindungen vorgesehen. Die Freileitungen werden entsprechend zurückgebaut.

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Amtsausschusses des Amtes Schafflund

(17.11.2017)

Zu einer Sitzung des Amtsausschusses des Amtes Schafflund wird am Montag, 20. November, um 19.30 Uhr in die Amtsverwaltung Schafflund, Tannenweg 1, eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Punkte: Bericht der Amtsvorsteherin, Wahl eines Gemeindewahlleiters sowie Wahl der Beisitzerdes Gemeindewahlausschusses der Gemeinden des Amtes Schafflund für die Kommunalwahl 2018.

Frische Impulse für die Region

(13.11.2017)
Reges Interesse am Thema „Sozialplanung“ bei der vierten Regionalkonferenz in Schafflund / „Bürgernetzwerker“ soll Angebote koordinieren
 

 Mit 110 Teilnehmern war die vierte „Regionalkonferenz Sozialplanung“ die mit Abstand am stärksten besuchte dieser Reihe. Sie richtete sich an Interessierte aus den Ämtern Schafflund, Eggebek und Oeversee sowie der Gemeinden Harrislee und Handewitt. Es kamen Vertreter von Vereinen, Verbänden, aus der Kommunalpolitik, betroffenen Berufsgruppen und interessierte Bürger.

Stefanie Hellriegel, Jugendhilfe- und Sozialplanerin des Kreises Schleswig-Flensburg, moderierte die Veranstaltung und hatte klare Vorstellungen. „Ich erwarte Impulse, was an der Basis in der Region wirklich notwendig ist. Was ist obenauf, was soll weiter entwickelt werden?“ Ob sie denn nicht befürchte, dass die Ergebnisse einer solchen Tagung anschließend in den Schubladen verschwinden? „Wir sehen uns auch als Kümmerer, die diese Themen hochhalten“, antwortete sie.

Die methodische Vorgabe für die vier Workshops der Konferenz war eindeutig: zukunftsgerichtet, konkret, verantwortlich und innovativ. So sollten echte und möglichst greifbare Ergebnisse erzielt werden, die kurzfristige Maßnahmen und einen Idealzustand in fünf Jahren beschreiben sollten.

Für den Bereich Bildung und Gesundheit von Kindern ergab sich die deutliche Forderung nach dem Erhalt auch der kleineren Schulstandorte. Für die Verknüpfung von Bildungsangeboten gebe es mit Bildungslandschaften und -häusern schon einige gute Beispiele im Kreisgebiet. Chancen auf Bildung und Gesundheit für alle Kinder könnten mit kurzfristigen Maßnahmen geschaffen werden – etwa mit der Beitragsfreiheit für Kinder in Sportvereinen oder der Vergabe von Stipendien für Offene Ganztagsschulen.

„Die vielfältige Zusammensetzung in diesem Workshop und der Zwang zu konkreten Vorschlägen führte zu einem effektiveren Austausch als unter reinen Berufskollegen“, war die einhellige Meinung von Maren Thomsen und Heike Petersen, Schulleiterinnen aus Kleinjörl und Eggebek.

Das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt ein Dauerthema. Die Beseitigung der Niedriglohnjobs gehört dazu, denn „Wer im Erwerbsleben arm ist, wird es im Alter erst recht sein“, betonte Anika Nissen, Leiterin des Workshops. Neben konkreten Diskussionsergebnissen wurden unmittelbar Handlungsaufgaben an Teilnehmer vergeben. Karin Carstensen, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises, wird sich im „Örtlichen Beirat“ bei regionalen Arbeitgeberverbänden dafür stark machen, mehr Frauen in Teilzeitbeschäftigung und auch -ausbildung zu bringen. Utta Weissing, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Harrislee, wird sich um die Ausrichtung einer Messe zum Thema bemühen. Aber auch um „Leihomas“ und „Leihopas“ solle wieder geworben werden. Ihr Einsatz sei sehr wirkungsvoll.

