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Sozialstation Schafflund

Nordhackstedter Str. 2
24980 Schafflund

Telefon (04639) 9666
Telefax (04639) 9667

E-Mail E-Mail:
Homepage: sozialstation-schafflund.de/

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 8 - 12 Uhr

Sozialstation

"Eine starke Region braucht ein starkes Team!"

 

Wir sind ein 55-köpfiges Team, dass Sie herzlich, individuell und kompetent betreut. Durch unsere strukturierte Aufstellung in den einzelnen Gebieten, ist immer schnell ein Mitarbeiter bei Ihnen vor Ort, wenn es darauf ankommt. Im Außen- sowie auch im Innendienst stehen wir mit Leidenschaft für das, was für Sie am Wichtigsten ist – die Gesundheit und professionelle Pflege von Ihnen oder Ihren Familienangehörigen.

 

Zu Hause gut gepflegt

Mit unserem Angebot der häuslichen Pflege, der Verhinderungspflege, und der Haushaltshilfe sorgen wir dafür, dass Sie so lange wie möglich in Ihrem gewohnten Umfeld ein selbst bestimmtes, beschwingtes und sorgenfreies Leben führen können.

Wir sind für Sie da – jeden Tag im Jahr – rund um die Uhr!

Wir freuen uns sehr, Sie von unseren Leistungen überzeugen zu dürfen und stehen Ihnen und Ihren Angehörigen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Ihr Team der Sozialstation Schafflund


Aktuelle Meldungen

Gesundheitszentrum: Sozialstation und Tagestreff bereits in Betrieb

(22. 09. 2021)

Die Gebäude in Schafflund für Ärzte, medizinische Dienstleister und ein barrierefreier Wohnkomplex sind im Bau


Wie werden wir das Wasser los? Diese Frage beschäftigte die Gemeindevertretung Schafflund auf ihrer letzten Sitzung. Zum einen ging es dabei um das neue Baugebiet „Süderdammacker“. Detailliert stellte Reimer Ivers die Planungen vor und meinte: „Wir haben ein gutes Zeitfenster erwischt.“
Für die Erschließungsarbeiten habe er acht Angebote erhalten, eine beachtliche Zahl, zumal viele Firmen zurzeit gut beschäftigt seien. Somit könnten die Arbeiten im Winterhalbjahr erfolgen, und „das Geld wird reichen.“

Viele Ideen für das Marketing

Die zweite Baustelle ist das noch unbebaute Gelände des Gesundheitsversorgungszentrums. In Sozialstation und Tagestreff läuft bereits seit längerem der Betrieb, nun sollen die Gebäude für Ärzte und medizinische Dienstleister folgen sowie ein barrierefreier Wohnkomplex. Damit der B-Plan 34 rechtskräftig werden kann, ist ein wasserwirtschaftliches Konzept Voraussetzung. Auch hier erläuterte Ivers die Vorgehensweise, die unter anderem darauf basiert, wie die Situation während der vorherigen Bebauung ausgesehen hat, und das abschließende Konzept.
Wieviel Niederschlag versickert, verdunstet oder muss durch Rohrleitungssysteme abgeleitet werden? Das Erschließungskonzept sieht vor, Flächen mit Sicker-Pflaster zu versehen, zum Beispiel Stellplätze und fußläufige Wege, und einige Bereiche mit großen, offenen Fugen zu pflastern. Große Mulden mit Grasnarbe eignen sich ebenfalls zum Versickern und leiten das Wasser über ein Rohrleitungssystem ab.
Um den Bedarf an Ärzten in Schafflund abzudecken, hat die Gemeinde ihre Werbestrategie noch einmal verstärkt. Eine großangelegte Kampagne weit über die Region hinaus wurde gestartet. Auf der Website werde-landarzt.de ist unter anderem ein eigens gedrehter Video-Film zu sehen, hinzu kommen Anzeigenplatzierungen in verschiedenen Zeitungen. Die Marketingmaßnahme und die dafür anfallenden Kosten in Höhe von 25 000 Euro wurden von der Gemeindevertretung bei einer Enthaltung mehrheitlich beschlossen. „Wir haben eine beträchtliche Außenwirkung feststellen können“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. Einig war man sich auch, über 20.000 Euro für die Freiwillige Feuerwehr in die Hand zu nehmen, die eine dringend benötigte Schiebeleiter und eine Tragkraftspritze anschaffen musste.
Weitere Beschlüsse:
In der Mühlenscheune haben die Bürgermeisterin und die Netzwerkerin ein gemeinsames Büro bezogen.
Die SH-Netz AG erhielt die Genehmigung, eine Antenne in Schafflund aufzustellen, jedoch nicht in einem Wohngebiet.
Jörn Lorenzen von der „Schafflunder Wärme“ erhielt die Zustimmung, einen Messcontainer im neuen Baugebiet südlich der Parkplätze am Rondell aufzustellen.

Quelle - SHZ böw

Foto zur Meldung: Gesundheitszentrum: Sozialstation und Tagestreff bereits in Betrieb
Foto: Gesundheitszentrum: Sozialstation und Tagestreff bereits in Betrieb

Der Alltag kehrt zurück in die „Schickeria“

(27. 08. 2021)

Sommerkleider und Blusen drängen sich auf den Kleiderständern, und in den Regalen rundum stapeln sich Kinderkleidung und T-Shirts - die Räume in der Kleiderstube „Schickeria“ in Schafflund an der Meyner Straße sind beengt. „Deshalb lassen wir auch jetzt nur eine Person pro Raum zu“, erklärt Maren Matzen. Einerseits sind sie und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter froh, seit Anfang August wieder normale Öffnungszeiten anbieten zu können, andererseits bleibt weiterhin Vorsicht geboten. In anderthalb Jahren Pandemie hat das Team gelernt, flexibel auf jede neue Situation zu reagieren. Das betrifft auch die „Speisekammer“, die seit 2017 an Personen mit Berechtigungsnachweis aus dem gesamten Amtsbereich Lebensmittel verteilt. „Wir haben immer direkte Kontakte vermieden“, sagt Kordula Hansen. So wurden Taschen von den Mitarbeitern gefüllt und draußen kontaktlos übergeben. Für Bewohner entlegener Orte richtete man sogar einen Lieferservice ein. Zurzeit sind es etwa 40 Berechtigte, die für sich oder ihre Familien für den symbolischen Preis von zwei Euro pro Einkauf Waren des täglichen Bedarfs erhalten. Neben Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln sind es oft viele frische Waren wie Heidelbeeren, Avocados oder Kirschen. „Im Laden bleiben sie liegen, weil sie relativ teuer sind, und bei uns bekommt man sie dann“, meint Kordula Hansen. Damit die Verteilung so gerecht wie möglich erfolgen kann, haben die 15 freiwilligen Mitarbeiter von „Schickeria“ und „Speisekammer“ inzwischen klare Strukturen festgelegt. Wie überall gebe es auch hier einzelne Menschen, die wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nähmen, darauf habe man mit einem rotierenden Nummernsystem reagiert, heißt es. Doch es gibt auch die andere Seite, die Marion Mahler beschreibt: „Nach dem Lockdown waren einige so unendlich dankbar, dass wir wieder für sie da sind.“ Und daraus ziehen alle ihre Motivation, sich in ihrer Freizeit viele Stunden für andere zu engagieren. Maren Matzen stellt fest: „Es macht uns immer noch Spaß. Wir sind zusammen ein richtig gutes Team, dazu gehören die Fahrer, die die Lebensmittel bei den Supermärkten abholen, und alle, die hier vor Ort arbeiten.“ Obwohl die Secondhand-Kleidung in der Kleiderstube für kleinste Beträge abgegeben wird, kommen übers Jahr beträchtliche Summen zusammen, die stets gespendet werden. Deshalb war die Freude bei der Sozialstation und dem Tagestreff in Schafflund groß, als sie zwei Schecks über jeweils 1000 Euro in Empfang nehmen durften.

Die Schickeria ist für jedermann geöffnet: Montag von 9.30 bis 11 Uhr, Mittwoch von 15 bis 17 Uhr

Die Speisekammer ist montags, mittwochs und freitags ab 9.30 Uhr nur für Berechtigte des Amtes Schafflund geöffnet.

 

Foto zur Meldung: Der Alltag kehrt zurück in die „Schickeria“
Foto: Der Alltag kehrt zurück in die „Schickeria“

Der Tagestreff im Amt Schafflund braucht Unterstützung

(18. 06. 2021)

Für die Errichtung eines Demenzgartens sucht die Sozialstation Schafflund Helfer/in.

 

Alle Informationen lesen sie im Anhang.

[Unterstützung für Tagestreff]

Foto zur Meldung: Der Tagestreff im Amt Schafflund braucht Unterstützung
Foto: Der Tagestreff im Amt Schafflund braucht Unterstützung

Tolle Osterbilder beim Malwettbewerb

(12. 03. 2021)

Im Rahmen der Dorf-Rallye 6 haben wir zu einem Oster-Malwettbewerb aufgerufen.

 

Wir freuen uns über insgesamt 96 tolle bunte Oster-Bilder die bei uns eingereicht wurden.

Die jüngste Künstlerin war 4 Jahre und die Älteste Künstlerin 82. 

 

Eine 4 köpfige Jury hat alle Bilder nach einem Punktesystem bewertet. Die 25 Bilder mit der höchsten Punktzahl werden nun plakatiert und an die Straßen gestellt.

Wir freuen uns das wir dadurch Osterstimmung ins Dorf zaubern können und bedanken uns bei allen Künstler und Teilnehmern ganz herzlich.

