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Fahrradwegausbau Nordhackstedt - Linnau

Schafflund, den 22.​09.​2025

Da kam Bewegung in die Chat-Gruppe der Gemeindevertretung Lindewitt. „Ich habe ja schon einiges erlebt, aber das fehlt mir jetzt noch in meiner Sammlung“, teilte Bürgermeister Wilhelm Krumbügel mit. Was war geschehen?

Derzeit ist ein seit Jahrzehnten gehegter Wunsch in der Umsetzung, ein Radweg von Linnau nach Nordhackstedt. Es ist nicht nur die Verbindung beider Dörfer, sondern auch der Lückenschluss zum zentralen Ort Schafflund mit seiner Gemeinschaftsschule und anderen Einrichtungen. Nun kam aus der Amtsverwaltung die Alarmmeldung. „Es gibt wohl einen Baustopp, da bei den Arbeiten etwas gefunden wurde, was irgendwie nach einem archäologischen Fund aussieht“, fährt Krumbügel fort.

Die Meldung kam wohl von einem vorbeifahrenden Radfahrer, der seine Entdeckung von vermeintlich historischen Tonscherben ohne Umwege direkt dem archäologischen Landesamt in Schleswig mitteilte. Dort wurde man sogleich aktiv. Die Amtsverwaltung wurde in Kenntnis gesetzt, dass man die Baustelle zur Überprüfung sogleich stilllegen wolle. Kurz darauf konnten drei Mitarbeiter bei Kontrollgrabungen beobachtet werden.

Für die Verantwortlichen in Lindewitt, Nordhackstedt und in der Amtsverwaltung ist eine solche Meldung natürlich höchste Alarmstufe. Ein historischer Fund kann eine Baustelle lahmlegen, wie andere Beispiele zeigen. Zudem ist Nordhackstedt in der Tat ein Fundort für Belege einer mittelalterlichen Besiedlung. „Das kann uns viel Geld kosten“, war dann auch die erste Reaktion des Stellvertretenden Bürgermeisters Ralf Petersen aus Lindewitt.

Bauamtsleiter Arne Wöhl von der Amtsverwaltung dachte gleich weiter. „Die Förderkulisse ist so ausgelegt, dass der Radweg bis Jahresende fertiggestellt sein muss“, erläutert er. Immerhin geht es hier um 75 Prozent der Gesamtkosten von 887000 Euro, mithin 665000 Euro. Da der Radweg in Grand ausgebaut wird, sei die sommerliche Jahreszeit zwingend für die Ausführung.

„Vielleicht sollten wir den Teufel nicht an die Wand malen“, hoffte Krumbügel nach Eingang der ersten Meldung. Damit lag er richtig. Es gab nach kurzer Zeit Entwarnung. Die archäologische Prüfung hatte ein einfaches Ergebnis. Der Fund entpuppte sich wohl als die Scherben eines vergleichsweise neuzeitlichen Tonrohres oder Blumentopfes. „Manchmal kannst du einfach nur mit dem Kopf schütteln“, reagiert Krumbügel durchaus erleichtert. „Möglicherweise hätte hier ein einfaches Foto zur Überprüfung genügt.“ 

 

Quelle - rfr 

 

Bild zur Meldung: Fahrradwegausbau Nordhackstedt - Linnau