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Mehr Platz für die Sozialstation

Schafflund , den 21.10.2019

Für 1,3 Millionen Euro entstehen in der Schafflunder Ortsmitte zwei neue Gebäude

 

Was lange währt, wird endlich gut: Sozialstation und Tagespflege im Amtsbereich Schafflund befinden sich nun in der Bauphase. Kein Wunder, dass die Beteiligten beim ersten Spatenstich große Freude ausstrahlten, war der jahrelange Weg bis zur Realisierung doch mühsam und steinig (wir berichteten). „Alle Beteiligten sind sehr zufrieden – es ist ein gelungenes Bauvorhaben“, resümierte nun Jörg Hauenstein von der Amtsverwaltung.

Für rund 1,3 Millionen Euro entstehen in der Ortsmitte ein eingeschossiges Gebäude mit ausbaufähigem Dach für die Sozialstation mit ihren 60 Mitarbeitern und südlich davon das Haus der Tagespflege mit bis zu 15 Plätzen, ebenfalls eingeschossig. Für die Tagespflegeeinrichtung hat die Aktivregion 150.000 Euro Fördermittel bewilligt. Kathrin Clausen, Geschäftsführerin der Sozialstation, kann es kaum erwarten, ihren Mitarbeitern angemessene Büros und Besprechungsräume bieten zu können, sind die derzeitigen Bedingungen in der Mühlenscheune doch überaus beengt. „Wir sind schon voll dabei, Bewerbungen zu sichten und Besetzungen für die Tagespflege zu planen“, sagte sie.

Architekt Andree Hansen rechnet mit der Fertigstellung des Bauvorhabens im April/Mai 2020: „Wir haben gute regionale Firmen beauftragt.“ Die Firmen Abild (Sozialstation) und Jürgensen & Voigt (Tagespflege) erstellen jeweils den Rohbau, wofür im Moorbereich an der Au allerdings eine Pfahlgründung erforderlich ist. Für die Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten der Sozialstation in der Mühlenscheune gibt es schon Ideen. „In das ehemalige Café kann der Bürgerverein mit seinem Archiv einziehen“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen. Möglich seien dann zum Beispiel Themenausstellungen für die Öffentlichkeit. Außerdem solle hier ein festes Bürgermeisterbüro seinen Platz finden. Das Standesamt wird weiterhin im Bürgerhaus verbleiben.

„Dieser erste Bauabschnitt ist Teil des Gesamtprojekts Gesundheitszentrum, das im Rahmen der Dorfentwicklung von den Bürgern gewünscht wurde und als Schlüsselprojekt mit Bundesmitteln gefördert werden kann“, stellte Hauenstein fest. Es werden Wohnungen für Ältere und für Menschen mit Handicap entstehen, die die Dienste der Sozialstation in Anspruch nehmen können. Die Planungen für ein weiteres zweigeschossiges Gebäude sollen gemeinsam mit den Dienstleistern entstehen. „Wir schließen Vorverträge ab und berücksichtigen die Wünsche“, erklärte Best-Jensen. Arztpraxis, Apotheke und Sanitätsbedarf seien geplant, darüber hinaus gebe es Bewerbungen aus den Bereichen Psychotherapie, Heilpraktiker und Chiropraktiker.

 

Text - SHZ Helga Böwadt

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Mehr Platz für die Sozialstation

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