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Bed & Breakfast Storchennest / Pension

Vorschaubild

Dörte Stielow

Hauptstr. 26
24980 Schafflund

Telefon (04639) 7680

Homepage: www.storchennest.tv

Doppel- oder Einzelzimmer auch seniorengerecht, ebenerdiges Wohnen mit separaten Eingängen, Appartement vorhanden.

 

Alle Zimmer mit Bad/Dusche, WC, SAT-TV und kostenlosen W-LAN. Parkplätze direkt am Haus, Terrasse (bei schönem Wetter Frühstücksservice), Unterstellmöglichkeiten für Motorräder, Fahrräder und geschlossene Garage vorhanden, Aufbettung möglich, kinderfreundlich.

 

Preise auf Anfrage – Video unseres Hauses und weitere Information auf unserer

Homepage


Aktuelle Meldungen

Fütterungshilfe für die Störche

(02. 04. 2019)
Mit einer Eigenkonstruktion wollen Vogelfreunde den Tieren bei anhaltender Trockenheit helfen
 

Weht der Wind aus Südost und stimmt die Thermik in den nächsten Tagen? Dann ist bald mit der Ankunft der Schafflunder Störche zu rechnen, denn sie nehmen den längeren Weg von Afrika über die Ostroute und sind von daher immer etwa fünf Wochen später dran als Artgenossen, die die Westroute vorziehen. „Im vergangenen Jahr kamen der Rabauke und das Weibchen sogar am gleichen Tag Ende März“, erzählt Dörte Weinand-Stielow, die auch über Anzahl und Zustand der Brut genau Buch führt.

In diesem Jahr wird sie allerdings noch differenzierter beobachten können, was im Nest geschieht: Eine Webcam wurde hoch oben über dem Horst installiert. Das war die Konsequenz aus den Erfahrungen des letzten Jahres, als zwei Jungstörche gerade noch rechtzeitig aus dem Nest geholt und gerettet werden konnten. Weil der „Rabauke“ nicht gelernt hat, sich an der Fütterung der Jungen zu beteiligen, lässt er das Weibchen mit der Nahrungsbeschaffung allein – eine Überforderung angesichts des immer geringer werdenden Nahrungsangebots in der Natur.

„Wie können wir helfen?“ überlegten Dörte Weinand-Stielow und ihr Mann Johannes Weinand. „Eines Nachts bin ich aufgewacht und hatte einen Geistesblitz“, erzählt Johannes Weinand. Mit einer Skizze machte er sich auf den Weg zu Günter Hennisge. „Wir bauen viele ausgefallene Sachen“, sagt der Metallbauer und Tüftler, der schon oft für die Phänomenta in Flensburg gearbeitet hat. Warum nicht den Prototyp einer Zufütterungsanlage für Störche entwickeln? Und es funktioniert.

Mit Hilfe eines Flaschenzugs wird ein kleiner Behälter am alten Schornstein hochgezogen, dessen Inhalt oberhalb des Horstes mit einer Kippvorrichtung ausgeleert werden kann. „Das ist nur für den Notfall bei großer Trockenheit“, meint Dörte Weinand-Stielow, die sich mit Schrecken an den vergangenen Sommer erinnert. Damals wurden die beiden total geschwächten Jungstörche aus dem Nest geborgen, in Süderstapel aufgepäppelt, und später nach Bergenhusen umgesiedelt. Im Herbst zogen die beiden tatsächlich mit den anderen Störchen in den Süden.

Zweimal wurde nun einer von ihnen in Portugal entdeckt und an Hand seines Ringes identifiziert. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt Jörg Heyna, Weißstorch-Gebietsbetreuer des Nabu. Im Dezember und jetzt im Februar habe die Vogelwarte Helgoland Nachrichten über Sichtungen übermittelt. Ornithologen schauen weltweit auf die Beringungen von Vögeln und geben Rückmeldung an eine zentrale Datenbank. „Jährlich werden in Schleswig-Holstein etwa 200 Jungstörche beringt, sodass wir wissen, wo sie sich ansiedeln“, berichtet Heyna, einer der drei offiziellen Weißstorchberinger. Außerdem gebe es sechs Störche, die mit einem kleinen GPS-Sender ausgestattet sind: „Der Storch ist der bestüberwachte Vogel.“

Auf ihrem Rückzug aus dem Tschad wurde so die Position von „Michael“ und „Gustav“ ständig überwacht. Ende März kehrten sie wohlbehalten zurück und wurden in ihren Heimatorten Bargen und Tielen bei Erfde begrüßt. Wann welcher Storch zurückkehrt und im Herbst wieder abfliegt, wie viele Eier im Nest liegen und ob die Aufzucht der Brut gelingt, darüber gibt das Tagebuch Auskunft, das man auf der Webseite der „Arbeitsgemeinschaft Storchenschutz im Nabu“ aufschlagen kann.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Fütterungshilfe für die Störche
Foto: Fütterungshilfe für die Störche

Kinder bauen Storchennester

(04. 03. 2019)
Waldgruppe des „Kleinen Regenbogens“ nimmt spontan an Naturprojekt teil / Dörte Weinand-Stielow befürchtet Rivalen für „Rabauke“
 

Waldkinder können zupacken. Große Bündel Birkenreisig werden angeschleppt und ringförmig platziert. Dann heißt es, alles schön runtertreten, bis ein riesiges Storchennest Form annimmt. „Wir sind zwar nur eingesprungen, haben uns aber über das schöne Naturprojekt gefreut“, sagt Meike Johannsen, Leiterin des „Kleinen Regenbogens“ in Schafflund, und Erzieherin Christina Jessen fügt hinzu: „Die Kinder bekommen ein Gefühl für die Tiere und erleben eine schöne Gruppengemeinschaft.“

Ursprünglich wollte Projektleiter Jörg Saß seine Idee, Nisthilfen für Störche zu bauen, mit dem Jugendclub realisieren, aber weder Kinder noch Jugendliche waren gekommen. Umso mehr freute er sich nun über die eifrigen kleinen Mitarbeiter der Waldgruppe. Seit etwa zehn Jahren gebe es zwei Masten mit Plattformen in Schafflund, einer davon am Utspann. Da habe er sich gefragt, warum sie niemand mit einem Reisigkranz bestücke, erzählt er. Michael Johannsen hat seinen Mast „Am Teich“ bereits 2007 aufgestellt: „Der Telegrafenmast stand früher zwischen Schafflund und Nordhackstedt, und das Rad obenauf hat Marc Sommer extra angefertigt.“ Obwohl er selbst bereits zweimal ein Nest befestigen ließ, habe nur einmal kurz ein Jungstorch vorbeigeschaut.

