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Freiwillige Feuerwehr Schafflund rüstet sich für brennende E-Autos

10. 06. 2021

Mit einer Übung bereiten sich Brandschützer auf neue Herausforderung vor

 

Nicht ohne Grund hatte Gemeindewehrführer Benno Gasa sowohl die Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen als auch die Ehrenmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schafflund zum Übungsabend eingeladen. Sie durften Zeugen eines eindrucksvollen Szenarios werden. Die Übungssituation stellte sich wie folgt dar: Ein Pkw war im Bahnhofsring auf ein Treckergespann aufgefahren, anschließend ging er in Flammen auf.

Mehr Autos mit alternativem Antrieb

Allerdings, beim Auto handelte es sich um ein Elektro-Fahrzeug. „Die Zahl der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben steigt enorm, im ersten Quartal waren es rund 35 Prozent der Neuzulassungen“, erläuterte Benno Gasa den Zuschauern. „Die Feuerwehren müssen sich auf diese neue Herausforderung einstellen.“ Brennende Fahrzeuge könnten nicht wie üblich kurzzeitig gelöscht werden, da es aufgrund einer Kettenreaktion brennender Zellen immer wieder zu neuen Entzündungen komme. Mit dem Einsatz einer neuartigen Löschdecke wird den Flammen zunächst Einhalt geboten. Wie schnell das geht, erlebten die staunenden Beobachter. Als die Feuerwehrtrupps anrückten, brannte das Fahrzeug schon lichterloh – für den Übungszweck handelte es sich aber um ein Schrottauto mit Benzinmotor. Nach der fiktiven Analyse, dass es sich um ein E-Auto handele, fiel sofort die Entscheidung für den Einsatz der Löschdecke.
Vier Atemschutzträger packten an und zogen die Decke über das brennende Fahrzeug – blitzschnell erstickte das Feuer. „Mit der Wärmebildkamera prüfen wir die Temperatur unter der Decke“, sagte Gasa und lud ein, sich selbst ein Bild davon zu machen. Erstaunlich war das Ergebnis: Anfangs lag sie bei 600 Grad, nach nur fünf Minuten war sie auf 170 Grad gesunken.
Sollte es einsatzbedingt notwendig sein, könne man die neue Löschdecke, die inklusive Transportbox 1800 Euro kostet, ebenfalls für die herkömmlichen Antriebsarten Benzin und Diesel nutzen, meinte der Wehrführer. Der Übungsabend fand nach langer Corona-Pause zum ersten Mal wieder mit 34 aktiven Kameraden gemeinsam statt. Aufgrund der niedrigen Inzidenz im Kreis Schleswig-Flensburg sind Übungen bis zu 40 Teilnehmern jetzt zugelassen.
In den Fahrzeugen gilt zwar weiterhin die Maskenpflicht, aber ansonsten konnten die Einsatzabläufe wie gewohnt vollzogen werden. Und diese erste Gelegenheit zur Rückkehr in einen normalen Dienstplan wurde nicht nur zur Übung genutzt, sondern gleichzeitig zur Präsentation der Funktion der neuen Löschdecke vor Publikum.

Quelle - SHZ böw

 

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