 

Einige Bilder werden auch wieder bei der Sozialstation in den Fenstern zu sehen sein, im dänischen Kindergarten und in der deutschen Schule.

 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und freuen uns jetzt schon auf die Weihnachtsmal-Aktion und viel bunte Bilder.

 

Die Sieger erhalten alle eine süße Überraschung.

 

Die 25 Sieger Bilder wurden gemalt von:

(nach Platzierung)

Familie Ebbrecht 

Hannemarie Rolfs

Amy Tysen

Sören Hauke

Familie Kripke

Lone Neizel

Luisa van Rahden

Greta Ruch

Sophie Abeling

Kristina Jepsen

Nina Hauke

Leonie Hoffmann

Eva Elbert

Emily Hansen

Henry Sommer

Sabrina Hansen

Lia Reinecke

Kevin Elbert

Ilvy + Stefanie Bewardt

Sophie Elbert

Romi Bewardt

Jaratrsi Hoffmann

Lasse Volquardsen

Malina Gasa

 

Foto zur Meldung: Tolle Osterbilder beim Malwettbewerb
Foto: Sieger Bild

Sozialstation: 25-Jahr-Feier muss ausfallen

(10. 03. 2021)

Vor 25 Jahren wurde die Sozialstation Schafflund aus der Taufe gehoben, doch einen angemessenen Festakt kann es wegen der derzeitigen Einschränkungen nicht geben. „Wir hätten unser Jubiläum so gerne gefeiert“, sagt Geschäftsführerin Kathrin Clausen, „stattdessen werden wir eine Jubiläumskarte an unsere Patienten und Unterstützer als kleines Dankeschön verteilen.“
Bis 1996 kamen im Amtsbereich Schafflund Gemeindeschwestern in die Häuser, übernahmen die Pflege und unterstützten die Angehörigen. Mit Inkrafttreten des ersten Pflegegesetzes mussten neue Strukturen geschaffen werden. Es wurde eine gemeinnützige GmbH gegründet, bestehend aus den zwölf Gemeinden des Amtes als Mehrheitsgesellschafter, den Kirchengemeinden Nordhackstedt, Großenwiehe und Wallsbüll sowie dem DRK Ortsverein Medelby.
Jörg Hauenstein, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes, erinnert sich gut an die aufwändige Konzeptentwicklung, für die es keinerlei Vorbilder gab: „Mit Helmut Neizel als Geschäftsführer und Arved Oelsner als Pflegedienstleiter hatten wir ein ausgezeichnetes, kompetentes Team, das die Sozialstation über die Jahre in stabilem Fahrwasser gehalten hat.“
Zu Beginn waren es nur elf Mitarbeiter, darunter die ehemaligen Gemeindeschwestern, die ihren Stützpunkt in der Nordhackstedter Straße 4 bezogen, doch schon nach vier Jahren wurde es dort zu eng, sodass ein Umzug in die Alte Mühlenscheune erfolgte.
Mittlerweile sind es rund 50 Mitarbeiter, die für den gesamten Amtsbereich mit 12 800 Einwohnern die häusliche Pflege sicherstellen, folglich ist die Sozialstation als Arbeitgeber ein bedeutender Faktor in der Region. „Was die Sozialstation auszeichnet, ist die sowohl personelle als auch wirtschaftliche Kontinuität“, sagt Hauenstein. „Die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit hat sich als Erfolgsstory herausgestellt, die mit Sicherheit auch ihre Fortsetzung findet.“ Und er hebt die Flexibilität der Mitarbeiter hervor, die unter anderem bei der Routenplanung nötig ist, schließlich liegen im Einzugsbereich des Amtes zwischen Böxlund im Norden und Sillerup im Süden rund 35 Kilometer.
23 Jahre lang lenkte der Unternehmensberater Helmut Neizel aus Medelby mit ruhiger Hand das Schiff Sozialstation und begleitete etliche Veränderungen, unter anderem die Einführung des EDV-Systems. Dennoch fiel ihm der Abschied leicht, denn „mir wurde eine hohe Verantwortung von den Schultern genommen, und mit Kathrin Clausen war die Nachfolge perfekt geregelt.“
Noch während seiner Zeit als Geschäftsführer begannen vor fünf Jahren die ersten Überlegungen zu reifen, eine Tagespflege in Schafflund einzurichten, um pflegende Angehörige zu entlasten – und nun ist es Realität. Zwei neue Gebäude wurden errichtet und bezogen, wieder an der Nordhackstedter Straße, eines für die Sozialstation, das andere für den Tagestreff. Zum Bedauern aller konnten beide nicht gebührend eingeweiht werden, die Pandemie verhinderte jegliche Feier.
Dennoch füllt sich der Tagestreff seit einigen Monaten mit Leben, wenn auch bisher nur in begrenzter Zahl. Petra Klein leitet die Einrichtung und ist froh, zumindest über die Woche verteilt 15 Gäste betreuen zu dürfen. „Fast alle Gäste kommen morgens mit unserem Bus ins Haus“, erzählt sie. „Dann wird gemeinsam gefrühstückt, die Zeitung wird vorgelesen und danach gibt es unterschiedliche Angebote.“ Je nach Interesse werde gespielt, gebastelt oder Klönschnack gehalten.
Nach dem Mittagessen, das vom „Utspann“ geliefert wird, könne es sich jeder im Ruheraum in einem Ruhesessel gemütlich machen. Eine Hoffnung hat sie: „Dass Corona bald vorbei ist.“ Denn dann seien auch andere Aktivitäten wie das gemeinsame Backen für den Nachmittagskaffee wieder erlaubt – sie hat so viele Ideen. Und Spaziergänge im Dorf möchte sie unternehmen, für die sie sich zur Unterstützung noch ehrenamtliche Helfer wünscht, die sich gern bei ihr melden dürften.
Im Nachbarhaus sehnen Kathrin Clausen und Pflegedienstleiterin Siglinde Sommer ebenfalls das Corona-Ende herbei, fühlen sich aber dennoch schon richtig wohl in ihrem neuen Domizil: „Es war schön in der Mühlenscheune, aber hier finden wir für unseren Arbeitsalltag eine Riesenerleichterung vor – wir spüren keine Wehmut und sehen uns hier mitten im Geschehen.“

 

Quelle - SHZ böwardt

Foto zur Meldung: Sozialstation: 25-Jahr-Feier muss ausfallen
Foto: Sozialstation: 25-Jahr-Feier muss ausfallen

Malwettbewerb - Gewinner & Bilder

(30. 11. 2020)

Unsere Weihnachtsplakate wurden gemalt von:

Dänische Schule

 

Clara 6 Jahre

Eliya 6 Jahre

Finja 8 Jahre

Mari 8 Jahre

 

Grund-u. Gemeinschaftsschule:

Mira 6 Jahre

Romi 7 Jahre

Sophie 7 Jahre

Pia & Lisa 8 Jahre

Juna 8 Jahre

Kaya 8 Jahre

Henry 8 Jahre

Ida 9 Jahre

Jonas 10 Jahre

Lilia 10 Jahre

Lucia 11 Jahre

Maisam 11 Jahre

Yago 11 Jahre

Nika 12 Jahre

Lilly Marie 12 Jahre

Anna 13 Jahre

OGS 2. Jahrgang

 

Alle anderen Bilder sind zu finden bei:

hmp Ingenieure

Apotheke

Sozialstation

Amt - Innen und Außen

Autohaus Heldt

Physiopraxis Thomas Carstensen

Reginas Frisörstube 

Malerei Heisch

Amt - Innen und Außen

VR Bank

Mühlenscheune : 

Physio Lund

Zahnarzt Dr. Reckewitz

 

Vielen Dank für die tollen Weihnchtsbilder an alle Kinder und Danke an die Firmen für die Unterstützung!

Was wird aus der Mühlenscheune?

(16. 11. 2020)

Nach dem Auszug der Sozialstation muss eine neue Nutzung für das Schafflunder Gebäude gefunden werden / Eine Option ist eine Erweiterung der Zahnarztpraxis

 