Als Jan-Frie Brodersen die Arbeitsbühne des Teleporters mit dem dicken Storchennest nach oben befördert, staunen die Kinder – und hoffen auf ein weiteres Storchenpaar, denn den berühmten „Rabauken“ aus dem „Storchennest“ kennen sie gut.

Jörg Heyna, Weißstorch-Gebietsbetreuer des Kreises, ist da eher skeptisch: „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sie bezogen werden. Das Nahrungsangebot reicht einfach nicht aus.“ Eine Abwerbung des heimischen Storches sehe er aber nicht. Ein Storch würde niemals auf ein anderes Nest umziehen, erklärt er, er bleibe seinem Horst treu, und er verteidige letztlich nicht sein Nest, sondern das Nahrungsangebot. Sinnvoll fände er Aktivitäten Richtung Medelby oder Wallsbüll, aber grundsätzlich sei es mit der Wiederbesiedelung problematisch: „Nach Schafflund ist das nächste besetzte Nest erst in Tarp, die letzte Bastion in Holzacker ist auch seit Jahren verwaist.“ Doch über die Aktivitäten jeglicher Art freue er sich sehr: „Es ist schön, dass die Kinder angelernt werden, sich mit der Natur zu beschäftigen.“

Dass die Kinder beteiligt wurden, findet Dörte Weinand-Stielow, die von der Aktion überrascht wurde, ebenfalls richtig gut, sieht das Vorhaben jedoch kritisch im Hinblick auf ihre seit Jahrzehnten beheimateten Störche im „Storchennest“: „Es ist eine positive Aktion mit negativem Akzent. Der dominante „Rabauke“ muss sich um seine Brut kümmern und muss sich nicht mit Rivalen auseinandersetzen.“

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Kinder bauen Storchennester
Foto: Kinder bauen Storchennester

Storchennest bauen mit dem Jugendclub

(14. 02. 2019)

Bald ist die Zeit das die Störche zurück kommen. Wir hoffen natürlich das der Schafflunder Storch sein Nest bei Dörte Weinand-Stielow wiederfindet.

Der Jugendclub hat dafür eine tolle Aktion.

Foto zur Meldung: Storchennest bauen mit dem Jugendclub
Foto: Storchennest bauen mit dem Jugendclub

Neues vom Storch "Kleiner Rabauke"

(16. 11. 2018)

Erinnert ihr euch?
Der Jungstorch von 2017 ?
Wir haben ihn kleiner Rabauke genannt, der nicht fliegen konnte. Er kam zum Wildpark Eekholt und wurde dort untersucht und überwinterte auch dort. Es konnte nichts festgestellt werden warum er nicht fliegen konnte , außer das er unterernährt war. Das hat er aber schnell aufgeholt das Defizit!

Im April dieses Jahr ist er denn von Eekholt ausgeflogen, mit den als Störchen, die aus dem Süden zurückkehrten.

Er ist ein ganz normaler Storch geworden, der fliegt und Nahrung sucht und hoffentlich seine Nachkommen auch füttert!
Jetzt wurde er in Frankreich abgelesen! Schön das er es geschafft hat und wir damit belohnt wurden von ihm zu hören!

Es hat sich wieder einmal gelohnt!
Danke an alle Beteiligten
Dörte Stielow

Foto zur Meldung: Neues vom Storch "Kleiner Rabauke"
Foto: Neues vom Storch "Kleiner Rabauke"

Schafflund Portai aus der SHZ

(16. 10. 2018)
Das grüne Dorf
Schafflund hat massiv von der Energiewende profitiert – und plant bereits den nächsten Schritt seiner Ökostrom-Revolution
 

Text von Till H. Lorenz SHZ 

 

Es ist grün. Viel wird gehämmert und gesägt. Unmittelbar hinter dem Ortsschild ist Schafflunds massives Wachstum offensichtlich. Rund 2700 Einwohner zählt der Ort, Tendenz steigend. Im Hintergrund der neuen Häuser, Straßen und angelegten Hügel und Wiesenflächen, die sich hier vor dem Besucher erstrecken und von Tag zu Tag wie ein Puzzle weiter wachsen, ragen die Windkraftanlagen in die Höhe. Mühlen stehen in Schafflund am Anfang von allem – vor 600 Jahren war es die Wassermühle, heute sind es Flügel aus Kunststoff und Metall, die sich in die Höhe strecken und die Luft durchschneiden. Es weht aus Südost.

Schafflund hat profitiert – von der Energiewende. „Wir haben hier Bürgerwindparks“, sagt Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. „Wir haben nicht irgendwelche Abschreibungsmodelle durch Projekte von Investoren aus anderen Bundesländern.“ An den Schafflunder Windparks – vier Stück sind es an der Zahl – seien ausschließlich Bürger aus dem Ort als Gesellschafter oder Landeigentümer beteiligt. „Das ist ein Mehrwert, den wir hier vor Ort auch in Form von Gewerbesteuereinnahmen generieren können“, sagt die Bürgermeisterin.

Tatsächlich sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Zwischen 16 und 20 Prozent haben sie zuletzt pro Jahr zugelegt, auf 1,4 Millionen Euro beliefen sie sich in 2016 nach den Zahlen der Gemeindevertretung. Nicht alles geht allein auf die Windkraft zurück – doch ein nicht unerheblicher Teil eben schon. Über Zuschüsse und Spenden beteiligen sich die Windparks zusätzlich am Aufbau des Ortes – mit Geld für neue Musikinstrumente, für den Kindergarten, für das Bürgerhaus.

Künftig will Schafflund die Ökostrategie noch stärker vorantreiben, in vielfältigerer Weise auf den Öko-Strom setzen. Konkret: Mit einem eigenen Car-Sharing-Dienst für E-Mobile. Die ersten Fahrzeuge kommen Mitte November. Über ein spezielles Portal können sich Mitglieder die Fahrzeuge buchen. Die Software dafür wird im Ort entwickelt. Natürlich werde das alles eine Anlaufphase haben. Doch Best-Jensen sagt auch: „Nicht nur schnacken, man muss dann auch mal handeln und den Worten Taten folgen lassen.“ Im Frühjahr soll Schafflund zusätzlich noch einen Siebensitzer bekommen – für Vereine und Verbände, wenn diese zum Beispiel zu Veranstaltungen fahren müssen. „Dann ist es gut, wenn man dort mit einem E-Mobil vorfahren kann“, so die Bürgermeisterin.

