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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Schleswig-Flensburg Nordkirche

Vorschaubild

Die deutsche Kirche findet man in unserer Nachbargemeinde Nordhackstedt, mit Friedhof, Gemeindehaus und Pastorat. Die Dörfer Schafflund, Hörup, Linnau und Riesbriek gehören zur Kirchengemeinde dazu. Vor ca 800 Jahren war Nordhackstedt wahrscheinlich ebenso groß wie Schafflund.

Unsere Kirchengemeinde ist eine typische Landgemeinde mit dem gesamten Angebot der Begleitung: der Taufe, der Konfirmation, der Hochzeit, der Beerdigung. Alle diese Besonderheiten finden in unserer Kirche statt.

In der Regel findet jeden Sonntag um 10 Uhr der Gottesdienst statt, am ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr der Kindergottesdienst.

Die Konfirmanden treffen sich einmal im Monat einen ganzen Tag lang zum Konfirmandentag. An jedem 2.Mittwoch im Monat trifft sich nachmittags der Seniorenkreis im Gemeindehaus. Jeden Montag-Abend trifft sich der Kirchenchor.

Zu unserer Kirchengemeinde gehören 2 evangelische Kindergärten in Schafflund, der „Große Regenbogen“, der „Kleine Regenbogen“ und die „Kleine Arche“, die regelmäßig von Pastor Stahnke besucht werden. Pastor Frithjof Stahnke ist schon über 25 Jahren in der Nordhackstedter Kirchengemeinde tätig.

Das Büro ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 9-12 Uhr geöffnet

Telefon: 04639-342

 

Unter dieser Nummer erreichen Sie auch den Pastor, Frithjof Stahnke.
 

Die St.-Jürgen-Kirche zu Nordhackstedt ist ein schlichter romanischer Feldsteinbau aus dem 12. Jahrhundert. Auch der Taufstein aus Granit stammt aus dieser Zeit. 1897 wurde der einschiffige Kirchenraum mit rechteckigem Chor nach Westen verlängert und mit einem Turm versehen. Der breite gotische Chorbogen ist ausgeschmückt mit spätgotischer Malerei.

 

Zu sehen sind ein rotes Rankenwerk mit Punktrosetten, darunter in rechteckigen Feldern an der nördlichen Bogenleibung eine Darstellung des Abendmahls und an der südlichen Seite der Sündenfall. Die Bemalung wurde 1926 entdeckt und 1927 freigelegt und restauriert.


Über dem Chorbogen findet man die 1284 in Eiche geschnitzte Passionsfolge mit Kruzifix in rechteckigem Rahmen als fast vollplastisch geschnitzte Figurengruppen aus zweimal vier Bogenarkaden mit Reliefs.


Sehenswert ist auch die Plastik der Heiligen Anna Selbdritt, sitzend auf einer breiten Bank, aus dem späten 15. Jahrhundert und die spätgotische Standfigur der gekrönten Maria, die mit der linken Hand das nackte Jesuskind hält und die Rechte zum Segen erhebt. Die Heilige Anna Selbdritt ist heute auf einer Konsole neben dem Chorbogen zu finden, Maria mit dem Jesuskind in der Nische des zugemauerten Nordportals.


Termine der Kirche:

www.kirchenkreis-schleswig-flensburg.de


Aktuelle Meldungen

Sarah Hertel ist neue Pastorin

(18. 11. 2021)

In einem Gottesdienst wurde neben ihrer Einführung die Gründung des Pfarrsprengels Nördliche Geest gefeiert


Zum offiziellen Auftakt der Gründung des Pfarrsprengels „Nördliche Geest“ füllten Mitglieder aller beteiligten Kirchengemeinden aus Medelby, Wallsbüll, Nordhackstedt, Großenwiehe und Handewitt die Handewitter Kirche und erlebten einen Festgottesdienst, der Aufbruchstimmung vermittelte und musikalisch von der Kantorei und dem Handewitter Bläserchor umrahmt wurde.
„Kirche hat sich immer erneuert und verändert“, sagte Pröpstin Carmen Rahlf und verwies auf das zentrale Anliegen von Kirche: „Wie kann der Geist Gottes den Menschen nahe gebracht werden?“ Und sie versprach, dass trotz Reformierung und neuer Konzepte die kirchlichen Angebote weiterhin gewährleistet seien.
In welcher Form das in Zukunft sein wird, erfuhren die Besucher anhand eines Videos. Symbolisch wurde ein Baustein von den Pastorinnen und dem Pastor vor den Altären der jeweiligen Kirchen weitergereicht - nicht zuletzt, um den Teamgeist, der sich in kurzer Zeit bereits entwickelt habe, zu unterstreichen. „Wir leben in der Tradition und wagen Neues“ schien bei allen Konsens zu sein – und eine offensichtliche Begeisterung für den Schritt, gemeinsam Verantwortung zu tragen, Ideen zu entwickeln und viele Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Das gilt künftig sowohl für die Konfirmanden als auch für die Kita-Kinder, und auch die Seniorenarbeit wird anders strukturiert. „Einiges, was wir lieben, wird nicht mehr so sein“, meinte Pastor Arne Gerundt, „aber wir haben viel Schwung und Lust auf einen Aufbruch, deshalb erbitten wir dafür Gottes Segen.“ Den erteilte die Pröpstin in einer feierlichen Zeremonie den sechs Pastoren aus fünf Kirchengemeinden, die von Vertretern der Kirchengemeinderäte begleitet wurden.

Gemeinde in Aufbruchstimmung

Zu ihnen gehörte auch Sarah Hertel, die als neue Pastorin des Sprengels vorgestellt wurde. Neben ihren Schwerpunkten in der „Nördlichen Geest“ nimmt sie alle Alltagsaufgaben in der ihr zugeordneten Kirchengemeinde Nordhackstedt wahr.
Und in den zwei Monaten, die sie bereits im Dienst ist, hat sie schon etliche Amtshandlungen von der Taufe bis zur Beerdigung durchgeführt – und viele Menschen kennengelernt. „Glaubensfröhlichkeit, Herzlichkeit und eine unkomplizierte Art“ bescheinigte ihr Carmen Rahlf, beste Voraussetzungen, Vertrauen in der Kirchengemeinde aufzubauen und „sich bei uns zu Hause zu fühlen“, wie es Bürgermeisterin Anja Stoetzel später ausdrückte.
Sarah Hertel kam nach dem Abitur aus Sindelfingen in den Norden, studierte zunächst Vermittlungswissenschaft in Flensburg bis zum Bachelor. „Doch ich wollte keine Lehrerin sein, es war mein Traum, Pastorin zu werden“, sagt die 34-Jährige, die die Kirche immer als ihr Zuhause empfunden hat. Also nahm sie ihr Theologiestudium in Kiel auf, schob ein Semester in Thessaloniki ein, und absolvierte ihr Vikariat in Kaltenkirchen.
Als ihr die erste Stelle zugewiesen wurde, hat sie sich gleich auf das neue Aufgabenfeld im Pfarrsprengel und in Nordhackstedt gefreut. „Mir ist wichtig, dass die Menschen gut betreut sind, Seelsorge erfahren und die Kirche zukunftsfähig bleibt“, sagt sie und fügt ihr wichtigstes Anliegen hinzu: „Ich bin als Pastorin für alle immer ansprechbar.“ Als ausgebildete Hospizbegleiterin und Mitglied im Arbeitskreis Orthodoxie bringt sie viele Erfahrungen mit.

 

Quelle - SHZ Helga Böwadt

 

Pastoren

 

Foto zur Meldung: Sarah Hertel ist neue Pastorin
Foto: Sarah Hertel ist neue Pastorin

Emotionaler Abschied von Frithjof Stahnke

(27. 09. 2021)

Rund 350 Personen waren beim letzten Gottesdienst „ihres“ Pastors dabei


Für die Kirchengemeinde Nordhackstedt geht eine Ära zu Ende. Nach fast 35 Jahren an einem Ort wurde Pastor Frithjof Stahnke in einem feierlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Der Predigttext für seinen letzten Gottesdienst entstammte den alttestamentarischen Klageliedern. Aber, „sie sind mir eher fremd“, bekannte er.
Im Gegenteil: „Güte, Barmherzigkeit, Treue und Vertrauen empfinde ich in Verbindung zu Gott.“ Oder etwas salopper ausgedrückt, sei bei ihm das Glas immer halbvoll. „Manche meinen auch, ich rede die Dinge schön.“ Doch genau dieser positiven Grundhaltung und seiner Zugewandtheit zu den Menschen verdankt er seine große Beliebtheit - ein Seelsorger im besten Sinne.
„Du hast der Verkündigung des Evangeliums einen Weg gebahnt“, sagte Pröpstin Carmen Rahlf, als sie ihn von seinen Aufgaben entpflichtete, und hob einige Schwerpunkte seines langjährigen Dienstes hervor. Von der intensiven Betreuung der Jüngsten in den beiden evangelischen Kindergärten über das „Sommermodell“ der Konfirmandenarbeit bis hin zur Ausbildungstätigkeit in der Seelsorge des Hospizes habe er sich aller Generationen angenommen.
Und sie erwähnte eine Besonderheit: „Man wusste, am Freitagmorgen bist du nicht erreichbar, weil du deine Patienten im Krankenhaus besuchtest.“ Weil die Nordhackstedter Kirche nur wenige Menschen hätte aufnehmen können, fand der Abschiedsgottesdienst in der Mehrzweckhalle in Schafflund statt. Trotz des ungewohnten und etwas nüchternen Rahmens eine richtige Entscheidung, denn rund 350 Personen ließen es sich nicht nehmen, „ihren“ Pastor persönlich zu verabschieden.

