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Was wird aus der Mühlenscheune?

Schafflund , den 16. 11. 2020

Nach dem Auszug der Sozialstation muss eine neue Nutzung für das Schafflunder Gebäude gefunden werden / Eine Option ist eine Erweiterung der Zahnarztpraxis

 

Der Bau des Gesundheitszentrums in der Ortsmitte ist gerade mit dem Abriss des weißen Bungalows und der alten Post eingeläutet, auch die Erschließung der Erweiterung des Gewerbegebietes beginnt. Mit dem Kreisverkehr im Zentrum und der Erweiterung der Kita „Kleiner Regenbogen“ hat Schafflund zwei weitere größere Projekte noch vor der Brust, da beschäftigt sich die Gemeindevertretung schon mit weiteren Investitionen in die Entwicklung der Gemeinde.
Mit voraussichtlichen Kosten von 93.000 Euro steht ein möglicher Umbau der Mühlenscheune im Raum. Nach dem Auszug der Sozialstation muss eine neue Nutzung gefunden werden. Die vorhandene Zahnarztpraxis würde sich gern erweitern, hierfür wäre eine Nutzungsänderung erforderlich. Die Planung der Umbaumaßnahmen könnte allerdings in Fragen des Brandschutzes durchaus kostenträchtige Überraschungen bereithalten, machte Architekt Andrée Hansen deutlich. Die Gemeinde will dem Zahnarzt ein Mietangebot für eine erweiterte Fläche unterbreiten. Die Annahme wäre Voraussetzung für den Umbau.
Sollte dies nicht umgesetzt werden, könnten die freien Räumlichkeiten für Bürozwecke genutzt werden: Ein Bürgermeisterbüro im ehemaligen Trauzimmer und das Familienzentrum in den Räumen des alten Cafés sind ohnehin vorgesehen. Für weitere Räume könnte ein zusätzlicher Mieter gesucht werden. So käme man mit Renovierungskosten von zirka 31.500 Euro aus.
Die Gemeinde hat eine Fläche westlich des Lidl-Marktes erworben, die sich bis zum Schafflunder Mühlenstrom erstreckt. Dort sollte ein Mischgebiet ausgewiesen werden. Als erste Bauvorhaben sind ein neues Feuerwehrhaus und ein Bauhof an der Bundesstraße vorgesehen. Nun zeigte sich, dass die Biotopverbundachse Schafflunder Mühlenstrom/Wallsbek einmal erhebliches, wenn nicht unüberwindliches Planungshindernis darstellt. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises untersagt jegliche Bauleitplanung für einen sehr breiten Uferstreifen.
„Solch ein Streifen ist nicht per se von einer Überplanung ausgeschlossen“, sagt Planer Frank Matthiesen, „aber hier gibt es kein Einlenken der Behörde.“ Für die Gemeinde bedeute dies, dass ihr nur zirka ein Viertel der vorgesehenen Fläche zur Verfügung steht. Feuerwehrhaus und Bauhof könnten in der Flucht des Lidl-Marktes entstehen, nur kann eine weitere Erschließung dieses Gebiet dann nicht wie vorgesehen von Süden über eine Fortführung der Straße Osterfeld erfolgen. Die kleinen Kommunaltrecker müssten beispielsweise im morgendlichen Berufsverkehr als Linksabbieger auf die B199 einbiegen.
Volkert Petersen, Vorsitzender des Finanzausschusses, findet es extrem ärgerlich, dass man seit Jahren vorplane und eine große Fläche als Mischgebiet gekauft habe, die man nun nicht mehr nutzen könne. „Ich frage mich, ob wir unter diesen Umständen dem Kauf zugestimmt hätten“, ergänzte er. Wegen Corona kam es nie zu einem Ortstermin mit der Behörde, erklärte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. „Ein Blick auf die Fläche könnte helfen“, glaubt sie, zumal es einen stark genutzten Uferweg gebe und mit einer Fischaufzucht auch einen Wirtschaftsbetrieb in diesem Gebiet. Die Vertretung kam überein, noch einmal das Gespräch mit der UNB zu suchen.
Erfreuliches konnte Architekt Andrée Hansen dann noch zur Kostenentwicklung des Baus der Sozialstation und der Tagespflege erläutern. Die Sozialstation blieb in der Summe unter dem Kostenanschlag, die Tagespflege überschritt diesen geringfügig. Unter dem Strich verzeichnete man mit 1,34 Millionen Euro eine Punktlandung, begünstigt durch die reduzierte Mehrwertsteuer im Abrechnungszeitraum.
Der Vorsitzende des Umweltausschusses Horst Petersen hat gezählt: 22 Straßenlaternen sind derzeit defekt und dies bleibt wohl erst einmal so. Das Problem: Die Herstellerfirma, die ausschließlich die passenden Ersatzteile liefern kann, ist in Eigeninsolvenz gegangen. Sie wird den Betreib zwar wieder aufnehmen, aber es entsteht ein langer Lieferstau. „Wann Schafflund beliefert wird, steht in den Sternen“, musste Best-Jensen bekennen.
Sie weist noch auf die Auswirkungen der jüngsten Corona-Maßnahmen auf gemeindliche Veranstaltungen hin. Während viele nun entfallen, werde der Silvesterlauf weiter geplant, mit beschränkter Teilnehmerzahl und ohne Begegnungs- und Überholverkehr.

 

Quelle - SHZ Reinhard Friedrichsen

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Was wird aus der Mühlenscheune?

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