Ein Gemeindewerk zur Stromversorgung ist im Gespräch. Ein weiterer Bürgerwindpark ist bereits geplant und soll bald errichtet werden. Die Gemeinde könnte sich an diesem unter Umständen sogar direkt beteiligen und würde dann als Gesellschafter auftreten. „Es ist ganz wichtig als Gemeinde, nicht nur von den Gewerbesteuereinnahmen zu profitieren“, so Best-Jensen. Sondern als Kommanditist gehe es dann auch um die Ausschüttungen.

Doch es spielt auch das Thema Gerechtigkeit dabei eine Rolle. Mit der Beteiligung der Gemeinde seien nämlich nicht mehr nur jene Bürger bei den Windkraftanlagen am Zuge, die es sich leisten können – sondern eben alle Bürger Schafflunds. Die grüne Geschichte geht weiter.

 

STOLZ AUF..

ihre Wassermühle sind die Schafflunder ohne Zweifel. Doch mindestens ebenso stolz ist die Gemeinde auch auf das nördlichste Storchennest Deutschlands. Seit dem 19. Jahrhundert kehrt der Storch bereits in den Ort ein. Lange Zeit war er beim sogenannten Storchen-Bauer daheim. Seit 1962 hat er jedoch ein anderes Quartier: einen Schornstein im Garten von Dörte Stielows Familie. Im damaligen Jahr hatte ihr Vater den Schornstein als Teil einer Gärtnerei errichtet – und sich fortan einen täglichen Kampf mit dem Storch geliefert, der diesen als neuen Nistplatz für sich auserkoren hatte und so die Abluft verstopfte. Ein Jahr später wurde ein Metallring auf dem Schornstein installiert, das harmonische Zusammenleben war gesichert. Seit diesem Zeitpunkt ist der Horst in Schafflund durchgehend besetzt.

400 Jahre ist das Reetdachhaus auf dem Grundstück alt, die vorherigen Eigentümer kann Dörte Stielow alle aufzählen. 2005 hat sie selbst das Haus übernommen – es war der Beginn der Pension Storchennest; fünf Zimmer zählt die Unterkunft und zur passenden Jahreszeit ist der Storch inklusive. Sehr viele dänische und skandinavische Touristen habe sie, erzählt Stielow – und ja, diese würden auch extra wegen des Storches Halt machen. „Es ist ein Ort zum Verweilen“, sagt sie. Wohin es die Jungstörche aus der jeweiligen Brut später zieht, kann Stielow meist recht genau sagen. Und in den Jahren wurde sie zu einer Expertin – auch für Problemstörche, wie zum Beispiel den Rabauken, der über Schafflund hinaus mit seinem aggressiven Verhalten für Schlagzeilen gesorgt hat.

 

Heute: Schafflund

Einwohner: Rund 2700 Menschen leben derzeit in Schafflund – und in der Tendenz werden es mehr. 16 Vereine bereichern das Gemeindeleben. Der Ort ist zugleich Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, zu dem neben Schafflund noch zwölf weitere Gemeinden zählen. Im gesamten Amtsbereich ist die Zahl der Einwohner seit 1987 von 9700 auf zuletzt rund 12 300 Einwohner gestiegen. Schafflund bietet als Zentralort auch zahlreiche Dienstleistungen für die Nachbargemeinden an. Geschichte: Erstmals erwähnt wurde Schafflund als „Schaftling“ im Jahr 1477. Was es mit dem Namen genau auf sich hat, ist umstritten. Im Dänischen wurde der Ort Skovlund genannt. Investitionen: Die Gemeinde Schafflund investiert – und das kräftig. Aktuell sind Investitionen in Höhe von 2,7 Millionen Euro für mindestens 15 Einzelprojekte vorgesehen – dazu gehören Baumaßnahmen am Kindergarten, Erweiterungen des Neubaugebietes sowie eine Erweiterung des Gewerbegebietes. Wirtschaftlich profitiert der Ort nicht zuletzt von seiner Lage an der B199. Kinderfreundlich: Schafflund ist seit 1998 Teil eines Modellprojektes für kinderfreundliche Gemeinden. Nach Angaben der Gemeinde bedeutet dies, dass die Kinder bei der Ausgestaltung und Durchführung von kommunalen Maßnahmen mitbestimmen. Wappenkunde: Das Wappen von Schafflund setzt sich aus einer grünen Buche, einem roten Mühlrad und einem blauen Fisch zusammen. Das Mühlrad leitet sich dabei natürlich von der alten Wassermühle im Ort ab. Die Buche wiederum verweist darauf, dass die Schleswigsche Geest ursprünglich mal anders aussah – nämlich bewaldet. Der Fisch wiederum steht für die Bedeutung, den die Fischerei früher hatte – und damit auch letztlich für die Rolle des Schafflunder Mühlenstroms.

 

Fluch und Segen zugleich – so fassen es die Schafflunder selbst oft zusammen. Denn mit der Lage an der Bundesstraße 199 fahren in der Tat viele durch den Ort hindurch, die zumindest zunächst noch eigentlich woanders hinwollen. Wer nun aus Flensburg kommt, kann zur rechten Seite den Schornstein mit dem Storchennest sehen. Wenige Meter dahinter heißt es links abbiegen. So kreuzt man den Mühlenstrom und gelangt auf die andere Ufer-Seite und nach einem zweiten Links-Abbiegen auf die Meyner Straße.

Spätestens hier wird klar, dass es eigentlich viel zu schade ist, durch Schafflund nur hindurch zu fahren – oder überhaupt den Ort per Auto erkunden zu wollen. Tatsächlich lädt Schafflund doch eher zum Spazieren ein. Zum Beispiel mit seinem Gelände rund um die Mühlenscheune und das Bürgerhaus, das man am leichtesten von der Meyner Straße aus erreicht. Davor steht ein Mai-Baum, den die Dorfgemeinschaft im vergangenen Jahr erstmals aufgestellt hat. Von dort sind es auch nur wenige Meter zur Wassermühle oder zum Naturlehrpfad, auf dem sich am Mühlenstrom entlang schlendern lässt.

 

Die Bundesstraße 199 hat den Schafflundern ein sehr spezielles Verhältnis zu einer sehr speziellen Nordsee-Insel eingebrockt. „Wahre Kenner wohnen hier, nur Snobs fahren durch nach Sylt“, lautet der Slogan. Doch das ist natürlich nur mit einem Augenzwinkern gemeint. Tatsächlich wissen beide Seiten sehr genau, was sie von- und aneinander haben.

 

Karl Otto Meyer war der große Mann der dänischen Minderheit – und überzeugter Wahl-Schafflunder (auf dem Foto steht er vor seinem Haus). Als Politiker, Journalist und Lehrer hat er sich immer wieder für die Belange der dänischen Minderheit stark gemacht, den SSW als Abgeordneter im Landtag vertreten und die Partei als Vorsitzender geleitet.