Ovationen für den Pastor

Und als Kerstin Bogensee „Sei behütet auf deinen Wegen“ sang, am Keyboard begleitet von Meike Böhm, wurde so manches Taschentuch hervorgeholt - die Traurigkeit über den Abschied stand vielen ins Gesicht geschrieben und brach sich Bahn in stehenden Ovationen. Humorvoll und fröhlich ging es dagegen auf dem anschließenden Empfang zu.
Pastor Andy Hoth, der letzte von vier Vikaren, die in Nordhackstedt ausgebildet wurden, meinte: „Du hast mir Zeit und Raum geschenkt - und mich zuverlässig und mit viel Humor begleitet.“
Einen Apfelbaum mit vielen symbolischen Wünschen überreichten Andreas Andresen und der gesamte Kirchengemeinderat, dazu eine Holzbank. Geschenke mit dem Fingerzeig auf die neu gewonnene Freizeit, die Frithjof Stahnke nun gut im Garten des neu erworbenen Hauses verbringen könne.
Dort befindet sich auch eine Werkstatt, für die es passendes Werkzeug von der Familie gab. So werden sich die kleinen Enkelkinder von Frithjof und Sabine Stahnke künftig über so manches kreativ entstandene Werkstück freuen können. „Wir sind froh darüber, dass ihr in Nordhackstedt bleibt, hier ist unsere Heimat“, sagte Tochter Johanna. Allerdings, „am Wohnort zu bleiben, erfordert von allen Seiten Disziplin“, mahnte die Pröpstin.
Bürgermeisterin Anja Stoetzel verwies auf die hohe Zahl der Kirchenmitglieder und nannte sogleich den Grund: „Du hast hier das Bild von Kirche geprägt - du bist die Kirche.“ Das Bild der Kirche als Schiff, das einen zuverlässigen, soliden Steuermann bekommen habe, nahm Pastorin Iris Rönndahl aus Großenwiehe auf. Mitunter sei es aber eher ein Containerschiff, meinte sie schmunzelnd. Am Steuer eines Reisebusses dagegen saß Frithjof Stahnke tatsächlich, holte seine Gottesdienstbesucher ab, fuhr mit Gemeindemitgliedern auf Studienreisen ins Ausland oder unternahm Seniorenfahrten.
Nun wurde er selbst zum Abschied von einem geschmückten Bus am Freitag abgeholt und von Kita zu Kita gefahren, wo die Erzieherinnen und Kinder mit etlichen Überraschungen auf ihn warteten.

 

Quelle - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Emotionaler Abschied von Frithjof Stahnke
Foto: Emotionaler Abschied von Frithjof Stahnke

Vom Telefondienst zur Friedhofsverwaltung

(03. 09. 2021)

Nach 35 Jahren geht Karin Carstensen in den Ruhestand


Was wie ein Relikt vergangener Zeiten anmutet, kommt im Kirchenbüro in Nordhackstedt tatsächlich noch zum Einsatz – eine elektrische Schreibmaschine. „Wir brauchen sie allerdings nur noch, um Einträge ins Stammbuch zu tippen“, lacht Karin Carstensen und spannt zum Beweis einen dieser kleinen Originalbögen ein. 35 Jahre arbeitete sie als Gemeindesekretärin und blickt auf etliche Veränderungen während dieser Zeit zurück. „Den allerersten Computerkurs habe ich in der Frauenwerkstatt in Flensburg absolviert“, erzählt sie.
Weshalb sie 1986 zur Kirchengemeinde kam, klingt ein wenig kurios: „Pastor Karsten Kaehlcke hatte die Gemeinde verlassen und aus Spargründen blieb die Stelle ein halbes Jahr vakant. Also wurde jemand gesucht, der den Telefondienst übernehmen konnte.“
Da habe Carsten Friis, damals Vorsitzender des Kirchenvorstands, zu ihr gesagt: „Wir wollen nur jemand fürs Telefon, und wenn Sie nichts zu tun haben, dürfen Sie gerne stricken.“ Nun, zum Stricken kam es nicht. Im Gegenteil, das Aufgabenfeld entwickelte sich immer umfassender. Seit etwa 20 Jahren ist Nordhackstedt die einzige Kirchengemeinde im Westen des Kreises, die ihre Friedhofsverwaltung komplett selbst abwickelt. Und diesen Part hat Karin Carstensen mit Freude übernommen:
„Ich mag gern mit Leuten zu tun haben und sie beraten.“ Zu ihr kämen nicht nur ältere Menschen: „Auch Schwerkranke oder junge Menschen möchten alles rund um die Grabstätte geregelt haben.“

Immer Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin zu sein in allen Facetten des Lebens, das habe sie während ihres gesamten Berufslebens erfüllt: „Bei mir hat sich vieles im Leben gefügt, ich hatte immer Glück.“ Schon im zarten Alter von 14 Jahren begann sie ihre Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskauffrau, arbeitete dann 10 Jahre in einem Garten- und Landschaftsbetrieb, bis sie für ein Jahr in Elternzeit ging und danach ins Kirchenbüro wechselte. Als ihre Kinder nicht mehr klein waren, stellte sie sich einer neuen Herausforderung und übernahm zusätzlich die Büros in Großenwiehe und Wallsbüll. Und dennoch, es blieb immer genügend Zeit für eigene Hobbys und das Ehrenamt. „Seit 18 Jahren bin ich Mitglied im Kirchengemeinderat, und es macht mir immer noch Spaß“, sagt Karin Carstensen. Und dieses Amt will sie nun auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand weiter ausüben, denn „mit unserem Pastor Frithjof Stahnke haben wir hier eine richtig gut funktionierende Gemeinde.“ Bezüglich der Veränderungen in der Region Nördliche Geest, die keine eigene Pastorenstelle für die Kirchengemeinde Nordhackstedt mehr vorsieht, nimmt sie kein Blatt vor den Mund: „Das ist eine heftige Nummer. Wir hatten hier alles so gut aufgestellt, und nun wird es platt gemacht.“
Ihre größte Sorge sei, dass die Beziehungen nicht mehr im Mittelpunkt stünden, die doch schließlich die Kirche ausmachten. Zuversicht strahlt sie jedoch bezüglich ihrer Nachfolgerin Janin Christiansen im Kirchenbüro aus: „Wir haben jetzt vier Wochen den Übergang im neuen Büro im Gemeindehaus vorbereitet – und es passt wunderbar.“ Großes Lob von allen Seiten durfte sie selbst bei ihrer Verabschiedung ernten. „Du warst ein Goldstück der Kirchengemeinde und ihr Gesicht. Dein erfrischender Pragmatismus und dein klares, gutes Gespür haben allen sehr gut getan“, würdigte Pastor Stahnke ihre Persönlichkeit.
Pastorin Rönndahl aus Großenwiehe und Pastorin Decker aus Wallsbüll hatten neben anerkennenden Dankesworten einen symbolischen Reisekoffer und eine Stammrose im Gepäck. „Schön war die Zeit – schön wird die Zeit“, meinte die Geehrte. Sie freue sich nun auf den Garten, auf Volkshochschulkurse und Zeit zum Lesen – vor allem aber gemeinsam mit ihrem Mann auf viele Stunden mit ihrem sieben Monate alten ersten Enkelkind.

 

Quelle - SHZ Helga Böwadt

 

Mit den Pastoren aus Wallsbüll, Nordhackstedt und Großenwiehe

Foto zur Meldung: Vom Telefondienst zur Friedhofsverwaltung
Foto: Vom Telefondienst zur Friedhofsverwaltung

„Nördliche Geest“ gründet Pfarrsprengel

(09. 06. 2021)

Pastor Fritjof Stahnke findet keinen Nachfolger 

Die Versorgung der Gemeinden ist dennoch sichergestellt


Die gute Nachricht vorweg: In die Pfarrstellenbesetzung der Region „Nördliche Geest“ ist Bewegung gekommen. Seit die Information bekannt wurde, dass die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Nordhackstedt mit Eintritt in den Ruhestand des Pastors Frithjof Stahnke ab September nicht wieder besetzt werden sollte, wurde von etlichen Seiten Unverständnis und Fassungslosigkeit zum Ausdruck gebracht.
So wandten sich unter anderem die vier Bürgermeister der betroffenen Gemeinden in einem offenen Brief an die kirchlichen Entscheidungsträger. Inzwischen fanden zahlreiche Gespräche auf verschiedenen Ebenen statt. Die Pastoren der Region „Nördliche Geest“ (Handewitt, Medelby, Wallsbüll, Nordhackstedt und Großenwiehe) entwickelten eine Perspektive, wie man gemeinschaftlich die pastorale Versorgung in allen Kirchengemeinden sicherstellen könnte – trotz Einsparung einer kompletten Stelle – und entschieden sich mit ihren Kirchengemeinderäten für die Zusammenlegung zu einem Pfarrsprengel.
Frithjof Stahnke macht deutlich: „In einem Pfarrsprengel bleiben die Kirchengemeinden selbstständig, aber alle Pastoren der Region bilden eine Gemeinschaft und sind somit nicht mehr ausschließlich ihrer bisherigen Gemeinde zugeordnet.“ So wird es zum Beispiel Verantwortungsbereiche in der Senioren- und Kindergartenarbeit geben und gebündelten Konfirmandenunterricht, unter anderem in Konfi-Camps. Der Sprengel wird künftig in Seelsorgebezirke aufgeteilt. Hier werden die Kirchenmitglieder ihre festen Ansprechpartner haben, wenn es um Amtshandlungen wie Taufe, Hochzeit oder Beerdigung geht. Nachdem sich die Region auf grundsätzliche strukturelle Veränderungen verständigen konnte, wandte sie sich erneut an die Pröpstin Carmen Rahlf mit der Bitte, den Übergang zu erleichtern.
„Das hat mir eingeleuchtet“, sagt die Pröpstin. „Der Kirchenkreisrat hat zugestimmt, jetzt noch einmal zur Abmilderung des Prozesses eine Pfarrstelle zu besetzen.“ Bedingung sei jedoch, dass die nächste frei werdende Stelle in der Region nicht wieder besetzt würde. Nach wie vor gilt der Synodenbeschluss zur Reduzierung der Pfarrstellen in der Nordkirche um ein Drittel bis 2030. Das bedeutet konkret für die Region „Nördliche Geest“ in neun Jahren nur noch 3,5 Stellen.
Carmen Rahlf konnte nach Gesprächen mit dem Personaldezernat zusagen, dass ein Pastor als Berufsanfänger ab Oktober im neuen Pfarrsprengel eingesetzt wird. „Das ist die wichtigste Botschaft“, sagt Frithjof Stahnke erleichtert. „Es kommt jemand in die Region.“ Wo der neue Pastor allerdings wohnen wird, ist noch unklar. Schon lange vor der neuen Situation hatte die Kirchengemeinde Nordhackstedt entschieden, das sanierungsbedürftige, unter Denkmalschutz stehende Pastorat zu verkaufen. Kirchenbüro und Amtszimmer werden demnächst in das Gemeindehaus umziehen. Nun wird ein Haus oder eine Wohnung als Dienstsitz gesucht, vorzugsweise in Schafflund oder einer angrenzenden Gemeinde.

 

Quelle - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: „Nördliche Geest“ gründet Pfarrsprengel
Foto: „Nördliche Geest“ gründet Pfarrsprengel

NDR berichtet über unsere gestrichene Pastorenstelle

(30. 03. 2021)

Im September verabschieden wir Alle schweren Herzens unseren hochgeschätzten Pastor Stahnke in seinen wohlverdienten Ruhestand.

Oben drauf die Frage wie wird es ohne Pastor, der einem so nah ist, denn die Nordkirche wird die Pastorenstelle nicht wieder besetzten.

Der NDR hat dieses Thema aufgenommen. Einen Bericht sehen sie hier ab Minute 17.