Beim Thema bessere Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen kamen die Teilnehmer schnell zur Erkenntnis, dass bei vielen Lösungsansätzen das Ehrenamt immer stärker und öfter in die Verantwortung genommen wird. Dies führe zwangsläufig zur Überforderung und Überlastung und so zu nachlassender Bereitschaft. „Wir müssen aus unserer kleinen Welt ausbrechen und uns vernetzen“, bekräftigte Lars Fischer, Leitender Verwaltungsbeamter in Eggebek. Dazu gehe man im Amt Eggebek einen neuen Weg: Ein hauptamtlicher „Bürgernetzwerker“ soll künftig die Vernetzung des Ehrenamtes und vorhandener Angebote vor Ort vorantreiben und koordinieren.

Ähnlich ist die Erkenntnis bei der Beschäftigung mit dem Problemfeld Migration/Flüchtlinge. Das Ehrenamt dürfe nicht weiter überbelastet werden, sondern hauptamtliche Strukturen müssten verstärkt werden. Wirkungsvolle Schritte in die Integration könnten natürlich weiterhin vor Ort gegangen werden. Gesellschaftliche Teilhabe am Vereinsleben im Sportverein oder in der Freiwilligen Feuerwehr blieben ein geeignetes Mittel und ließen sich umgehend umsetzen.

Stefanie Hellriegel sicherte den Teilnehmern am Ende zu: „Wir werden allen Entwicklungen, die sich aus dieser Konferenz ergeben, weiter nachgehen.“

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Verwaltung geschlossen

(04.11.2017)

Von Mittwoch bis Freitag bleibt die Amtsverwaltung Schafflund wegen der IT-Umstellung geschlossen.

Schafflund für Katastrophen gewappnet

(18.10.2017)
Gemeinde schafft Notstromaggregat an, um im Ernstfall Funktionsfähigkeit von Arztpraxis und Einsatzzentrale zu gewährleisten
 

Orkan, Starkregen, Schneechaos – auch in unseren Breiten kann es zu wetterbedingten Katastrophen kommen. Für solche Fälle hat der Kreis Katastrophenschutzpläne aufgestellt. Im Ernstfall bedeutet dies für das Amtsgebiet Schafflund, dass in der Amtsverwaltung eine Einsatzleitstelle eingerichtet wird. Um für solche einen besonderen Notstand gewappnet zu sein, beschloss die Gemeindevertretung nun in ihrer jüngsten Sitzung, ständig eine Notstromversorgung vorzuhalten.

Der Generator ist in der Lage, zumindest die Erstversorgung der Arztpraxis und des Amtsgebäudes vorzunehmen. Zudem wird sichergestellt, dass innerhalb einer Stunde ein stärkeres Gerät für weitere Aufgaben zur Verfügung steht. „In unserer Eigenschaft als zentraler Ort sehen wir dies als Beitrag zur Daseinsvorsorge für die Amtsgemeinden“, betonte Gemeindevertreter Wulf Titz.

Am 2. Januar sollen die Kinder die Erweiterung der Kita „Großer Regenbogen“ in Besitz nehmen. Dazu hat die Gemeinde ein angrenzendes Einfamilienhaus erworben. In diesen Tagen beginnen die Umbauarbeiten, die 129 000 Euro kosten werden. Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen hofft, dass der sportliche Zeitplan gehalten werden kann.

Die Hundesteuersatzung der Gemeinde sieht einige Möglichkeiten für eine Steuerbefreiung vor. Nun kommt eine hinzu: Therapiehunde, die zu medizinischen oder pädagogischen Zwecken eingesetzt werden und ihre Eignung auch durch Schulung und entsprechende Zertifizierung nachweisen können. So können Hunde beispielsweise durch Körperkontakt Stress bei Kindern abbauen helfen und einen Psychotherapeuten bei seiner Arbeit unterstützen. In diese Kategorie sollen dann auch sogenannte Warnhunde fallen, die ihren Partner vor einer direkt bevorstehenden Über- oder Unterzuckerung oder auch vor Asthma- oder epileptischen Anfällen warnen können.