Geboren wurde Karl Otto Meyer 1928 in Sünderup. Sein Vater stammte aus Heidelberg, seine Mutter aus Oeversee. Im Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Meyer am Widerstand gegen die deutsche Besatzung auf Fünen. In den Nachkriegsjahren absolvierte er eine Lehrerausbildung in der Nähe von Svendborg, die er 1949 abschloss. Zurückgekehrt nach Südschleswig besuchte er zunächst als Lehrer die Husum dankse Skole. 1950 wurde er dann Schulleiter der dänischen Schule in Schafflund – und blieb dies auch bis 1963. Nicht nur in dieser Zeit engagierte sich Meyer immer wieder auch aktiv politisch für Schafflund. Von 1959 bis 1974 gehörte er dem Gemeinderat an; ebenso wie in der Zeit von 1979 bis 2003. Der Zeit als Schuldirektor folgte eine Zeit als Chefredakteur der Flensborg Avis sowie der Südschleswigschen Heimatzeitung. Es war auch die Zeit als Abgeordneter im schleswig-holsteinischen Landtag. Schafflund ist er in all der Zeit treu geblieben. Dort verstarb Karl Otto Meyer 2016.

 

Laternelaufen für den guten Zweck

Es ist eine gut gelebte Tradition am Ort: Am 3. November lädt die Feuerwehr Schafflund zum alljährlichen Laternenumzug an die Feuerwehrwache ein – und sammelt obendrein dabei auch noch für einen guten Zweck. Unterstützt wird nämlich die Aktion „R.SH hilft helfen“. Auch das leibliche Wohl der Besucher soll ab 18 Uhr an der Feuerwache nicht zu kurz kommen. Ein Feuer zum Wärmen versprechen die Veranstalter ebenfalls. Überreicht werden sollen die gesammelten Spenden knapp drei Wochen später. Dann steht mit dem Gänseverspielen am 23. November das nächste Traditionsevent an.

 

Brückenspaziergang

Am 31. Dezember ist es soweit. Dann wird die neue Brücke über die Au in Schafflund offiziell eingeweiht – mit einem Lauf um die Brücke. Start ist um 11 Uhr. Zwei Strecken soll es geben, eine etwas kürzer, eine etwas längere. Derzeit muss sich die Brücke noch setzen und Wege werden angeglichen. Als einer der ersten Benutzer konnte Stefan Husemann (v. li.) kürzlich mit Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen, Martin Woltering vom Ingenieurbüro Ivers und Jörn Reichelt von der Firma Martin Limbrecht die Brücke in Betrieb nehmen.

 

Neuer Betrieb

Die Mürwiker Werkstätten werden im nächsten Jahr in Schafflund nach Angaben der Gemeinde mit dem Bau einer neuen Wohneinrichtung beginnen. Dabei soll es sich um eine Wohneinrichtung mit angegliederter Tagespflegeeinrichtung für Menschen mit multipler Behinderung handeln. Die Politik hofft, dass so auch weitere Arbeitsplätze in der Region entstehen.

Mit „Merlin“ fürs eigene Buch werben

(13. 08. 2018)
Autor Johannes Weinand aus Schafflund geht mit seiner Internet-Plattform neue Wege im Marketing

Um ein Start up-Unternehmen zu gründen, muss man Visionen haben und für die Sache brennen – und dafür ist man nie zu alt. Johannes Weinand (68) will mit seiner Internetplattform www.w-bookbuster.com das Buch-Marketing revolutionieren und den Autoren die Möglichkeit verschaffen, selbst für das eigene Buch zu werben. Projekt „Merlin“ nennt er die Strategie, weil er sich sicher ist, den „Heiligen Gral“ der Vermarktung von Literatur entdeckt zu haben.

„Die Werbung soll erschwinglich sein“, erklärt er seine Idee, deshalb biete er nicht nur zu einem moderaten Preis seine Dienstleistung an, sondern beteilige die Autoren zu 50 Prozent anteilig an allen Gewinnen seiner Firma, solange sie bei ihm unter Vertrag stehen. Das ist insbesondere für die vielen Autoren interessant, die vergebens auf einen Verlag hoffen, der sich ihrer Bücher annimmt.

Davon kann Johannes Weinand aus eigener Erfahrung ein leidvolles Lied singen. Seit 1985 schreibt er selbst Bücher, hat sich seitdem bei 300 Verlagen beworben, nur Absagen hinnehmen müssen und ist letztlich bei Amazon gelandet, die nun seine Bücher drucken, aber eben nicht bewerben. „Nun biete ich eine echte Weltneuheit an“, sagt der Autor über die neue Form der Werbung für ein Buch. Er habe sich Gedanken gemacht, wie man ein Buch für den Leser attraktiv präsentieren könne, und zeigt auf der künftigen Plattform den ersten Trailer zu seinem eigenen neuesten Werk, produziert vom Grauton-Studio in seinem Heimatort Schafflund: Farbenfrohe Animation unterlegt mit Sprache, die Spannung aufbaut – also mehr als ein Klappentext seiner Meinung nach leisten kann. „Jeder Autor kann in einem 90-Sekunden-Trailer sein Werk nach eigenem Gusto den Lesern weltweit vorstellen, damit es auch denen, die nicht in Verlagen organisiert sind, gelingt, auf dem breit gefächerten Buchmarkt Fuß zu fassen“, erläutert Weinand sein Konzept.

Doch nicht nur das. Die Verlage könnten ebenfalls von erhöhten Umsätzen profitieren, wenn die Vorstellung der Bücher ihrer Autoren als Trailer, Weinand nennt es „Street base Animation“, im Internet erschienen. „Ich möchte alle glücklich machen: Den Leser, den Verlag, aber vor allem die Autoren“, sagt der Schriftsteller und Firmengründer.

Anderthalb Jahre hat er mit seinem Team für die Entwicklung des innovativen Konzepts benötigt. Die Kategorien Science Fiction, Krimi, Roman, Lyrik oder Sachbuch würden nach und nach aufgebaut, ebenso die Ausweitung über den deutschsprachigen Raum hinaus. Die Reihenfolge in diesem Prozess bestimmen die Autoren, die ihre Trailer einschicken. „Darüber hinaus biete ich die Vermittlung von Dienstleistungen vom Manuskript bis zum Endprodukt Buch an.“

Mit Spannung erwartet Johannes Weinand die ersten Reaktionen auf die Freischaltung der Web-Seite am morgigen Freitag – und hat schon die nächste Idee: „In Buchhandlungen könnte man gut Bildschirme aufstellen und die Trailer laufen lassen.“

 

Text - SHZ  Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Mit „Merlin“ fürs eigene Buch werben
Foto: Mit „Merlin“ fürs eigene Buch werben

Schafflunder Jungstörche

(13. 06. 2018)

Unseren Schafflunder Jungstörche geht es gut und sie sind die am weitesten entwickelten - die Größten hier auf dem Foto.

