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Geschichten von der Geest

Schafflund , den 24. 11. 2020

Das neue Jahrbuch des Heimatvereins Schleswigsche Geest ist erschienen

 

Zu Beginn des Jahres hatte der Heimatverein Schleswigsche Geest in seinem Terminkalender 20 Veranstaltungen geplant. „Wir sind voller Optimismus ins deutsch-dänische Jubiläumsjahr gestartet“, erzählte die Vorsitzende Beate Dopatka. „Wir wollten unseren Mitgliedern mit Fahrten entlang der Grenze Gelegenheit geben, das Gedenken an die Aufbereitung der Geschichte lebendig werden zu lassen.“
Doch der Besuch im „Museum zwischen Schleswigs Grenze“ in Rens, eine Führung durch das Frösleelager bei Pattburg, ein Ausflug zum Flensburger Wasserturm, eine Rundfahrt nach Tondern und Hoyer oder die Zusammenarbeit mit der Schule in Buhrkall mussten corona-bedingt ausfallen. „Zum Glück konnten wir auf unserer Mitgliederversammlung in Hüsby noch den Grenzfilm „Schritt für Schritt entlang der deutsch-dänischen Grenze“ von Nico Bossen und Horst Hinrichsen zeigen“, zeigte sie sich erleichtert. Danach war Schluss.
Der Vorstand traf sich weiter, um nach den ersten Lockerungen zu überlegen, was überhaupt noch möglich sein könnte, aber auch die Theaterfahrten, Tagesausflüge und die mehrtägige Fahrt nach Rügen fielen letztlich der Pandemie zum Opfer. „Wie leer das Jahr auf einmal ist“, stellten sie mit großem Bedauern fest, denn auch die stets gut besuchten Frühjahrs- und Herbsttreffen sowie die Adventsfeier mussten abgesagt werden.
Umso größer war nun die Freude, als Redaktionsleiter Manfred Metzger die Fertigstellung des neuen Jahrbuchs verkündete. „Das Buch spiegelt unsere Arbeit als Heimatverein auf der Geest wider“, sagte Beate Dopatka. „Die Beiträge berücksichtigen sowohl Vergangenes als auch Gegenwärtiges gleichermaßen.“ Vor allem sei sie froh, jetzt kurz vor Weihnachten mit dem Buch alle Mitglieder persönlich zu erreichen und somit den Kontakt zu halten, denn „wir stehen vor großen Herausforderungen, wie wir künftig arbeiten können, wo die Welt aus den Fugen geraten ist.“
Das Cover des Buches zeigt das Bollingstedter Moor und weist damit auf zwei interessante Berichte hin: Christian Sönnichsen schreibt über das Bollingstedter-Jalmer Moor und Hiltrud Clausen lässt den Leser auf 25 Seiten teilhaben am dörflichen Leben Bollingstedts in früheren Zeiten. Höfe- und Familiengeschichten finden sich traditionell im Jahrbuch, darüber hinaus Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit. Freunde der plattdeutschen Sprache können sich auf etliche vergnügliche Geschichten freuen. Schulgeschichten aus Friesfeld und Weding sowie Hinweise auf lesenswerte Bücher haben ebenfalls ihren Platz im Jahrbuch gefunden. Zwei Beiträge von Hans-Werner Johannsen und Jan Kirschner befassen sich mit der Volksabstimmung 1920. Aktuelle Berichte beschreiben Veranstaltungen des letzten Jahres und die Wikingerfunde in Hörup. „Schon jetzt würden wir uns über zahlreiche Beiträge für das nächste Jahrbuch freuen“, sagte Manfred Metzger.
Die Verteilung des Jahrbuchs an alle rund 900 Mitglieder war diesmal eine logistische Herausforderung, denn weder Autoren noch Vertrauensleute konnten wie gewohnt eingeladen werden. So wurden die Kisten für die Vertrauensleute, die die Verteilung in den Ortschaften persönlich übernehmen, im 15-Minuten-Takt in Viöl ausgegeben.

Infos zum Inhalt aller bisher erschienenen 69 Jahrbücher auf www.hvsg-ev.de

 

Quelle - SHZ Helga Böwadt 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Geschichten von der Geest

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