Der Bau des Gesundheitszentrums in der Ortsmitte ist gerade mit dem Abriss des weißen Bungalows und der alten Post eingeläutet, auch die Erschließung der Erweiterung des Gewerbegebietes beginnt. Mit dem Kreisverkehr im Zentrum und der Erweiterung der Kita „Kleiner Regenbogen“ hat Schafflund zwei weitere größere Projekte noch vor der Brust, da beschäftigt sich die Gemeindevertretung schon mit weiteren Investitionen in die Entwicklung der Gemeinde.
Mit voraussichtlichen Kosten von 93.000 Euro steht ein möglicher Umbau der Mühlenscheune im Raum. Nach dem Auszug der Sozialstation muss eine neue Nutzung gefunden werden. Die vorhandene Zahnarztpraxis würde sich gern erweitern, hierfür wäre eine Nutzungsänderung erforderlich. Die Planung der Umbaumaßnahmen könnte allerdings in Fragen des Brandschutzes durchaus kostenträchtige Überraschungen bereithalten, machte Architekt Andrée Hansen deutlich. Die Gemeinde will dem Zahnarzt ein Mietangebot für eine erweiterte Fläche unterbreiten. Die Annahme wäre Voraussetzung für den Umbau.
Sollte dies nicht umgesetzt werden, könnten die freien Räumlichkeiten für Bürozwecke genutzt werden: Ein Bürgermeisterbüro im ehemaligen Trauzimmer und das Familienzentrum in den Räumen des alten Cafés sind ohnehin vorgesehen. Für weitere Räume könnte ein zusätzlicher Mieter gesucht werden. So käme man mit Renovierungskosten von zirka 31.500 Euro aus.
Die Gemeinde hat eine Fläche westlich des Lidl-Marktes erworben, die sich bis zum Schafflunder Mühlenstrom erstreckt. Dort sollte ein Mischgebiet ausgewiesen werden. Als erste Bauvorhaben sind ein neues Feuerwehrhaus und ein Bauhof an der Bundesstraße vorgesehen. Nun zeigte sich, dass die Biotopverbundachse Schafflunder Mühlenstrom/Wallsbek einmal erhebliches, wenn nicht unüberwindliches Planungshindernis darstellt. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises untersagt jegliche Bauleitplanung für einen sehr breiten Uferstreifen.
„Solch ein Streifen ist nicht per se von einer Überplanung ausgeschlossen“, sagt Planer Frank Matthiesen, „aber hier gibt es kein Einlenken der Behörde.“ Für die Gemeinde bedeute dies, dass ihr nur zirka ein Viertel der vorgesehenen Fläche zur Verfügung steht. Feuerwehrhaus und Bauhof könnten in der Flucht des Lidl-Marktes entstehen, nur kann eine weitere Erschließung dieses Gebiet dann nicht wie vorgesehen von Süden über eine Fortführung der Straße Osterfeld erfolgen. Die kleinen Kommunaltrecker müssten beispielsweise im morgendlichen Berufsverkehr als Linksabbieger auf die B199 einbiegen.
Volkert Petersen, Vorsitzender des Finanzausschusses, findet es extrem ärgerlich, dass man seit Jahren vorplane und eine große Fläche als Mischgebiet gekauft habe, die man nun nicht mehr nutzen könne. „Ich frage mich, ob wir unter diesen Umständen dem Kauf zugestimmt hätten“, ergänzte er. Wegen Corona kam es nie zu einem Ortstermin mit der Behörde, erklärte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. „Ein Blick auf die Fläche könnte helfen“, glaubt sie, zumal es einen stark genutzten Uferweg gebe und mit einer Fischaufzucht auch einen Wirtschaftsbetrieb in diesem Gebiet. Die Vertretung kam überein, noch einmal das Gespräch mit der UNB zu suchen.
Erfreuliches konnte Architekt Andrée Hansen dann noch zur Kostenentwicklung des Baus der Sozialstation und der Tagespflege erläutern. Die Sozialstation blieb in der Summe unter dem Kostenanschlag, die Tagespflege überschritt diesen geringfügig. Unter dem Strich verzeichnete man mit 1,34 Millionen Euro eine Punktlandung, begünstigt durch die reduzierte Mehrwertsteuer im Abrechnungszeitraum.
Der Vorsitzende des Umweltausschusses Horst Petersen hat gezählt: 22 Straßenlaternen sind derzeit defekt und dies bleibt wohl erst einmal so. Das Problem: Die Herstellerfirma, die ausschließlich die passenden Ersatzteile liefern kann, ist in Eigeninsolvenz gegangen. Sie wird den Betreib zwar wieder aufnehmen, aber es entsteht ein langer Lieferstau. „Wann Schafflund beliefert wird, steht in den Sternen“, musste Best-Jensen bekennen.
Sie weist noch auf die Auswirkungen der jüngsten Corona-Maßnahmen auf gemeindliche Veranstaltungen hin. Während viele nun entfallen, werde der Silvesterlauf weiter geplant, mit beschränkter Teilnehmerzahl und ohne Begegnungs- und Überholverkehr.

 

Quelle - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Was wird aus der Mühlenscheune?
Foto: Was wird aus der Mühlenscheune?

Image-Film Sozialstation Schafflund

(12. 11. 2020)

Hier könnt ihr euch den Image-Film von der Sozialstation Schafflund ansehen:

 

https://sozialstation-schafflund.de/#video

 

Die Tagespflege wird am 01.12.2020 mit einer begrenzten Personenzahl (coronabedingt) starten.

[Film]

Ein Apfelbaum und 750 Euro für neuen Tagestreff

(26. 09. 2020)

„Einige unserer Mitglieder freuen sich schon auf das neue Angebot im Tagestreff der Sozialstation Schafflund“, sagte der Vorsitzende Dieter Schilling (Foto, v.r.). Deshalb überreichte er mit seinen Vorstandsmitgliedern Bärbel Hansen und Christian Sommer eine Spende über 750 Euro für zusätzliche Begrünung des ohnehin schon naturnah gestalteten Außenbereichs. Einen Apfelbaum als erste Solitärpflanze hatten sie gleich mitgebracht. Das freute Geschäftsführerin Kathrin Clausen (v.l.), Pflegedienstleiterin Siglinde Sommer , Architekt Andree Hansen und Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen , die versprachen, dass die Eröffnung des Hauses noch in diesem Jahr stattfinden wird. 

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Ein Apfelbaum und 750 Euro für neuen Tagestreff
Foto: Ein Apfelbaum und 750 Euro für neuen Tagestreff

„Schickeria“ spendet 1000 Euro für Sozialstation

(31. 08. 2020)

 Kaum war die Schafflunder Sozialstation ins neue Haus eingezogen, bekam sie Besuch von der „Schickeria“. Kordula Hansen (von links) und Maren Matzen waren nicht mit leeren Händen gekommen. Kathrin Clausen und Siglinde Sommer nahmen erfreut eine Spende über 1000 Euro in Empfang und sagten: „Wir sind unglaublich dankbar dafür.“ Das Geld wird mit dazu beitragen, Bänke für den Außenbereich anzuschaffen. Obwohl man in der Kleiderstube nur 50 Cent oder einen Euro pro Teil bezahlt, kommen im Laufe der Zeit stattliche Beträge zusammen, die stets innerhalb der Gemeinde gespendet werden. Öffnungszeiten der Kleiderstube: Montag 10 bis 11.30 Uhr und Mittwoch 15 bis 17.30 Uhr. 

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: „Schickeria“ spendet 1000 Euro für Sozialstation
Foto: „Schickeria“ spendet 1000 Euro für Sozialstation

Sozialstation in aller Stille umgezogen

(22. 08. 2020)

Corona-bedingt hat es für die Schafflunder Einrichtung keine Einweihungsfeier und keinen Tag der offenen Tür gegeben

 

Der lang ersehnte Einzug der Sozialstation Schafflund in das neue Gebäude an der Nordhackstedter Straße verlief anders als geplant. Keine Einweihungsfeier, kein Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit – die Abstriche sind den derzeitigen Corona-Bestimmungen geschuldet. Doch mit Kreativität will Geschäftsführerin Kathrin Clausen dafür sorgen, dass trotzdem jeder einen Blick ins Innere werfen kann: „Heiner Seemann dreht für uns einen etwa zehnminütigen Image-Film, sodass wir allen einen Einblick in unsere Räumlichkeiten geben können.“

Die Räume seien einfach „der Hammer“, schwärmt Clausen und wendet sich Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen zu: „Eine große Last fällt von uns, wir möchten uns von Herzen für alles bedanken.“ Beim Rundgang durch das 223 Quadratmeter große, von der Gemeinde Schafflund erstellte Haus lenkt Pflegedienstleiterin Siglinde Sommer vor allem den Blick auf die hellen Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiterinnen und den großen Raum, der mit Leinwand und Beamer für Dienstbesprechungen geeignet ist – doch diese dürfen zurzeit nicht stattfinden.

„Corona hat unsere Arbeit sehr verändert“, sagt sie. Deshalb kamen zum offiziellen Startschuss am vergangenen Mittwoch morgens um 6.15 Uhr auch nur wenige Mitarbeiterinnen, um den Chip für die Tür zu erhalten und einen ersten Blick in ihre Sozialstation zu werfen. Alle anderen erschienen nach und nach im Abstand von 15 Minuten. Bei allen 50 Mitarbeiterinnen beherrscht nach wie vor große Vorsicht den Alltag, um sich und die Patienten im gesamten Amtsbereich zwischen Jardelund und Sillerup nicht zu gefährden.

„Sobald sich die Situation ändert, wollen wir hier vor Ort noch präsenter sein und vieles anpacken“, freut sich Siglinde Sommer auf die Zukunft. „Wir möchten die Menschen zu uns hereinholen zu Themenabenden und Aufklärungsarbeit betreiben.“ Stichworte dazu seien Pflegeversicherung, Patientenverfügung oder der Umgang mit Demenz. Doch auch in Corona-Zeiten bleibt die Tür zur neuen Sozialstation geöffnet, und Kathrin Clausen versichert: „Man kann uns zu jeder Zeit anrufen, wir beraten gern.“

Das gelte auch für die Tagespflege, die gleich nebenan entsteht. Noch arbeiten die Maler in den lichtdurchfluteten Räumen, aber ein Blick durch die Terrasse auf das idyllische Grün an der Au und den sprießenden Rasen lässt bereits erahnen, dass sich hier 16 Tagesgäste in absehbarer Zeit wohlfühlen werden.

Doch im Moment überwiegt bei den Leiterinnen der Sozialstation die Erleichterung, dass der Umzug in nur wenigen Tagen nach einer präzisen Planung perfekt vollzogen werden konnte. Es mussten keine neuen Möbel angeschafft werden, alles Vorhandene passt problemlos ins neue Umfeld, und auch die Techniker machten einen hervorragenden Job: „Montagmorgen wurde der Server geliefert, und mittags liefen sämtliche PCs und Telefone.“ So konnte Siglinde Sommer nahtlos weiterarbeiten: „Alles hat toll funktioniert, nichts ist schief gegangen.“

Und was wird aus den leeren Räumen in der Mühlenscheune? „Wir beginnen nun mit der konkreten Planung“, sagt Constanze Best-Jensen. Wünsche des Bürgervereins und der Bestandsmieter würden einbezogen, und es gebe Überlegungen zu einem Bürgermeisterbüro.

