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Ein Treffpunkt für die Jugend
Neubau und pädagogische Fachkraft: Schafflund investiert in Angebote für junge Menschen
Nun ist es amtlich. Die Gemeindevertretung beschloss auf ihrer jüngsten Sitzung, für die Jugend in Schafflund einen Neubau zu errichten. Damit endete der Abwägungsprozess der vergangenen Monate, in dem es um die Frage ging, ob sich das bestehende Gebäude, in dem Schickeria und Speisekammer derzeit untergebracht sind, sanieren ließe und zu welchem Preis.
Während Umbau und Sanierung mit 346.290 Euro veranschlagt wurden, liegen die Kosten für einen Neubau bei rund 460 000 Euro, für den zudem eine Fördermöglichkeit durchaus realistisch erscheint.
Zwischen Sportfeldern und Bürgerpark
Bereits in den Ausschüssen war bezüglich des Bestandsgebäudes von einer „Bretterbude“ die Rede, die später von der Tennis-Sparte zum Tennisheim umfunktioniert und mit Klinkern ummauert wurde. Man war sich einig: „Lasst uns neu bauen, gleichzeitig behindertengerecht und möglicherweise mit öffentlichen Toiletten.“
Die Lage zwischen Bürgerpark mit Grillplatz und Bewegungsstationen auf der einen und der Pumptrack sowie Sportfeldern auf der anderen Seite erscheint ideal für einen Jugendtreff: Mitten im Dorf und trotzdem räumlich etwas zurückgenommen ganz am Ende des Weges.
Damit ein Treffpunkt für die Jugend auch von Beginn an funktioniert, setzt die Gemeindevertretung auf die Einstellung eines „Jugendkoordinators“, so der Arbeitsbegriff für die männliche oder weibliche Person, die das Haus zusammen mit den Jugendlichen mit Leben füllen soll. Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen plädierte dafür, diese Stelle schon frühzeitig zu besetzen, man könne dafür bei der AktivRegion Mitte des Nordens für drei Jahre eine Förderung über 65 Prozent der Netto-Lohnkosten erhalten. Und sie fügte hinzu: „Wir sollten gleich weiter für die Zukunft planen, nicht nur für drei Jahre.“
Der Abriss des alten Gebäudes und die Umsetzung des Neubaus erfolgen nun aber nicht umgehend. „Dieses Jahr wird das neue Feuerwehrhaus fertig, dann setzt der Domino-Effekt ein“, sagte Bernd Johannsen, Bauausschussvorsitzender.
Nach Auszug der Feuerwehr aus dem alten Gerätehaus und den notwendigen Umbaumaßnahmen werden Schickeria und Speisekammer in den Bahnhofsring umziehen. Und er ergänzte: „Das Ziel für den Jugendtreff im Sommer 2026 sieht ganz gut aus.“ Bis dahin ist viel Zeit für den „Jugendkoordinator“, gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Planung des Neubaus nach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen Einfluss zu nehmen.
Koordinator mit 30 Wochenstunden
Einstimmig wurde somit der sofortige Antrag an die AktivRegion auf Einstellung einer pädagogischen Fachkraft mit 30 Wochenstunden beschlossen. Partizipation war auch in der Vergangenheit der Maßstab, an dem sich Entscheidungen ausrichteten, denn „Dorf für Kinder – Dorf für alle“ sollte nicht nur eine Floskel sein.
So wurde der Pausenhof der Schule mehrfach nach den Schülerwünschen gestaltet, für Spielplätze an verschiedenen Orten des Dorfes fanden Workshops statt, und nicht zuletzt war es der Dorfentwicklungsplan, aus dem beispielsweise der Wunsch nach einem Gesundheitszentrum resultierte. Etwas schwerer tat man sich dagegen beim Jugendbeirat. Im Herbst 2023 stellte sich Jette Marczyschewski dem Sozialausschuss vor und warb für einen Jugendbeirat.
Der Wunsch der damals 16-Jährigen stieß zwar auf Widerhall, aber die ersten Bemühungen des Ausschusses trugen noch keine Früchte. Zu den vergangenen Sitzungen lud der neue Ausschussvorsitzende Flemming Meyer nun jeweils einen Verein der Gemeinde zu einem Bericht über die Jugendarbeit ein – und man war beeindruckt davon, wie Angelverein, Jugendclub, DLRG und andere Kinder und Jugendliche mit großem Erfolg zum Mitmachen motivieren.
Nun, nach zwei Jahren, kam es endlich zum Durchbruch, als Anna Marsch über die erfolgreiche Jugendarbeit in Hörup referierte. „Hier wird alles von der Jugend mitentschieden.“ Es handle sich um einen Jugendausschuss, angesiedelt beim Sportverein, so Marsch, nicht um einen Jugendbeirat. Das Konzept überzeugte den Sozialausschuss. Ein Jugendausschuss sei offen für alle Kinder und Jugendlichen, nicht nur für die, die im Ort leben. Darin würde man ein gutes Entwicklungspotenzial sehen – und sich somit vom Gedanken an einen Jugendbeirat verabschieden.
Quelle - SHZ Helga Böwadt
Bild zur Meldung: Ein Treffpunkt für die Jugend