 

Foto zur Meldung: NDR berichtet über unsere gestrichene Pastorenstelle
Foto: NDR berichtet über unsere gestrichene Pastorenstelle

Kirchengruß mit guten Nachrichten

(28. 02. 2021)

Im Download befindet sich der heutige Kirchengruß mit guten Nachrichten.

 

Vielen Dank an unseren Pastor Stahnke.

[Kirchengruß]

Nordhackstedter Pastorenstelle soll gestrichen werden

(23. 02. 2021)

Seit bekannt wurde, dass die Pastorenstelle in Nordhackstedt nicht wieder besetzt werden soll, herrscht in der Kirchengemeinde Unruhe und Fassungslosigkeit. Die Streichung soll nach dem Willen des Kirchenkreises erfolgen, sobald Pastor Frithjof Stahnke im September in den vorzeitigen Ruhestand wechselt. Ein Umstand, der die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kommunalen Gemeinden Nordhackstedt, Lindewitt, Hörup und Schafflund auf den Plan rief und sie veranlasste, in einem offenen Brief an die Entscheidungsträger der Nordkirche ihrem Unmut Luft zu machen. „Wir haben weder für diese Entscheidungen noch für die Vorgehensweise der Nordkirche Verständnis“, heißt es darin und weiter: „Seitens der Nordkirche werden einsam Entscheidungen getroffen, die die Aufrechterhaltung von Strukturen und Infrastruktur vor Ort gefährden – das ist nicht akzeptabel.“ Man vermisse eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe und Transparenz. Auch im Kirchengemeinderat herrscht eine Mischung aus Enttäuschung, Betroffenheit und Ohnmacht vor. Karin Carstensen aus Nordhackstedt bringt es auf den Punkt: „Wir haben es erst im Dezember erfahren und wurden förmlich kalt erwischt.“ Und alle Mitglieder sind sich einig: „Wir nehmen das so nicht hin, wir kämpfen für unsere Pastorenstelle.“ Einerseits blicken die 11 Mitglieder auf 35 Jahre vertrauensvolle, engagierte Zusammenarbeit zwischen dem ehrenamtlichen Kirchengemeinderat und Pastor Frithjof Stahnke zurück, andererseits geht es um Fakten. „Wir können etliche Pluspunkte benennen, die für den Erhalt der Pastorenstelle sprechen“, erklären sie und zählen einige auf: 2710 Mitglieder, Evangelische Kindergärten mit insgesamt 15 Gruppen, intensives Gemeindeleben mit jungen Familien, Senioren und Konfirmanden und eine belegbar hohe Zahl an Amtshandlungen. Vor allem müsse das Argument überzeugen, dass 60 % der Bevölkerung der Kirchengemeinde Nordhackstedt Mitglieder der Kirche seien – eine außerordentlich hohe Quote, die für sich spräche. Daraus könne man ersehen, wie stark persönliche Beziehungsebene und Seelsorge wirken und über die reine pastorale Versorgung hinausgehe. Bekannt war schon, es werde bis 2030 Veränderungen geben müssen, aber „doch nicht so schnell und in dieser Härte.“ Bischof Gothart Magaard weist in seinem Antwortschreiben an die Bürgermeister auf die Herausforderung hin, die durch eine Pensionierungswelle der geburtenstarken Jahrgänge und die geringeren Nachwuchszahlen auf die Nordkirche zukommt. Deshalb habe man vor zwei Jahren einen Pfarrstellenrahmenplan beschlossen, der eine Reduzierung der Pfarrstellen um ein Drittel bis 2030 vorsieht. Die Umsetzung dieses Beschlusses liegt in der Verantwortung der jeweiligen Kirchenkreise vor Ort. Im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg wurden deshalb immer mehrere Kirchengemeinden in Regionen zusammengefasst, mit dem Auftrag, sich gemeinsam zu einer strukturellen Zusammenarbeit zu entwickeln. Nordhackstedt bildet mit Wallsbüll, Medelby, Großenwiehe und Handewitt die Region „Nördliche Geest“. „Bis 2030 werden in dieser Region zwei Stellen wegfallen“, bestätigt Pröpstin Carmen Rahlf und ergänzt: „Das ist seit etwa fünf Jahren bekannt, aber bezüglich Konzeptentwicklung ist nichts passiert.“ Die Kirchengemeinderäte und die Pastoren der „Nördlichen Geest“ seien in der Verantwortung, sich zu bewegen, wie es andere Regionen schon getan hätten. Zur Unterstützung gäbe es Hilfe durch eine Moderation. Wird also künftig jede durch Pensionierung frei werdende Stelle entfallen? „Nein, es gibt keinen Automatismus“, bekräftigt die Pröpstin. Ein Beispiel für das zweigleisige Verfahren ist die Besetzung der zweiten Pastorenstelle in Handewitt, denn „wir müssen auch junge Leute reinholen.“ Gibt es für Nordhackstedt, die zweitgrößte Kirchengemeinde der Region, noch eine Perspektive, die Entscheidung abzuwenden? Pröpstin Carmen Rahlf gibt Hoffnung: „Es kommt darauf an, was die Region miteinander entwickelt. Wenn ein sinnvoller Plan in absehbarer Zeit vorliegt, kann sich auch eine andere Perspektive ergeben.“ Nun liegt der Ball bei der Region, und die Kirchengemeinde Nordhackstedt setzt auf konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten.

 

Info-Kasten

 

Die Region „Nördliche Geest“ des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg

Stand Februar 2021

 

Handewitt       4 780 Mitglieder (2 Pastorenstellen)

Nordhackstedt 2 710 Mitglieder (1 Stelle)

Großenwiehe   2 588 Mitglieder (1 Stelle)

Medelby           1 283 Mitglieder (3/4 Stelle)

Wallsbüll             900 Mitglieder (1/2 Stelle + 0,25 Grw. + 0,25 Nordh.)

 

Quelle - SHZ Böwadt

Foto zur Meldung: Nordhackstedter Pastorenstelle soll gestrichen werden
Foto: Nordhackstedter Pastorenstelle soll gestrichen werden

Sonntagskirchengruß

(21. 02. 2021)

Im Download befindet sich der Sonntagskirchengruß aus Nordhackstedt!

[Kirchengruß 21.02.2021]

Offener Brief an Nordkirche

(15. 02. 2021)

Unser sehr engagierter und geschätzter Pastor Stahnke wird im Herbst in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Doch es wird keinen Nachfolger geben.

Dazu haben die Gemeinde Nordhackstedt, Lindewitt, Hörup und Schafflund einen gemeinsamen Brief an die Nordkirche verfasst.

 

(Siehe Download)

 

Foto zur Meldung: Offener Brief an Nordkirche
Foto: Offener Brief an Nordkirche

Grundstücksverlosung per Livestream

(12. 02. 2021)

Der Vorsitzende des Umweltausschuss Horst Petersen brachte es in der Beratung des Fachausschusses auf den Punkt: „Eigentlich macht die Fläche keine Probleme: Sie ist nicht zu sehen, macht keine Geräusche und sie riecht nicht.“ Gemeint ist eine neun Hektar große Fläche nördlich der Ortslage, die als Sondergebiet Photovoltaik ausgewiesen werden soll.

Bei der Ausführung sollen bodenschonende Rammpfähle dafür sorgen, dass die Fläche irgendwann einmal fast wieder in den Ausgangszustand versetzt werden kann. Bis dahin soll sie neben der Stromerzeugung als extensives Grünland genutzt werden, entweder durch Beweidung mit Schafen oder einer zweimaligen Mahd pro Jahr. Ob die Zusage der Investoren, dass das in der Nähe liegende Gewerbegebiet „Schneewallacker“ von hier aus direkt mit Strom versorgt werden kann, gehalten werden kann, wird von der Gemeindevertretung bezweifelt. Die weitere Bauleitplanung wurde ungeachtet dessen einstimmig angeschoben.

Schafflund braucht einen neuen Bauhof, er platzt aus allen Nähten. Ursprünglich war einmal angedacht, diesen zusammen mit dem Neubau für die Feuerwehr auf dem Lidl-Gelände anzusiedeln. Aber dies scheint keine ernsthafte Option mehr zu sein, zumal diese Fläche nicht mehr in der ursprünglich geplanten Größe zur Verfügung steht. Ein Arbeitskreis kümmert sich nun um Alternativen. Angedacht wird eine Erweiterung des bisherigen Gebäudes, in dem die Gemeinde zur Miete sitzt. Eine weitere Möglichkeit wäre der Umbau des bisherigen Feuerwehrgebäudes.

Das Baugebiet Dammacker soll um 49 Wohnbaugrundstücke erweitert werden. Die Bauleitplanung ist so weit fortgeschritten, dass die Vermarktung gestartet werden kann. Bislang gibt es 236 Interessenten und „täglich kommen weitere hinzu“, wie Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen erläutert. Da es derzeit nicht möglich ist, Vergabeveranstaltungen mit 100 oder mehr Teilnehmern zu planen, wird die Gemeinde einen anderen Weg gehen. Für März ist eine erste videogestützte Grundstücksauslosung geplant. Dabei sollen Bewerber bei Zuspruch eine Auswahlmöglichkeit haben. Ein solcher Livestream zieht Kosten über 3500 Euro nach sich. „Ich würde mich freuen, wenn wir im April eine zweite und dann normale Veranstaltung durchführen können“, hofft Best-Jensen. „Aber wir alle sind wohl die Gebeutelten der Zeit.“

Großen Beratungsbedarf gibt es offensichtlich bezüglich des Gebäudes der Apotheke auf dem Gelände des zukünftigen Gesundheitszentrums, dass nach den vorliegenden Planungen abgerissen werden soll. Ein Vertragsentwurf zur Räumungsfrist hat die Gemeindevertretung bereits in nichtöffentlicher Sitzung beschäftigt, ein reger Mailverkehr dazu wird wohl auch für  weitere Beratungen sorgen, wie Best-Jensen ausführte.

Im September wird Pastor Frithjof Stahnke in den Ruhestand gehen. Wie die beteiligten Gemeinden der Kirchengemeinde Nordhackstedt eher beiläufig erfuhren, soll seine Stelle nicht neu besetzt werden. „Es ist eine der mitgliederstärksten Kirchengemeinden. Es hat uns beteiligte Bürgermeister sehr verstimmt, dass wir nicht einbezogen wurden“, beklagte Best-Jensen. Darauf habe man mit einem offenen Brief reagiert.

Quelle - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: Grundstücksverlosung per Livestream
Foto: Grundstücksverlosung per Livestream

Kirchengruß zum Sonntag

(07. 02. 2021)

Im Download befindet sich ein Kirchengruß.