 

Text - SHZ Helga Böwadt 

Foto zur Meldung: Sozialstation in aller Stille umgezogen
Foto: Sozialstation in aller Stille umgezogen

Sozialstation kommt gut durch die Krise

(02. 07. 2020)

Die Schafflunder Einrichtung wartet zurzeit auf die Auszahlung der Corona-Prämie / Bald Umzug in neue Räumlichkeiten geplant

 

 Es war ihr erster Bericht zur Situation der Sozialstation Schafflund vor dem Amtsausschuss. Bezüglich eventueller negativer Auswirkungen durch Corona konnte Geschäftsführerin Kathrin Clausen aber gleich Entwarnung geben. Mindereinnahmen vor allem im April werden von der Pflegekasse ausgeglichen. „Dies ist für uns eine sehr komfortable Situation“, bekannte sie.

Ihre Sorge und die der 48 Mitarbeiter liegen weiterhin in der Ansteckungsgefahr. „Das Damoklesschwert eines Verdachtsfalls der Corona-Infektion wird uns noch lange begleiten“, ergänzte sie. „Nicht nur das Klatschen vom Balkon tut uns gut, sondern natürlich auch die sogenannte Corona-Prämie, auf deren Auszahlung wir warten. Allerdings brauchen wir die finanzielle Würdigung der Pflegetätigkeit auf Dauer“, bekräftigte sie.

Ein erster Schritt mag die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 41 auf nun 40 Stunden sein, die vom Amtsausschuss beschlossen wurde. Bislang sei es immer noch gelungen, neue Kräfte zu finden, aber es werde immer schwieriger. „Mit Geld können wir nicht locken, es geht nur über die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter, die dann auch bei den Patienten ankommt“, so Clausen.

Auch für 2019 und 2020 wird ein Zuschuss der Gesellschafter, die vor allem aus zwölf amtsangehörige Gemeinden bestehen, voraussichtlich nicht benötigt. Im vergangenen Jahr lagen die Umsätze bei konstant sehr guter Auftragslage bei 1,3 Millionen Euro, dem standen

Aufwendungen von 1,28 Millionen gegenüber. „Wir sind gemeinnützig und wollen dies auch bleiben“, kommentierte Clausen diese Punktlandung.

Derzeit stehen alle in den Startlöchern, um demnächst in die neuen Räumlichkeiten der Sozialstation und der Tagespflege umzuziehen. Letztere wird dann den Namen „Tagestreff“ tragen. Für beide Einrichtungen wurden noch zusätzliche Einrichtungsgegenstände in Höhe von 63.000 Euro beschlossen. Besonders erfreut zeigt sich Clausen, dass das Fahrzeug, das für den Transport der Patienten zum „Tagestreff“ angeschafft werden soll, mit einem elektrischen Lift-System ausgestattet werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Arbeitssicherheit, dass in den Gemeinden bislang eher anlassbezogen zur Sprache kam. Da Großenwiehe und Lindewitt gemeinsam einen neuen Bauhof erstellen und sich damit erneut befassen müssen, schlug Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel vor, vielleicht eine gemeinsame Dauerlösung für alle amtsgehörigen Gemeinden zu finden. Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein stellte dazu ein mögliches Konzept vor.

Eine Grundbetreuung durch einen arbeitsmedizinischen Dienst könnte für alle Gemeinden mit einem Kostenfaktor von zirka 4700 Euro jährlich über die Amtsumlage abgebildet werden. Dieser beinhalte etwa die Beratung zum Arbeitsschutz und die Durchführung der Begehungen. Spezielle Anforderungen müssten dann nach Aufwand mit den jeweiligen Gemeinden abgerechnet werden. „Die Sicherheit unserer Arbeitnehmer ist höher zu setzen als die Furcht vor hohen Nachbesserungs-Investitionen“, befürwortete Bürgermeister Michael Schulz aus Großenwiehe die Maßnahme, unterstützt von seinem Kollegen Jan Jacobsen aus Weesby, der gern jederzeit wissen möchte, „ob wir diesbezüglich richtig aufgestellt sind“.

Entsprechend befürwortete der Ausschuss, sich von einem Anbieter ein mögliches Betreuungskonzept vorstellen zu lassen. „Es fehlt kein Geld und alle Buchungsgeschäfte sind sauber geführt. “ Dies ist für Hauenstein die wichtigste Erkenntnis aus der jüngsten unvermuteten Prüfung der Finanzbuchhaltung durch das Gemeindeprüfungsamt. Dieses lobt dann auch die verstärkten Bemühungen des Amtes, diese Abteilung personell zu verstärken. „Ab 1. Juli haben wir in der Finanzabteilung eine Sollstärke an Personal, dass alle Rückstände aufgearbeitet werden können“, ist Hauenstein zuversichtlich.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen 

Schafflund investiert – aber vorsichtig

(15. 06. 2020)
Weil die finanziellen Auswirkungen der Pandemie noch unklar sind, müssen Projekte wie das neue Gerätehaus und der Kita-Anbau warten
 

Die erste Sitzung der Gemeindevertretung nach der Corona-Pause nahm Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen zum Anlass, den Schafflundern für ihren ausgesprochen disziplinierten Umgang mit der Krise zu danken. Die Unterstützung der Senioren sei ein Beispiel von vielen, wie die ungewohnte Situation auch „viele noch mehr zusammengebracht hat“. Im Zuge der Lockerungen werde das Schwimmbad am heutigen Montag wieder öffnen, das Amtsgebäude öffnet seine Türen und, wie Christian Sinn ankündigte, wird auch die immer noch geschlossene Nospa in der nächsten Woche langsam zur Normalität zurückkehren.

Da die finanziellen Auswirkungen für die Gemeindekasse noch nicht absehbar sind, wird die Beleuchtung des Mühlenparks zunächst zurückgestellt. „Wir müssen und wollen verschieben oder eventuelle Einsparungen vornehmen“, sagte Volkert Petersen vom Finanzausschuss. Der Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr und der Kita-Erweiterungsbau am Lindenweg müssten nicht zuletzt wegen fehlender Fördermittel ebenfalls warten. „Aber es ist wichtig, dass wir die Pläne dafür in der Tasche haben“, sagte Best-Jensen. Hermann Mahler kündigte an, die Umgestaltung der Spielplätze nun in abgespeckter Version vorzunehmen, auch, weil etliche Geräte laut TÜV durchaus noch in Ordnung sind.

Von Stillstand konnte in den letzten Monaten trotzdem nicht die Rede sein. Die Bushaltestelle samt den Grünanlagen an der Kreuzung ist fertig, Banketten am Instenweg wurden aufgefüllt und die Sozialstation mit Tagespflege wird wohl im Juli/August bezogen. Im Zuge der Bemühungen um eine zweite Arztstelle gab es positive Nachrichten: Das Sozialministerium hat festgestellt, dass in Schafflund ein Sonderbedarf vorliege.

Eilentscheidungen der Bürgermeisterin wurden im Nachhinein von der Gemeindevertretung einstimmig genehmigt, darunter die Auftragsvergabe für den Abriss der Alten Post und des weißen Bungalows auf dem Areal des geplanten Gesundheitszentrums. Zuvor wird die Feuerwehr die leerstehenden Gebäude noch für eine Übung nutzen.

„Unsere Gemeinde ist immer gut in Schuss“, erklärte Best-Jensen, damit das so bleibe, sei die Einstellung einer zusätzlichen Saisonkraft für den Bauhof nötig und führe letztlich auch zu einer geringeren Fremdvergabe von Aufgaben. Während hier also mehr Arbeit vergeben wurde, musste in anderen Bereichen Kurzarbeit angeordnet werden, zum Beispiel für die Netzwerkerin der Gemeinde und die Mitarbeiter der Mensa. „Mensa und Sportanlagen bleiben aus Fürsorgepflicht weiterhin geschlossen“, sagte Volkert Petersen.

Die Gemeinde will sich am Windpark „Stoffeng Nord“ beteiligen, und zwar nicht nur mit dem bisher angebotenen Minimum von 10 Prozent. Einstimmig wurde beschlossen, über 25 Prozent zu verhandeln. „Mit den Einkünften aus dem Windpark können wir uns etwas für die Gemeinde leisten, was sonst nicht möglich wäre“, sagte Best-Jensen und verwies auf Beispiele im Amtsbereich. Die Beteiligung für die Bürger verringere sich zwar dadurch, dafür seien aber über die Gemeinde alle Bürger beteiligt und hätten etwas davon.

Weitere Beschlüsse:

Die 23. Änderung des Flächennutzungsplans „Süderdammacker“ nach den eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und Anwohner

Der Aufstellungsbeschluss für den „Windpark Stoffeng“

Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die „Gesundheitsversorgung“.

