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Landarztpraxis Dr. Heinemeier

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Erlenweg 1
24980 Schafflund

Telefon (04639) 1021

Öffnungszeiten:
Montag 08:00 - 12:0017:00 - 19:00

Dienstag 08:00 - 12:0015:00 - 17:00

Mittwoch 08:00 - 12:00

Donnerstag 08:00 - 12:0015:00 - 17:00

Freitag 08:00 - 12:00


Aktuelle Meldungen

Schafflund will einen weiteren Arzt

(17.08.2019)
Gemeindevertretung beauftragt Vertreter der Ärztegenossenschaft verbindliche Gespräche mit allen Beteiligten zu initiieren
 

 „Wir suchen dringend einen weiteren Hausarzt, da unser Arzt in Schafflund an der Kapazitätsgrenze arbeitet“. Diese Feststellung hat Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen nun erneut getroffen. Um dies zu erreichen, hat die Gemeinde sich Rat geholt. Thomas Rampoldt, Geschäftsführer der Ärztegenossenschaft Nord, ist ein erfahrener Moderator im Umgang mit solchen Problemstellungen.

„Mit großen Gemeinschaftspraxen könnte man auch jungen Ärzten eine attraktive Perspektive bieten“, beschreibt Rampoldt die beste Möglichkeit. Allerdings sei dies für Schafflund mit den Akteuren vor Ort keine Option. Die Alternative sei die Eröffnung einer Zweitpraxis einer Praxis, die bereits in der Region angesiedelt ist. Die Ärzteschaft Nord würde einen solchen Weg gern in enger Abstimmung mit allen Beteiligten begleiten. Er bemängelte, dass nach anfänglicher Zustimmung „in Schafflund alle guten Willens sind“, aber wenig werde verbindlich.

Gemeindevertreterin Andrea Heinemeier, Ehefrau des ortsansässigen Hausarztes, wies darauf hin, dass es noch einige Sachfragen gebe, die zu klären seien. „Wenn es hier um mangelnde Aufklärung geht, kann ich dies noch heute Abend mit dem Arzt klären“, erklärte Rampoldt. Er erhielt den Auftrag, ein verbindliches Gespräch mit Gemeinde, Arzt und der infrage kommenden Erstpraxis zu führen. „Der große Schulterschluss muss sein, um einen weiteren Hausarzt nach Schafflund zu bekommen“, so Best-Jensen optimistisch.

Die Gemeindevertretung vergab die Arbeiten für den Bau von Sozialstation und Tagespflege. Dabei wird die Sozialstation um 13,6 Prozent teurer als zunächst geschätzt und kostet nun 658.861 Euro.

Gravierender ist da schon die Steigerung bei der Tagespflege um 28,3 Prozent. „Da das Gebäude recht nah am Schafflunder Mühlenstrom stehen wird, haben Bodenproben ergeben, dass die Bodenbeschaffenheit eine kostspielige Tiefgründung erfordert“, erläuterte Architekt Andrée Hansen. Dieser Bau wurde für 683.301 Euro in Auftrag gegeben. Der Baubeginn soll zeitnah erfolgen.

Nördlich von Schafflund, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gewerbegebiet Schneewallacker, soll auf einer Fläche von fast neun Hektar ein Park für Photovoltaik entstehen. Die Betreiber wollen nicht das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Anspruch nehmen, um für eigenwirtschaftliches Handeln unabhängig zu sein. Man hofft, einen lukrativen Strompreis anbieten zu können. Der Strom soll regional vermarktet werden. Bürgermeisterin Best-Jensen merkte an, das später auch die Gründung eines Gemeindewerks möglich sein könnte. Die planerischen Voraussetzungen für dieses Vorhaben wurden beschlossen.

Der Antrag, am Horsbeker Weg ein Sondergebiet für einen Biogasstandort zu genehmigen, wurde abgelehnt, da die Gemeinde solche Vorhaben nur unterstützen möchte, wenn ein abgestimmtes, schlüssiges Wärmekonzept vorliegt. Dies sei hier nicht der Fall.

Die Gemeinde ist nun per Beschluss Mitglied im Verein „Wir machen e-mobil“, um die E-Fahrzeuge für Dienstfahrten nutzen zu können. Es wurde auch ein einmaliger Zuschuss von 3500 Euro gewährt, für die der Verein noch eine Deckungslücke hatte. Die beteiligten Gemeinden Hörup und Nordhackstedt hatten bereits entsprechende Beschlüsse gefasst.

Der Jugendclub Schafflund erhält 12.000 Euro als Zuschuss von der Gemeinde, der SSV Schafflund 9.300 Euro für verschiedene Aufgaben und zusätzlich zwei Euro pro Einwohner, die DLRG Waldeck 1.150 Euro und der Amtsringreiterverband 100 Euro.