Bislang konnte das Schwimmbad Waldeck bei seiner Beheizung aus dem Vollen schöpfen, da die Biogasanlagen und die Blockheizkraftwerke über das ganz Jahr mit der gleichen Grundlast fuhren. So konnte man im Sommer, wenn wenig Wärme gebraucht wurde, das Wasser im Bad recht preiswert mit der erzeugten Restwärme heizen. Dies hat sich nun geändert, da die Anlagen technisch so angepasst sind, dass sie nur für eine entsprechende Nachfrage produzieren. Und die ist im Sommer eben niedriger, die größeren Mengen Restwärme sind nicht mehr vorhanden. „Hier muss nun bei der Beheizung des Schwimmbades zukünftig Energie gespart werden“, sagte Schulverbandsvorsteher Volkert Petersen. „Wir arbeiten an einer Lösung.“

In weiteren Beschlüssen stimmte die Vertretung einmütig für die Anschaffung weiterer Stühle für das Bürgerhaus zum Preis von 5284 Euro, vergab die Fenstersanierung im „Kleinen Regenbogen“ für 14 316 Euro und genehmigte einen Zuschuss zur Kameradschaftskasse der Feuerwehr in Höhe von 1500 Euro, damit dort die Kosten einer Seniorenfahrt und der Traueranzeigen abgefedert werden können. Die Mäharbeiten an den Banketten im Außenbereich wurden für 4188 Euro vergeben. Reinhard Friedrichsen

Amtsverwaltung bleibt in Schafflund

(14.10.2017)
Nach monatelangen Auseinandersetzungen finden Ausschussmitglieder Kompromiss / Personal wird um mindestens sechs Stellen aufgestockt
 

„Dass sich das so wendet. Wahnsinn!“ Die langjährige Mitarbeiterin der Amtsverwaltung Schafflund, Carola Hansen, war am Ende der Amtsausschusssitzung erstaunt, erfreut und erleichtert. So konnte sie es zu Beginn der Sitzung eigentlich nicht erwarten.

Wie schon in der vorbereitenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses war der Sitzungssaal gut gefüllt, fast alle Mitarbeiter der Verwaltung waren zusätzlich anwesend. Sie waren alle aufgeschreckt von der Idee Thomas Jessens, Bürgermeister aus Osterby, der im Sommer vorgeschlagen hatte, Teile der Verwaltung wie die Bau- und auch die Finanzabteilung auszulagern und beispielsweise in Handewitt anzugliedern, wenn dort eine neue Verwaltung gebaut werden sollte. Die einsetzende Diskussion darüber rief Bürgermeister Wilhelm Krumbügel aus Lindewitt auf den Plan, der in einem Antrag den Amtsausschuss dazu aufrief, sich eindeutig zur eigenen Verwaltung mit Sitz in Schafflund zu bekennen, und zwar mit allen Fachabteilungen.

Jessen wiederholte seine Grundforderung, die er in allen Sitzungen kundtat: „Wir brauchen größere Teams, die Personalausfälle kompensieren können und richtige Fachleute vorhalten.“ Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben und ohne Kooperation mit anderen Verwaltungen schwer möglich. Der Antrag Krumbügels bilde keinen dahingehenden Vorschlag ab, er sei nur ein Bekenntnis zum Standort der Verwaltung.

Um die Problemlage in der Verwaltung des Amtes zu erhellen, skizzierten die drei Abteilungsleiter Sönke Renger, Holger Sönnichsen und Ralf Fleddermann die Zukunftsaufgaben und die notwendigen Sach- und Personalentwicklungen in den Abteilungen Finanzen, Bau- und Service und Zentrale Dienste. Die mittelfristige Notwendigkeit sei zumindest die Aufstockung um sechs Stellen in der Verwaltung.

Was die Zuhörer im Verlauf der Auseinandersetzung deutlich spürten, brachten einige Bürgermeister in der Runde zum Ausdruck: In der Sache sei man sich bei der notwendigen Personalentwicklung eigentlich einig. Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein nahm den Ball auf und empfand „es als außerordentlich positiv, dass hier ein Konsens gefunden wurde. Ein wichtiger Schritt wäre eine gute Außendarstellung, damit wir für gute Mitarbeiter attraktiv bleiben.“ Thomas Jessen schließlich schlug den Knoten durch. Er werde dem Antrag Krumbügels zustimmen, wenn die Ausführungen der Abteilungsleiter samt ihren Forderungen zur Personalentwicklung Bestandteil des Bekenntnisses zur Amtsverwaltung werde. So kam es. Einstimmig.