 

Quelle - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Schafflund investiert – aber vorsichtig
Foto: Schafflund investiert – aber vorsichtig

300 Mundschutze für die Sozialstation

(04. 04. 2020)

 „Es ist unfassbar, welche Solidarität uns als Sozialstation entgegengebracht wird“, sagt Kathrin Clausen (Foto, M.) Geschäftsführerin der Sozialstation in Schafflund . „So viel Zuspruch und Hilfsbereitschaft tut in dieser Zeit doppelt gut.“ In nur drei Tagen wurden von rund 20 Näherinnen 300 Mundschutze guter Qualität hergestellt – und komplett gespendet. „Jede Mitarbeiterin hat nun zehn bis 15 Stück bekommen, sodass sie nach den Hygienevorschriften häufig gewechselt werden können“, erzählt Pflegedienstleiterin Siglinde Sommer (rechts). Pflegefachkraft Dagmar Bartel und ihre Kolleginnen kommen gut damit zurecht und kochen sie abends in einem Kochtopf aus. Und die fleißigen Näherinnen können sich vor weiteren Anfragen kaum retten.

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: 300 Mundschutze für die Sozialstation
Foto: 300 Mundschutze für die Sozialstation

Corona-Schutz selbstgenäht

(30. 03. 2020)

Anja Nielsen aus Nordhackstedt und Carola Jacobs aus Hörup produzieren Gesichtsmasken – und haben viele Mitstreiter

 

Vor drei Wochen fing alles noch ganz klein an. Anja Nielsen aus Nordhackstedt hatte einen Aufruf der Berufsfeuerwehr in Essen gelesen, in dem dazu aufgefordert wurde, einen Behelfsschutz für Mund und Nase selbst zu nähen – als Alternative, falls es zu Lieferengpässen in Sachen Mundschutz kommen sollte. „Dann nähe ich sie doch gleich für meine Eltern und Schwiegereltern“, dachte sie sich. Doch dabei blieb es nicht. Aus dem Familien- und Freundeskreis kamen Anfragen, und so setzte sich die 52-jährige gelernte Arzthelferin an ihre Nähmaschine und nähte immer weiter. „Ich bin Frührentnerin, und Nähen ist mein Hobby und meine Medizin“, erzählt sie. Sie hält sich dabei genau an die Vorgaben: guter, gewaschener Baumwollstoff, dreilagig, Falten und ein Nasenbügel aus Metall. Inzwischen hat sie etliche Heftstreifen aufgekauft, um daraus die Metallstreifen zu entnehmen, die sich besonders gut eignen. Weil die eigenen Stoffvorräte nicht mehr reichen, bekommt sie Nachschub von Kersten Schmidt aus der „Prünstuv“ Joldelund, die zurzeit außer Haus liefert und Tüten einfach an die Tür hängt. Mehr als 60 Mundschutze hat Anja Nielsen inzwischen angefertigt: „Es tut gut, ein bisschen dazu beizutragen, dass es anderen gut geht.“ Doch die Nachfrage steigt unaufhörlich, deshalb startete sie eine Facebook-Anfrage: „Wer möchte mitmachen?“ Was daraufhin passierte, kann sie kaum fassen: „Die Resonanz ist überwältigend, rund 20 Frauen haben sich bei mir gemeldet und machen nun mit.“ Gerade hat sie 26 Mundschutze an die Arztpraxis in Großenwiehe geliefert. Dr. Robert Kruse ist froh über das Engagement: „Ich war zuerst skeptisch, aber man muss differenzieren zwischen Fremd- und Eigenschutz. Als Fremdschutz können sie wie OP-Masken funktionieren.“ Er fände es gut, wenn mehr Menschen diesen Schutz tragen würden, auch Verkäuferinnen, um andere vor Ansteckung zu bewahren. In seiner Gemeinschaftspraxis werden Risikopatienten geschützt, indem die Mitarbeiter Mundschutz tragen. Anders sieht es im abgetrennten Bereich aus, wo auch Corona-Tests durchgeführt werden: „Zum Eigenschutz tragen wir Schutzmasken der Kategorie FFP 2 oder FFP3 und Schutzkleidung.“ Allerdings gebe es hier Lieferschwierigkeiten, weil zuerst die Krankenhäuser versorgt werden, deshalb müssten sie eventuell mehrfach benutzt werden.

Über Lieferengpässe berichtet auch Kathrin Clausen, Geschäftsführerin der Sozialstation Schafflund: „Wir bekommen nichts mehr, haben es wochenlang versucht.“ Genähte Mundschutze seien zunächst abgelehnt worden, sagt sie, „doch jetzt ist die Not so groß, dass wir sie verwenden dürfen.“ Noch seien alle Mitarbeiter an Bord, freut sie sich, nur Angehörige der Risikogruppe hätte sie herausgenommen: „Meine Leute halten so toll durch, es ist Wahnsinn, was sie jetzt leisten.“ Deshalb habe sie sich auch über das Engagement von Carola Jacobs aus Hörup gefreut, die ebenfalls einen Aufruf zum Nähen von Mundschutzen gestartet hat. Rund 300 Stück werden gebraucht. „Allein in Hörup haben sich schon acht Frauen bei mir gemeldet“, erzählt Carola Jacobs. Inzwischen haben sich beide Frauen, die unabhängig voneinander initiativ geworden waren, miteinander kurzgeschlossen, um sich gemeinsam für die gute Sache zu engagieren.

 

Text - SHZ Helga Böwadt 

Foto zur Meldung: Corona-Schutz selbstgenäht
Foto: Corona-Schutz selbstgenäht

WER NÄHT MIT?

(27. 03. 2020)

Carola Jacobs aus Hörup hatte der Sozialisation Schafflund letzte Woche angeboten Mundschutz-Masken zu nähen.

Zu dem Zeitpunkt durften die einfachen Masken noch nicht eingesetzt werden.

Jetzt hat die Sozialstation die Freigabe erhalten und kommen auf das Angebot von Carola zurück ein "Masken-Nähen" zu organisieren.

 

 

  • Wenn du eine Nähmaschine hast

 

  • ein bisschen Zeit

 

  • Stoffreste

 

  • Lust zu unterstützen,

 

dann melde dich bei Carola per E-Mail und du erhältst nähere Infos: 

masken@grafik-kunst.de

 

Wenn du auch ohne Nähmaschine helfen möchtest, dann besteht auch die Möglichkeit mit Material diese Aktion zu unterstützen.

 

  • festem Baumwollstoff auf 90 Grad

 

  • gewaschen und keine "Putzlappen"

 

  • Schrägband 

 

Oder

Du wirst die Kontaktperson in deiner Gemeinde.

 

Geplant ist, dass in jeder Gemeinde, die die Sozialstation Schafflund betreut eine Person ist, wo die Masken angeliefert werden können. Dort werden sie dann  abgeholt. 

Die Sozialstation Schafflund betreut und pflegt Menschen in den Gemeinden Böxlund, Großenwiehe, Holt, Hörup, Jardelund, Lindewitt, Medelby, Meyn, Nordhackstedt, Osterby, Schafflund, Wallsbüll und Weesby.

 

 masken@grafik-kunst.de

 

Vorab schon tausend Dank die diese tolle Aktion unterstützen!

Foto zur Meldung: WER NÄHT MIT?
Foto: WER NÄHT MIT?

Ein Richtkranz für Sozialstation und Tagespflege

(17. 02. 2020)
 „Erst kürzlich wurde hier der Grundstein gelegt, nun wird schon ausgefegt.“ Dieser Richtspruch von Nachbar Manfred Heisch trifft den Nagel auf den Kopf. Der Neubau der Sozialstation und der Tagespflege im Zentrum Schafflunds geht zügig voran. Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen (Foto, 2.v.r.) als Bauherrin konnte mit Petra Klein (v.l.), Kathrin Clausen und Siglinde Sommer für die Sozialstation so manchen Kranz zum Richt- und Dichtfest entgegennehmen. Die reinen Baukosten beider Gebäude werden bei 1,36 Millionen Euro liegen, für die Tagespflege rechnet die Gemeinde mit Förderungmittel von 150.000 Euro. Die Sozialstation wird als Betreiber der Tagespflege Mieter beider Gebäude.
 
Text - SHZ rfr

Foto zur Meldung: Ein Richtkranz für Sozialstation und Tagespflege
Foto: Ein Richtkranz für Sozialstation und Tagespflege

Die Sozialstation Schafflund sucht

(31. 01. 2020)

Die Sozialstation Schafflund gGmbH ist ein ambulanter Pflegedienst im Amtsgebiet Schafflund mit ca. 50 Mitarbeitern.
Wir suchen ab sofort oder alternativ zum nächstmöglichen Zeitpunkt Mitarbeiter (w/m/d), für den Einsatz als Pflegefachkraft.
Die Vergütung erfolgt nach TVÖD-K und kann als 20 bis 30 Stunden-Vertrag vereinbart werden.
Ein Führerschein der Klasse B (3) ist Voraussetzung.
Gerne steht Ihnen bei Rückfragen unsere Pflegedienstleistung Frau Sommer, unter unserer Tel.-Nr. 04639 / 9666, zur Verfügung.
Bewerbungen bitte an bewerbung@sozialstation-schafflund.de senden.

Erste Pläne fürs Gesundheitszentrum

(18. 11. 2019)
Fortschritte beim Bau der Sozialstation in Schafflund / Entwurf für Ortskerngestaltung vorgestellt
 

 Es tut sich etwas im Ortszentrum von Schafflund. Der Fortschritt am Bau der Sozialstation und der Tagespflege lässt sich täglich verfolgen. Nun wurde der Öffentlichkeit eine erste Idee der Gestaltung des anliegenden Gesundheitszentrums plastisch vor Augen geführt. Tom Huber und Christian Bräuer, beide IGA-Haus Flensburg, präsentierten dies in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Dabei wurde ein möglicher Neubau der benachbarten VR-Bank einbezogen, die eine entsprechende Absicht bekundet hat. Das Gesundheitszentrum soll auf einer Fläche von mehr als 8000 Quadratmetern nicht nur Dienstleister des Gesundheitswesens beheimaten, sondern in den oberen Stockwerken auch Wohnzwecken dienen.