[Kirchengruß 7.02.2021]

Kirchengruß aus Nordhackstedt

(31. 01. 2021)

Im Download befindet sich der heutige Kirchengruß aus unserer Kirche Nordhackstedt.

[Kirchengruß]

Sonntagskirchengruß

(24. 01. 2021)

Wie jeden Sonntag übermitteln wir den Kirchengruß von unserem Pastor Stahnke aus Nordhackstedt.

 

Siehe Download!

[Kirchengruß 24.01.2021]

Kirchengruß zum Sonntag

(17. 01. 2021)

Im Download finden Sie einen Sonntags-Kirchengruß von unserem Pastor Stahnke aus Nordhackstedt!

[Kirchengruß 17.01.2021]

Sonntagskirchengruß

(10. 01. 2021)

Im Download befindet sich ein Kirchengruß von unserem Pastor Stahnke.

 

Vielen Dank an unseren Pastor dafür!

[Kirchengruß]

Jahresabschluss-Gruß aus der Kirche

(31. 12. 2020)

Im Download finden Sie ein Jahresabschluß-Gruß von unserem Pastor Stahnke.

 

Vielen Dank an unseren Pastor.

 

[Jahresabschlussgruß]

Kirchengrüße zum 1.Weihnachtstag

(25. 12. 2020)

Im Download befindet sich ein Kirchengruß zum 1. Weihnachtstag von unserem Pastor aus Nordhackstedt.

 

Ein herzliches Dankeschön an unserem Pastor Frithjof Stahnke das du für uns da bist!

[Kirchengruß zum 1. Weihnachtstag]

Weihnachtsgrüße von Pastor Stahnke

(24. 12. 2020)

Im Download befindet sich eine Weihnachtsbotschaft von unserem Pastor Stahnke aus Nordhackstedt.

 

Frohe Weihnachten!

[Weihnachtsgruß vom Pastor]

Keine Gottesdienste bis 10.01.2021

(22. 12. 2020)

Leider müssen wir Ihnen die Nachricht von unserem Pastor Stahnke weiterleiten, dass es eine Komplettabsage aller Gottesdienste bis 10.01.2021 gibt.

Bitte geben sie das auch weiter an ältere Mitbürger.

 

Bitte bleiben Sie zuversichtlich und gesund!

 

 

Eine Video-Botschaft von unserem Pastor

(19. 12. 2020)

Im Download befindet sich eine Video-Botschaft von unserem Pastor!

[Botschaft vom Pastor]

Nun ist es entschieden!

(17. 12. 2020)

Die OpenAir-Gottesdienste in den Dörfern an Heiligabend finden leider NICHT statt. Alles ist vorbereitet dafür, aber die derzeitige Situation steht dem entgegen. Nach gründlicher Beratung haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.

Denn

  • die neuen Einschränkungen, z.B.: auch draußen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden und es darf selbst draußen nicht gesungen werden, sind so umfassend, dass das Aufkommen einer irgendwie weihnachtlichen Atmosphäre nur schwer möglich wird.
  • wenn alle die Kontakte auf ein Minimum reduzieren sollen, kann die Kirche sich nicht einfach davon ausnehmen.
  • im Sinne der Sicherheit aller und im Bemühen um die Reduzierung der Infektionen  muss nicht um jeden Preis alles getan werden, was irgendwie möglich und erlaubt ist.
  • der Aufwand zur Vorbereitung, Sicherung und Nachbereitung der Gottesdienste ist inzwischen so angewachsen, dass es den Verantwortlichen in den Dörfern kaum zuzumuten ist.

Ich bin zuversichtlich, dass auch ohne die geplanten Gottesdienste wir ein zwar anderes, aber doch auch gutes und wohltuendes Weihnachtsfest erleben werden – mit denjenigen, die mit uns sind, und mit den vielfältigen Möglichkeiten der alternativen Gottesdienst-Formen der Medien.

Frohe Weihnachten!

 

Ihr Pastor Frithjof Stahnke

Neues aus der Kirche

(10. 12. 2020)

Friedhof

Ab dem 1. Oktober können wir auf unserem Friedhof eine neue Grabform anbieten. Die Grabart nennt sich Urnenwahlgrabstätte mit Einfassung.

Auf jeder Grabstätte können zwei Urnen beigesetzt werden. Es sind Grabplatten in einer Größe von 0.50 x 0.40 m zulässig. Die Grabstätten können individuell bepflanzt werden, größere Sträucher und Bäume dürfen nicht gepflanzt werden. Das Auslegen mit Kieselsteinen ist nicht gestattet.

Die Gebühr für diese Grabstätten beträgt für 2o Jahre 1.400 €.

 

Plastik auf dem Friedhof

Wie überall ist auch auf unserem Friedhof die Entsorgung  von Plastikmüll ein Problem.

Besonders schwierig ist es, wenn Plastikteile dem Kompost beigefügt werden. Wir möchten Sie deshalb darum bitten, beim Kauf von Gestecken darauf zu achten, dass die Gestecke nicht auf Plastik- oder Steckmoos Unterlagen gesteckt wurden. Auch die Verwendung von Grablichtern aus Plastik mit batteriebetriebenen Lichtern ist für die Entsorgung problematisch, die Batterien machen aus jedem Kompost Sondermüll. Wir möchten Sie darum bitten, Plastikabfälle zu vermeiden.

Bedanken möchten wir uns, bei all den Friedhofsbesuchern, die ihre Plastik- Papier- u.a. Abfälle wieder mitnehmen und bei sich zu Hause entsorgen. Vielen Dank!

 

Der Umbau an der Leichenhalle ist in Kürze abgeschlossen. Es wurde ein neues barrierefreies WC eingebaut und die Arbeits- und Abstellräume für unseren Friedhofsverwalter wurden auf den neuesten Stand gebracht.

Wir möchten uns bei unseren Kommunalgemeinden für die Zuschüsse zum Umbau bedanken.

Auch bei den Handwerkern und unserer Architektin Frau Schönrock möchten wir uns für die geleistete Arbeit ganz herzlich bedanken.

 

Quelle - Kirchengemeindeblatt 

Lebendiger Advent fällt aus

(27. 11. 2020)

Die Kirchengemeinde Nordhackstedt gibt bekannt, dass der lebendige Advent, der am 1. Dezember starten sollte, nicht stattfinden kann.

 

Ebenso fallen der Seniorennachmittag am 9. Dezember, sowie das Montagsfrühstück am 14. Dezember aus. 

 

Quelle - SHZ ft

Leichenhalle wird umgebaut

(13. 07. 2020)

Gemeindevertretung Nordhackstedt beschließt einen Zuschuss für die 35000 Euro teure Maßnahme

 

Auch erfahrene Kommunalpolitiker begegnen dem Thema Leichenhalle eher selten. Dabei gehört das Friedhofswesen für sie ebenso zur kommunalen Daseinsvorsorge wie etwa ausreichende Kita- und Grundschulplätze.

Nun hatte die Gemeindevertretung in Nordhackstedt über einen Zuschussantrag ihrer Kirchengemeinde für den Umbau der Leichenhalle auf dem Friedhof zu beraten. Dieser ging ebenfalls an Schafflund, Hörup und Lindewitt (für die Ortsteile Linnau und Riesbriek), die die Kirchengemeinde Nordhackstedt bilden. Der Umbau sei notwendig, so Pastor Frithjof Stahnke, weil vor allem die sanitären Anlagen und der Sozialraum nicht den aktuellen Erfordernissen entsprächen.

Also ein freiwilliger Zuschuss der politischen Gemeinden? Nicht ganz. Das Bestattungsgesetz für Schleswig-Holstein sieht vor, dass die Kommunen dafür Sorge zu tragen haben, dass der örtliche Bedarf an Friedhöfen gedeckt ist. „Kann ein bestehender öffentlicher Bedarf nicht auf andere Weise befriedigt werden, sind die Gemeinden zum Betreiben eigener Friedhöfe (kommunaler Friedhöfe) verpflichtet“, heißt es weiter. Ländliche Kommunen werden in der Regel von ihren Kirchengemeinden von dieser Verpflichtung freigehalten. Diese sind dann laut Gesetz auch gehalten, Bestattungen anderer Konfessionen zu ermöglichen.

Zum Friedhofswesen gehört in der Regel ein kleines Gebäude mit sanitären Anlagen für Besucher und Mitarbeiter sowie eine Leichenhalle. Denn das Bestattungsgesetz fordert weiterhin, dass ein Leichnam spätestens nach 36 Stunden in eine geeignete Räumlichkeit verlegt werden muss. Eine Beisetzung darf allerdings erst frühestens nach 48 Stunden stattfinden, zumeist warten die Angehörigen bis zum Wochenende. Dazu halten die Kirchengemeinden einen Leichenraum vor.

Dieser dient nicht nur zur Aufbewahrung, sondern auch als Verabschiedungsraum für die Angehörigen. „Die Nachfrage lässt allerdings merklich nach“, sagt Küster Asmus Schaffer, der in Nordhackstedt die Leichenhalle betreut. Sein Kollege Nico Marquardsen aus Großenwiehe bestätigt diese Tendenz, gehören solche Räumlichkeiten inzwischen doch zum Standard bei den Bestattungsunternehmen.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten der Sanierung in Nordhackstedt sind mit 35 000 Euro veranschlagt. Die engen Sanitäranlagen werden barrierefrei vergrößert, der Küster erhält einen neuen Sozialraum. Ein zweiter Raum für einen weiteren Leichnam fällt im Gegenzug weg.

Im Vorwege wurde untereinander abgestimmt, dass die Kommunen die Hälfte der Kosten tragen sollten. „Ich halte das für einen vernünftigen Schlüssel, den wir früher schon angewendet haben“, betont Bürgermeisterin Anja Stoetzel. Dementsprechend stimmte die Gemeindevertretung einem Zuschuss von 1900 Euro zu. Nachdem Lindewitt ebenfalls seinen Anteil beschlossen hat, werden Schafflund und Hörup wohl folgen.

Zudem teilte Bürgermeisterin Anja Stoetzel erfreut mit, dass alle notwendigen Genehmigungen für das neue kleine Baugebiet vorliegen und die Erschließungsarbeiten nun ausgeschrieben werden. An einer Stichstraße vom Wiesenweg abgehend werden acht Wohnbaugrundstücke entstehen, sieben für die Einfamilienhausbebauung und eines für vier Wohneinheiten.

 

Quelle - SHz Reinhard Friedrichsen 

Sommergruß aus der Kirche

(25. 06. 2020)

Der Sommer hat begonnen – und mit ihm die Ferien- und Urlaubszeit.

Zeit zum ´Runterfahren und Erholen,

Zeit, um die Sorgen des Alltags für eine kleine Zeit zu vergessen.