Die beiden sind jetzt noch in Süderstapel wo sich um kleine Störche gekümmert wird!

In ca 8-10 Tagen werden sie nach Bergenhusen kommen, wo sie in einer sehr, sehr großen Voliere gehalten werden. In dieser Voliere sind niedrige und höhere Storchennester vorhanden zum üben. Die kleinen lernen von den Altstörchen die in der Freiheit, in der Natur vor der Voliere  fliegen jagen , kreisen und gleiten. Alles was ein Storch lernen muss um später im August in Süden zu fliegen. 

 

Text - Dörte Stielow

Foto zur Meldung: Schafflunder Jungstörche
Foto: Schafflunder Jungstörche

Junge Störche gerettet

(07. 06. 2018)
Ausgehungerter Nachwuchs von „Rabauke“ ist auf dem Weg nach Süderstapel / Altvögel fanden kein Futter
 
Die Erleichterung ist Dörte Stielow, Storchenmutter in Schafflund, deutlich anzumerken, als Jörg Heyna behutsam zwei Jungvögel lebend aus dem Horst holt. Ihre letzte Nacht war sehr unruhig gewesen, denn gegen 5.30 Uhr beobachtete sie aus dem Schlafzimmerfenster, wie ein fremder Storch im Nest herumhackte. „Er will die Jungen töten“, war ihr erster Gedanke. Seit am Nachmittag zuvor die Altvögel das Nest verlassen hatten, waren die kleinen Störche sich selbst überlassen. Nach der Attacke des fremden Storches sei das Elternpaar zwar nach rund 14 Stunden zurückgekehrt, das Weibchen habe etwas Futter ausgewürgt, aber danach seien sie wieder verschwunden. Für Dörte Stielow, die schon länger beobachtet hat, dass die etwa drei Wochen alten Jungen nicht ausreichend mit Futter versorgt werden und zu lange der prallen Sonne ausgesetzt sind, steht nach dieser aufregenden Nacht der Entschluss fest: „Diesmal mache ich kurzen Prozess – alle Jungstörche müssen jetzt gehen, sonst haben sie keine Chance.“ Kurzerhand informiert sie die Gebietsbetreuer des Nabu für Weißstörche, Jörg Heyna und Regina Kolls, sowie Jörn Voigt, der bereits mehrfach mit seinem Teleporter zu Hilfe geeilt ist: „Die Rettungskette funktioniert prima.“

Spannend wird es, als sie von oben ins Nest blicken, denn es gibt keine Kameraüberwachung. Wie viele Störche werden es sein – und sind sie am Leben? Regina Kolls ist auf alles gefasst: „Wir hatten vor Kurzem zwei Störche, die mit einer Stromleitung kollidierten. Sie mussten eingeschläfert werden.“

Doch hier in Schafflund gibt es Grund zur Hoffnung. Nachdem Dörte Stielow die entkräfteten Tiere mit Wasser versorgt, treten sie ihre Reise nach Süderstapel an, um dort aufgepäppelt zu werden. Sobald sie sich bis etwa Mitte Juli entwickelt haben, erfolgt die Umsiedlung nach Bergenhusen – und, wenn alles gut geht, können sie im Herbst in den Süden fliegen.

Doch wie geht es für andere Störche weiter? „Wir haben aktuell über 80 Jungstörche im Kreis“, erklärt Jörg Heyna. „Eine hohe Zahl aufgrund guter Bedingungen. Allerdings sollte man bei dieser anhaltenden Trockenheit den Vögeln Wasser bereitstellen.“ Die Nahrungssuche wird immer schwieriger. Normalerweise bleiben die Elternpaare zwei bis drei Stunden weg, wenn es länger dauert, gibt es Versorgungsprobleme für die Jungen. Heyna zeigt ein erschreckendes Foto aus Esperstoft: „Der Altvogel frisst sein eigenes Junges – aus Futtermangel.“

„Hier bei uns fehlt das Nahrungsangebot“, weiß auch Dörte Stielow zu berichten. Die Vögel müssten zu lange nach Mäusen, Fröschen oder Insekten suchen. Und wenn, wie im Falle des seit vier Jahren in Schafflund beheimateten Storchenpaares, sich nur das Weibchen um die Fütterung kümmert, wird es richtig eng. Dem Männchen, der über die Region hinaus bekannt gewordene „Rabauke“, fehlt offenbar diese Prägung. „Aber dieses Jahr hat er sich recht normal verhalten“, sagt die Storchenmutter, die Tag und Nacht ihre Störche im Blick hat. Seit 1962 ist der Horst in Schafflund durchgehend besetzt. Wie reagiert das Storchenpaar nach der Rettungsaktion auf das leere Nest? „Ich denke, sie werden bleiben“, meint Dörte Stielow.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Kampf ums Storchennest

(03. 04. 2018)

Am Ostersonntag mussten sich das Schafflunder Storchenpaar einen Revierkampf mit einem fremden Storch hingeben. 

"So hart war es noch nie!" sagte Dörte Stielow-Weinand. Tagsüber mussten die zwei ihr Revier bis nach Osterby vierteiligen. Hier entstanden die Fotos, die Martina Marczyschewski schießen konnte. "Das Revier ist groß, da es weniger Nahrung für die Störche gibt." so Dörte St.-W.. Bis in die Nacht dauerte der Kampf am Schafflunder Horst dann an. Am Nächsten Tag mussten sich das Storchenpaar dann von dem anstrengenden Kampftag erholen. "Wie hoffen es kehrt jetzt Ruhe ein!" sagte Dörte St.-W.

Foto zur Meldung: Kampf ums Storchennest
Foto: Anflug in Osterby

Ein Zeichen des Frühlings in Schafflund!

(25. 03. 2018)

Wir heißen das Storchenpaar der letzten 4 Jahre gemeinsam Willkommen in Schafflund. Sonntagnachmittag um 16:30Uhr landete das Paar auf dem neu hergerichteten Horst (wir berichteten) und scheinen diesen anzunehmen.

Durch die gemeinsame Ankunft des Paares hofft Dörte Stielow-Weinand das der männliche Storch in diesem Jahr etwas ruhiger ist und keine Langeweile hat. In den vergangenen Jahren fiel er durch ungewöhnliches Verhalten auf.