Im Rückzugsbereich an der Au im Süden wird zudem ein Gebäude mit voraussichtlich 21 Wohnungen von 50 bis 70 Quadratmetern Wohnfläche entstehen, die alle schwellenlos und barrierefrei sind. Diese Eigenschaft gilt für alle Gebäude in dieser Anlage, obere Etagen können mit Fahrstühlen erreicht werden. In den Randbereichen wird die Grundfläche mit 2,5 Geschossen in der Höhe bestmöglich ausgenutzt, zur Mitte der Anlage werden sie dann flacher mit nur einem Geschoss.

Der Innenbereich ist von vielen Standorten aus einsehbar und wirkt so sehr offen. Die vielen Parkplätze und andere Flächen sind geeignet, auch größere Veranstaltungen durchzuführen, ein regelmäßiger kleiner Wochenmarkt ist möglich. „Diese Anlage bietet die Chance, aus dieser Fläche so etwas wie ein neues Gemeindezentrum zu machen“, ist Planer Bräuer überzeugt. Insgesamt wird zirka ein Hektar Fläche in der Ortsmitte neu gestaltet.

Dienstleister wie Arzt, Sanitätshaus und Apotheke scheinen in den Gebäuden an der B 199 gesetzt zu sein. Für die übrigen bleibt die folgende Planung wohl flexibel. „Dieser Entwurf soll als Grundlage für alle weiteren Planungen dienen. Vor diesem nun etwas konkreteren Hintergrund sind gern noch weitere Dienstleister aus dem Gesundheitswesen eingeladen, sich hier für eine mögliche Ansiedlung mit uns in Verbindung zu setzen“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen.

„Die Gemeinde sollte bei diesem Schlüsselprojekt nun Gas geben, um attraktive Fördermittel zu erreichen“, empfahl der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein. Entsprechend beschloss die Gemeindevertretung, die weitere Planung mit Hochdruck voranzutreiben. Dazu müssen zunächst die Kosten für den Kernkomplex Gesundheitsversorgung ermittelt werden. Dies ist notwendig, um entscheiden zu können, ob bereits die Planung europaweit ausgeschrieben werden muss.

Um nun im weiteren Fortgang möglichst effektiv arbeiten zu können, wurde die Bildung eines Arbeitskreises beschlossen. Dieser wird die Umsetzung der Maßnahme in wöchentlicher Taktung begleiten und dazu mit entsprechenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet werden.

Es sind oft die vermeintlich nicht so gravierenden Themen, die die größten Diskussionen nach sich ziehen. Seit Sommer 2018 wird auf Amtsebene versucht, eine möglichst einheitliche Veröffentlichung der Kontaktdaten von Mandatsträgern für die Bürger zu erreichen. Auch in Schafflund gab es keine Einigung, da einige Gemeindevertreter ihre Telefonnummer nicht auf der Homepage des Amtes veröffentlicht haben möchten, auch wenn diese Daten im Telefonbuch oder über die Parteien ohnehin schon öffentlich sind. „Möge jeder noch einmal in sich gehen“, sagte Best-Jensen, bevor die Vertretung die Angelegenheit mit acht von zwölf Stimmen vertagte.

Nachdem Klaus Schmitz aus beruflichen Gründen vom Vorsitz des Haupt- und Finanzausschuss zurückgetreten war, wurde Volkert Petersen einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Verschiedene Straßen- und Pflasterarbeiten im Dorf wurden für 15.290 Euro in Auftrag gegeben.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Erste Pläne fürs Gesundheitszentrum
Foto: Erste Pläne fürs Gesundheitszentrum

Mehr Platz für die Sozialstation

(21. 10. 2019)

Für 1,3 Millionen Euro entstehen in der Schafflunder Ortsmitte zwei neue Gebäude

 

Was lange währt, wird endlich gut: Sozialstation und Tagespflege im Amtsbereich Schafflund befinden sich nun in der Bauphase. Kein Wunder, dass die Beteiligten beim ersten Spatenstich große Freude ausstrahlten, war der jahrelange Weg bis zur Realisierung doch mühsam und steinig (wir berichteten). „Alle Beteiligten sind sehr zufrieden – es ist ein gelungenes Bauvorhaben“, resümierte nun Jörg Hauenstein von der Amtsverwaltung.

Für rund 1,3 Millionen Euro entstehen in der Ortsmitte ein eingeschossiges Gebäude mit ausbaufähigem Dach für die Sozialstation mit ihren 60 Mitarbeitern und südlich davon das Haus der Tagespflege mit bis zu 15 Plätzen, ebenfalls eingeschossig. Für die Tagespflegeeinrichtung hat die Aktivregion 150.000 Euro Fördermittel bewilligt. Kathrin Clausen, Geschäftsführerin der Sozialstation, kann es kaum erwarten, ihren Mitarbeitern angemessene Büros und Besprechungsräume bieten zu können, sind die derzeitigen Bedingungen in der Mühlenscheune doch überaus beengt. „Wir sind schon voll dabei, Bewerbungen zu sichten und Besetzungen für die Tagespflege zu planen“, sagte sie.

Architekt Andree Hansen rechnet mit der Fertigstellung des Bauvorhabens im April/Mai 2020: „Wir haben gute regionale Firmen beauftragt.“ Die Firmen Abild (Sozialstation) und Jürgensen & Voigt (Tagespflege) erstellen jeweils den Rohbau, wofür im Moorbereich an der Au allerdings eine Pfahlgründung erforderlich ist. Für die Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten der Sozialstation in der Mühlenscheune gibt es schon Ideen. „In das ehemalige Café kann der Bürgerverein mit seinem Archiv einziehen“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. Möglich seien dann zum Beispiel Themenausstellungen für die Öffentlichkeit. Außerdem solle hier ein festes Bürgermeisterbüro seinen Platz finden. Das Standesamt wird weiterhin im Bürgerhaus verbleiben.

„Dieser erste Bauabschnitt ist Teil des Gesamtprojekts Gesundheitszentrum, das im Rahmen der Dorfentwicklung von den Bürgern gewünscht wurde und als Schlüsselprojekt mit Bundesmitteln gefördert werden kann“, stellte Hauenstein fest. Es werden Wohnungen für Ältere und für Menschen mit Handicap entstehen, die die Dienste der Sozialstation in Anspruch nehmen können. Die Planungen für ein weiteres zweigeschossiges Gebäude sollen gemeinsam mit den Dienstleistern entstehen. „Wir schließen Vorverträge ab und berücksichtigen die Wünsche“, erklärte Best-Jensen. Arztpraxis, Apotheke und Sanitätsbedarf seien geplant, darüber hinaus gebe es Bewerbungen aus den Bereichen Psychotherapie, Heilpraktiker und Chiropraktiker.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Mehr Platz für die Sozialstation
Foto: Mehr Platz für die Sozialstation

Bericht aus der letzten Gemeindevertretersitzung

(20. 02. 2019)
Kreisverkehr belastet Haushalt
Für Bau der Sozialstation veranschlagt Schafflund 1,15 Millionen Euro / Gemeinde will Aufstellen von Werbetafeln kontrollieren
 

„Der Baubeginn für den Kreisverkehr steht unmittelbar bevor“, teilte Schafflunds Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung mit. Genaueres solle allen Interessierten schon bald auf Informationsveranstaltungen mitgeteilt werden.

Investiert werden 370.000 Euro, dies sieht der fünf Millionen Euro umfassende Haushalt der Gemeinde vor. Er schließt mit einem Minus von 438.000 Euro ab. Zwar hat sich die Einnahmesituation verbessert, aber umfangreiche Investitionen und erhöhte Abschreibungen stehen verstärkt dagegen. „Wir werden damit rechnen müssen, dass wir zu Konsolidierungsmaßnahmen aufgefordert werden“, erläuterte Best-Jensen. Mögliche Stellschrauben habe man bereits im Visier. Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein merkte an, dass eine stetig wachsende Gemeinde wie Schafflund zu denen gehöre, die mit mehr als 50 Prozent ein Übermaß an der Deckung der Kita-Kosten schultere. Er äußerte die Hoffnung, dass das neue Kita-Finanzierungsmodell des Landes dies ändern werde. „Die Hoffnung der Gemeinden auf eine Besserung stirbt zuletzt“, merkt er an. Für den Bau der neuen Sozialstation mit Tagespflege, der größten Investition, sind 1,15 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Für diesen Zweck sind auch 328.000 Euro für den Grundstückserwerb bei der Apotheke vorgesehen, womit sich dann das gesamte zu bebauende Areal im Besitz der Gemeinde befände. Ein weiterer Grunderwerb ist mit 120.000 Euro für die Erweiterung der Kita geplant.

Schafflund verfügt zudem über Zuweisungen so genannter Zentralortsmittel in Höhe von 410.000 Euro. Damit werden vorwiegend Maßnahmen der Schule, des Jugendclubs und des Schwimmbades finanziert. Letzteres soll in diesem Jahr eine Schwimmbecken-Abdeckung für 50.000 Euro erhalten.

Das Erscheinungsbild des Dorfes wurde schon häufig diskutiert, so auch die Werbeschilder an der Bundesstraße. „Heimische Werbung in verträglichem Maße: ja“, stellte Best-Jensen fest. Ein Dorn im Auge ist der Gemeindevertretung jedoch eine überdimensionale Werbetafel, die auf Privatgrund steht. Nachdem nun ein weiterer Bauantrag für eine ähnliche in unmittelbarer Nähe gestellt wurde, reagiert die Gemeinde. Für die Randbereiche der B 199 wird nun eine Werbeanlagensatzung erstellt. Um den Bauantrag rechtswirksam zurückstellen zu können, musste allerdings für den Teilbereich der beantragten Werbetafel gleich ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Satzung und Planung kosten 11.500 Euro.

