BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
     +++  Neuer Einwohnerbrief mit Einladung  +++     
     +++  Fotowettbewerb endet Ende September  +++     
     +++  Sternenfahrt - Impressionen  +++     
     +++  Kult(ur)-Abo des OKR Schafflund  +++     
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Der Alltag kehrt zurück in die „Schickeria“

27. 08. 2021

Sommerkleider und Blusen drängen sich auf den Kleiderständern, und in den Regalen rundum stapeln sich Kinderkleidung und T-Shirts - die Räume in der Kleiderstube „Schickeria“ in Schafflund an der Meyner Straße sind beengt. „Deshalb lassen wir auch jetzt nur eine Person pro Raum zu“, erklärt Maren Matzen. Einerseits sind sie und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter froh, seit Anfang August wieder normale Öffnungszeiten anbieten zu können, andererseits bleibt weiterhin Vorsicht geboten. In anderthalb Jahren Pandemie hat das Team gelernt, flexibel auf jede neue Situation zu reagieren. Das betrifft auch die „Speisekammer“, die seit 2017 an Personen mit Berechtigungsnachweis aus dem gesamten Amtsbereich Lebensmittel verteilt. „Wir haben immer direkte Kontakte vermieden“, sagt Kordula Hansen. So wurden Taschen von den Mitarbeitern gefüllt und draußen kontaktlos übergeben. Für Bewohner entlegener Orte richtete man sogar einen Lieferservice ein. Zurzeit sind es etwa 40 Berechtigte, die für sich oder ihre Familien für den symbolischen Preis von zwei Euro pro Einkauf Waren des täglichen Bedarfs erhalten. Neben Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln sind es oft viele frische Waren wie Heidelbeeren, Avocados oder Kirschen. „Im Laden bleiben sie liegen, weil sie relativ teuer sind, und bei uns bekommt man sie dann“, meint Kordula Hansen. Damit die Verteilung so gerecht wie möglich erfolgen kann, haben die 15 freiwilligen Mitarbeiter von „Schickeria“ und „Speisekammer“ inzwischen klare Strukturen festgelegt. Wie überall gebe es auch hier einzelne Menschen, die wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nähmen, darauf habe man mit einem rotierenden Nummernsystem reagiert, heißt es. Doch es gibt auch die andere Seite, die Marion Mahler beschreibt: „Nach dem Lockdown waren einige so unendlich dankbar, dass wir wieder für sie da sind.“ Und daraus ziehen alle ihre Motivation, sich in ihrer Freizeit viele Stunden für andere zu engagieren. Maren Matzen stellt fest: „Es macht uns immer noch Spaß. Wir sind zusammen ein richtig gutes Team, dazu gehören die Fahrer, die die Lebensmittel bei den Supermärkten abholen, und alle, die hier vor Ort arbeiten.“ Obwohl die Secondhand-Kleidung in der Kleiderstube für kleinste Beträge abgegeben wird, kommen übers Jahr beträchtliche Summen zusammen, die stets gespendet werden. Deshalb war die Freude bei der Sozialstation und dem Tagestreff in Schafflund groß, als sie zwei Schecks über jeweils 1000 Euro in Empfang nehmen durften.

Die Schickeria ist für jedermann geöffnet: Montag von 9.30 bis 11 Uhr, Mittwoch von 15 bis 17 Uhr

Die Speisekammer ist montags, mittwochs und freitags ab 9.30 Uhr nur für Berechtigte des Amtes Schafflund geöffnet.

 

 

Bild zur Meldung: Der Alltag kehrt zurück in die „Schickeria“

Veranstaltungen