Dörte Stielow-Weinand hat folgende Bitte an Alle:
Bitte respektiert sein Revier, wenn er auf Nahrungssuche ist und haltet genügend Abstand. Bitte leint die Hunde an, wenn ihr in der Nähe der Störche seid wenn sie auf den Feldern nach Nahrung suchen.

Störche stehen unter Artenschutz. Danke für euren Respekt!

Der einzige Jungstorch der letztes Jahr gerettet werden konnte lebt im Wildpark Eckholt, er kann leider nicht fliegen, lebt dort sehr gut.

 

Foto - Svenja Rummler

Foto zur Meldung: Ein Zeichen des Frühlings in Schafflund!
Foto: Ein Zeichen des Frühlings in Schafflund!

Neues Storchennest

(20. 02. 2018)

Es war an der Zeit für ein neues Storchennest, das kommt nur alle 50 Jahre vor. Mit der Unterstützung von Jörg Heyna (Storchenbetreuer) und Jörn Voigt haben Dörte Weinand-Stielow und Henry Weinand das alte Nest vom Stornstein entfernt. Das war nicht so einfach, eine Axt musste da gezückt werden. Das Nest hatte ein Gewicht von ca. 1200Kg.

Anschließend wurde ein Flechtkorb mit 160cm Durchmesser auf den restaurierten Stornstein gesetzt und mit Stöckern und Stroh vorbereitet für den Schafflunder Storch. Seit 1962 hat Schafflund ein Storchenpaar zu besuch, ca. 100 Jungstörche wurden hier groß. Familie Weinand-Stielow hofft das der Storch treu bleibt und sich über das neue Nest freut.

 

Jungstorch "Karlchen"

(08. 09. 2017)

Was ist aus dem kleinen Storch Karlchen aus Schafflund geworden? Hat er überlebt ?
Am Mittwoch lief in SAT 1 regional um 17.30 h ein Bericht über Karlchen.

 

https://hamburg.sat1regional.de/mittwoch-hh.html

 

(Ab ca. Minute 16)

Die Rettung des Rabauken-Jungen

(28. 08. 2017)

Jungstorch hat das Fliegen nicht gelernt / Nach Sturz aus dem Nest wird er in Bergenhusen aufgepäppelt

Schafflund „Eigentlich ist der Storch ja ein Glücksvogel“, sagt Dörte Stielow. Was sie und die Schafflunder allerdings in den vergangenen beiden Jahren erlebt haben, spricht eine ganz andere Sprache. Im vergangenen Jahr sorgte ein Altstorch, von den einheimischen ein wenig verharmlosend „Rabauke“ getauft, für Chaos. Er fütterte seine Jungen mit Kaffeefiltern, hackte auf glänzenden Autolack und Schaufensterscheiben ein und brachte den Verkehr auf der Bundesstraße zum Erliegen, weil er auf der Fahrbahn herumstolzierte, ohne sich um die Fahrzeuge zu kümmern. Nur eines seiner vier Jungen überlebte. In diesem Jahr benahm er sich fast normal, aber wieder starben drei seiner Jungen – und das vierte überlebte unter dramatischen Umständen. „Das ist jedenfalls ein kleines Happy-End“, sagt Dörte Stielow, auf deren Grundstück das Storchennest steht, das nun schon seit 55 Jahren immer besetzt ist.

„Als ich es im Februar im Nest klappern hörte, haben sich mir im ersten Moment die Nackenhaare hochgestellt. Ich wusste sofort – er ist wieder da“, berichtet die Storchenmutter. Ihre Befürchtungen aber bestätigten sich nicht. Der „Rabauke“ zeigte zunächst zwar noch einige seiner Eigenheiten, entwickelte sich aber im Laufe des Jahres zu einem fast normalen Storchenvater. Dass dennoch drei seiner Nachkommen starben, lag in erster Linie am zu feuchten Wetter und an fehlendem Futter.

Aber auch beim letzten Überlebenden lief nicht alles nach Plan. Im Gegenteil: „Eigentlich hätte er rund 70 Tage nach dem Schlüpfen fliegen sollen. Das hat dieser kleine Vogel allerdings nicht geschafft“, erläuterte Dörte Stielow. Die Altvögel hätten sich zwar alle Mühe gegeben, vorgemacht und gelockt – aber vergeblich. Der Jungstorch hat zwar über drei Wochen lang immer wieder mit den Flügeln geschlagen, abheben aber konnte er nicht.

Eine Behinderung oder Verletzung konnten die Beobachter nicht ausmachen, wohl aber, dass er außergewöhnlich mager war. Es war eine Grundsatzentscheidung, den jungen Vogel nicht zu füttern. „Ich mag Störche sehr“, sagt Dörte Stielow, „aber es sind nun mal Wildtiere. Das muss die Natur regeln.“

Ein konsequentes Verhalten, das allerdings Folgen hatte. Der Jungvogel schrie, wahrscheinlich, weil er Hunger hatte. Und das wiederum zerrte an den Nerven der gesamten Umgebung. „Wir haben dann überlegt, ob wir den Vogel runterholen – das wäre allerdings mit der Gefahr verbunden gewesen, dass er erschrickt, abstürzt und sich verletzt. Das wollten wir vermeiden.

Am Dienstagvormittag hörte Dörte Stielow erneut die Schreie des Jungstorchs – diesmal aber von unterhalb des Nestes. Er war tatsächlich herausgefallen – allerdings zu Boden gesegelt und unverletzt geblieben.

Der unterernährte Rabauken-Nachwuchs wurde sofort in eine Decke gewickelt und zu einer „Pflegefamilie“ nach Bergenhusen gebracht. Dort wird er zunächst aufgepäppelt, um den Winter dann im Wildpark Eekholt zu verbringen. „Ich hoffe, dass er zu Kräften kommt, um im nächsten Herbst nach Afrika fliegen zu können“, sagte Dörte Stielow.

Den Jungstorch weiß sie nun in besten Händen – und auch die Altvögel werden sich in den nächsten Tagen auf den Weg nach Süden machen. Dann ist erst einmal Storchen-Pause in Schafflund. Bis zum nächsten Jahr, wenn der „Rabauke“ wiederkommt. 

 

Text - SHZ Gero Trittmaack

Foto zur Meldung: Die Rettung des Rabauken-Jungen
Foto: Die Rettung des Rabauken-Jungen

Der Schafflunder Storchennachwuchs

(16. 07. 2017)

Freudig berichtet Dörte Stielow-Weinand, das es dem Jungstorch aus dem Schafflunder Storchennest (http://www.storchennest.tv/)

 gut geht und das er sich gut entwickelt.

Dieses Jahr ist es für die Störche im ganzen Land sehr schwierig.Viele Jungstörche sind verendet, weil das Wetter es den Eltern so schwierig macht.