„Wir sind politisch so zerstritten, das wir das hier öffentlich austragen müssen“, hatte Thomas Jessen kurz zuvor noch bedauert. Er hätte diese Diskussion lieber in einer vorbereitenden Ausschusssitzung geführt. Aber alle Anwesenden konnten so verfolgen, dass es tatsächlich möglich ist, nicht nur einen großen Streitpunkt in einen tragfähigen Kompromiss zu wandeln, sondern sogar in einen zukunftsweisenden Beschluss zu führen. Dies lässt für einige offene Punkte wie beispielsweise die Einrichtung der Tagespflege im Amt Schafflund hoffen. Reinhard Friedrichsen

Wann kommt das schnelle Internet?

(21.07.2017)
Diskussion um die gescheiterte Breitbandzweckverbands-Gründung im Amt Schafflund geht in die nächste Runde
 

In der Sitzung des Amtsausschusses ging es zur Sache. Den Startschuss zur Auseinandersetzung machte ein aufgebrachter Bürger aus dem Außenbereich von Schafflund. Er sprach mit seinen Fragen das Thema der Breitbandversorgung an. Hintergrund ist eine konstituierende Sitzung mit Beschlussfassung zur Gründung des Breitbandzweckverbandes Ende Mai. Er sieht durch die darauffolgende Unterschriftenverweigerung nach der Abstimmung einiger Bürgermeister nicht nur eine vertane Chance, sondern wirft der Politik vor, somit die zu erwartende Fördersumme von 6,5 Millionen Euro in den Sand zu setzen.

Gudrun Lemke, Bürgermeisterin von Jardelund, verteidigte ihre Haltung und argumentierte sachlich über den entstandenen Vertrauensverlust. Ihr zufolge muss ein Zweckverband als eine ganzheitliche und flächendeckende Aufgabe gesehen werden. Notwendige Diskussionen und Nachjustierungen des öffentlich-rechtlichen Vertrages blieben ihrer Meinung nach aus. „Wir wünschen mehr Diskussion anstatt Diktat“, pflichtet ihr Bürgermeister Günther Petersen aus Medelby bei.

Ganz anders sieht es der Bürgermeister aus Lindewitt, Wilhelm Krumbügel. Zweifel hätten seiner Meinung nach bereits damals vor der Abstimmung formuliert werden können. Er forderte nun auf, eine pragmatische Lösung zu finden. Die unterschiedlichen Rechtsauffassungen und die zu weit auseinander liegenden Ansichten lassen erahnen, dass ein Erfolg der Breitbandversorgung im Amt durch einen gemeinsamen Zweckverband in weite Ferne rückt und somit mögliche Fördergelder neu beantragt werden müssen.

Gudrun Carstensen, Vorsitzende des Amtsausschusses, nutzte die Sitzung, um sich explizit für das Personal der Amtsverwaltung und den Standort Schafflund auszusprechen. Vergangene Äußerungen seitens des Bürgermeisters aus Osterby, Thomas Jessen, dass eine Kooperation in einzelnen Verwaltungsbereichen, wie zum Beispiel dem Bauwesen, mit Handewitt zu überdenken sind, findet sie kontrovers und unbegründet. Werner Asmus, Bürgermeister aus Wallsbüll, hält dagegen. „Gedanken und Möglichkeiten zur Verbesserung müssen diskutiert werden können.“ Die gezeigte Leistung der Angestellten stand nicht zur Debatte. Ein Beschluss des Abends zeigt, dass die Jahresabschlüsse 2015-2017 extern vergeben werden, weil derzeit Altlasten noch immer nicht aus eigener Kraft bearbeitet werden können.

Bei der Wahl eines Schiedsmannes gab es Einigkeit. So kann Momme Petersen aus Großenwiehe bei Problemen, wie zum Beispiel einem Nachbarschaftsstreit, für weitere fünf Jahre zur Schlichtung beitragen.

Des Weiteren verbleibt die zukünftige Finanzierung der Jugendfeuerwehren eine Gemeinde¬ngelegenheit. Die Regelung der Finanzierung durch das Amt Schafflund wurde abgelehnt. Ebenso wurde auch eine Vergabe zur Aktualisierung des Brandschutzbedarfsplans und des Löschkonzepts abgelehnt. Amtswehrführer Tim Petersen verdeutlichte, dass das bestehende Konzept aktuell ist. Die Kosten einer Aktualisierung könne man sich sparen. Er steht jedoch gerne für Beratungen bereit.