Mögen wir Entspannung und Ruhe finden,
vielleicht ja auch neue Ideen und Perspektiven…

In den Kirchen unserer Region hält die „Sommerkirche“ Einzug, das heißt:
an den Sonntagen der Sommerferien ist immer in einer Kirche Gottesdienst.
Und: alle Gottesdienste haben ein gemeinsames Thema – in diesem Jahr :

GRENZEN…

Feiern Sie die Gottesdienste mit

und lassen Sie sich inspirieren von den Gedanken über die Grenzen:
persönliche Grenzen, veränderbare Grenzen, Grenzüberschreitungen

und heilsame Grenzen…

 

Schönen Urlaub !

 

Video im Download unten!

 

[Sommergruß Video]

Pfingstgruß vom Pastor

(01. 06. 2020)

Wir wünschen allen Bürger/innen einen schönen Pfingstmontag!

 

Im Download befindet sich ein Video von unserm Pastor aus Nordhackstedt!

 

 

[Video vom Pastor]

Samstagabend-Gruß aus der Kirche

(16. 05. 2020)

Die Kirche beginnt wieder am morgigen Sonntag....

 

Video

Ab 17. Mai wieder Gottesdienst

(13. 05. 2020)

Die Lockerungen lassen einen Gottesdienst in der Kirche wieder zu.

Ab Sonntag 17.05. kehrt wieder Leben in die Nordhackstedter Kirche ein.

 

Folgende Sicherheitsvorkehrungen gelten:

 

1). Abstand halten - dafür werden Sitzplätze markiert.

2). Hygiene - Im Eingang wird Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.

3). Nehmen Sie bitte Ihren Mundschutz mit.

4). Es wird nicht gesungen. 

Foto zur Meldung: Ab 17. Mai wieder Gottesdienst
Foto: Ab 17. Mai wieder Gottesdienst

Kirchengruß - Sonntag 10.05.2020

(10. 05. 2020)

Es gibt Menschen, die haben in dieser Zeit Sorgen - ernsthafte Sorgen sogar…

Und manche sind auch in Not…..

Wir alle wissen das und behalten diese Menschen im Blick. –

In der Bibel gibt es ein Versprechen,

das all diese Sorgen ernst nimmt – und gleichzeitig darauf hinweist, dass sie

nicht das letzte Wort behalten müssen:

„Der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht ängstlich,
sondern gibt uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.“

In einem solchen Geist mögen wir unsere Wege gehen…

 

Übrigens:

Ab nächsten Sonntag (17. Mai) ist unsere Kirche wieder für sonntägliche

Gottesdienste geöffnet –

wenn auch mit Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln…

 

Ihr

Pastor Stahnke

 

Video

[Kirchengruß]

Kirchengruß

(26. 04. 2020)

Sonntagsgruß am 26. April

 

Wir freuen uns über die ersten Lockerungen im öffentlichen Leben;

irgendwann kommen sie auch für die Kirchen, aber noch ist alles beim alten, und unsere Kirchen bleiben für Gottesdienste noch geschlossen…

In den heutigen Sonntagsgruß gehört eines der bekanntesten Worte

aus der Bibel:

 

„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“

 

So mag ich mir Gott vorstellen:

ein Hirte – der mir meine Freiheit lässt, aber ein Auge auf mich hat.

 

Und so mögen wir unsere Lebenswege gehen:

voller Vertrauen, dass Gott ein Auge auf uns hat…

 

Pastor Frithjof Stahnke

 

Video

 

[Video]

Kirchengruß Sonntag 19.04.2020

(19. 04. 2020)

Sonntagsgruß am 19. April

 

„Die auf Gott vertrauen, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler“ –
was für ein schöner Satz!

Steht in der Bibel und ist für den heutigen Sonntag ausgesucht..

 

Wem das Wagnis des Vertrauens gelingt,
bekommt etwas geschenkt:
„neue Kraft“ –

also Power und Schwung für das, was ich tun will oder muss,

und die Leichtigkeit eines Adlers,
der durch die Lüfte schwebt..

Das wünsche ich uns:

dass wir Vertrauen wagen – und auf diese Weise
Kraft und Leichtigkeit verliehen bekommen.

 

Gott segne uns mit Vertrauen

 

Frithjof Stahnke

 

Video

[Kirchengruß 19.04.2020]

Vorsorge in Zeiten der Cholera

(14. 04. 2020)
Das „Quarantainehaus“ in Nordhackstedt: Hermann Carstensen, Chronist des Kirchenarchivs, berichtet von früherer Seuchenprävention
 

Mit Hochdruck arbeiten Politiker und Gesundheitsexperten derzeit daran, in unseren Krankenhäusern Voraussetzungen zu schaffen, die dem möglichen Patientenansturm gewachsen sind. Das Coronavirus gilt es, mit allen Mitteln zu bekämpfen. Für Generationen vor uns hielten sich die Möglichkeiten, Seuchenherde in den Griff zu bekommen, wahrlich noch in Grenzen – man war ihnen auf Gedeih und Verderb mehr oder weniger ausgeliefert. Und dennoch: Bereits 1831 gab es in Nordhackstedt vorausschauende Planungen im Hinblick auf die unaufhörliche Ausbreitung der Cholera, wie Hermann Carstensen herausgefunden hat.

Als Chronist und Hüter des Kirchenarchivs taucht der gebürtige Nordhackstedter tief in die historische Entwicklung der Kirchengemeinde ein und holte nun angesichts der Corona-Pandemie die Aufzeichnungen des Gesundheitsdistrikts wieder hervor. „Es ist interessant zu sehen, wie man zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit einfachsten Mitteln Vorsorge traf“, erzählt er. Als die Cholera 1829 in Indien ausbrach, breitete sie sich von Moskau über Polen bis über die Grenzen des „Deutschen Bundes“ aus, wobei in Berlin, Danzig und Hamburg Tausende von Toten zu beklagen waren.

In Nordhackstedt stellten Jacob Nicolay Clement und der Gesundheitswächter Peter Johannsen eine detaillierte Liste auf, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Das Haus des Bohlsmanns Peter Petersen wurde wegen seiner Lage am Ortsrand als passendes „Quarantainehaus“ ausersehen: „Der darin wohnende Miethsmann räumt das Haus, sobald es erforderlich ist, freiwillig.“ Aber wohin? Auch dafür gab es einen Plan: „Beim Rademacher Hans Oehlert hieselbst, bei welchem der Ausgezogene sein Unterkommen während der Krankheit haben soll.“ Dafür hätte es für beide eine finanzielle Entschädigung in Reichsbanktalern gegeben, ebenfalls für die vier Krankenwärter, zwei Männer und zwei Frauen aus dem Dorf, namentlich aufgeführt. Zur Ausstattung der vorgesehenen vier Betten verpflichteten sich eine ganze Reihe von „Interessenten“, an erster Stelle Jacob Nicolay Clement selbst. Ein Oberbett, ein Unterbett, ein Hauptpfuhl (Kissen), zwei weitere Kissen nebst Kissenbühre (Bezug) und drei Laken ergaben jeweils ein vollständiges Bett.

Doch auch an die Hausgeräte wurde gedacht. Mit gutem Beispiel ging wieder Clement voran, der eine „große Kube mit eisernen Bändern zu einer Badewanne“ bereitstellen wollte, dazu einen Messingkessel, einen grauen Topf, ein halbes Dutzend hölzerne Teller und Löffel sowie einen Teetopf mit einem halben Dutzend Teetassen. Bänke, Tisch, Schalen, Schüsseln, eine weitere Kube zum Baden und Holz zur Feuerung sollten andere Dorfbewohner bereitstellen, der Schmied Ernst Holst war mit einer eisernen Pfanne und einem eisernen Grapen nebst Deckel (Kochtopf) dabei. Wollene Decken und zwölf Ellen Moldau Flanell kamen hinzu.

Selbst die Lebensmittel zur ersten Versorgung wurden nicht dem Zufall überlassen: Kartoffeln, Congo Thee, Küchensalz, drei Pfund Butter und vier Pfund Speck sowie etliche „Brödte à sechs Pfund“ sollten den Quarantänepatienten wieder auf die Beine helfen.

Allerdings wurde damit gerechnet, dass nicht alle die Cholera überleben würden. Dazu heißt es in dem Schreiben vom 22. Oktober 1831: „Zu dem Platze, wo die etwaigen nach der Cholera gestorbenen Leichen während der 48 Stunden, die sie über der Erde stehen sollen, hingesetzt, bewacht und beobachtet werden können, haben wir für dieses District das hiesige Glockenhaus bestimmt – da sobald die Krankheit sich hier zeigen sollte, das Sperrung nöthig wäre, nach § 35 Kirchen und Schulen geschlossen werden – und folglich der Gebrauch der Glocke wohl so lange aufhörte.“

 

Text - SHZ Helga Böwadt 

Foto zur Meldung: Vorsorge in Zeiten der Cholera
Foto: Vorsorge in Zeiten der Cholera

Ostermontag aus der Kirche

(13. 04. 2020)

Wir bedanken uns schon jetzt bei unserem Pastor Stahnke aus Nordhackstedt für die Kirchengrüße in dieser besonderen Zeit.

Sie spenden uns Kraft, Mut, Zuversicht und Hoffnung.

 

Heute hat Frithjof Stanke uns einen Ostermontaggruß zu gesendet.

 

Video

[Ostermontaggruß]

Foto zur Meldung: Ostermontag aus der Kirche
Foto: Ostermontag aus der Kirche

Ostergruß aus der Kirche

(12. 04. 2020)

12. April 2020

 

FROHE OSTERN
in alle Häuser!

 

Jesus ist auferstanden,

heißt die Nachricht dieses Tages.

Was das heißt ?

Wir feiern das Licht,

das die Dunkelheit vertrieben hat.
Wir feiern das Leben, das stärker ist als der Tod.
Die Natur in der Osterzeit zeigt uns den Übergang

vom Tod zum Leben.

 

Ostern heißt:

der Übergang ist geschehen:

von der Raupe zum Schmetterling,

vom Saatkorn zur Frucht,

aus der Dunkelheit ins Licht,
aus dem Tod ins Leben…

Gott schenke uns Licht und

Neuanfang auf allen Wegen.

 

Frithjof Stahnke

 

Video

[Ostergruß]

Gruß aus der Kirche

(10. 04. 2020)

Karfreitag – 10. April 2020

 

Es ist Karfreitag, und wir bedenken das Sterben von Jesus.
Und in diesem Jahr leider auch den Tod von weltweit so vielen,

die durch das Virus sterben.

Wenn unser Leben nicht gerade unerträglich ist,

wollen wir nicht sterben.