 

Wer das Nest beobachtet, der kann schon die Flügelschläge des Jungstorch sehen.

Foto zur Meldung: Der Schafflunder Storchennachwuchs
Foto: Jungstorch in Schafflund

Der Rabauke ist wieder da

(09. 05. 2017)
Der Rabauke ist wieder da
Problemstorch ist in sein Nest in Schafflund zurückgekehrt: „Immer noch ein bisschen komisch, aber nicht so schlimm wie im letzten Jahr“
 

 Er ist wieder da. Im vergangenen Jahr hatte ein verhaltensauffälliger Storch in Schafflund für viel Unruhe gesorgt und es durch seine skurrilen Eskapaden sogar bundesweit in die Schlagzeilen geschafft – er versuchte, seine Jungen mit Kaffeefiltern zu füttern, zerkratze den Lack von Fahrzeugen, griff Fensterscheiben an, weil er sein Spiegelbild für einen Konkurrenten hielt und brachte den Verkehr auf der Bundesstraße zum Erliegen. Drei seiner vier Nachkömmlinge überlebten die Unfähigkeit des Rabenvaters nicht.

Als der Rabauke, wie er im Ort genannt wurde, im Herbst endlich den Abflug nach Afrika machte, ging ein Aufatmen durch Schafflund. Und Dörte Stielow schickte ihm noch einen nicht sehr freundlichen Gruß hinterher: „Ich hoffe, dass er nicht wieder hier aufschlägt“, sagte sie.

Dörte Stielow fühlt sich verantwortliche für die Störche, die seit 1961 regelmäßig in dem Nest brüten, das hoch auf einem Turm dem Gelände des Elternhauses liegt. Sie ist mit Störchen aufgewachsen – einen wie den Rabauken aber hatte sie noch nie erlebt. So war die 55-Jährige zunächst auch ziemlich erschrocken, als der Problemstorch bereits im Februar wieder auftauchte und es sich im Nest gemütlich machte. Sie ahnte, was wieder auf sie zukommen würde: schlaflose Nächte, zerstörte Fensterscheiben, zerkratzter Autolack und gefährdete Jungstörche. Alles würde wieder von vorn beginnen, befürchtete sie.

Doch es kam ein wenig anders. „Komisch ist der Rabauke immer noch“, hat sie in den vergangenen Wochen beobachtet, „aber nicht mehr so schlimm wie im letzten Jahr. Vielleicht ist er nicht nur älter, sondern auch vernünftiger geworden. Ein bisschen jedenfalls.“ Der Storch schleppt zwar immer noch massenhaft Kaffeefilter als Futter für seine Jungen an, die es noch gar nicht gibt, klaut einzelne Schuhe und reagiert auch gereizt auf sein Spiegelbild, insgesamt aber wirkt er friedlicher. Dörte Stielow führte das unter anderen auch auf einige Veränderungen zurück, „Ein Haus mit einer großen Spiegelfläche, die ihn im vergangenen Jahr noch heftig provoziert hatte, ist wieder bewohnt, die umfangreichen Bauarbeiten Bauarbeiten, die für Unruhe gesorgt hatten, sind beendet – und auch die Natur hat sich ein wenig verändert: „Wir haben einige Feuchtgebiete dazugekommen“, sagt Dörte Stielow. Und so konnte sich schon beobachten, dass der Rabauke beim Pflügen hinter den Trecker herging oder im Bach nach fischen pickte. „Fast wie ein normaler Storch“, sagt sie – wobei auch ein Hoffnung in ihrer Stimme mitschwingt.

Durch ihre Erfahrung mit dem Rabauken ist Dörte Stielow so etwas wie eine Expertin für Problemstörche geworden. So hat sie bereits mehrfach mit der Betreuerin von Ronny telefoniert, der in Glambeck (Brandenburg) sein aggressives Unwesen treibt. Ihr Fazit: „Ich bin froh, dass wir den nicht hier in Schafflund haben. Da ziehe ich den Rabauken, so wie er sich jetzt benimmt, zehnmal vor.“

Gespannt ist Dörte Stielow allerdings, wie „ihr“ Storch reagiert, wenn die Jungen da sind. Und das wird, so vermutet sie, schon in drei bis vier Wochen der Fall sein. Der Rabauke kam in Februar, seine Partnerin drei Wochen später. Die Expertin vermutet deshalb, dass sich der Nachwuchs außergewöhnlich früh erstellt. Und hofft, dass es diesmal besser läuft.

Im vergangenen Jahr hatte nur einer der vier Jungvögel überlebt, der „kleine Rabauke“ wurde in der Auffangstation in Süderstapel und in Bergenhusen aufgepäppelt und hatte den Flug in den Süden angetreten. Dörte Stielow ist überzeugt, dass er es geschafft hat: „Seine Ringnummer ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. Und das ist ein gutes Zeichen.“ Gero Trittmaack

Seit 55 Jahren haben wir ein Storchenpaar

(21. 03. 2017)

Dieses Jahr feiern wir ein Jubiläum !!!
Seit 55 Jahren haben wir Durchweg ein Storchenpaar bei uns auf dem
Schornstein zu Gast. Das ist schon eine gewaltige Zahl, 55 Jahre und zeigt uns, wie dominat dieses Nest hier ist. Ebenfalls die Zahl der Jungstörche die hier geboren sind. Sie liegt bei fast 100 Jungstörche.
Störche sind Nesttreu und kehren zu ihren Nestern zurück, vielleicht kommen auch dieses Jahr ein paar ,, alte Schafflunder" vorbei um wieder hier wohnen zu wollen.
D...ies Jahr kam der mänliche Storch noch früher , nämlich am 27.02.2017. Normale Zeiten für die Störche ist Anfang April. Er wollte wohl sicher gehen , das ihm keiner sein Nest streitig macht. Wer weiss
Und hoffentlich muß er nicht mehr so lange Warten auf seine Storchenfrau!

 

Dörte Weinand-Stielow

Der Storch ist in Schafflund angekommen

(03. 03. 2017)

Am 27.02. ist er um 17:23Uhr laut Dörte Stielow im "Storchennest" in Schafflund gelandet.

Letztes Jahr kam der Storch am 10.03. und seine Parnterin am 29.03..

Ob es sich um den Storch "Rabauke" vom letzten Jahr handelt, konnte Dörte Stielow nicht sagen.

Für Interessierte steht ein privater Schaukasten an der Hauptstrasse 26 in Schafflund bereit mit aktuellen Informationen vom Storch.