 

Text - SHZ sbg

Im Amt Schafflund brodelt es

(22.06.2017)

 

Zehn Gemeinden haben im Mai die Gründung eines Breitband-Zweckverbandes beschlossen – jetzt wollen fünf den Vertrag nicht unterschreiben

Schafflund Paukenschlag im Amt Schafflund: Ende Mai haben zehn Gemeindevertretungen einmütig die Gründung eines Breitband-Zweckverbandes beschlossen (wir berichteten). Bürgermeister Thomas Jessen aus Osterby spornte die Teilnehmer an, „jetzt ordentlich Gas zu geben, um für das Amt Schafflund etwas zu bewegen“. Nun tritt er zusammen mit den Bürgermeistern aus Medelby, Jardelund, Weesby und Holt auf die Bremse. Sie wollen diesen Beschluss nicht ausführen und zum jetzigen Zeitpunkt den Vertrag zur Gründung dieses Zweckverbandes nicht unterschreiben.

Bereits unmittelbar nach der gemeinsamen Sitzung der zehn Gemeindevertretungen war es zur ersten Kontroverse gekommen. In einer Bürgermeisterrunde sollte ein gemeinsamer Kandidat für den Vorsitz des Zweckverbandes gefunden werden. Thomas Jessen bot sich als Kandidat nur unter der Bedingung an, dass er gleichzeitig Amtsvorsteher sei. Dies hätte den Rücktritt der Amtsinhaberin Gudrun Carstensen bedeutet. Diese Kondition wäre nach Aussage einiger Bürgermeister nicht mehrheitsfähig gewesen und wurde als undemokratisch zurückgewiesen.

Ein paar Tage darauf wurde die Verwaltungsleitung in Schafflund darüber informiert, dass die oben aufgeführten Gemeinden um eine Verschiebung der konstituierenden Sitzung des Zweckverbandes bitten. In einer Gesprächsrunde der Bürgermeister aus dem Kirchspiel Medelby waren noch offene Fragen aufgetaucht. Einige Aspekte seien noch abzuklären, so auch, ob ein Zweckverband wirtschaftlich tragfähig ist. Für Thomas Jessen gehört dazu das zukünftige Verhalten der Gemeinden Schafflund und Großenwiehe – ob sie im Innenbereich ihrer Gemeinden auf eine Kooperation mit der Telekom oder dem Zweckverband setzen. Beide angesprochenen Bürgermeisterinnen, Constanze Best-Jensen und Gudrun Carstensen, wiesen darauf hin, dass die Telekom eigenwirtschaftlich in ihren eigenen Netzen handelt und die Gemeinden kein Eingriffsrecht hätten. Gudrun Lemke, Bürgermeisterin aus Jardelund, räumte ein, dass zwar alle Gemeinden für den Zweckverband gestimmt hätten, aber „vielleicht haben nicht alle die Fragen gestellt, die sie hätten stellen müssen. Wir müssen einen gemeinsamen Weg finden, unser Ziel bleibt der Zweckverband“, betonte sie.

Inzwischen haben sich die Gemeindevertretungen aus dem Kirchspiel Medelby beraten und mitgeteilt, dass der Entwurf des öffentlich-rechtlichen Vertrages modifiziert werden müsse. So solle klar geregelt sein, dass der Zweckverband die ausschließliche Institution für den Breitbandausbau sei. Dies solle auch für die Innenbereiche der Mitgliedsgemeinden gelten, auch wenn der Anlass für die Gründung des Verbandes die Versorgung der Außenbereiche mit schnellem Internet ist. „Nur wenn in den Betreibergesprächen auch klar wird, dass wir von Anfang an auch die Innenbereiche im Fokus haben, werden wir einen wirtschaftlich potenten Betreiber für unsere dünn besiedelte Struktur gewinnen“, sagt Thomas Jessen dazu. Im bisherigen Vertragsentwurf war vorgesehen, dass die Gemeinden Lindewitt, Schafflund und Großenwiehe zwei Vertreter in die Verbandsversammlung entsenden, die übrigen sieben je einen. Der Grund liegt im Anteil an der Bevölkerung. Diese drei Gemeinden haben zusammen zirka 7500 Einwohner, die übrigen sieben etwa 2500.