Und schon gar nicht wollen wir einen Menschen verlieren…

Karfreitag nimmt uns nicht den Ernst des Todes;
dieser Tag erinnert uns daran, dass selbst Jesus sterben musste,

sogar sehr schlimm..
Karfreitag erzählt:

Der Tod wird nicht aus deinem Leben getragen,
aber: du stirbst ihn nicht allein –
und: er wird nicht das letzte Wort behalten..

 

Gott segne uns auf allen Wegen.

 

Frithjof Stahnke

 

Video

[Gruß aus der Kirche]

Kirchengemeide Sonder-Brief

(09. 04. 2020)

Im Download befindet sich ein Sonder-Brief der Kirchengemeinde Nordhackstedt von unserem Pastor Stahnke zum Osterfest.

[Sonder-Brief aus der Kirche]

Foto zur Meldung: Kirchengemeide Sonder-Brief
Foto: Kirchengemeide Sonder-Brief

Sonntagsgruß aus der Kirche

(05. 04. 2020)

am Palmsonntag – 5. April 2020

 

Der heutige Sonntagsgruß ist verbunden
mit einem sehr bekannten und sehr schönen Gebet:

 

Gott schenke uns

die Gelassenheit,

Dinge hinzunehmen,

die wir nicht ändern können,

den Mut,

Dinge zu ändern, die wir ändern können,

und die Weisheit,

das eine vom anderen zu unterscheiden.

Kommen Sie gut behütet durch diese besondere Zeit –
mit ausreichend Gelassenheit,

Mut und Weisheit.

 

Pastor Frithjof Stahnke

 

Video

[Video Kirchengruß Pastor Stahnke]

24 Pastoren auf einer Tafel

(22. 02. 2020)

Die Liste der Namen wird morgen im plattdeutschen Gottesdienst in Nordhackstedt vorgestellt

 

Wenn morgen um 14.30 Uhr in der St.-Jürgen-Kirche in Nordhackstedt ein plattdeutscher Gottesdienst mit Chorbegleitung gefeiert wird, können sich die Besucher auf ein besonderes Ereignis freuen. Zum ersten Mal wird die neue Pastorentafel vorgestellt, die in nicht zu übersehender Größe die Wand des Kirchenschiffs schmückt.

Die Idee dazu wurde vor gut einem Jahr geboren und stammt von Hermann Carstensen, der sich als Chronist und gebürtiger Nordhackstedter bestens mit der Kirchengeschichte auskennt. „Am Anfang hatte ich noch keine Vorstellung, wie sie aussehen könnte, das hat sich dann entwickelt“, erzählt er, aber in anderen Kirchen gebe es derartige Auflistungen der Pastoren, „deshalb könnte man so etwas auch in Nordhackstedt haben.“

Gesagt, getan. In Pastor Frithjof Stahnke fand er sogleich einen Verbündeten, der das Vorhaben dem Kirchengemeinderat vorstellte. Und auch hier fiel die Idee sofort auf fruchtbaren Boden. Nun stand jedoch die Frage nach der Gestaltung und Umsetzung im Raum, doch Frithjof Stahnke musste nicht lange überlegen: „Manfred Heisch aus Schafflund hat noch Schriftenmalerei gelernt, deshalb habe ich gleich an ihn gedacht und bei ihm angefragt.“ Mit Erfolg.

Der Malermeister im Ruhestand fertigte zunächst eine Probetafel an, erhielt die Zustimmung des Kirchengemeinderats und legte los. „Ich habe verschiedene Farbproben, Schrifttypen und -größen ausprobiert“, berichtet er und erzählt, wie er früher gelernt hat, noch ohne Schablonen mit freier Hand die Ackerwagen der Bauern zu beschriften. Jetzt kam es allerdings darauf an, Jahreszahlen und Namen der Pastoren mit feinem, gleichmäßigen Pinselstrich auf eine Holztafel zu setzen, eine konzentrierte Arbeit, die er im Stehen ausführte und „die viel Spaß gemacht hat.“ Und das Rezept für die Farbe hat er vorsorglich für die nachfolgenden Generationen auf die Rückseite geschrieben.

„Es ist interessant, dass seit Beginn der Reformation nur 24 Pastoren in Nordhackstedt tätig waren“, meint Pastor Stahnke, doch er selbst passt ebenfalls gut in die Tradition einer langjährigen Amtszeit – seit 1986 ist er der Seelsorger seiner Kirchengemeinde und erscheint als letzter Eintrag. Angeführt wird die Liste von Johann Borchert (1572 – 1601), der als evangelischer Pastor noch vor dem Altar der alten Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert bestattet wurde. 2009 hat man seine Grabplatte im „Karnhuus“ aufgestellt, mit einem kleinen Info-Schild an der Wand. Hermann Carstensen kann aufgrund seiner Forschungsarbeit viele Geschichten über die Pastoren erzählen: „Vater, Sohn und Enkel der Familie Esmarch waren von 1687 bis 1796 nacheinander Pastoren in Nordhackstedt.“ Eine Nachfahrin, Constanze Esmarch, war die Ehefrau Theodor Storms.

Wer mehr über die Pastorentafel erfahren möchte, hat dazu auch nach dem Gottesdienst Gelegenheit, wenn die Gemeinde im Anschluss zum Kaffee ins Gemeindehaus einlädt.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: 24 Pastoren auf einer Tafel
Foto: 24 Pastoren auf einer Tafel

Blumen für die treue Organistin

(10. 09. 2019)
Meike Böhm begleitet seit 30 Jahren die Gottesdienste in der St.-Jürgen-Kirche in Nordhackstedt
 

Helga Böwadt Nordhackstedt Sie war erst 17 Jahre alt und noch Schülerin, als sie zum ersten Mal an der Orgel in der St.-Jürgen-Kirche in Nordhackstedt saß. Meike Böhm erinnert sich gern an die Anfänge und die liebevolle Unterstützung durch ihre Mutter: „Sie saß neben mir, hat mit aufgepasst und bei der letzten Strophe immer den Finger gereckt.“ Und eine kleine Anekdote belegt, wie selbstkritisch die 47-Jährige in den ersten Jahren war: „Ich sollte einen älteren Cellisten begleiten und dachte, ich hätte irgendetwas falsch gemacht.“ Des Rätsels Lösung: Während ihres Vorspiels hatte der Musiker einfach gleichzeitig sein Cello gestimmt. Das ist nun 30 Jahre her. Für Pastor Frithjof Stahnke und den Kirchengemeinderat Anlass genug, eine kleine Feier zum Dienstjubiläum ihrer Organistin auszurichten.

Das bedurfte einiger Überzeugungskraft, denn Meike Böhm bleibt lieber im Hintergrund. Doch sie strahlte, als sie zu Beginn des Gottesdienstes einen großen Blumenstrauß mit Worten des Dankes überreicht bekam – um danach schnell ihren Platz an der Paschen-Orgel auf der Empore wieder einzunehmen und den Begrüßungsgottesdienst für die neuen Konfirmanden musikalisch zu begleiten.

„In 30 Jahren waren es rund 1300 Gottesdienste, 300 Kindergottesdienste, 350 Taufen und fast 1000 Beerdigungen, die du mit deiner Orgelmusik gestaltet hast“, listete Frithjof Stahnke bei der anschließenden Feier im Gemeindehaus auf und fügte hinzu: „Ich bin richtig glücklich, dass du uns treu geblieben bist.“

Meike Böhm wuchs in ihrem Elternhaus in Nordhackstedt mit viel Musik auf, begann aber erst im Alter von elf Jahren, Klavierspielen zu lernen. Später, als sie das Lehramtsstudium aufnahm, absolvierte sie parallel dazu die C-Prüfung, übernahm die C-Stelle in Nordhackstedt und spielt seitdem in Vertretung auch in Wallsbüll.

Seit einigen Jahren arbeitet die Mutter dreier Kinder als Schulbegleiterin in Schafflund. Und neben dem Jubiläum als Organistin feiert sie zugleich 30 Jahre Mitarbeit im Kindergottesdienst-Team. „Es liegt an der Vertrautheit, die sich über die Jahre mit Frithjof Stahnke und den anderen eingespielt hat“, erklärt Meike Böhm ihre Beständigkeit. „Dann hält man es gut so lange aus.“

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Blumen für die treue Organistin
Foto: Blumen für die treue Organistin

Einladung zur Senioren-Weihnachtsfeier

(19. 11. 2018)

Liebe Seniorinnen, liebe Senioren, 
 
im Namen der Gemeinde Schafflund und in Kooperation mit der Kirchengemeinde Nordhackstedt, dem Landfrauenverein Schafflund und Umgebung lade ich Sie mit Partner/in herzlich zur traditionellen
Seniorenweihnachtsfeier

am Mittwoch, 05.12.2018 um 15:00 Uhr,

in das Utspann in Schafflund ein.

Foto zur Meldung: Einladung zur Senioren-Weihnachtsfeier
Foto: Einladung zur Senioren-Weihnachtsfeier

„Der Chor ist eine große Bereicherung“

(22. 08. 2018)
Der Kirchenchor Nordhackstedt besteht seit 50 Jahren / Nachwuchs dringend gesucht
 
Als moderner Kirchenchor wird er in der Aufstellung der Chöre in der Propstei Flensburg geführt. Und das kommt nicht von ungefähr: Das Repertoire des Kirchenchores Nordhackstedt umfasst im Jubiläumsjahr seines 50-jährigen Bestehens 425 Lieder. Ältere und moderne kirchliche Lieder, Operetten, plattdeutsches und internationales Liedgut gehören dazu.

Auftritte bei Hochzeiten und Gottesdiensten „Unser Chor ist seit 50 Jahren ein sehr treuer Begleiter bei allen Goldenen und Diamantenen Hochzeiten. Zudem gestaltet er unsere besonderen Gottesdienste wie beispielsweise zu Weihnachten, Erntedank oder auf Plattdeutsch entscheidend mit. Er ist einfach eine große Bereicherung für unsere Gemeinde“, weiß Pastor Frithjof Stahnke zu berichten. „Dieses haben wir uns selbst zur Aufgabe gemacht“, ergänzt Heidi Schek, die sich für den Chor verantwortlich zeigt.

Der Chor entstand zunächst als gemischter Chor und ist nach einigen Jahren zum reinen Frauenchor geworden. In den ersten Jahren wurde er von den Ehefrauen der damaligen Pastoren geleitet. Über Erich Krenn wechselte die musikalische Leitung schließlich 1993 bis heute zu Jürgen Wittmaack, Kirchenmusiker aus Harrislee.

Einen Höhepunkt erlebten die Chormitglieder im Jahre 2004 mit der Aufnahme einer CD mit dem Titel „Bunter Melodienreigen“, die das breite Spektrum des Chores darstellt.