Foto zur Meldung: Der Storch ist in Schafflund angekommen
Foto: Der Storch ist in Schafflund angekommen

Happy-End für den „kleinen Rabauken“

(23. 10. 2016)
Ein Nachkomme des Problemstorchs von Schafflund hat überlebt und die Reise in den Süden angetreten
 

Die turbulenten Zeiten sind vorbei. Und Dörte Stielow hofft, dass es im kommenden Jahr nicht wieder losgeht. Im Sommer hatte in Schafflund ein verhaltensauffälliger Storch für Ärger und ein mächtiges Medienaufkommen gesorgt. Der Problemstorch, im Dorf auch „Rabauke“ genannt, hatte Autos attackiert, auf spiegelnde Fensterscheiben eingehackt, auf der Bundesstraße für Staus gesorgt und versucht, seine Jungen mit Kaffeefiltern und Plastiktüten zu füttern. Das seltsame Verhalten führte letztlich dazu, dass von vier Jungen im Nest drei starben.

„Das war schon eine harte Zeit, mit viel Ärger und wenig Schlaf“, erinnert sich Dörte Stielow, in deren Hof auf einem zehn Meter hohen Schornstein das Nest des Rabauken liegt. Sie fühlt sich verantwortlich für die Störche, die sich dort niederlassen und brüten. Und das macht ihr persönlich meistens nicht nur viel Spaß, sondern hat auch eine gewisse Werbewirkung für den Ort. „Das weithin sichtbare Nest, das seit 1961 durchgängig besetzt ist, hat sich inzwischen zu einem Wahrzeichen von Schafflund entwickelt.“ Die vielen Urlauber, die über die B 199 auf dem Weg zu den nordfriesischen Inseln sind, sehen das Storchennest schon vom Ortseingang aus. Und wenn sich die Vögel einmal verspäten, klingelt das Telefon bei ihnen Sturm. Das ist kein Wunder, denn sie hat ihre kleine Pension an der Durchfahrtsstraße „Storchennest“ genannt. Wo sonst sollte man sich nach den Gründen für das Ausbleiben der Störche erkundigen?

Dörte Stielow hat die Fragen immer gern beantwortet. Im vergangenen Jahr aber hatte die Berichterstattung über den Rabauken einen wahren Sturm ausgelöst. Zeitungen und Fernsehsender aus ganz Deutschland interessierten sich plötzlich für den Schafflunder Storch. Der hat sich inzwischen davongemacht – und Dörte Stielow will auch gar nicht so genau wissen, wohin. „Ich hoffe nur, dass er im nächsten Frühjahr nicht wieder hier aufschlägt. Von außen betrachtet schien sein Verhalten ja ganz interessant gewesen zu sein, für uns im Dorf aber war er extrem nervig.“

Und das so wenig artgerechte Verhalten des Rabauken hat auch Schaden angerichtet – er war nicht nur für zerkratzten Autolack und eingepickte Scheiben verantwortlich, sondern auch für den Tod von drei Küken. Das vierte konnte gerade noch rechtzeitig aus dem zwölf Meter hohen Nest gerettet werden. Es war in einem sehr schlechten Zustand und musste zunächst in der Aufzuchtstation Süderstapel aufgepäppelt werden – mit einer Infrarotlampe und Fütterung alle drei Stunden. Doch damit war die Betreuung des Jungvogels noch nicht beendet. In der Aufzuchtstation in Bergenhusen wurde er unter der Obhut des Storchenbetreuers Helmut Pauls von Menschen entwöhnt, fügte sich in die Gruppe ein und flog Mitte August in den Süden – so, wie es alle Störche mit intaktem Elternhaus auch tun.

In Schafflund hat der Jungvogel den Namen „kleiner Rabauke“ bekommen – allerdings nicht, weil er das skurrile Verhalten seines Vaters übernommen hätte.

Dörte Stielow hat den Werdegang des Vogels mit Interesse verfolgt und ihn in Bergenhusen auch besucht. Sollte er nach Schafflund zurückkommen, sei er herzlich willkommen. „Kein Problem“, sagt Dörte Stielow, „Hauptsache, sein Vater bleibt, wo er ist.“ org

Storchennest im ZDF bei ,,TerraXpress ,,

(15. 08. 2016)

Am 10.08.2016 war ein Filmteam vom ZDF den ganzen Tag bei uns in Schafflund am Storchennest um eine Reportage für ,,TerraXpress ,, zu drehen. Gezeigt wird unser männlicher Storch, auch besser bekannt inzwischen als Rabauke. Erzählt wird seine Geschichte und die von Ronny aus Brandenburg. Gesendet soll sie werden im September, Sonntags um 18.30 im ZDF bei TerraXpress.

Schöne Aussicht

(25. 07. 2016)

Am vergangenen Freitag hatte sich das Storchenpaar aus Schafflund einen neuen Aussichtsplatz gesucht . Diesmal war es für mehr als zwei Stunden eine ca 20 Meter hohe Tanne im Birkenweg .

 

Text - DS

Foto zur Meldung: Schöne Aussicht
Foto: Schöne Aussicht

Storch verletzt

(24. 04. 2016)

Wer hat was gesehen?
Der Storch aus Schafflund vom Storchennest hat eine schwere Verletzung am linken Flügel/Brustkorb
(Tiefe Wunde- Biss oder Schussverletzung?)

 

Bitte lasst den Storch in Ruhe wenn ihr ihn seht und gibt Bescheid unter 04639-7680 falls ihr ihn länger irgendwo seht und er nicht fliegen kann.

Bitte lasst die Hunde nicht in seiner Nähe frei laufen - der Storch ist ein Wildvogel und verletzt.
Wenn jemanden etwas aufgefallen ist heute morgen, die Verletzung ist nicht alt, bitte melden.
Wir sind mit dem NABU in Kontakt.
Es wäre schade wenn er sterben müsste und die Brut nicht schlüpfen kann.
Er ist kein Streicheltier und wild und braucht jetzt fachmännische Hilfe vielleicht.
Dörte Stielow

 

Nachtrag:

Unseren Storch konnten wir beim fliegen zusehen und bei der Futteraufnahme. Wir hoffen das er die Verletzung gut übersteht.

Foto zur Meldung: Storch verletzt
Foto: Storch verletzt

Der Storch ist da

(26. 03. 2016)

Schon seid ein ca. drei Wochen ist ein Altbekannter, immer wiederkehrender Schafflunder zurück...der Storch.

Er lebt an der B199 im Storchennest, bei der gleichnamigen Bed&Breakfast Pension, gut sichtbar auf einem alten Schornstein. Seid vielen Jahren ist er hier zu Hause.

Foto zur Meldung: Der Storch ist da
Foto: Der Storch ist da


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