Die Bürgermeister der fünf Gemeinden, die den Vertrag bereits unterzeichnet haben (Böxlund, Schafflund, Großenwiehe, Nordhackstedt und Lindewitt), lehnen Nachjustierungen ab und fordern ihre Kollegen auf, die einmütig gefassten Beschlüsse bis zum morgigen Freitag umzusetzen. Ansonsten müsse man davon ausgehen, dass der Zweckverband in der vorgesehenen Konstellation nicht zustande komme.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Zu wenig Personal: Amt kann nicht alle Schulden eintreiben

(23.01.2017)
Eine angespannte Personalsituation zieht sich wie ein roter Faden durch die jüngsten Beschlüsse des Amtsausschusses in Schafflund.

700 offene Fälle mit insgesamt 250 000 Euro Schulden: Diese hohen Außenstände haben sich in den letzten zwei Jahren im Amtsbereich Schafflund angesammelt. Ein Grund für diesen hohen Rückstand sind längere personelle Ausfallzeiten im Bereich der Vollstreckung, mit der im Normalfall ein guter Teil dieser Forderungen eingetrieben werden kann. Dies können eigene Steuerforderungen sein wie Gewerbe-, Grund- oder Hundesteuer. Auf Ersuchen werden aber auch andere öffentliche Stellen unterstützt, um beispielsweise offene Rundfunkgebühren oder Bußgelder einzutreiben. Kurzfristige Lösungen mit dem Einsatz von Pensionären erscheinen dem Amtsausschuss als nicht mehr geeignet.

Um das Vollstreckungswesen nachhaltiger zu regeln, wird die Aufgabe an den Kreis Schleswig-Flensburg übertragen. Der Kreis beschäftigt sieben Mitarbeiter, die für Forderungen des Kreises auch im Amtsbereich Schafflund tätig sind. Sie können eine Erfolgsquote von mehr als 50 Prozent vorweisen. In einem öffentlich-rechtlichen Vertrag ist vereinbart, dass das Amt Schafflund die entsprechenden Personal- und Sachkosten übernimmt. „Wir müssen nun unseren Schuldnern deutlich machen, dass der Wille zur Eintreibung sehr ernsthaft da ist“, erläutert der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein.

Für die Informations- und Datenverarbeitung ist kurzfristig ein neuer Server in der Amtsverwaltung notwendig. Die Anwendung aller damit verbundenen Aufgaben macht dann aber auch spezialisiertes Personal notwendig, das nun in Schafflund nicht mehr vorhanden ist. Also wurde gerechnet. Die Kosten für die eigene IT-Verantwortung, Hardware und Personal, betragen etwa 125 000 Euro im Jahr. Für eine komplette Auslagerung der Datenverarbeitung wurde ein Anforderungsprofil erarbeitet, das nur zwei Anbieter erfüllen konnten. Für 93 590 Euro im Jahr wird ein Dienstleistungsvertrag mit der Firma „dataport“ geschlossen, zunächst für drei Jahre. Hinzu kommen einmalig 22 700 Euro für die erforderliche Hardware in der Amtsverwaltung. Glücklicherweise liegt ein Kabelverzweiger der Telekom unweit des Verwaltungsgebäudes, sodass im Laufe des Jahres ein notwendiger, direkter Glasfaseranschluss für die schnelle Datenverbindung gelegt werden kann.

In ihrem Bericht führte Amtsvorsteherin Gudrun Carstensen aus, dass die Gesellschafter der Sozialstation Schafflund nun die „Tagespflege“ in den Gesellschaftsvertrag aufnehmen wollen. Dazu soll das Stammkapital erhöht werden. Für diese Änderungen sind allerdings die Zustimmungen aller Gesellschafter, also auch der einzelnen amtsangehörigen Gemeinden, notwendig.

