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Rettung im hohen Gras
Wettlauf gegen die Zeit: Fast 100 Helfer suchten in Schafflund nach einer vermissten Seniorin
Fast 100 Einsatzkräfte waren am Freitagabend in Schafflund im Großeinsatz. Eine ältere Frau aus einem Pflegeheim wurde am Nachmittag als vermisst gemeldet. Die Absuche innerhalb der Einrichtung sowie im nahen Umfeld durch Mitarbeiter, Angehörige und die Polizei blieb erfolglos. Gegen 20.45 Uhr wurde die Feuerwehr zur Unterstützung alarmiert.
Um noch vor Einbruch der Dunkelheit eine möglichst große Fläche bei Tageslicht absuchen zu können, wurde der Einsatz schnell hochgefahren. Insgesamt wurden neun Feuerwehren mit fast 100 Einsatzkräften in den Buchauweg alarmiert. Auch eine Drohne und Hundestaffel wurden angefordert.
Die Einsatzmeldung ließ bei vielen Einsatzkräften Erinnerungen an vergangene Einsätze in Schafflund und Umgebung hochkommen. Bei mehreren Einsätzen in den vergangenen Jahren konnten die Vermissten nicht mehr lebend gefunden werden. Fieberhaft und hoch motiviert nahmen die Einsatzkräfte am Abend die Suche nach der Frau auf.
Rollator der vermissten Seniorin gefunden
Diese soll sich am Nachmittag gegen 15.30 Uhr mit ihrem Rollator von der Einrichtung entfernt haben. Zu Fuß, mit Fahrzeugen und auch auf Fahrrädern durchkämmten die Einsatzkräfte die Umgebung. Die Drohne aus Großenwiehe unterstützte die Suche aus der Luft. Auch Dutzende Schafflunder boten ihre Hilfe an und unterstützten die Feuerwehr bei der Suche.
Während sich die Einsatzkräfte bereits auf einen möglicherweise langen Einsatz einstellten und vorsorglich noch am Abend Vorbereitungen für die Fortsetzung der Suchmaßnahmen am Samstag trafen, nahm ein Mantrailer der Rettungshundestaffel Rescue Dogs Schleswig-Flensburg die Suche auf. Der American Shepherd „Bandit“ sollte am Heim die Fährte der Vermissten aufnehmen. Nach wenigen Metern erreichte die Polizei die Information, dass eine junge Frau, die die Suche auf ihrem Fahrrad unterstützte, etwa 2,5 Kilometer von der Einrichtung entfernt einen Rollator aufgefunden hat.
Schnell konnte bestätigt werden, dass es sich um das Gefährt der Vermissten handelte. Die Polizei und das Team um Rettungshund „Bandit“ machten sich auf den Weg an den Ort, an dem der Rollator gefunden wurde. Dort wurde der Hund erneut angesetzt und führte die Einsatzkräfte zielstrebig zu der vermissten Person, die gegen 22.25 Uhr rund 250 Meter von ihrem Rollator entfernt im hohen Gras lag. Sie war wach und ansprechbar.
Kurz darauf wurde die Vermisste an den mittlerweile alarmierten Rettungsdienst übergeben. Nach einer Untersuchung vor Ort wurden keine Verletzungen festgestellt. Sie wurde zurück ins Pflegeheim gebracht. Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hundestaffel war der Einsatz ein voller Erfolg. Und nicht zuletzt aufgrund der Unterstützung aus der Schafflunder Bevölkerung nahm die Suche nach der vermissten Frau ein positives Ende.
Quelle - SHZ Benjamin Nolte
Bild zur Meldung: Rettung im hohen Gras




