Völlige Neuorientierung ist bei der Schwimmbadbeheizung geboten. „Wir müssen derzeit ganz konventionell mit Öl heizen, was weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll ist“, führte Klaus Schmitz, Vorsitzender des Schwimmbad-Vereins und des Finanzausschusses, aus. Ziel sollte die Versorgung der Einrichtungen mit kostengünstiger und umweltschonender Technik sein. Daher wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, bei dem der Bedarf von Schwimmbad und Schule verbunden werden soll.

Für den Schulausschuss teilte Volkert Petersen mit, dass mit Jan Lietzau der einzige Bewerber auf die frei werdende Schulleiterstelle an der Grund- und Gemeinschaftsschule gewählt wurde. Lietzau wohnt in Schafflund und leitet derzeit die Grundschule in Leck.

Weitere Beschlüsse:

Der Mühlenpark soll eine dezente Beleuchtung erhalten.

Die Kita „Großer Regenbogen“ bekommt für 5000 Euro ein neues Spielgerät.

Die Ringstraße in der Erweiterung des Baugebietes wird „Süderdammacker“ heißen.

Der Parkplatz an der Mühlenscheune wird gepflastert.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen 

Foto zur Meldung: Bericht aus der letzten Gemeindevertretersitzung
Foto: Bericht aus der letzten Gemeindevertretersitzung

Die Sozialstation Schafflund sucht Mitarbeiter

(12. 02. 2019)
Die Sozialstation Schafflund gGmbH ist ein ambulanter Pflegedienst im Amtsgebiet Schafflund mit ca. 50 Mitarbeitern.
Wir suchen ab sofort oder alternativ zum nächstmöglichen Zeitpunkt Mitarbeiter (w/m/d), für den Einsatz im hauswirtschaftlichen Bereich.
Die Vergütung erfolgt nach TVÖD-K und kann auf geringfügiger Basis oder als 10 bis 15 Stunden-Vertrag vereinbart werden.
Ein eigener PKW und ein Führerschein der Klasse B (3) ist Voraussetzung.
Gerne stehen wir bei Rückfragen unter unserer Tel.-Nr. 04639 / 9666 zur Verfügung.
Bewerbungen bitte an bewerbung@sozialstation-schafflund.de senden.

Foto zur Meldung: Die Sozialstation Schafflund sucht Mitarbeiter
Foto: Die Sozialstation Schafflund sucht Mitarbeiter

Führungswechsel in der Sozialstation

(16. 01. 2019)

Abschiedsfeier für Leiter Helmut Neizel / Kathrin Clausen übernimmt seinen Posten

 

Helga Böwadt Schafflund Aus seinem Abschied solle „nicht so eine große Sache gemacht werden“, hatte sich Helmut Neizel gewünscht. Doch das Team der Sozialstation ließ seinen Chef nach 23 Jahren als Geschäftsführer nicht einfach so gehen und gestaltete einen festlichen Rahmen in den eigenen Räumen in der Mühlenscheune. Karen Olsen, bisherige Pflegedienstleiterin, hob besonders die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter unter seiner Leitung hervor: „Alle arbeiten hier gerne. Sie haben uns immer Ihr Vertrauen geschenkt.“

Einen Blick zurück auf die Anfänge richtete Jörg Hauenstein, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Schafflund. Als 1995 unter Norbert Blüm die Pflegeversicherung eingeführt wurde, habe man sich nach langen Diskussionen in Bürgermeisterrunden für eine kleine Lösung im Amtsbereich entschieden – und sei gut damit gefahren. „Es war mir eine Ehre, den Grundstein für unsere Sozialstation mit gelegt zu haben“, sagte Hauenstein, der für die Gesellschafter sprach. Mit Arved Oelsner als Pflegedienstleiter und den Kompetenzen des Unternehmensberaters Helmut Neizel für den kaufmännischen Part habe man 1996 ein „perfektes Duo“ für den Start gewinnen können. Die Phase des Aufbaus und der Weiterentwicklung sei von Vertrauen und Respekt geprägt gewesen: „Ich habe die Zusammenarbeit mit Helmut Neizel genossen.“

Mit nur acht Mitarbeitern in der Pflege fing dann alles in den Räumen des Gemeindehauses Nordhackstedt an. Heute beschäftigt die Sozialstation rund 60 Pflegekräfte, inklusive Verwaltungsangestellte. Arved Oelsner, Pflegedienstleiter bis 2011, erinnerte an den damaligen „Sprung ins kalte Wasser“: „Wir fingen bei Null an, haben sogar unser eigenes Patienten-Verwaltungsprogramm entwickelt.“ Es gab eben keine Vorbilder, aber Neizel habe in seiner gerechten, ruhigen Art allen Halt gegeben. „Den „Chef“ habe ich nie gemerkt“, so Oelsners Resümee.

Den Optimismus Neizels, seine Geduld und seine ruhige Hand auch in den schwierigen Zeiten, die die Mitarbeiter der Sozialstation durchstehen mussten, stellte Pastorin Iris Rönndahl in ihrem Grußwort heraus und zitierte dazu den Bibelspruch: „Ein Geduldiger ist besser als ein Starker.“ Worte der Anerkennung fand Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel, der seinen Dank „im Namen der Menschen“ aussprach, die über 23 Jahre von der Sozialstation so gut betreut wurden.

Für Helmut Neizel selbst war das Wichtigste in einer guten Zusammenarbeit ebenfalls das Vertrauen. An die Mitarbeiter gerichtet sagte er: „Ihr habt es mir immer leicht gemacht, euer Chef zu sein.“ Der Abschied falle ihm leicht. Er könne frohen Herzens gehen, habe er doch in Kathrin Clausen aus Osterby eine großartige Nachfolgerin, die in seinem Sinne weitermachen würde. Und jetzt habe er mehr Zeit für sein Hobby, die Fotografie, und seine Enkel.

Gleichzeitig mit dem Antritt der neuen Geschäftsführerin wechselte zum Jahresbeginn die Pflegedienstleitung. Nach acht Jahren übernimmt Karen Olsen aus privaten Gründen nun wieder die Stellvertretung. Kathrin Clausen dankte ihr für ihr großes Engagement. Neue Pflegedienstleiterin ist ihre bisherige Stellvertreterin Siglinde Sommer.

 

Text - SHZ böw

 

Foto zur Meldung: Führungswechsel in der Sozialstation
Foto: Führungswechsel in der Sozialstation

Senioren spenden Zeit

(19. 12. 2018)

Auf Einladung der Kirchengemeinde, der Landfrauen und der politischen Gemeinde fand im Landgasthof Utspann in Schafflund die diesjährige Weihnachtsfeier für Senioren statt. Zum Schluss füllte sich schnell ein Spendenteller, sodass Maren Matzen von den Landfrauen nun eine kleine Weihnachtstüte mit 309 Euro der Sozialstation übergeben konnte. „Jedes Jahr spenden die Senioren für unterschiedliche Institutionen in unserer Gemeinde“, erzählt sie. „Diesmal möchten wir Zeit schenken.“ Pflegedienstleiterin Karen Olsen freut sich über die finanzielle Hilfe, mit der ihre Mitarbeiter etwas mehr Zeit für Gespräche mit den Patienten erhalten können: „Eine Tasse Kaffee anzunehmen und dabei miteinander zu reden ist ein Stück Therapie.“ Grundsätzlich seien ihre 60 Mitarbeiter jedoch glücklicherweise nie unter Druck, durch den Einsatzplan hetzen zu müssen. Gelegenheit zum Zuhören sei über die eigentliche Pflege immer möglich – doch durch zusätzliche Spenden werde der Freiraum dafür größer.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Senioren spenden Zeit
Foto: Senioren spenden Zeit

Gesundheitsversorgung im Zentrum

(07. 12. 2018)
Anfang 2019 rollen an der Kreuzung Hauptstraße (B 199), Nordhackstedter Straße und Bahnhofsring die Bagger an und beginnen mit den Arbeiten für einen den Verkehrsfluss fördernden Kreisverkehr. Gleichzeitig ist dies der Auftakt zu einer größeren Umgestaltung des südwestlich gelegenen Areals: Auf dem Gelände des früheren Spar-Marktes und der alten Post plant die Gemeinde ihre „Gesundheitsversorgung im Zentrum“.

Auf dem geräumten Areal an der Nordhackstedter Straße wird eine neue Tagespflege gebaut werden, die fürs ganze Amt zuständig ist. Auch die bisher in der Alten Mühlenscheune angesiedelte Sozialstation erhält hier neue und größere Räume. Konkret angedacht ist zudem der Bau barrierefreier Wohnungen für Senioren oder Menschen mit Behinderung, die durch die Nachbarschaft zur Sozialstation den Übergang zum Betreuten Wohnen ermöglichen würden.

Zu den zukunftsorientierten Überlegungen gehört außerdem der Bau zweier zusätzlicher Gebäude: In dem einen könnte eine weitere Arztpraxis für Allgemeinmedizin für den Ort angesiedelt werden, eventuell zusammen mit anderen Dienstleistern aus dem Bereich Gesundheitsversorgung. Ein Gemeinschaftsraum samt Bistro könnte als allgemeiner Treffpunkt entstehen, auch Raum für Veranstaltungen bieten. In dem Zusammenhang könnte ein Appartement für Besucher der Seniorenwohnungen eingerichtet werden. Baubeginn für Tagespflege und Sozialstation ist im kommenden Frühjahr, bezugsfertig sollen sie bis November sein.