 

Text - SHZ rfr

Regionalem Strom

(22.04.2016)
Großes Interesse an regionalem Strom
Amtsausschuss Schafflund will sich mit der Idee eines Verbundes regionaler Erzeuger erneuerbarer Energien befassen
 
Das Amt Schafflund zeichnet sich durch eine im Durchschnitt vergleichsweise junge Bevölkerung aus. Dies ist ein Ergebnis des Sozialberichtes 2015, der nun erschienen ist und dem Amtsausschuss Schafflund auf dessen jüngster Sitzung von Julia Bodenhausen und Frank Jacobsen von der Kreisverwaltung vorgestellt wurde. Mit 20,5 Prozent ist der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren an der Gesamtbevölkerung der höchste im Kreis Schleswig-Flensburg (Stand 31. Dezember 2013).

Entsprechende Höchstwerte wurden dann folgerichtig in anderen Kategorien erreicht – wie zum Beispiel eine hohe Anzahl an Paaren mit Kindern. Allerdings ist im Amtsbereich auch der überdurchschnittlich hohe Anteil an chronisch kranken Kindern auffällig, wie bei Schuleingangsuntersuchungen festgestellt wurde. Gleiches gilt für Schulbegleitungsfälle. Als ein Grund kann die hohe Anzahl an Pflegefamilien vermutet werden, die bereits vorgeschädigte Kinder aufgenommen haben. „Wir wollen Regionalkonferenzen auflegen, um diese Daten dann mit Ihnen zu erörtern“, so Julia Bodenhausen. Der umfassende Sozialbericht für den Kreis soll alle vier Jahre fortgeschrieben und thematisch aufgearbeitet werden.

Im Amtsbereich Schafflund gibt es eine Vielzahl von Erzeugern erneuerbarer Energien (Windkraft, Biogas und Photovoltaik). Torge Wendt von der Firma „Nordgröön“ aus Medelby stellte den Ausschussmitgliedern eine Möglichkeit vor, diesen vor Ort erzeugten „grünen“ Strom auch in der Region zu vermarkten – direkt vom Erzeuger zum Verbraucher. Dazu werden die im Amtsbereich verteilten Einzelanlagen verschiedener Energieträger zu einem virtuellen „Amts- oder Gemeindewerk“ gebündelt, das wiederum den erzeugten Strom direkt in der Region vertreibt. „Es gibt hier heute Möglichkeiten, die es gestern noch nicht gab“, betonte Wendt. Die Mitglieder des Amtsausschusses waren an der Idee sehr interessiert. Sie kamen überein, sich im Herbst intensiver mit der Materie zu befassen, wenn bis dahin andere dringliche Aufgaben abgearbeitet sind.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde eine Vereinbarung über die Pflege und Wartung der Beschilderung der Fernradwege und Themenrouten im Kreis auf den Weg gebracht, der sich wahrscheinlich alle Gemeinden des Amtes Schafflund anschließen werden. Partner der Vereinbarung sind der Kreis und die drei im Kreis angesiedelten Tourismus-Organisationen. Der finanzielle Aufwand der 13 Gemeinden im Amt Schafflund wird mit 407 Euro jährlich sehr übersichtlich sein.

Mit Lena Jensen als neuer Standesbeamtin und Sönke Renger als neuem Leiter der Finanzabteilung stellten sich zwei zukünftige Mitarbeiter dem Amtsausschuss vor, die vakant gewordene Stellen besetzen werden. Um dem erhöhten Arbeitsaufwand im Bereich der Bau- und Serviceabteilung gerecht werden zu können, wurde zusätzlich beschlossen, die Personaldecke in diesem Bereich aufzustocken. In seinem Bericht konnte der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein vermelden, dass sich zwölf amtsangehörige Gemeinden entschlossen haben, gemeinsam einen Förderantrag beim Bund für Beratungsleistungen zum Ausbau eines glasfaserbasierten Breitbandnetzes zu stellen.

Für die Situation um Flüchtlingsunterkünfte vermeldete Hauenstein Entspannung. Derzeit leben 141 Flüchtlinge im Amtsbereich, von denen 46 inzwischen anerkannt sind. Fünf freie Wohnungen stehen noch als Reserve bereit, was als ausreichend betrachtet wird. Man werde wieder aktiv werden müssen, wenn anerkannte Flüchtlinge durch eine Präsenzverpflichtung Wohnraum benötigen, hieß es.

 

Text - SHZ rfr


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17.12.​2018
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