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Neue Gesichter bei der Feuerwehr
Amt Schafflund: Sarah Iborg und Mareike Block meistern erfolgreich die Grundausbildung
Sind die gestochenen Knoten korrekt ausgeführt? Wurde der Brustbund als Teil des Rettungsknotens richtig angelegt? Was für Außenstehende wie Fachchinesisch klingt, gehört für die neuen Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehren im Amt Schafflund zum grundlegenden Handwerkszeug. „Man muss nicht nur helfen wollen, man muss auch helfen können“, lautet die Devise.
Sarah Iborg und Mareike Block gehören zu den insgesamt 36 Männern und Frauen, die sich für eine erste Grundausbildung entschieden haben. Und das macht man nicht so nebenbei. Seit April haben sie Theorie gebüffelt und 14 Dienstabende an unterschiedlichen Orten unter Anleitung zugebracht, dazu noch vier Samstage.
Ihr Ausbildungsleiter Björn Wagner, Wehrführer in Wallsbüll, war am Ende voll des Lobes für seine Anwärter: „Mit 70 Einsatzstunden habt ihr das Soll mehr als erfüllt. Und ihr seid eine ganz coole Gruppe, wart immer füreinander da.“
Die Motivation für diesen ehrenamtlichen Einsatz beschreibt Mareike Block für sich so: „Ich möchte anderen helfen, etwas der Gemeinschaft zurückgeben.“ Sie wohnt erst seit Januar in Nordhackstedt und sieht in ihrem Eintritt in die Feuerwehr – übrigens hier bereits als dritte Frau – auch eine gute Gelegenheit, Anschluss im Dorf zu finden.
In der Ausbildungsgruppe habe sie bereits „eine richtig schöne Gemeinschaft erlebt“, meint die 34-Jährige. Sie arbeitet als Krankenschwester auf der Intensivstation der Diako – mit Schichtdienst. „Manchmal war es schwierig, den beruflichen Dienst mit der Truppmannausbildung zu vereinbaren, aber meine Chefin hat mich entsprechend eingeplant.“
Auf die Unterstützung durch ihre Arbeitgeber konnten auch andere Kameradinnen und Kameraden zählen, eine Voraussetzung, die die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren oftmals erst ermöglicht. Davon weiß auch Sarah Iborg zu berichten, die als Notfallsanitäterin zur Rettungswache in Niebüll gehört und im Zwölf-Stunden-Tag- und Nachtdienst arbeitet: „Mein Arbeitgeber unterstützt mich sehr, mein Engagement bei der Feuerwehr wird anerkannt.“
Zusammenhalt und das Gemeinwohl
Beruflich habe sie häufig bei Rettungseinsätzen mit der Feuerwehr zu tun, jetzt wolle sie selbst das nötige Handwerkszeug erlernen. Und ihre Motivation? „Ich möchte die Zusammenarbeit noch besser verstehen und etwas für das Gemeinwohl tun“, sagt die 27-Jährige. Ihre Heimatwehr ist Medelby-Holt, in der sechs Frauen aktiv sind. Und da gibt es keine Unterschiede zu den Männern, hat Sarah Iborg festgestellt: „Wir sind voll anerkannt und können dieselbe Arbeit wie die Männer schaffen.“
Ursprünglich stammt sie aus Nordfriesland, ist aber im letzten Jahr der Liebe wegen nach Holt gezogen. „Hier kenne ich kaum jemanden im Dorf und Kreisgebiet“, sagt sie und verrät einen zweiten Aspekt ihrer Motivation: „Ich möchte mich hier gern integrieren und Leute kennenlernen.“ Und das ist ihr schon innerhalb der letzten Monate gelungen.
Für den ersten Teil der Truppmannausbildung wurden die einzelnen Gruppen gemischt zusammengestellt, Männer und Frauen unterschiedlichen Alters aus den verschiedenen Wehren des Amtes. Das hat Sarah Iborg gefallen: „Das war richtig toll und hat Spaß gemacht.“
So entstand bereits eine neue Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die sich vorher gar nicht kannten. Und innerhalb der Gruppe habe sich gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit schon klappt. In vier Szenarien, die unter der Einsatzleitung von Stephan Hanl aus Meyn zu bewältigen waren, ging es um einen Unfall mit einem verletzten Radfahrer, eine Personenrettung aus dem ersten Stock mithilfe einer Schleifkorbtrage und einen Zimmerbrand. Mareike Block und Sarah Iborg mussten mit ihrem Team ein Wohnhaus schützen.
Bereit für die nächsten Lehrgänge
Aus dem Feuerwehrgerätehaus stieg Rauch auf, nun galt es, das danebenstehende Gebäude vor dem Feuer zu bewahren. Also musste die Wasserversorgung aufgebaut werden, wobei das Löschwasser aus der Au entnommen wurde. Und um gleichzeitig die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Fußgänger auf der Straße zu gewährleisten, wurde Sarah Iborg eingesetzt, den Verkehr zu regeln.
Sämtliche Anforderungen wurden von den Lehrgangsteilnehmern erfüllt, das bestätigte Horst Matthiesen, Fachwart für die Truppmannausbildung im Kreisfeuerwehrverband: „Wir haben hier einen ganz starken Nachwuchs.“ Und seine Empfehlung, schon auf die nächsten Lehrgänge zu schauen, fiel auch bei Mareike Block und Sarah Iborg auf fruchtbaren Boden. Ob Funklehrgang oder die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger – beides könnte für sie eine Perspektive sein.
Quelle - SHZ Helga Böwadt
Bild zur Meldung: Neue Gesichter bei der Feuerwehr
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