- Einladung zur Gemeindevertretersitzung
- Einladung zum Spatenstich für unseren neuen Jugendtreff
- Ein Meilenstein für Schafflund
- Wein erleben, probieren und genießen
- Einladung zur Gemeindevertretersitzung
- Einladung zum Spatenstich für unseren neuen Jugendtreff
- Ein Meilenstein für Schafflund
- Wein erleben, probieren und genießen
- Einladung zur Gemeindevertretersitzung
- Einladung zum Spatenstich für unseren neuen Jugendtreff
- Ein Meilenstein für Schafflund
- Wein erleben, probieren und genießen
Eine „Reinigungs-Fee“ sagt Tschüss
Jutta Wegner nimmt Abschied von der Schafflunder Schule – und geht in den wohlverdienten Ruhestand
„Ich habe hier meinen Traumjob gefunden“, sagt Jutta Wegner. Und genau deshalb ist ihre Gefühlswelt in diesen Tagen durchaus wechselhaft. Einerseits freut sie sich auf ihren Ruhestand – mit Zeit für spontane Ausflüge und Kurzreisen mit ihrem Mann. Andererseits überwiegt noch die Wehmut. „Ich habe immer so gerne gearbeitet“, sagt die 65-Jährige.
In der Schule zwischen den Meeren in Schafflund ist sie lange Jahre die „gute Seele“ gewesen. Über die letzten fünfzehn Jahre war Jutta Wegner Vorarbeiterin der zuletzt zwölf Reinigungskräfte. Sie hätten immer viel Spaß miteinander gehabt, sich zum Feierabend auch mal beim Kaffee zusammengesetzt, erzählt sie. Und freitags so manches Mal das Wochenende mit dem lauten Ruf von Jutta Wegner „Heute ist Freitag!“ eingeläutet.
Sie nennen sich selbst „Reinigungs-Feen“
Die „Reinigungs-Feen“, wie sie sich nennen, leisten einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag dazu, in der Schule ein Wohlfühlklima zu schaffen. Viele Besucher, wie die Gäste von Kulturveranstaltungen, kommentieren das gepflegte Erscheinungsbild, auch der Sanitäranlagen. „Das liegt aber auch an den Hausmeistern“, fügt Jutta Wegner hinzu. Sie sorgten mit schnellen Reparaturen dafür, dass hier kein Türgriff hängt, nichts kaputt oder bekritzelt bleibt, alle Lampen leuchten.
Vermissen wird sie den Kontakt zu den Kindern. „Hallo Jutta“, schallt es ihr nicht nur auf den Fluren entgegen, sondern auch nachmittags beim Einkaufen. Nein, frech sei kein Kind gewesen, erzählt sie auf Nachfrage, im Gegenteil. Als einmal ein etwas spezieller kleiner Junge traurig auf der Treppe saß, habe sie ihn gefragt: „Alles klar?“ Und seine Antwort sei gewesen: „Und bei dir, Jutta?“ „Das fand ich so süß und aufmerksam“, erinnert sich die 65-Jährige.
Ähnlich war es, als sie einmal die Treppe herunterfiel und sich inmitten von 20 Grundschülern wiederfand: „Alle schauten besorgt und fragten, ob alles gut sei.“
Warum bleiben so viele Fundsachen liegen?
Ein Phänomen, das sie über die Jahre begleitete, kann sich Jutta Wegner bis heute nicht erklären: „Es bleiben viele Fundsachen einfach liegen.“ Zwar gebe es Mütter, die mittags ihre Kinder zurückschicken, um vergessene Mützen, Handschuhe oder Jacken zu holen, einige kämen auch selbst, um sich auf die Suche zu machen, aber ein Großteil bleibe liegen. „Es ist unfassbar, wie viele gute Kleidungsstücke und Schuhe dann am Elternsprechtag auf den Fundsachen-Tischen ausgebreitet werden.“
Auch die Lehrkräfte wurden von Jutta Wegner gerne „betüdelt“, sei es mit einem Käffchen während der langen Elternsprechtage, einem Salat für die Lehrerkonferenz oder einfach einem kurzen „Schnack“. Und so gab es am letzten Tag vor den Ferien auch von ihnen ein unerwartetes Geschenk.
„Als ich die Tür zu unserem kleinen Raum aufschloss, standen sie dort dicht an dicht, mit einem Glas Sekt in der Hand – natürlich alkoholfrei“, sagt Jutta Wegner und lacht. „Überraschung“ hätten sie gerufen und nach einer kleinen Ansprache einzeln ihre guten Wünsche überbracht. „Das war so berührend“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich werde bestimmt noch öfter mit dem Fahrrad von Meyn hierherfahren, um alle zu besuchen.“
Quelle - SHZ Helga Böwadt
Bild zur Meldung: Eine „Reinigungs-Fee“ sagt Tschüss




