Wie andere Chöre auch plagen die Nordhackstedter Nachwuchssorgen. Im Moment wissen sich die 13 Mitglieder aber zu helfen. Mit dem Singkreis Meyn-Wallsbüll, der ebenfalls von Jürgen Wittmaack geleitet wird, unterhält man eine enge Kooperation und hilft sich bei Bedarf gegenseitig aus. Gern aber würde man zu den Übungsabenden – jeden Montag um 20 Uhr im Gemeindehaus – interessierte Sängerinnen begrüßen.

Dreitägiger Ausflug als Jubiläumsgeschenk Nun wird erst einmal das Jubiläum gefeiert. Die Kirchengemeinde Nordhackstedt hat ihren Chor zu einem dreitägigen Ausflug nach Lüneburg eingeladen, als Dank für 50 Jahre musikalische Begleitung und Gestaltung der Gottesdienste.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen

Foto zur Meldung: „Der Chor ist eine große Bereicherung“
Foto: „Der Chor ist eine große Bereicherung“

Pilgern für Neugierige …

(15. 05. 2018)

Einen Tag lang gemeinsam unterwegs sein.

Den Ochsenweg entlang, von Handewitt nach Oeversee.

Foto zur Meldung: Pilgern für Neugierige …
Foto: Pilgern für Neugierige …

Mit Liedern den Frühling herbeigesehnt

(29. 03. 2018)
 „Wir wollen uns darüber freuen, dass Gott alles so wunderbar gemacht hat und die Welt jetzt wieder bunter und wärmer wird.“ Mit fester Stimme kündigten Lia und Inga aus der „Kleinen Arche“ in Schafflund den Liederreigen in der Nordhackstedter Kirche an. Und weil der Frühling noch auf sich warten lässt, versuchten die Kinder ihn mit aller Kraft herbeizusingen. Zehn Lieder hatten die Kinder geübt, mit Orgelbegleitung und eigenen Instrumenten. Pastor Frithjof Stahnke (Foto, rechts) ließ sich die Spuren des Frühlings erklären – Spitzenreiter war das Vogelgezwitscher, und so erklang auch „Alle Vögel sind schon da“.
 
Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Mit Liedern den Frühling herbeigesehnt
Foto: Mit Liedern den Frühling herbeigesehnt

Tagesmütter sollen Engpass beheben

(13. 12. 2017)
Im Amt Schafflund wird im Frühjahr ein Qualifikationskurs angeboten / Unterricht findet an 26 Wochenenden statt
 

Kindertagespflege als Ergänzung zum Angebot der Kindertagesstätten – diese Möglichkeit soll im Amtsbereich Schafflund ausgebaut werden. Bislang stehen zehn Kindertagesstätten zur Verfügung, um die Betreuung der Kinder zu gewährleisten. Trotz der Erweiterung der Kitas in Lindewitt, Großenwiehe und Schafflund sind die Kapazitäten stets ausgeschöpft, und es fehlt an Plätzen.

Tagesmütter oder Tagesväter können hier eine Lösung sein. Sie betreuen eine kleine Gruppe von Kindern gegen Bezahlung meist im eigenen Haushalt. Durch die kleine Gruppe von maximal fünf gleichzeitig anwesenden Kindern hat die Kindertagespflege einen familienähnlichen Charakter. Zudem können die Betreuungszeiten oftmals deutlich flexibler gestaltet werden als in einer Krippe. Besonders bei Kindern bis zum dritten Lebensjahr wird die Tagespflege derzeit immer öfter nachgefragt. Daher ist sie nicht nur als Ersatz zum Angebot der Kita zu sehen, sondern als Ergänzung der Möglichkeiten für Eltern und Kinder.

Wesentliche Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Kindertagespflege ist der Besuch eines Grundqualifizierungskurses zur Kindertagespflegeperson. In 160 Theorie- und 40 Praxisstunden wird das rechtliche und pädagogische Rüstzeug vermittelt, um in diesem Bereich aktiv werden zu dürfen.

Diese Kurse finden bisher ausschließlich in der Stadt Schleswig statt. Derzeit planen der Kreis Schleswig-Flensburg, die Evangelische Familienbildungsstätte Schleswig sowie Gemeinden im Amt Schafflund die Durchführung eines eigenständigen Grundqualifizierungskurses im Bereich des Amtes Schafflund. Damit soll interessierten Personen aus dem nördlichen Kreisgebiet die Teilnahme erleichtert werden.

Die Initiative dazu geht von einigen Gemeinden im Amt Schafflund aus. „Diese überlegen derzeit, ob sie diese Form der Kinderbetreuung durch freiwillige Zuschüsse an Eltern und Tagespflegepersonen begleiten“, sagt Ralf Fleddermann, Fachbereichsleiter für Soziales im Amt Schafflund. So könne diese Betreuungsform attraktiver gestaltet werden. „Vertragspartner für die Tagespflegepersonen wäre der Kreis Schleswig-Flensburg“, ergänzt er.

Vorgesehen ist eine einmalige Kursdurchführung ab dem Frühjahr 2018 bis zum Spätsommer 2018. Der Unterricht wird in Schafflund oder umliegenden Gemeinden an zirka 26 Wochenenden stattfinden. Es handelt sich um einen vollwertigen Grundqualifizierungskurs zur Kindertagespflegeperson.  Interessierte können sich bis 20. Januar an Ralf Fleddermann, Amtsverwaltung Schafflund, Telefon 04639- 7013 oder 04639-700 2018 wenden.

 

Text - SHZ rfr

OPEN – AIR – GOTTESDIENST IN NORDHACKSTEDT

(08. 09. 2017)

Petrus war der Kirchengemeinde Nordhackstadt in diesem Jahr hold gestimmt ;

nach 2013 fand wieder ein Open-Air – Gottesdienst im Gemeindepark statt . Es war der letzte gemeinsame Gottesdienst der Regionalkirche bestehend aus Nordhackstedt , Wallsbüll , Medelby und Handewitt . Zelebriert wurde durch die Pastoren Fritjof Stanke Nordhackstedt und Arne Gerundt aus Weding . Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen

fanden sich ca . 130 Mitglieder aus den vorgenannten

Gemeinden ein . Musikalisch wurde dieser Gottesdienst

von den Handewitter Bläsern untermalt . Zum Beginn des Gottesdienstes wurde Asmus Schaffer als Küster für seine 20.jährige Tätigkeit von Pator F.Stahnke geehrt .

Wie überall in diesem Jahr , stand die Predikt im Zeichenvon Martin Luther . Er stellte die Form der Selbstdarstellung für sich und andere ins rechte Licht ; und wie bekomme ich einen gnädigen Gott ? Wie kann ich denlieben Gott lieben ?

Während des Gottesdienstes wurden zwei Kinder ,

Emma Matthiensen , Neu-Hörup und Malte Ole Trebess

aus Schafflund getauft .

Nach dem Gottesdienst lud die Kirchengemeinde Nord-

hackstedt zur „ Roten Grütze „ ein . Kurz darauf meinte

dann doch der Petrus , er muß zu diesem Anlaß wie alle

 

Jahre vorher , noch einige Regentropfen senden .

 

Dieter Schilling

Anneliese Marsch mit Ansgarkreuz geehrt

(10. 06. 2017)
 
Eine hohe Ehre wurde Anneliese Marsch aus Hörup zuteil. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement erhielt sie von Pastor Frithjof Stahnke und Andreas Andresen, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats, das Ansgarkreuz der Nordkirche. Sie habe nicht nur zahlreiche Ämter inne gehabt, sondern die Balance gehalten zwischen dem Blick für das Bewahrende und der Offenheit für Neues. „Anneliese Marsch verbindet pragmatisches Zupacken mit weitsichtiger Klugheit und Gottvertrauen – das macht sie zu einem Juwel für die christliche Gemeinschaft“, würdigte Pastor Stahnke ihre Verdienste.

Für die Kirchengemeinde Nordhackstedt war es eine Premiere, denn bisher wurde das Ansgarkreuz noch nie verliehen. Die Nachricht über die bevorstehende Ehrung wollte Pastor Stahnke deshalb unbedingt persönlich überbringen – allerdings musste er dazu bis nach Damp fahren, wo er Anneliese Marsch, die wegen einer Knie-Operation gerade ihren Reha-Aufenthalt absolvierte, mit seiner Botschaft überraschte. Über diese Geste habe sie sich sehr gefreut, sagt die 83-Jährige.

Als Stahnke sich vor mehr als 30 Jahren als junger Pastor beworben hatte, gehörte sie dem Kirchenvorstand an und kümmerte sich verantwortungsvoll um die Geschicke der Kirchengemeinde. Einmal im Jahr richtete sie einen Hausgottesdienst bei sich in Hörup aus. Auch an der Organisation der alle zwei Jahre stattfindenden Gemeindereisen war sie maßgeblich beteiligt. Ein Schwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit war über viele Jahrzehnte die Seniorenarbeit. Wenn der Pastor Urlaub machte, organisierte sie im Sommer Gottesdienstfahrten. „Wir haben schon so viele schöne Kirchen gesehen. Als wir zur klitzekleinen Kirche in Moldenit und zum Missunder Fährhaus gefahren sind, hatte ich sogar zwei Busse“, schwärmt Anneliese Marsch, die diese Arbeit nun aufgeben wird. Schon vor über einem Jahr habe sie diesen Entschluss gefasst. Mit Karin Janke und Dörte Hinrichsen habe sie tolle Nachfolgerinnen gefunden, ist sie sich sicher.

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Anneliese Marsch mit Ansgarkreuz geehrt
Foto: Anneliese Marsch mit Ansgarkreuz geehrt

Osternacht in der Nordhackstedter Kirche

(22. 04. 2017)

Von der Dunkelheit ins Licht – Osternacht in der Nordhackstedter Kirche

 

Nordhackstedt „Christ ist erstanden“ sang die Gemeinde in der gut gefüllten Nordhackstedter Kirche am Ende eines außergewöhnlichen Gottesdienstes, zu dem Vikar Andy Hoth eingeladen hatte. Wer sich am Karsamstag mitten in der Nacht auf den Weg gemacht hatte, fand sich in einer nahezu dunklen Kirche wieder und hörte zunächst die bedrückende Geschichte der Kreuzigung und Grablegung Jesu. Doch in dieser Osternacht lagen traurige und fröhliche Stimmung nah beieinander. Die Orgel setzte ein und symbolisch durchschritt Vikar Hoth die Kirche und brachte das Osterlicht zum Altar. Die Kerzen, die die Besucher am Eingang erhalten hatten, wurden während meditativer Taizé-Gesänge nach und nach entzündet, bis die Kirche in hellem Glanz erstrahlte.

