BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
Link verschicken   Drucken
 

Unermüdliche Näherinnen

Schafflund , den 25. 09. 2020

26 Freiwillige stellen im Amt Schafflund Hunderte Mund-Nasen-Schutze her / Erlöse und Spenden an Hospiz übergeben

 

Als im März durch den Corona-Ausbruch der Bedarf an Mund-Nasen-Bedeckungen hochschnellte, rief Carola Jacobs aus Hörup zum Maskennähen für die Sozialstation im Amt Schafflund auf. Gleichzeitig begann Anja Nielsen aus Nordhackstedt für Arztpraxen und Pflegeheime zu nähen. Als sie von ihren unabhängig voneinander gestarteten Initiativen erfuhren, schlossen sie sich zu einer Gruppe zusammen, um noch gezielter die vielen Anfragen von allen Seiten zu befriedigen.

„Wir sind heute nur in Vertretung für alle hier“, sagt Anja Nielsen. Tatsächlich waren es zeitweise 26 Näherinnen und Helfer, die unermüdlich Stoffe zugeschnitten, vorbereitet oder Mund-Nasenschutze genäht haben – und das ehrenamtlich und kostenlos. „In nur vier Tagen haben wir allein Hunderte von Masken für die Sozialstation genäht“, meint Carola Jacobs. Die Nähmaschinen in der ganzen Umgebung standen nicht mehr still. Die Nachfrage nahm so umfangreiche Formen an, dass Yvonne Greisen aus Hörup als Koordinatorin die Aufgaben der Gruppe organisierte: „Das war wirklich schon viel Arbeit.“

Ob bei der Feuerwehr, in den Altenheimen oder im privaten Bereich – von überall kamen die Hilferufe. Und als das Gummiband knapp wurde, habe sogar die Feuerwehr in Humptrup sie mit neuem Material versorgt. Auch hätten einige Flüchtlinge aus Medelby geholfen und dafür Masken bekommen.

Neben Materialspenden von verschiedenen Seiten erhielten die Damen aus Dankbarkeit auch einige Geldspenden. 450 Euro kamen so für das Näherinnen-Team zusammen. Das Geld wollten sie allerdings nicht behalten, sondern entschieden, den Betrag an das Wilhelminen-Hospiz in Niebüll weiterzugeben.

Dessen Geschäftsführer Bernhard Vogel nahm sich viel Zeit, um seinen Gästen einen Einblick in die Räumlichkeiten und in die Arbeit des Hospizes zu geben. „Wir sind sehr dankbar für die Spende“, sagte er, denn während der Pandemie hätten Benefizveranstaltungen kaum stattfinden können.

„Hier wird unsere Spende sinnvoll verwendet. Wenn dafür die Gäste im Hospiz beispielsweise ein besonderes Wunschessen bekommen, finden wir das toll“, waren sich die Spenderinnen einig.

 

Text - SHZ Helga Böwadt 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Unermüdliche Näherinnen

Veranstaltungen