Vorbereitungen für den Notfall
Schafflund rüstet sich für Krisenszenarien mit Bürgerinformation zum Zivilschutz
Szenarien, die das öffentliche Leben von jetzt auf gleich lahmlegen, rücken nicht erst seit dem aktuellen Blackout in Spanien und Portugal bei uns in den Fokus. Sturmflut, Orkan oder Ereignisse wie die Schneekatastrophe 1978/79 können auch in Schleswig-Holstein Katastrophenalarm auslösen.
Arbeitskreis gegründet
Mit dieser Thematik befasste sich der Sozialausschuss der Gemeinde Schafflund auf seiner jüngsten Sitzung und gründete einen Arbeitskreis, der konkrete Informationen für die Bevölkerung Schafflunds vorbereiten soll. Bereits auf der vorletzten Sitzung wurde dazu der Experte Michael Skala vom Katastrophenschutz des Kreises zum Thema „Wie krisenfest sind wir?“ eingeladen. Er stellte die klare Trennung der Aufgabenbereiche dar: Katastrophenschutz liegt ausschließlich in den Händen des Kreises, Gemeinden sind für den Zivilschutz zuständig. Besonders hob er die Notwendigkeit des Selbstschutzes durch den Bürger hervor.
Holger Johsten, stellvertretender Amtswehrführer, stellte die Broschüre „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor, die wertvolle Tipps für die persönliche Vorsorge enthält – einschließlich ganz individueller Notfälle im häuslichen Bereich.
Man müsse die Eigenverantwortung den Menschen deutlich machen: „Jeder Bürger muss verstehen, dass er die Pflicht hat, sich selbst zu kümmern.“
Eine der ersten Aufgaben des Arbeitskreises wird es also sein, ein Begleitschreiben zu entwerfen, sodass die Broschüre, die bereits bestellt wurde, im Sommer an alle Haushalte verteilt werden kann. Für weitere Einwohnerinformationen wurde als Ziel die Zeit um den bundesweiten Warntag am 11. September anvisiert.
Bis dahin wollen die Mitglieder des Arbeitskreises sich auch um eine nach den Vorgaben detaillierte Struktur eines Notfall-Info-Punktes kümmern, zu deren Einrichtung alle Gemeinden aufgefordert sind. Dieser darf keinesfalls im Amtsgebäude oder bei der Feuerwehr angesiedelt sein, weil diese im Katastrophenfall ihre eigenen Aufgaben ungehindert erfüllen müssen. „Unsere Empfehlung bleibt das Bürgerhaus, es sei denn, der Arbeitskreis findet etwas anderes“, sagte Flemming Meyer, Vorsitzender des Sozialausschusses.
Quelle - SHZ böw
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