Um das Gelände mit insgesamt rund 8500 Quadratmetern zu arrondieren, würde sich die Gemeinde freuen, wenn auch die bestehende Geest-Apotheke in einem neuen Kontext ihren Standort beibehalten würde. „Die Gemeinde investiert erheblich in dieses Gesundheitsprojekt für die aktuell 2675 Einwohner Schafflunds sowie des Amtes. Wir hoffen, dass in fünf Jahren alles fertig ist“, sagt Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen.

Privaten Investoren, die sich ebenfalls in diesem Projekt engagieren wollen, steht sie gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

 

Text -SHZ Rainer Fischer

Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume

(24. 09. 2018)
Kein Platz für neue Azubis
– Polizeistation soll weichen
 

 Der Weg in die Amtsverwaltung ist derzeit mühselig. Er führt durch ein Labyrinth von Absperrungen, da der Parkplatz „auf links gedreht“ ist und vollkommen neu gebaut wird. „Die Arbeiten gehen zügig voran, bis Mitte Oktober werden sie und damit die Beeinträchtigungen für Besucher und Anwohner beendet sein“, berichtete Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen dem Amtsausschuss.

Bau der Sozialstation wird konkret Damit wäre die räumliche Enge vor der Verwaltung gelöst, die Enge im Gebäude wird eine der Aufgaben der neuen Wahlzeit sein. „Wenn 2019 unser jetziger Auszubildender übernommen wird, können wir keinen neuen einstellen, da wir schlichtweg keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen können“, machte Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel die angespannte Lage deutlich. Im Gebäude ist noch die Polizeistation untergebracht. Der entsprechende Mietvertrag läuft 2021 aus und sollte nach Auffassung von Krumbügel auch nicht verlängert werden, um ein bedarfsgerechtes Raum- und auch Personalkonzept entwickeln und umsetzen zu können. Ein Verbleib der Polizeistation in Schafflund sei aber gesichert. Der Ausschuss beschloss, die Parkplatzfläche für die Polizeifahrzeuge im Rahmen der Umgestaltung nun um zwei Meter zu verlegen. Dies kostet zwar 10 000 Euro, lässt aber die Option einer späteren Erweiterung des Amtsgebäudes offen, ohne dann eine Parkplatzfläche auflösen zu müssen.

Auch für die Sozialstation, deren Mehrheitsgesellschafter das Amt ist, zeichnet sich nun die Lösung für ihre Raumprobleme ab. Der Neubau mit einer angegliederten Tagespflege im Ortszentrum Schafflunds wird konkret, die Mietverträge zwischen den beteiligten Gemeinden des Amtes und der Gemeinde Schafflund als Bauträger wurden gebilligt. Vorangestellt wurde hier auf Anregung der Gemeinde Jardelund eine Präambel, die die Möglichkeit eröffnet, dass im Falle einer Erweiterung der Tagespflege eine entsprechende Niederlassung auch im Bereich Medelby oder Großenwiehe als Zweigstelle eingerichtet werden kann.

Insgesamt 60 Mitarbeiter sind für die Sozialstation tätig, die Pflegekräfte versorgen in 2000 Stunden im Monat 200 Patienten. Inzwischen übersteigt der Umsatz die Millionengrenze. Erstmals werde es mit der Wirtschaftlichkeit etwas enger, wie Geschäftsführer Helmut Neizel ausführte. Der Grund liege im Moment einfach darin, dass Patienten plötzlich vermehrt verstorben sind, womit Umsatz überraschend wegfällt. Die Situation werde nun genutzt, um Überstunden abzubauen. „Wir beginnen nun etwas Neues und da ist es sinnvoll, dies auch mit jemand Neuem zu tun“, sagt Neizel, der nach 23 Jahren als Geschäftsführer seit Gründung der Sozialstation nun in den Ruhestand geht. Seine Nachfolgerin wird zum 1. Oktober Kathrin Clausen. Die 29-Jährige ist in Jardelund aufgewachsen, wohnt mit ihrer Familie in Osterby, hat in Flensburg Internationales Management studiert und leitet seit 2013 die Personalabteilung von Adelby 1 (Kinder- und Jugenddienste). „Ich habe Lust auf diese Herausforderung, zumal sie sich in der Region stellt, in der ich lebe“, freute sich Clausen auf ihre zukünftige Tätigkeit.

Um das Gebäude der Amtsverwaltung nun barrierefreier zu gestalten, wurde beschlossen, einen Hublift einzubauen. Er soll Rollstuhlfahrern erlauben, die Sitzungsräume im ersten Stock zu erreichen. Die Kosten hierfür werden auf 28 000 Euro veranschlagt. Auf eine weitere gravierende Herausforderung für die nächsten Jahre wies der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein hin: Bis 2022 müsse das Online-Zugangsgesetz umgesetzt werden. Danach sei man verpflichtet, sämtliche etwa 600 Verwaltungsleistungen online anzubieten.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume
Foto: Schafflunder Amtsverwaltung braucht dringend zusätzliche Räume

Tauziehen um die Tagespflege

(27. 03. 2018)
Gemeinde Schafflund möchte die medizinische Versorgung für das Amt im Ort bündeln / Nicht alle Gemeinden stehen hinter den Plänen
 
Im September 2016 hat der Amtsausschuss Schafflund in einem Beschluss die Notwendigkeit gesehen, sich um ein „räumliches Zusammenwirken von Sozialstation und Tagespflege“ einzusetzen. Seitdem gab es wenig Bewegung in der Angelegenheit. Seit geraumer Zeit arbeitet nun die Gemeinde Schafflund an einer Lösung, um Sozialstation und Tagespflege an einem Ort zusammenzuführen. Bislang geführte Diskussionen in den Ausschüssen des Amtes blieben jedoch ergebnislos. Um noch einmal alle Beteiligten zu einem Informationsaustausch an einen Tisch zu bringen, hatte jetzt Schafflund eingeladen.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Jörg Hauenstein wies darauf hin, dass alle beteiligten Gemeinden gleichlautende Beschlüsse fassen müssten, wenn sie die Aufgabe Tagespflege auf das Amt übertragen wollen, um sie an die Sozialstation anzudocken.

„Wir kümmern uns sehr um unsere Lütten“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen, „und das darf bei den Senioren nicht aufhören. Wir sollten den Schulterschluss machen und sagen, wir machen es gemeinsam!“. Die Gemeinde habe eine größere Fläche im Ortskern erworben. Dort könne eine Sozialstation entstehen, mit ausreichend Raum für die fast 60 Mitarbeiter. In direkter Nachbarschaft soll dann auch eine Tagespflege mit 15 Plätzen eingerichtet werden, die über eine Terrasse mit einer Ruhezone bis zur Au verfügen wird. Auf dem Nachbargrundstück soll ein Gebäude für eine Arztpraxis entstehen, die als Zweigbetrieb ergänzend zur vorhandenen Hausarztpraxis geführt werden kann. Die Gemeinde Schafflund sei bereit, die Räumlichkeiten für die Sozialstation und die Tagespflege für einen Mietzins unter der ortsüblichen Höhe zur Verfügung zu stellen.

Helmut Neizel, Geschäftsführer der Sozialstation, zeigte auf, dass die Tagespflege dazu diene, pflegenden Angehörigen ein paar Stunden Entlastung zu verschaffen. In der Umgebung schießen diese Einrichtungen wie Pilze aus dem Boden, nur im Bereich Schafflund gehe es nicht voran. Für eine Auslastung der Einrichtung sieht er keine Probleme, ein entsprechendes Gutachten ist dem Amtsausschuss bekannt. Er erinnerte daran, dass die Sozialstation inzwischen 50 Mitarbeitern aus dem Amtsbereich einen Arbeitsplatz bietet. Zum Standort in der Ortsmitte merkte er an: „Es ist erwiesen, dass auch die Tagespflege an einem Ort sein sollte, wo viel Leben ist und nicht abseits von jeglichem Geschehen.“

Die beauftragten Anwälte Benjamin Pfannkuch und Christian Wiegert haben das Vorhaben nach allen Aspekten des Sozial-, Kommunal- und Gesellschaftsrechts beleuchtet und sehen keine wesentlichen Hindernisse zur Umsetzung durch die Gemeinden.

Ein Wermutstropfen gab es aber dennoch: Mit 40 Teilnehmern von 130 möglichen war das Interesse aus den Gemeinden an der Veranstaltung relativ gering. Angelika Stengel, Gemeindevertreterin aus Böxlund, brachte es auf den Punkt: „Ich finde es völlig inakzeptabel, und ich weiß nicht, ob ich traurig oder wütend sein soll, dass hier drei Gemeinden überhaupt nicht erscheinen“, sagte sie und deutete auf die leeren Tische für die Vertreter aus Medelby, Weesby und Osterby. Namentlich von Thomas Jessen, Bürgermeister aus Osterby, war in der Vergangenheit die stärkste Kritik an dem Vorhaben geäußert worden. „Offenbar haben schon einige Gemeinden mit den Füßen abgestimmt, indem sie hier nicht antreten“, folgerte Volkert Petersen, stellvertretender Bürgermeister aus Schafflund.

Es ist nun geplant, dass sich die Gemeinden bis zum 18. April äußern mögen, damit man dann entscheiden kann, in welcher Weise das Vorhaben umgesetzt werden kann.

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

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