 

Text - Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Osternacht in der Nordhackstedter Kirche
Foto: Osternacht in der Nordhackstedter Kirche

„Toller Steuermann des Kirchenschiffs“

(20. 12. 2016)
Frithjof Stahnke ist seit 30 Jahren Pastor in Nordhackstedt / Kirchengemeinderat ist voll des Lobes – und organisiert Feier zum Dienstjubiläum
 

Im Dezember vor 30 Jahren trat Frithjof Stahnke als Pastor seine erste Pfarrstelle in Nordhackstedt an – und ist bis heute geblieben. „Damals mit 28 Jahren war es nicht leicht für mich, ich habe eine ganze Zeit gebraucht. Und an meiner allerersten Weihnachtspredigt habe ich bis tief in die Nacht gesessen“, blickt er auf seine Anfänge zurück. Aber ein warmer, guter Strom von Seiten des Kirchengemeinderats habe ihn von Beginn an begleitet.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass eben dieser Kirchengemeinderat seinen Pastor mit einer Feier zum Dienstjubiläum überraschte. Karin Carstensen und Werner Hansen erinnerten an unzählige Amtshandlungen, viele interessante Bildungsfahrten und an die Dankbarkeit der Patienten, die von ihrem Pastor im Krankenhaus besucht wurden. „Wir schätzen deine ruhige, vermittelnde und fröhliche Art. Du bist ein toller Steuermann unseres Kirchenschiffes“, sagten sie und nahmen Bezug auf Psalm 91, den Konfirmationsspruch von Frithjof Stahnke: „Die Engel haben ihre Sache gut gemacht.“ Passend dazu überbrachte Bürgermeisterin Anja Stoetzel einen Rotwein der Marke „Engel Nr. 1“ – und hob die wertschätzende Beziehung zwischen Kirche und Gemeinde hervor, die unter anderem im Bau des gemeinsam genutzten Gemeindehauses zum Ausdruck komme.

Ein Pastor als Busfahrer – diese Besonderheit ist wohl einzigartig. „Die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, das hast du wortwörtlich genommen“, meinte Anneliese Marsch aus Hörup, die ihren Pastor von Anbeginn aktiv begleitet und mit ihm am Steuer schon viele Reisen unternommen hat. Und auch die Kleinsten in der Kirchengemeinde lassen sich von Frithjof Stahnke begeistert mit dem großen Bus kutschieren. „Du bist ein Glücksfall für uns alle, als Ratgeber, Gesprächspartner und Seelsorger“, sprach Kita-Leiterin Meike Johannsen den Anwesenden aus der Seele. Warmherzigkeit, Bescheidenheit und Offenheit für Neues – diese Eigenschaften wurden von weiteren Gästen hervorgehoben, und kleine Anekdoten, wie die Vorliebe für Honig im Kaffee, ein Gläschen Rotwein am Ende des Tages und das Bekenntnis als Dortmund-Fan, brachten viele zum Schmunzeln.

„Heute geht es mir eigentlich besser als vor 30 Jahren“, sagte Pastor Stahnke. „Ich bin aufgrund der Erfahrung gelassener geworden und genieße es, die Menschen zu kennen.“ Viele würden ihn beneiden, weil Mitarbeiter, Kirchengemeinderat und Konfer-Team in ihrem Zusammenspiel harmonieren und offen sind für neue Wege.

Seine Familie fühle sich rundum wohl in Nordhackstedt, seine Frau hätte sich beruflich verwirklichen können, und die inzwischen erwachsenen Kinder hätten hier immer noch Freunde.

„Du hast mir gezeigt, dass Familienleben auch im Pastorat möglich ist“, bestätigte Wiebke Keller, seine erste Vikarin. Diesen Spagat zwischen Beruf und Familie hätte sie sich zum Vorbild genommen.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: „Toller Steuermann des Kirchenschiffs“
Foto: „Toller Steuermann des Kirchenschiffs“

Zehn Jahre lebendiger Advent

(07. 12. 2016)
Zehn Jahre lebendiger Advent in Nordhackstedt
 

Der Duft von selbst gebackenem Honigkuchen und Punsch erwartet die Besucher auf der weihnachtlich geschmückten Terrasse der Familie Andresen in Nordhackstedt. Am erleuchteten Rundbogen prangt eine große Eins, Hinweis auf den Beginn des „Lebendigen Adventskalenders“. „Ich bin fast immer die Erste“, sagt Marianne Andresen, die sich über den großen Zulauf freut, „ob Schneesturm oder Ostwind – es kommen immer viele Menschen, notfalls auch zu Fuß.“ Eine gute halbe Stunde bleiben Jung und Alt, um sich adventlich einstimmen zu lassen, sich zu unterhalten, zu singen und den Geschichten zu lauschen, die die 15-jährige Enkelin Tina vorliest.

Vor Zehn Jahren wurde unter den Frauen der Montagsfrühstücksrunde die Idee geboren, einen „Lebendigen Adventskalender“ nach süddeutschem Vorbild in den Dörfern der Kirchengemeinde Nordhackstedt auszuprobieren – daraus hat sich eine Erfolgsgeschichte entwickelt. Ohne Unterbrechung konnten in allen Jahren sämtliche Termine unter Einbeziehung aller Dörfer besetzt werden. Einige Gastgeber machen immer wieder mit, aber es gibt auch Neuzugänge. Die Besucher erleben ganz individuelle Ausgestaltungen dieser Zusammenkünfte, sei es im Garten, auf der Terrasse oder im Carport. „Das Verbindende steht für uns im Vordergrund“, sagt Sabine Stahnke, die von Beginn an die Organisation übernommen hat. Manch klassisches Adventslied wie „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ werde gern gesungen, und die von den Gastgebern ausgewählten Texte und Gedichte böten Gelegenheit zum Innehalten. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, wurde ein großer Punschtopf angeschafft, der nun allabendlich von Haus zu Haus wandert – und viele Gäste bringen ihren Becher selbst mit. Im Gemeindehaus liegen Liederhefte bereit, die ausgeliehen werden können. Hierin mag das Erfolgsgeheimnis liegen: Alles wird niederschwellig gehalten, die Begegnung steht im Mittelpunkt.

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Zehn Jahre lebendiger Advent
Foto: Zehn Jahre lebendiger Advent

Ein Halleluja für Martin Luther

(02. 11. 2016)
Zu einem Reformationsgottesdienst in der Nordhackstedter Kirche holte Pastor Frithjof Stahnke (Foto) die Viertklässler der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund persönlich mit dem Bus ab. In der Kirche wurde mit viel Bewegung ein fröhliches „Halleluja“ gesungen, und die Kinder durften ihr Wissen über den Reformator Martin Luther einbringen. Mit kleinen, Luther darstellenden Biegepüppchen konnten die Kinder Luthers Gefühle zum Ausdruck bringen: Angst, Zorn, Erleichterung, Mut oder Gottvertrauen. Janne (v.l.), Leonie und Jette zeigten den Reformator selbstbewusst und standfest, während Pastor Stahnke ihn zitierte: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“
 
Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Ein Halleluja für Martin Luther
Foto: Ein Halleluja für Martin Luther

Der neue Vikar stellt sich vor

(25. 07. 2016)
Der gebürtige Rostocker Andy Hoth unterstützt ab sofort Pastor Frithjof Stahnke bei der Arbeit in der Kirchengemeinde
 

Wie im Kino sitzen die Kinder der 4a in Nordhackstedt in versetzten Reihen und lassen sich die Geschichte von Mose erzählen, der sein Volk sicher durch das Schilfmeer führt und die Verfolgung durch die Ägypter abwendet. Auf dem Boden vor ihnen sitzt Andy Hoth und lässt das Geschehen mit sparsamen Requisiten lebendig werden.

„Herr Hoth erklärt so gut, man versteht gleich, um was es geht“, fasst Ben Johannsen den Religionsunterricht kurz zusammen, und seine Mitschülerinnen Jonna Brodersen und Rike Grimm pflichten ihm bei: „Es ist immer so spannend!“

Andy Hoth, neuer Vikar der Kirchengemeinde Nordhackstedt, freut sich über das Lob, ist zugleich aber auch ein wenig traurig, denn die Ausbildung an der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund geht zu Ende. Unter der Anleitung seiner Mentorin Maike Hennings gestaltete er den Religionsunterricht in drei verschiedenen Klassen, und nun, nach halbjähriger Praxiserprobung, schloss er diese mit einer erfolgreichen Prüfung im Juni ab. „Ohne Maike Hennings wäre es schwer gewesen“, sagt er, denn Grundschulpädagogik komme während des Studiums nicht vor. Besonders die Methode des „schauenden Erzählens“, die die Kinder in ihren Bann zieht und Einbindungsmöglichkeiten schafft, entspreche seinem Naturell, da er sich selbst eine große Offenheit bewahrt habe.

Diese Erfahrungen werden ihm zugute kommen, wenn er nun gemeinsam mit Pastor Frithjof Stahnke in der Kirchengemeinde aktiv wird. Nach siebenjähriger Pause freut der Pastor sich, endlich wieder einen Vikar ausbilden zu können. In diesem Jahr gibt es nur zwei neue Vikare im gesamten Kreis, sodass sich Andy Hoth in der Regionalgruppe mit Kollegen aus Nordfriesland trifft. Zusätzlich finden Blockseminare im Predigerseminar in Ratzeburg statt. Das gesamte Vikariat wurde mittlerweile auf 28 Monate verlängert, damit genügend Zeit für die praktische und seelsorgerische Ausbildung in der Kirchengemeinde bleibt.

Der 30-jährige Andy Hoth wurde in Rostock geboren und nahm dort am freiwilligen Religionsunterricht teil, der ihn zunächst nicht sonderlich begeisterte. Erst die Begegnung mit dem Pastor aus Laage hinterließ nachhaltige Spuren, sodass er sich in der Jugendarbeit engagierte, sich taufen ließ und sich später entschloss, in Rostock evangelische Theologie zu studieren. „Es sind im Leben die persönlichen Begegnungen entscheidend“, sagt Pastor Stahnke. So ist es nicht verwunderlich, dass eben jener Pastor aus Laage im Juli Andy Hoth und seine Frau trauen wird.

In Nordhackstedt haben sie bereits eine Wohnung, und wenn irgendwo in Schafflund, Hörup, Linnau oder Riesbriek ein silbergrauer Skoda mit dem Kennzeichen des Landkreises Rostock auftaucht, weiß jeder – der neue Vikar ist nicht weit. „Ich fühle mich hier schon heimisch und freue mich auf gute Begegnungen und Gespräche“, schreibt Andy Hoth im Gemeindebrief.

Und die Kooperation mit der Schule wird bleiben, denn gemeinsam mit Pastor Stahnke und Maike Hennings wird es im Oktober ein Projekt zum Reformationstag geben.

 

Text - SHZ böw

Foto zur Meldung: Der neue Vikar stellt sich vor
Foto: Der neue Vikar stellt sich vor


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