Die Abrissarbeiten haben begonnen
Auf dem ehemaligen ATR-Gelände in Schafflund soll Platz für bezahlbares Wohnen geschaffen werden
Große Bauzäune sichern das Gelände des ehemaligen ATR-Landhandels in Schafflund, denn hier im Bahnhofsring haben mittlerweile die Abrissarbeiten begonnen. In den Dächern klaffen bereits große Löcher, Stück für Stück werden alle Gebäude abgetragen. Als im Januar 2024 die Anwohner des nördlichen Areals „Alter Schulhof“ und des Bahnhofsrings von der Gemeinde zu einem Workshop eingeladen wurden, entstanden die ersten Ideen für eine Überplanung der gesamten Fläche.
Im Rahmen der Innenverdichtung soll hier Wohnraum entstehen, nach den Wünschen der Anwohner gern Einfamilien- und Reihenhäuser an der alten Schule, nach Norden zwischen Bahndamm und Bahnhofsring, wo jetzt die Hallen abgerissen werden, sind von der Gemeinde Mehrfamilienhäuser vorgesehen, zweigeschossig oder plus Staffelgeschoss, konkrete Modelle gibt es noch nicht.
Für diese Gebäude werden Investoren gesucht, die gemischte Angebote, unter Berücksichtigung des sozialen Wohnungsbaus, realisieren wollen, sodass das Angebot bezahlbarer Wohnungen in Schafflund deutlich erhöht wird. Zurzeit stehen auf der westlichen Freifläche noch Flüchtlingscontainer.
Die ersten Einheiten wurden nun bereits abgebaut, denn die Flüchtlingszahlen hätten sich 2025, entgegen der Prognose, stark reduziert, wie Jörg Hauenstein, der Leitende Verwaltungsbeamte im Amt Schafflund, sagt. Beim Blick in die Zukunft bleibt er aber vorsichtig: „Wenn sich die Zahlen auch 2026 so rückläufig entwickeln, dann könnten alle Container im Amtsbereich abgebaut werden.“ Die Unterbringung von Flüchtlingen in Containern sei die teuerste Variante, und man sei immer bemüht, alternativen Wohnraum zu finden.
Auch direkt am Kreisel in der Nordhackstedter Straße kam es inzwischen zu einem Rückbau. Die Praxiscontainer der Hausärztin Olivia Ewert, in denen sie jahrelang unter beengten Verhältnissen praktizieren musste, wurden entfernt, nachdem das Gesundheitszentrum „Neue Mitte Schafflund“ fertiggestellt wurde, und sie endlich in die neuen Praxisräume umziehen konnte.
Eine jetzt leere Fläche direkt vor der Sozialstation gehört zum Gesamtareal des Gesundheitszentrums. Die Außenanlagen des ersten Bauabschnittes können nun also mit der Pflasterung weiterer Stellplätze abgeschlossen werden, wie Dirk Loesmann, Projektleiter der BONE Group, sagte. Und für die Zukunft stellt er bereits den nächsten Bauabschnitt in Aussicht: „2026 geht es dann im Süden weiter, direkt an der Au, mit dem Bau von 16 Wohneinheiten.“
Quelle - SHZ Helga Böwadt
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Abriss ART Gebäude (04.11.2025)
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