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Schafflund: „Aldi-Weg“ wird zu „Sünnstiig“

Schafflund , den 08. 05. 2020

Wenn das normale Leben still steht, entwickeln sich plötzlich offensichtlich neue kreative Kräfte und geheimnisvolle Aktionen. Bunt bemalte Steine werden in Schafflund ausgesetzt, entdeckt und erneut von ihren Findern versteckt. Und an der Einmündung vom Buchauweg zum Wanderweg Richtung B 199 entdeckten Spaziergänger vor wenigen Tagen ein leuchtend buntes Schild mit der Aufschrift „Sünnstiig“.

„Wer hat das Schild wohl aufgestellt?“, fragten sich seither viele. Weder Bürgerverein noch Gemeinde konnten als Urheber ausgemacht werden. Doch die kleinen Initialen „H & H“ konnten zur Auflösung des Rätsels führen: Heike und Hannes.

„Wir sitzen gern auf der Bank an den Wiesen und genießen den herrlichen Ausblick“, erzählt Heike Sommer. Bisher wurde der Weg, der idyllisch durch die Natur am Stiftungsland vorbei bis zum Waldweg führt, im Volksmund „Aldi-Weg“ genannt – weil er insbesondere Radfahrern als Abkürzung zum Einkaufszentrum dient.

Das haben Heike Sommer und Hannes Nissen geändert: „Es musste einfach irgendetwas mit der Sonne sein, die auf diesen Weg strahlt, und das Plattdeutsche passt gut dazu.“ Die Idee sei schon vor zwei Jahren aufgekommen, als Otto Hübner sie gefragt habe: „Heike, hast du nicht mal einen schönen Namen?“ Und weil wegen der Corona-Krise viel Zeit sei, Dinge zu machen, die man sonst nicht schaffe, wurde kurzerhand aus vorhandenen Holz- und Farbresten ein farbenfrohes Schild kreiert und mit Bodenhülse und Pfosten eingegraben. „Es hat uns total viel Spaß gebracht“, sagt Heike Sommer. „Warum soll man so etwas nicht einfach mal machen?“

 

Text - SHZ böw

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Schafflund: „Aldi-Weg“ wird zu „Sünnstiig“

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