 

Text - SHZ Reinhard Friedrichsen 

Freude über eine Wärmebildkamera

(22.08.2018)
Wehrführer Benno Gasa (Foto, 2.v.r., mit den Windkraftbetreibern Hans-Friedrich Gall , v.l., und Jan-Bonke Johannsen sowie Gerätewart Marvin Käding ) hatte Spenden ersucht, mit Erfolg – die Feuerwehr Schafflund hat jetzt eine Wärmebildkamera. Die Windkraftbetreiber in der Gemeinde, der ortsansässige Arzt Dr. Carsten Heinemeier und auch die Gemeinde Schafflund sorgten dafür, dass das 6300 Euro teure Gerät, angeschafft werden kann. Als technische Wehr mit 40 bis 50 Einsätzen im Jahr, davon viele Unfälle auf der B 199, hätten sie eine solche Ausstattung schon früher gebrauchen können, so Gasa. In erster Linie dient das Gerät den Atemschutzgeräteträgern, um am Brandort möglichst schnell vermisste Personen aufspüren zu können. Mit der Kamera lassen sich aber auch vermisste Personen aufspüren.
 
Text - SHZ rfr

Foto zur Meldung: Freude über eine Wärmebildkamera
Foto: Freude über eine Wärmebildkamera

Zähes Ringen um den Taxischein

(13.08.2018)
Schafflunder Hausarzt muss um die Beförderung eines schwer kranken Patienten kämpfen
 
Dr. Carsten Heinemeier ist erleichtert, weil sein schwer erkrankter Patient nun doch einen Taxischein für eine Untersuchung in Kiel von der AOK genehmigt bekommen hat. Allerdings war der Weg dorthin alles andere als einfach. „Ich hatte nicht erwartet, dass es diese Schwierigkeiten gibt“, sagt Heinemeier, der gerade fast zwei Stunden in der Mittagspause mit verschiedenen Mitarbeitern der AOK telefoniert hat.

Ende Juni hatte er bei seinem 58-jährigen Patienten ein Bronchialkarzinom festgestellt, damit einhergehend einen Gewichtsverlust von 15 Kilogramm. Zur stationären Behandlung kam der Mann in das Franziskus-Hospital in Flensburg. Nun ging es um die Frage, ob eine Operation möglich wäre. Dazu vereinbarte das Krankenhaus in Kiel einen Termin, um in einer Computertomographie abzuklären, ob weitere Metastasen ausgeschlossen werden können.

Ende Juli erschien der Patient wieder in der Praxis seines Hausarztes, der sofort Kontakt zur AOK wegen eines Taxitransports aufnahm. Bei einem Antrag mit Begründung könne die Krankenkasse in Ausnahmefällen die Genehmigung erteilen, erklärt Carsten Heinemeier, auch wenn kein stationärer Aufenthalt, eine Chemotherapie, eine Dialyse oder eine ambulante Operation anstünden. „Und das trifft hier zu. Niemand kann ihn fahren und begleiten, er ist körperlich sehr geschwächt.“

Bei Nachfragen am Montag war die Sachbearbeiterin nicht zu erreichen, sie habe sich am Dienstag gemeldet und mitgeteilt, der medizinische Dienst müsse den Antrag noch prüfen. Heinemeier ist jedoch der Meinung, wenn Eile geboten sei, könne man auf die Beratung durch den medizinischen Dienst verzichten und selbst schnell entscheiden. Also setzt er seine Telefonate mit weiteren AOK-Mitarbeitern fort, bis endlich eine Entscheidung fällt – wenn auch negativ. Ein Mitarbeiter teilte ihm mit: „Wir können keine Notwendigkeit erkennen, es ist kein Ausnahmefall.“ Bus oder Bahn könne der Patient benutzen.

Damit gibt sich der Hausarzt nicht zufrieden: „In den letzten zehn Jahren habe ich diesen Antrag nicht stellen müssen, es ist schon eine seltene Ausnahme.“ Nochmals erklärt er die besonderen Umstände seines Patienten – ohne Erfolg. „Am Ende habe ich gesagt, wenn Sie nicht anders entscheiden können, werde ich die Presse informieren“, sagt Heinemeier. „Aus meiner Sicht hat dies zum Umdenken bei der AOK geführt.“ Wenige Minuten später habe man ihm mitgeteilt, die Genehmigung sei doch erteilt.

„Es ist in der Kürze der Zeit etwas unglücklich gelaufen“, räumt Wilfried Paulsen, Leiter der Serviceregion Nord der AOK, ein. Aber auch für Ausnahmeregelungen gebe es gesetzliche Vorschriften, die es mitunter erschwerten, Einzelfallentscheidungen zu treffen. „Wir bekommen viele Anträge und meistens klappt es. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass teilweise die Begründungen der Ärzte medizinisch nicht nachvollziehbar sind.“ Das träfe auf diesen Fall nicht zu, aber er habe aus Termingründen erst am Nachmittag entscheiden können.

Zumindest eine positive Nachricht für den Schwerkranken, der nun gerade noch rechtzeitig ein Taxi bestellen kann. „Ich bin als Kassenarzt auch Anwalt meiner Patienten“, erklärt Carsten Heinemeier seine Beharrlichkeit.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

Foto zur Meldung: Zähes Ringen um den Taxischein
Foto: Dr. Carsten Heinemeier