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Spende für die ambulante Versorgung Sterbenskranker

Schafflund , den 05.12.2017
Als der Landfrauenverein Schafflund eine Lesung mit Anneliese Thomsen aus Großenwiehe veranstaltete, hatte die Autorin gesagt, sie würde statt einer Gage eine Spende zugunsten der örtlichen Palliativversorgung bevorzugen. Dieser Wunsch entsprang ihrer eigenen Erfahrung mit der Pflege ihres schwerkranken Mannes bis zu seinem Tod. Maren Matzen und Gabi Meyer vom Landfrauenverein rundeten also die Spenden des Abends auf, überbrachten der Sozialstation einen Scheck über 150 Euro und informierten sich bei der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Siglinde Sommer über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).

„Wir sind glücklich, seit 2010 zwei examinierte Fachkräfte mit der Zusatzqualifikation SAPV in unseren Reihen zu haben“, sagt Siglinde Sommer. Zurzeit würde eine weitere Schwester gerade die vier Module der Ausbildung durchlaufen. Über die umfassende Versorgung für Schwerkranke und ihre Angehörigen entscheidet zunächst der Hausarzt, der die Patienten am besten kennt. Mit den Schmerztherapeuten des Hospizes wird dann eng abgestimmt, welche Maßnahmen nötig sind, um dem Kranken eine möglichst gute Lebensqualität in vertrauter Umgebung zu ermöglichen.

„Man spürt die individuellen Bedürfnisse“, sagt Sieglinde Sommer. „Es ist das letzte Finale, das der Mensch hat, und das soll groß und schön sein.“ Dabei läge der Schwerpunkt auf der psycho-sozialen Betreuung und dem Versprechen, rund um die Uhr ansprechbar zu sein. Das Katharinen-Hospiz als zentraler Koordinator des Palliative Care Netzes Nord beschreibt es so: „Die Palliativbehandlung versucht, wie ein schützender Mantel Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen Geborgenheit zu verschaffen.“

 

Text - SHZ böw

 

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